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Akupunktur – Die Kunst der heilenden Stiche

26-09-2010

Von Xing Wen

Akupunktur, das Einsetzen von Nadeln in bestimmte Punkte (Akupunkturpunkte) am Körper, um Schmerzen zu lindern, ist eine sehr alte Heilmethode der chinesischen Medizin. Als wichtiger Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) reicht die Geschichte der Akupunktur zurück bis zur Steinzeit. Akupunktur wurde wahrscheinlich zum ersten Mal zur Schmerzlinderung bei Soldaten eingesetzt, die durch steinerne Pfeilspitzen verletzt worden waren. Anstelle der Stahlnadeln, die heutzutage benutzt werden, wurden damals angespitzte Steine verwendet. Erst zu Beginn der Han-Dynastie (206 v.d.Z.– 220 n.d.Z.) wurden die angespitzten Steine und Knochenstücke durch Metallnadeln ersetzt.

Heutzutage nutzen Menschen mit Arthritis, hohem Blutdruck, Paralyse und Migräne Akupunktur als Behandlungsmöglichkeit; sie hat sich als sehr effektiv erwiesen bei einer Vielzahl von chronischen Erkrankungen.

Die der Akupunktur zugrunde liegende Theorie steht in engem Zusammenhang mit Zang-fu (innere Organe), Qi (vitale Energie) und Jingluo (Meridiane).

Aus der Perspektive der Traditionellen Chinesischen Medizin kann der menschliche Körper als Karte der Organe verstanden werden, wobei die Organe wiederum in zwei Gruppen unterteilt werden können, die mit den zwei Funktionssystemen Zang und Fu im Einklang sind. Das Zang-System bezieht sich auf die Yin-Organe, wie zum Beispiel die Leber, während das Fu-System aus den Yang-Organen, wie zum Beispiel den Eingeweiden besteht. Yin und Yang halten dabei das Funktionssystem im Gleichgewicht. Krankheit wird hier als Störung der Homöostase verstanden. Mit anderen Worten, Krankheit wird oft durch eine Unausgewogenheit von Yin und Yang ausgelöst.

Durch unseren Körper fließt in einem Kreislauf die Vitalenergie Qi. Die externen Bahnen, durch die das Qi fließt, korrespondieren mit den Akupunkturpunkten, während die internen Flussbahnen des Qi mit den Zang-fu Organen verbunden sind. Kann das Qi nicht richtig fließen, kommt es zu Stockungen im Energiefluss, die wiederum zu Schmerzen und Unwohlsein führen. Es ist eines der diagnostischen Prinzipien in der TCM, dass Schmerzen auf eine Blockade des Qi hindeuten.

Das Qi fließt durch die 12 Meridiane und deren acht transversalen Nebenäste, die Kollaterale. Die Meridiane sind nach Organen, wie zum Beispiel dem Herzen oder der Lunge benannt, da jeder Meridian mit einem der 12 Organe verbunden ist und auf seiner spezifischen Bahn innerhalb des Rumpfes verläuft. Die zwei wichtigsten Kollaterale befinden sich auf der Mittellinie an der Vorder- und Rückseite des Körpers. Die Meridiane und Kollaterale transportieren das Qi und regulieren Yin und Yang. Daraus resultierend zielen die meisten Heilungsmethoden in der TCM, einschließlich Akupunktur, Massage und Kräuterheilkunde, darauf, dass das Qi ungehindert durch den Körper fließen kann. Die gängigen Techniken setzen die Energie frei.

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