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Weihnachten in China: Adventsbasar der deutschen Botschaft bringt ein Stück deutsche Kultur nach Beijing

2018-12-03 13:22:00 Source: Author:
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Von Verena Menzel

 

Weihnachten ohne Weihnachtsmarkt - für viele Deutsche undenkbar. Büdchen mit Glühwein und gebrannten Mandeln, Lebkuchen und Kunsthandwerk, all das ist in deutschen Städten längst fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit und willkommene Einstimmung auf das Weihnachtsfest. Doch Weihnachten und China – passt das zusammen?

Tut es, zumindest in Beijing – hier nämlich findet auf dem Gelände der deutschen Botschaft bereits seit 2000 jedes Jahr am Samstag vor dem ersten Advent ein Charity-Weihnachtsbasar statt. Und jedes Jahr zieht sich schon in den Vormittagsstunden eine lange Schlange von Besuchern, die auf Einlass warten, an der Botschaftsmauer entlang.

Auch am vergangenen Samstag, dem 1. Dezember 2018, war der Ansturm wieder groß auf Glühwein und Currywurst, Apfelpunsch und Butterplätzchen. Die Vorverkaufskarten waren schon innerhalb kürzester Zeit vergriffen. Im vergangenen Jahr zählte der Markt rund 6500 Besucher, in diesem Jahr dürften mindestens genauso viele Weihnachtsfans auf das Botschaftsgelände gepilgert sein.

Im Vordergrund der Veranstaltung stand auch 2018 wieder der Charity-Gedanke. In jedem Jahr fließen die Einnahmen des Events zu einhundert Prozent in wohltätige Projekte, in diesem Jahr insbesondere zur Unterstützung bedürftiger Kinder sowie von Frauen, die Opfer von Gewalt werden, wie Laura Donath vom Organisationsteam erklärte.

Deutsche Unternehmen in Chinas Hauptstadt unterstützen die Veranstaltung traditionell durch Spenden, Verkaufsstände und den Einsatz von freiwilligen Helfern. In diesem Jahr gab es 40 Stände, die traditionelle deutsche Speisen und Getränke sowie deutsches Kunsthandwerk anboten. „Unsere über 800 freiwilligen Helfer haben alles in allem rund 2100 Stunden in die Herstellung von Kunsthandwerk und Speisen investiert“, sagte Donath.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, wie unsere Bilderserie zeigt.

 


Sie lassen Kinderaugen strahlen: Insgesamt 12 Weihnachtsmänner waren in diesem Jahr in vier Schichten mit ihren Geschenkesäcken auf dem Weihnachtsbasar im Einsatz und ohne Frage eines der Highlights für die kleinen Marktbesucher.



 

Festtagsstimmung: Die Freiwilligen kreierten in Handarbeit 100 traditionelle Adventskränze, die für den guten Zweck verkauft wurden.

 


Frisch aus der Pfanne: An diesem Stand konnten Marktbesucher frische Käsespätzle probieren.

 


Eher etwas für die deutsche Community: Der traditionelle Bücherflohmarkt auf dem Botschaftsgelände.


 

Richtete zur Eröffnung ein Grußwort an die Besucher: Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in China Dr. Clemens von Goetze.


 

Glühwein für den guten Zweck: Schon im Mittelalter waren in Mitteleuropa kalt getrunkene Würzweine beliebt, die in ihren Gewürzzutaten und ihrem Geschmack dem heutigen Glühwein vermutlich ähnlich waren.

  

 

Die Ursprünge der Weihnachtsmärkte gehen bis ins Spätmittelalter zurück. Damals wurden zu Beginn der kalten Jahreszeit spezielle Märkte abgehalten, die es den Menschen ermöglichten, sich mit Fleisch und anderen Bedarfsartikeln für den Winter einzudecken.


 

Im 14. Jahrhundert kam der Brauch auf, es auch Handwerkern zu gestatten, Verkaufsstände auf den Wintermärkten einzurichten. So kam es, dass nach und nach auch Spielzeug und Zuckerwaren auf diesen Wintermärkten angeboten wurden, die Kinder dann zu Weihnachten geschenkt bekamen. Auch Verkaufsstände mit gerösteten Kastanien, Nüssen oder Mandeln – bis heute ein fester Bestandteil der meisten Weihnachtsmärkte - gab es bereits auf den Märkten im 14. Jahrhundert.


 

Über 1800 Stücke Kuchen und Gebäck haben die Freiwilligen des Charity-Basars für die hungrigen Festbesucher vorbereitet.


 

Alle Helfer des Marktes arbeiten ehrenamtlich. Außerdem wird das Event durch die Spenden zahlreicher Unternehmen gefördert.



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