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Wege zum Wohlstand: Armutsüberwindung im tibetischen Dorf Bading

30-10-2016

Von Zhang Xiao

 

Das kleine Dorf Bading liegt in der Gemeinde Chagjug des Kreises Sagya in Xigaze. Noch bis vor fünf Jahren verfügte der kleine Ort weder über Trinkwasser- noch Stromversorgung, auch an das Verkehrsnetz war Bading damals noch nicht angeschlossen, von modernen Telekommunikationsanlagen ganz zu schweigen. Wer heute allerdings in den kleinen Ort kommt, dürfte ihn kaum wiedererkennen. Im Rahmen der intensiven Anstrengungen der chinesischen Regierung im Bereich der Armutsüberwindung hat sich das Antlitz des tibetischen Dorfes grundlegend gewandelt. Diese Errungenschaft ist vor allem dem großen Einsatz des Arbeitsteams des Amtes für Wissenschaft und Technik des Autonomen Gebiets Tibet zu verdanken. Denn dieses entsandte Kader in das abgelegene Dorf, die den Bewohnern tatkräftig dabei unter die Arme griffen, erfolgreich auf die Spur des bescheidenen Wohlstandes einzuscheren.

Blick auf das Dorf Bading: Dank der Anstrengungen der chinesischen Regierung wurden in dem tibetischen Dorf große Fortschritte im Bereich der Armutsüberwindung erzielt.

Als sich das Amt für Wissenschaft und Technik Tibets vor rund fünf Jahren der Aufgabe annahm, Bading aus der Armut zu befreien, war es der Behörde zuvor bereits gelungen, den Lebensstandard zweier anderer Dörfer der Gemeinde erfolgreich zu erhöhen. Doch ähnliche Fortschritte auch in Bading zu erreichen, stellte sich als eine wesentlich größere Herausforderung dar, da das Dorf noch abgelegener und weit rückständiger war als andere Dörfer in seiner Umgebung. Bading war damals der einzige Ort der Gemeinde, der keinen Anschluss an das örtliche Stromnetz besaß.

Beliebtes Fotomotiv: Viele Dorfbewohner lassen sich gerne vor der Kulisse des Beijinger Tian’anmen-Tors oder des Potala-Palastes in Lhasa fotografieren. Um die Lichtverhältnisse zu testen, steht der Einheimische Padme gerne Modell.

Schon direkt nach der Ankunft in Bading sah sich das Arbeitsteam mit der ersten großen Hürde konfrontiert: Das Dorf verfügte über so gut wie keine Infrastruktur. Es war von der Außenwelt praktisch gänzlich abgeschottet, befand sich in einem urwüchsigen Zustand. Die Bewohner lebten ausschließlich von einfachster Viehzucht und Landwirtschaft. Die erste ins Dorf entsandte Arbeitsgruppe nahm also zunächst lediglich eine Bestandsaufnahme vor, um sich ein genaueres Bild vom Bedarf der Einheimischen zu machen. Die Arbeit zur Armutsüberwindung sieht in der Regel vier Kernaufgaben vor: Die Festigung der Organisation auf der Basisebene, eine gute Wahrung der Stabilität, die Erkundung und das Finden von Wegen zum Wohlstand und das Lösen von schwierigen Problemen der Dorfbewohner in einer Art, die ihnen reale Vorteile im Alltag bringt.

Gewichtskontrolle: Dorfvorsteher Aqiong (rechts) überprüft gemeinsam mit dem ins Dorf entsandten Agrartechniker Shilun links das Gewicht der gezüchteten Schafe, um anhand des Fettansatzes den Hirten Futtersubventionen zuzuteilen.

Nach eingehenden Untersuchungen legten die Kader schließlich die Stoßrichtung ihrer Arbeit in Bading fest: Sie setzen sich zum Ziel, die Wohnbedingungen zu verbessern, neue Einnahmequellen für die Dorfbewohner zu erschließen sowie die Art und Weise der Wirtschaftsentwicklung grundlegend zu verändern. Hierfür arbeiteten sie einen detaillierten „Dreijahresplan“ sowie einen „Fünfjahresplan“ aus.

Nach Maß: Teammitglied Losang misst die Größe der Kinder, um ihnen passende Winterkleidung zu besorgen.

Dank der tatkräftigen Unterstützung der Kreis- und Gemeindeverwaltung gelang es dem Arbeitsteam schließlich, auf verschiedenen Wegen eine ganze Reihe von Projekten zu realisieren, die den Dorfbewohnern heute viele reale Vorteile bringen. So wurde der Anschluss ans Stromnetz fertiggestellt, Telekommunikationsanlagen wurden errichtet und auch eine zementierte Anbindungsstraße konnte erfolgreich angelegt werden. Ein wichtiger Meilenstein war aber vor allem, dass die Helfer ein Trinkwassersystem für Mensch und Vieh sowie Bewässerungsanlagen anlegten.

Für den Winter: Senioren des Dorfes haben wattierte Decken geschenkt bekommen. Für diejenigen, die nicht gut zu Fuß sind, nehmen Angehörige das Geschenk entgegen.

Damit die Einheimischen diese Anlagen in Zukunft selbst warten und eigenständig instand halten können, organisierte das Arbeitsteam spezielle Fortbildungen und Kurse für ausgewählte Bewohner des Ortes. So sollen die Einheimischen in die Lage versetzt werden, die technischen und politischen Angelegenheiten im Dorf in Zukunft selbst zu verwalten. Darüber hinaus richtete das Arbeitsteam auch eine fachliche Produktionsgenossenschaft ein. Teamchef Qimi Ciren berichtet nicht ohne Stolz: „Mit Hilfe unseres Arbeitsteams konnten vier große Treibhäuser für Gemüseanbau in Bading errichtet und eine Grasfarm von mehr als 50 Mu (ein Mu= 1/15 Hektar) für Purpur-Klee angelegt werden.“ Darüber hinaus sei eine Verarbeitungsfabrik gebaut und eine Farm für Inkubatoren für tibetische Hühner gegründet worden. „Mit Hilfe unseres Teams haben die Dorfbewohner außerdem einen Brunnen gebohrt und eine öffentliche Toilette errichtet“, so Qimi Ciren weiter.

„Zwar sind wir hier noch nicht so weit, dass heimische Agrarprodukte auch an anderen Orten verkauft werden können, aber zumindest der Grundbedarf der Dorfbewohner kann heute aus eigener Kraft befriedigt werden“, sagt der Teamchef. Dadurch seien die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Dorfbewohner erheblich verbessert worden, worauf man sehr stolz sei. „Früher waren Kartoffeln und Rüben die wichtigsten selbst angebauten Gemüsesorten im Dorf. Heute können die Bewohner auch viel grünes Gemüse genießen.“ Auch Lebensmittel wie Zaba-Mehl, das aus zermahlener und gerösteter Qingke-Gerste gewonnen wird, sowie Weizenmehl und Speiseöl können die Einwohner mittlerweile selbst verarbeiten. „Dadurch wird den Bewohnern Badings der lange Weg zur Verarbeitungsstelle erspart, zumal auch die Kosten deutlich niedriger liegen“, so Qimi Ciren weiter.

Hilfe zur Selbsthilfe

Hilfe zur Selbsthilfe lautet das Motto. Und so legte das Arbeitsteam großen Wert auf die Ausbildung einheimischer Agrartechniker. Hierfür wählten die Experten aus dem Amt für Wissenschaft und Technik zwei Dorfbewohner aus, die schließlich fachlich weitergebildet wurden. Seither nehmen sie jährlich an Fortbildungskursen teil, um sich weitere landwirtschaftliche und viehwirtschaftliche Fachkenntnisse anzueignen. Die so ausgebildeten Agrartechniker bieten ihren fachlichen Service heute auf der Basisebene an. Auch haben die Experten die so ausgebildeten Agrartechniker mit neuer Informationstechnik in Berührung gebracht. Beispielsweise wurde Bading mit einem beweglichen Datenservice-Terminal ausgestattet. Dieses Gerät verfügt über Bild-, Text-, Audio- und Videodateien in tibetischer Sprache und dient als mobile Datenbank mit reichen Inhalten. Um die Informatisierung auf eine neue Stufe zu heben, haben Experten aus Lhasa zudem Anlagen installiert, die im ganzen Dorf drahtlosen Internetzugang ermöglichen.

„Dank der Arbeit der Experten aus dem Amt für Wissenschaft und Technik hat sich in Bading in den letzten Jahren sehr viel getan. Die Mitarbeiter haben Großartiges geleistet, um den infrastrukturellen Aufbau voranzutreiben und dem Ort den Anschluss an die Moderne zu ermöglichen. Es waren große Anstrengungen nötig, aber schlussendlich konnten große Erfolge erzielt werden“, sagt Jiang Minglei, Parteisekretär der Gemeinde Chagjug.

Bevor die Arbeit zur örtlichen Armutsüberwindung in Angriff genommen wurde, war das Bildungsniveau in Bading äußerst niedrig. Nur ein einziger Schulabsolvent hatte es bis dahin in den öffentlich Dienst geschafft. Im Zuge der allgemeinen staatlichen Anstrengungen zur Niveauhebung des Bildungswesens sowie mithilfe staatlicher Zuschüsse konnte in den vergangenen Jahren ein Umdenken bei den Dorfbewohnern erreicht werden. Heute wird der Schulbildung immer größere Bedeutung beigemessen. Mittlerweile besuchen rund 120 Kinder und Jugendliche des Dorfes die Grund- bzw. Mittelschule. Sieben Schulabgänger haben es gar an eine Hochschule geschafft. Und um zu verhindern, dass in Zukunft Kinder aus finanzschwachen Familien die Schule abbrechen, richteten die im Dorf stationierten Experten in Zusammenarbeit mit der Parteizelle des Amts für Wissenschaft und Technik einen speziellen Förderfonds für die „Entwicklung der Schulbildung im Dorf Bading“ ein. Jedes Semester können bedürftige Familien nun für den Schul- bzw. Hochschulbesuch ihres Nachwuchses Stipendien beantragen.

Außerdem setzte das Arbeitsteam alle Hebel in Bewegung, um private Spender und wohltätige Organisationen zu finden, die das Dorf durch Geld-, Kleider- und andere Sachspenden unterstützen. So konnten unter anderem Winterkleider im Wert von 170.000 Yuan (23.000 Euro) sowie Schreibwaren im Wert von 3000 Yuan (400 Euro) gesammelt werden. Darüber hinaus verwenden die Entwicklungshelfer jedes Jahr 10.000 Yuan (1340 Euro) aus dem örtlichen Budget für Armutsüberwindung als Subventionen für diejenigen Dorfbewohner, die das 60. Lebensjahr überschritten haben. An Ex-Armeeangehörige sowie alle Haushalte in schwierigen Verhältnissen werden zudem wattierte Decken und wärmende Kleidung ausgegeben.

Auf dem Weg zu umfassendem Wohlstand

Mittlerweile sind fünf Jahre ins Land gegangen. In dieser Zeit reisten nach einander fünf Arbeitsteams nach Bading, die sich jeweils das Staffelholz übergaben und bei ihrem jeweils einjährigen Aufenthalt die Arbeit zur Armutsüberwindung Schritt für Schritt fortsetzten. Heute leben zwar noch immer 20 Haushalte, etwa 40 Prozent aller Haushalte des Dorfes also, unterhalb der Armutsgrenze. Doch auch sie sollen in unmittelbarer Zukunft planmäßig aus der Armut geführt werden. Die neuen infrastrukturellen Einrichtungen ermöglichen es den Dorfbewohnern heute, von zu Hause aus einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. 2015 erwirtschaftete das Dorf insgesamt über 200.000 Yuan (27.000 Euro). Der Lebensstandard der Dorfbewohner konnte damit merklich verbessert werden. Und die allmähliche Erhöhung der örtlichen Einkommen wertet nach und nach auch das Lebensumfeld der Menschen auf.

„Alle Mitglieder unseres Arbeitsteams sind sehr erfreut über die großen Fortschritte, die in Bading erreicht wurden. Wir haben uns das Ziel gesetzt, die Dorfbewohner dabei anzuleiten, bis zum Jahr 2020 gemeinsam mit der gesamten tibetischen Bevölkerung auf ein Leben in bescheidenem Wohlstand zuzusteuern“, sagt Qimi Ciren.

In diesem Jahr ist in China der 13. Fünfjahresplan in Kraft getreten. Zentrales Ziel des politischen Papiers ist es, bis 2020 den Aufbau einer Gesellschaft mit bescheidenem Wohlstand umfassend zu vollenden. Es bildet eines der beiden von der KP Chinas festgelegten Ziele „zweimal hundert Jahre“. In der Periode des aktuellen Fünfjahresplans ist die chinesische Wirtschaft in den Zustand der neuen Normalität eingetreten. Auf der Arbeitskonferenz zur entwicklungsbasierten Armutsüberwindung, die vom Zentralkomitee der Partei im November 2015 einberufen wurde, betonte Generalsekretär Xi Jinping die Wichtigkeit der Lösung von Schlüsselproblemen der Armutsüberwindung in der Periode des 13. Fünfjahresplans. Auf derselben Konferenz wurde auch die umfassende Anordnung zur Armutsüberwindung beschlossen. Tibet ist als einziges Gebiet auf Provinzebene, das weitflächige und mit einander verbundene Armutsregionen aufweist, hier mit besonders schwierigen Herausforderungen konfrontiert.

Am 13. Dezember 2015 verabschiedete die 8. Vollversammlung der Mitglieder des Parteikomitees des Autonomen Gebiets Tibet vor diesem Hintergrund die „Vorschläge zur Ausarbeitung des 13. Fünfjahresplans für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung im Autonomen Gebiet Tibet“. Das Papier sieht vor, dass in der Periode des 13. Fünfjahresplans 690.000 Menschen in Tibet, die derzeit noch unterhalb der Armutsgrenze leben, sowie auch sämtliche übrigen armen Landbewohner aus der Armut befreit und die Etiketten der „armen Kreise“ abgestreift werden. Die Quote der Einwohner, die erneut unter die Armutsgrenze abrutschen, soll nur noch einen Anteil von maximal fünf Prozent an der Gesamtbevölkerung ausmachen. Geplant ist auch, das verfügbare Einkommen der armen Einwohner jährlich um mehr als 16 Prozent zu erhöhen.

Um diese Ziele zu verwirklichen, planen die für die Armutsüberwindung zuständigen Behörden verschiedener Ebenen in Tibet zahlreiche gezielte Projekte zur Armutsüberwindung als wichtigste Aufgabe zur umfassenden Vollendung des Aufbaus einer Gesellschaft mit bescheidenem Wohlstand nach besten Kräften durchzuführen. Dabei geht es vor allem auch um die Schaffung eines neuen Arbeitsgefüges, in dem die auf die einzelnen Haushalte gerichteten Maßnahmen zur Armutsüberwindung im Mittelpunkt stehen sollen.

Mitte August 2016 fand eine gemeinsame Arbeitskonferenz der Lokalregierung des Autonomen Gebiets Tibet und des Büros für Armutsüberwindung des Staatsrats statt. Auf dieser Konferenz versicherte Luosang Jiangcun, Vize-Parteisekretär, Vorsitzender des Autonomen Gebiets Tibet und geschäftsführender Vizechef der Führungsgruppe für Armutsüberwindung in Tibet: „Wir werden die Besonderheiten der Armutsüberwindung in Tibet weiter erforschen, einen den örtlichen Verhältnissen entsprechenden Arbeitsstil entwickeln und einen zweckdienlichen Weg einschlagen, um zu gewährleisten, dass bis zum Jahr 2020 alle betroffenen Menschen in Tibet aus der Armut befreit werden und der Aufbau einer Gesellschaft mit bescheidenem Wohlstand auch in Tibet erfolgreich vollendet wird.“

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