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Boomende Branche: Chinas Gartenbauindustrie gedeiht und wächst

2019-05-29 10:33:00 Source: Author:
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Von Sun Chao

 

Vor 20 Jahren war China erstmals Gastgeberland der Weltgartenbauausstellung, damals in Kunming, der Hauptstadt der südwestchinesischen Provinz Yunnan. Das Event verlieh der Entwicklung der chinesischen Gartenbauindustrie damals beträchtlichen Schub. In diesem Jahr ist die Weltgartenbau-Expo erneut im Reich der Mitte zu Gast. Sie findet von April bis Oktober in Beijing statt. Auch diesmal dürfte sie die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen unterschiedlichen Ländern im Bereich des Gartenbaus kräftig voranbringen. Darüber hinaus wird die Expo Gastgeberland China als wichtige Bühne dienen, der Welt seine Fortschritte in der Gartenbauindustrie zu präsentieren.

 

China gilt als eine der wichtigsten Wiegen der Gartenbaukunst und blickt diesbezüglich auf eine lange Geschichte zurück. Schon vor mehr als 3000 Jahren legte man in China Gärten mit speziellen Zierpflanzen an. Chinas Vielfalt an Gartenpflanzenarten und seine reichen Erfahrungen beim Gartenbau sind einzigartig in der Welt.

 

Nach der Einführung der Reform- und Öffnungspolitik vor 40 Jahren wurde Chinas landwirtschaftliche Industriestruktur ständig verbessert. Die Gartenbauindustrie, in der der Anbau von Obst, Gemüse, Tee, Blumen, chinesischen Heilkräutern und auch die Seidenraupenzucht eine führende Rolle spielen, hat sich seither rasant entwickelt. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Lebensunterhalts der chinesischen Bevölkerung.

 

Wachsender Markt für Gartenbaugüter

 

Die 60-jährige Zhao Xiaolan, die in der Stadt Tianjin lebt, hat die 20 Quadratmeter große Terrasse auf dem Dach ihres zweistöckigen Wohnhauses in einen blühenden Gemüsegarten verwandelt. Die Tomaten, Paprikaschoten und Gurken, die die Rentnerin hier in ihren Töpfen anpflanzt, sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern bereichern auch den Speiseplan ihrer Familie.

 

Die nötigen Gemüsesämlinge hat Zhao über das Internet erstanden. Unter Anleitung der Seniorin haben auch viele Nachbarn des Wohnviertels begonnen, eigenes Gemüse auf der Terrasse anzubauen. „Wir treffen uns oft, um Erfahrungen und Tipps auszutauschen und unsere frischen Ernteerträge zu teilen“, sagt die 60-Jährige.

 

Mittlerweile sind vielfältige Gartenbauprodukte auf dem chinesischen Markt erhältlich, die Palette reicht von Grünpflanzen über Außenverzierungen bis hin zu dekorativen Elementen. Und die Nachfrage nach den Produkten für Hobbygärtner nimmt stetig zu und wird zudem vielfältiger. Auch das entsprechende Dienstleistungsangebot ist in den letzten Jahren merklich gewachsen. Darüber hinaus ist eine Diversifizierung der Geschäftsformen zu beobachten.

 

Zu den neuen Hobbygärtnern zählt auch der Senior Zhang Yu, der im Beijinger Stadtbezirk Miyun lebt. Er hat im vergangenen Jahr seinen kleinen Gemüsegarten in einen Miniaturgarten umgebaut, in dem heute mehr als zehn Blumensorten sprießen, darunter Rosen, Pfingstrosen und Tulpen. Darüber hinaus hat der Rentner noch zwei Obstbäume angepflanzt und einen künstlichen Miniaturberg aufgestellt. Im hohen Alter sei er nicht mehr in der Lage, seine Gemüsebeete in Schuss zu halten, sagt Zhang. „Der Miniaturgarten ist pflegeleicht und bietet mir einen herrlichen Anblick. Er ist auch ein hervorragender Ort, um sich mit Freunden und Familie zu treffen“, erklärt der Beijinger Ruheständler.

 

Doch es sind längst nicht nur ältere Semester, die in China neuerdings ihren grünen Daumen entdecken. Angesichts der Verbesserung des Lebensstandards finden auch immer mehr junge Leute Gefallen an Pflanzen. So werden im Internet zum Beispiel Blumenmonatsabos angeboten, bei denen einmal pro Woche frische Schnittblumen bis vor die Haustür geliefert werden. Die Kunden können diese bequem über die Social-Media-App WeChat auswählen und auch bezahlen. Der gesamte Bestellvorgang lässt sich in unter zwei Minuten abwickeln. Bei städtischen Kunden punktet diese Form der Onlinebestellung nicht nur durch ihren günstigen Preis, sondern auch den bequemen Lieferprozess. Unter jungen Großstädtern ist der Onlinekauf von Blumen deshalb zu einem neuen Trend avanciert.

 

Angesichts seiner riesigen Bevölkerungszahl und der schnellen sozio-ökonomischen Entwicklung verfügt China über einen großen Markt für den privaten Gartenbau. Doch auch wenn der Verbrauch von Gartenbauprodukten im Land steigt, gilt es dennoch, einzelne Sektoren in Zukunft besser zu vernetzen, um die Entwicklung noch gezielter voranzutreiben.

 

Li Li, Chefin der Abteilung für Kulturpflanzen des Zentrums zur Förderung von Agrartechnologien des chinesischen Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten, ist der Ansicht, dass die gesamte Gesellschaft ihr Bewusstsein für die Gartenbaubranche stärken müsse. Es gelte, verschiedene Maßnahmen zu ergreifen, um Produktion und Verbrauch in diesem Bereich zu verbessern. „Fest steht, dass die Gartenbaubranche ein großes Entwicklungspotenzial besitzt“, sagt sie.

 

Blumen als Medium zur Förderung der regionalen Entwicklung

 

Im Frühjahr treffen wir Li Bingjian, der in einem Gewächshaus eines Lilienproduzenten die Erde pflügt. Der Betrieb liegt im Kreis Donghai in der ostchinesischen Provinz Jiangsu. Der Markt für Blumen sei in diesem Jahr vielversprechend und die Preise seien gut, sagt er. In Donghai gibt es mehr als 10.000 Gewächshäuser, die sich auf den Anbau von Schnittblumen spezialisiert haben. Ihre Gesamtfläche beträgt 2000 Hektar. Heute ist der Kreis damit der größte Standort für den Anbau verschiedenster Liliensorten in der gesamten Provinz Jiangsu. Jedes Jahr werden hier mehr als 500 Millionen Schnittblumen geerntet. Rund 2000 ländlichen Haushalten hat das neue Geschäft ein höheres Einkommen beschert.

 

Bereits seit den 1980er Jahren nehmen Anbaufläche und Produktionsmenge von Gartenbaupflanzen in China zu. Auch der Produktionsumfang hat sich stark erweitert. Dank der wissenschaftlichen und technologischen Fortschritte der letzten Jahre ist auch die Produktionsmenge pro Flächeneinheit deutlich gestiegen.

 

Die schwungvolle Entwicklung der Branche hat große Beiträge für die Steigerung der ländlichen Einkommen, die Erhöhung der landwirtschaftlichen Effizienz und den Ausgleich des Handelsdefizits geleistet. Mittlerweile hat sie sich zu einer wichtigen Unterstützungsbranche für den Agrarsektor und die ländliche Wirtschaft entwickelt.

 

„Blumen haben nicht nur die hiesige Umwelt verschönert, sondern mir zu Reichtum verholfen“, sagt Zhang Aiguo, ein Florist aus dem Dorf Sanpu im Kreis Donghai. 2008 begann er mit seinen Eltern, Blumen anzupflanzen. Innerhalb von zehn Jahren ist die Zahl der Gewächshäuser, die die Familie bewirtschaftet, von vier auf 20 angestiegen. „Darüber hinaus arbeite ich noch als Makler“, sagt Zhang. Er habe ein 300 Quadratmeter großes Kühlhaus für Schnittblumen und Pflanzenzwiebeln errichtet. „Heute verdiene ich fast eine Million Yuan pro Jahr. Unter meiner Anleitung haben außerdem mehr als 20 andere Haushalte in meiner Umgebung begonnen, Blumen anzubauen“, erzählt er stolz.

 

 

Chance auf mehr Wohlstand: Der Kreis Donghai in der ostchinesischen Provinz Jiangsu ist der größte Standort für den Anbau verschiedenster Liliensorten in der gesamten Provinz. Vielen Einheimischen hat der Schnittblumenanbau

 ein besseres Einkommen beschert.

 

 

In Bezug auf die Entwicklung der Gartenbauindustrie in Donghai sagt Gao Meifeng, Vorsteher des Kreises: „Unter Nutzung unserer günstigen Klima- und Bodenbedingungen hier vor Ort hat unser Kreis die Strukturreform der landwirtschaftlichen Angebotsseite vorangetrieben und die Landwirte bei der Anpflanzung von Blumen unterstützt.“ Die Kreisverwaltung habe verschiedene Finanzmittel integriert, um ein Wasserkraftwerk, Kanäle und andere unterstützende Einrichtungen zu bauen. „Darüber hinaus arbeiten wir noch mit Finanzinstitutionen zusammen, um den Dorfbewohnern einen besseren Zugang zu Krediten und anderen finanziellen Unterstützungen zu ermöglichen“, sagt er.

 

Das Landwirtschaftskomitee der Kreisverwaltung habe darüber hinaus eine App für landwirtschaftliche Technologien entwickelt und eine WeChat-Gruppe namens „Donghai Flower“ eingerichtet. „Technische Experten stehen in dieser Gruppe bereit, um mögliche Fragen der Landwirte zeitnah zu beantworten“, sagt Gao. Die örtliche Gemeinde Shuangdian beispielsweise pflanze heute auf mehr als 1000 Hektar Blumen an. Die Lilien Shuangdians hätten zudem die Zertifizierung der China Geographic Indications Industry Association (CGIIA-Zertifizierung) erhalten.

 

Donghai veranstaltet außerdem alle zwei Jahre eine große Blumenschau und hat Vertriebszentren in mehr als 20 großen und mittelgroßen Städten im ganzen Land errichtet, um eine nahtlose Verbindung zwischen Produktion und Vertrieb herzustellen und den Markt ständig zu erweitern. Laut Gao Meifeng stammten derzeit 60 Prozent der frisch geschnittenen Lilien auf dem Shanghaier Markt aus Donghai.

 

Gleichzeitig nutzt Donghai Blumen auch als Medium, um seine lokalen Seen und heißen Quellen besser zu vermarkten und so die Tourismusentwicklung zu beflügeln. Ein Beispiel hierfür ist etwa der im Westen des Kreises gelegene Shuangxihu-Lilienpark. Hier wurde der Reiz lokaler Blumenpracht gekonnt mit anderen touristischen Angeboten gekoppelt. Als Ergebnis konnte nicht nur die städtische Infrastruktur verbessert, sondern auch eine Plattform für Ausstellung und Austausch in der Frischblumenindustrie geschaffen werden.

 

Dem Kreis Donghai ist es also gelungen, sein landwirtschaftliches Entwicklungspotential stetig weiter zu erschließen, so dass er heute über eine moderne Landwirtschaft verfügt. Es haben sich sechs führende Industrien herausgebildet, darunter neben den Schnittblumen aus Shuangdian auch Gemüse aus Taolin und Erdbeeren aus Huangchuan. Darüber hinaus hat die Kreisverwaltung die Strategie zum ländlichen Aufschwung umgesetzt, die den ländlichen Tourismus mit der auf Öko-Tourismus ausgerichteten Landwirtschaft verbindet. Ziel ist es, die lokalen Agrarprodukte weiterzuentwickeln, Tourismus und Landwirtschaft besser zu integrieren und ein einzigartiges System der ländlichen Tourismuswirtschaft aufzubauen. Der boomende ländliche Tourismus dürfte dem Kreis in Zukunft noch mehr Geschäftsmöglichkeiten bringen und noch mehr Landwirten ein wohlhabendes Leben ermöglichen.

 

Im Jahr 2016 hat China den Aufbau von Kreisstädten mit besonderem Lokalkolorit gestartet. Laut Plan sollen bis 2020 ungefähr 1000 schöne und lebenswerte Kreisstädte aufgebaut werden. Einige darunter setzen besonders auf den Anbau von Blumen und haben eine Vielzahl von Produkten mit hoher Wertschöpfung entwickelt. Die Blumenindustriekette hat sich stark erweitert.

 

Mit der rasanten Entwicklung der chinesischen Blumenindustrie in den vergangenen zwei Jahrzehnten ist auch die Palette der angebotenen Blumensorten breiter geworden. In Chinas Blumenläden finden sich heute verschiedenste Schnittblumen, Topf- und Gartenpflanzen sowie andere neue Produkte. China ist damit mittlerweile die weltweit größte Produktionsstätte für Blumen, ein wichtiger Blumenverbraucher und ein wichtiges Im- und Exportland für Blumen. Dabei machen Zierpflanzen die Hälfte der chinesischen Blumenindustrie aus. Ihre Anbaufläche beläuft sich auf 57 Prozent der gesamten heimischen Blumenindustrie. Die Produktionsfläche für Setzlinge und Blumen ist auf mehr als zwei Millionen Hektar angewachsen. Jedes Jahr werden über 40 Milliarden Setzlinge produziert, deren Produktionswert bei mehr als 450 Milliarden Yuan liegt.

 

Die einstigen Bambusschuppen und Solargewächshäuser zur Kultivierung von Pflanzen sind modernen Gewächshäusern mit präziser Steuerung gewichen. Immer mehr Unternehmen setzen bei der Produktion auf fortschrittliche Technologien wie Fertigation (Erdbearbeitung) und Gezeitenbewässerung für den Blumenanbau. Gleichzeitig wurde das Pflanzungsniveau ständig verbessert. Auch die Technologien für Topfblumenzucht wurden erfolgreich verfeinert und die Standardisierung nimmt stetig zu. Einige Unternehmen sind heute in der Lage, mit ihren Produkten qualitativ an das internationale Niveau anzuknüpfen.

 

Durch die Verwendung fortschrittlicher Anbautechniken wird eine Versorgung in allen vier Jahreszeiten garantiert, so dass die Bedürfnisse der Konsumenten in verschiedensten Regionen Chinas ganzjährig befriedigt werden können. Und die Landwirte konnten zudem im Zuge der Entwicklung der Blumenindustrie reiche Erfahrungen sammeln.

 

Li Li führt hierfür ein Beispiel an: 2007 führte das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten ein modernes technologisches System der landwirtschaftlichen Industrie ein, das 13 Subsysteme für Gartenbau, unter anderem für Zitrusfrüchte, Äpfel, Gemüse, Tee und Seidenraupenzucht, umfasst. Jedes dieser Subsysteme verfügt über eine bestimmte Anzahl von Wissenschaftlern und regionalen Versuchs- und Forschungszentren, um die Anwendung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse durch Feldforschung und Praxisversuche zu fördern.

 

 

Donghai hat Vertriebszentren in mehr als 20 großen und mittelgroßen Städten im ganzen Land errichtet, um

 eine nahtlose Verbindung zwischen Produktion und Vertrieb herzustellen und den Markt ständig zu erweitern.

Die örtlichen Landwirte freuen sich über diese Entwicklung.

 

Perspektiven

 

In China wurde die Gartenbauindustrie auf der Grundlage des Systems der vertragsgebundenen Verantwortlichkeit auf Basis der Haushalte entwickelt, in dem von einzelnen Haushalten geführte Kleinbetriebe eine dominierende Rolle spielen. Li Li sagt hierzu: „Obwohl die Übertragung des Landnutzungsrechts und die Kooperationsformen in einigen Gebieten mit der Beschleunigung der Urbanisierung und der Modernisierung der Landwirtschaft allmählich zugenommen haben, spielen Familienbetriebe und lose landwirtschaftliche Genossenschaftsorganisationen nach wie vor eine wichtige Rolle.“ Dies zeige sich etwa am Beispiel des Gemüseanbaus: 60 Prozent der chinesischen Gemüsefarmen verfügten derzeit über eine Fläche von knapp 15 Mu (15 Mu = 1 Hektar). Nur etwa drei Prozent hätten eine Fläche von mehr als 100 Mu.

 

Doch es gibt auch Problem. In den letzten Jahren sind die komparativen Vorteile von Gartenpflanzen, insbesondere von Obst und Gemüse, wegen der stark gestiegenen Produktionskosten zurückgegangen.

 

Li Li zeigt sich dennoch optimistisch, was die Zukunftsaussichten der Branche angeht. Verglichen mit den drei Nahrungsmittelkulturen erziele die Gartenbauindustrie immer noch die höchsten Gewinne, sagt sie. Und für die Armutsüberwindung und den ländlichen Aufschwung spiele die Branche noch immer eine wichtige Rolle.

 

Li Li ist der Ansicht, dass die Gartenbauindustrie die Reform der Angebotsseite und die Regulierung der Pflanzstruktur als Chance nutzen sollte, um die Sortenstruktur zu optimieren, ineffiziente Angebote auszusortieren und effektivere Angebote zu schaffen, um so die Versorgungsqualität weiter zu verbessern. Auch gelte es, umweltfreundliche Produktionsweisen einzuführen, um die Verbreitung umweltfreundlicher Technologien, bei denen der Ressourcenschonung und dem Umweltschutz Priorität eingeräumt wird, zu fördern. Darüber hinaus müssten die Produktsorten reguliert werden, um eine Reihe von Gartenbauprodukten mit regionalen Besonderheiten zu entwickeln. „Wir sollten die Industriestruktur aktiv umgestalten, die Auftragsfertigung entwickeln und die Verarbeitung beschleunigen, um die industrielle Kette zu erweitern“, fordert sie.

 

 

Die Blumenbasis des agrarwissenschaftlichen Parks Changji im Autonomen Gebiet Xijiang der Uiguren

 

„China muss die derzeit stattfindende Weltgartenbauausstellung in Beijing zum Anlass nehmen, um der Öffnung und der Entwicklung seiner Gartenbauindustrie noch einmal neuen Schub zu verleihen“, sagt die Expertin. Sie weist darauf hin, dass die Gartenbauindustrien verschiedener Länder zwar in gewissem Grad in Konkurrenz zu einander stünden, letztlich aber ergänze man sich auch, vor allem bei Anbau von Obst, Gemüse und Blumen. Die chinesische Regierung sei durchaus in der Lage, den Wettbewerb unter rationale Kontrolle zu stellen und komplementäre Vorteile voll zur Geltung zu bringen. „Nach dem Prinzip des gegenseitigen Nutzens und der Win-win-Ergebnisse wird die chinesische Regierung den internationalen Austausch, die Zusammenarbeit, die Öffnung und Entwicklung der Gartenbauindustrie sowie den Handel in diesem Bereich weiter fördern“, sagt Li Li.

 

Die Gartenbauexpertin betont auch die Wichtigkeit der internationalen Zusammenarbeit in Chinas Gartenbauindustrie. „China sollte sich darum bemühen, die komparativen Vorteile der Gartenbaukulturen verschiedener Länder voll zu entfalten, um den Handel mit geistigen Eigentumsrechten und den Austausch von Produktionstechnologien zu fördern“, sagt sie.

 

Darüber hinaus rät sie dazu, die Interaktion zwischen den für Produktion und Marketing zuständigen Abteilungen zu stärken. „Einerseits gelangen Chinas Gartenbauprodukte heute ins Ausland, andererseits werden überlegene Produkte aus dem Ausland nach China importiert“, sagt sie. Alle Länder müssten die Entwicklungschancen, die der Aufbau der Seidenstraßeninitiative biete, nutzen, um die globale Gartenbauindustrie nachhaltig zu entwickeln, die Einkommen der Landwirte ständig zu erhöhen und die Märkte noch besser zu vernetzen.

 

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