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Investitionsstrategie: Chinas private Unternehmen entwickeln sich zu globalen Investoren

29-11-2016

 

Von Liu Shaohua und Lei Gongming*

15 Jahre sind mittlerweile vergangen, seit China seine Strategie des „Ins-Ausland-Gehens“ offiziell vorgestellt hat. Heute befinden sich die chinesischen Investitionen im Ausland bereits in einer Übergangsphase, in der nicht mehr nur die Quantität sondern vielmehr die Qualität im Vordergrund stehen soll. Immer mehr private chinesische Unternehmen beteiligen sich zudem heute an diesem Prozess und sind auf dem Weg, sich zu proaktiven globalen Investoren zu mausern.

Seit der Einführung der nationalen Strategie hat sich einiges getan. Heute gehen chinesische Firmen deutlich schneller ins Ausland als noch vor 15 Jahren. Obwohl die staatlichen Unternehmen in der ersten Jahreshälfte 2016 ihre Fusionen und Übernahmen in Übersee verstärkt haben, konnten in Bezug auf das Transaktionsvolumen die privaten Unternehmen erstmals die staatlichen übertreffen. Zwei Drittel der 20 größten Fusionen und Übernahmen in diesem Zeitraum wurden von privaten Firmen getätigt.

Im Jahr 2015 erzielten insgesamt 138 der chinesischen Top-500 Privatunternehmen durch Direktinvestitionen und Projektverträge im Ausland einen Umsatz in Höhe von 164,154 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 35,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Darüber hinaus investierten private Firmen in insgesamt 1328 überseeische Projekte, ein Anstieg um 267 Projekte im Vergleich zum Vorjahr. Das gesamte Investitionsvolumen erreichte unterdessen stattliche 28,86 Milliarden US-Dollar.

Laut dem „Wall Street Journal“ blätterte die chinesische Tencent Holdings Ltd. im Juni 2016 8,6 Milliarden US-Dollar hin, um einen Anteil von 84 Prozent am Aktienkapital des finnischen Handyspiele-Herstellers Supercell zu erwerben. Es war die bisher größte Übernahme auf dem globalen Spielemarkt und für Tencent ein guter Fang. Supercell hat einen geschätzten Marktwert von mehr als zehn Milliarden US-Dollar.

Tencent setzt mit dem Coup seine langjährige internationale Strategie im Spielesegment fort. Seit 2006 hat der chinesische IT-Riese insgesamt 17,8 Milliarden Yuan, umgerechnet rund 2,4 Milliarden Euro, für den Kauf von 34 Unternehmen, die sich mit der Spieleentwicklung befassen, ausgegeben. Darunter fanden sich neben sieben chinesischen Unternehmen vor allem Firmen aus den USA, Südkorea und Japan.

Laut Long Yongtu, dem Vorsitzenden des Zentrums für China und Globalisierung, ist der Anteil der Direktinvestitionen chinesischer Privatunternehmen im Ausland in den letzten Jahren stetig gestiegen. Auf dem US-Markt machten die Investitionen aus privat geführten chinesischen Firmen rund 76 Prozent aller chinesischen Investitionen aus. Und die Projekte, in die die privaten Betriebe investierten, stellten zahlenmäßig wiederum 90 Prozent aller Auslandsprojekte chinesischer Unternehmen überhaupt dar.

Auch in aufstrebenden Bereichen wie Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) weiteten chinesische Privatunternehmen ihr finanzielles Engagement aus. Im Februar dieses Jahres investierte Chinas IT-Gigant Alibaba stattliche 793,5 Millionen US-Dollar in die in Florida ansässige AR-Firma Magic Leap. Im selben Monat gab die Shanda Group bekannt, dass sie in The Void, ein auf VR-Technologie spezialisiertes US-Unternehmen, investieren und auch einen Themenpark in China errichten wolle. Am 9. August verkündete zudem die Firma NetEase ihre Beteiligung an der Finanzierung des amerikanischen Unternehmens NextVR.

Auch chinesische Film- und TV-Unternehmen haben seit dem vergangenen Jahr ihre Investitionen auf dem internationalen Markt merklich erhöht, was weltweit große Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hat. Nach dem Kauf von AMC Theaters begann die Dalian Wanda Group mit einer Reihe von Fusionen und Übernahmen durch Holdings oder die Beteiligung am Aktienkapital, um an den Gewinnen des internationalen Filmgeschäfts teilzuhaben. Die Huayi Brothers Media Corp., Chinas größte private Filmproduktionsfirma, unterzeichnete derweil mit dem US-Unternehmen STX einen Kooperationsvertrag. Und die in Shanghai ansässige Firma China Media Capital (CMC) gründete gemeinsam mit dem US-Riesen Warner Brothers Entertainment ein Joint Venture, um zukünftig chinesische Filme für den internationalen Markt zu produzieren.

Aufgrund ihrer modernen Technologien, fortschrittlichen Plattformen und ausgereiften Konsumentenstrukturen sind Nordamerika und Europa bevorzugte Investitionsziele chinesischer Firmen. Im vergangenen Juni erwarb die Suning Commerce Group durch den Kauf bestehender und neuer Wertpapiere 70 Prozent der Anteile am italienischen Fußballclub Inter Mailand.

 

Am 6. Juni 2016 gab die Suning Commerce Group bekannt, durch den Kauf bestehender und neuer Wertpapiere habe man 70 Prozent der Anteile am italienischen Fußballclub Inter Mailand erworben.

 

Investitionen im Rahmen der Seidenstraßen-Initiative

Das Unternehmen Ernst & Young veröffentlichte vor kurzem einen Bericht mit dem Titel „Going Out: the Global Dream of a Manufacturing Power — 2016 China Outbound Investment Outlook“. Chinas Investitionen im Ausland würden demnach im Jahr 2016 erneut um mehr als zehn Prozent zulegen, so die Prognose. Auch der Investitionsumfang werde im laufenden Jahr wahrscheinlich eine historische Höhe erreichen. Dank der Umsetzung der Initiative des „Aufbaus des Wirtschaftsgürtels Seidenstraße und der maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts“ und nationaler Strategien wie „Made in China 2025“ im Rahmen der Politik des „Ins-Ausland-Gehens“ dürften die chinesischen Investitionen in Übersee in den kommenden fünf Jahren ihr nachhaltiges, hohes Wachstum beibehalten, so das Fazit von Ernst & Young.

Am 28. August 2016 rollte der erste Güterzug, bestehend aus 50 Waggons beladen mit 100 Warencontainern, von der Stadt Yiwu, Provinz Zhejiang, nach Afghanistan. Damit wurde die fünfte Frachtlinie, die Yiwu mit der Welt verbindet, in Betrieb genommen. Am 23. April 2013 war bereits eine Frachtverbindung zwischen der südostchinesischen Stadt und fünf anderen Ländern in Zentralasien dem Verkehr übergeben worden. Die Güterzugverbindung zwischen Yiwu und Madrid ist seit dem 18. November 2014 in Betrieb, die Linie zwischen Yiwu und Teheran seit dem 28. Januar 2016 und die Linie zwischen Yiwu und Russland seit dem 13. August 2016.

„Die China-Europa-Güterfrachtlinien werden privaten Unternehmen aus der Provinz Zhejiang als Sprungbrett dabei dienen, die Märkte der Länder entlang der neuen Seidenstraße zu erschließen“, sagt Bao Weidong, der stellvertretende Direktor der Behörde für die Verwaltung von Warenumschlagsplätzen und Häfen. „Die Orte, die die Züge ansteuern, werden in Zukunft sicher mit China noch intensiver zusammenarbeiten“, so Bao.

Im März 2016 eröffnete der Yiwu’er Markt für Kleinwaren und Gebrauchsartikel seinen ersten Überseemarkt in Warschau. Auch Polens Hauptstadt liegt an der Yiwu-Xinjiang-Europa-Eisenbahnlinie. Darüber hinaus haben private Unternehmen aus Yiwu 22 Überseelager in Städten wie Moskau, Madrid, Lissabon, Kapstadt und Sydney errichtet.

Die Umsetzung der Seidenstraßen-Initiative spornt mehr und mehr chinesische Privatunternehmen an, ins Ausland zu gehen. 2016 startete die Provinzregierung Sichuans ihr Projekt „1000 Unternehmen beschreiten die Seidenstraße“. Ziel der Initiative ist es, die Markterschließung und die Investitionszusammenarbeit mit Regionen wie dem Nahen Osten, Osteuropa, Afrika, Südasien und den ASEAN-Staaten weiter auszubauen. „Mehr als 700 unserer Unternehmen haben bereits Investitionen in Übersee getätigt, bei fast allen handelt es sich um private Unternehmen“, sagt Xie Kaihua, Leiter der Sichuaner Handelsbehörde.

Sichuans Provinzregierung plant in naher Zukunft, 30 weitere Schlüsselprojekte durchzuführen, um die Zusammenarbeit im Bereich der internationalen Produktionskapazität zu fördern. Darüber hinaus sollen drei Demonstrationsbasen für Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit in Übersee entstehen. Es wird erwartet, dass sie zusammen ein Im- und Exportvolumen von mehr als drei Milliarden US-Dollar erwirtschaften werden.

Das Interesse chinesischer Privatunternehmen an den Ländern entlang der neuen Seidenstraße ist groß. Unternehmer Li Guibin, Vorstandsvorsitzender der Immobilienfirma Guangyao Dongfang, sagt: „Südostasien nimmt eine strategisch wichtige Position in der Initiative zum Aufbau des Wirtschaftsgürtels Seidenstraße und der maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts ein. Die Förderungspolitik der Regierung hat uns ermutigt, den Gang ins Ausland zu wagen und in Laos zu investieren.“ Seit 2010 hat Lis Firma, die sich auf Gewerbeimmobilien spezialisiert hat, in viele Projekte aus Industriebereichen wie Elektrizität und Bergbau in Laos investiert, darunter ein groß angelegtes Wasserkraftprojekt in Lamphun und ein Eisenablagerungsprojekt in Phalek.

Die Tsingshan Holding Group, ein privates Eisen- und Stahlunternehmen aus der südostchinesischen Provinz Zhejiang, hat ebenfalls große Anstrengungen unternommen, um ihre Geschäfte über die Landesgrenzen hinaus auszuweiten. Tsingshan erwarb Nickel-Ressourcen in Indonesien und das Recht zum Abbau des örtlichen Chromeisenerzes. Darüber hinaus errichtete das Unternehmen auch Fabriken in den USA.

„Jede Investition, die unser Unternehmen im Ausland getätigt hat, ist eng mit der nationalen Strategie und dem Strukturwandel der chinesischen Wirtschaft verbunden“, sagt Xiang Guangda, Vorstandsvorsitzender der Tsingshan Holding Group. Die Investitionsziele seines Unternehmens stehen exemplarisch für die Wahl vieler chinesischer Privatunternehmen bei ihren ersten Gehversuchen auf dem internationalen Markt.

 

Logo des chinesischen Elektroherstellers Huawei am Warschauer Hauptbahnhof

 

Ausrichtung an den lokalen Bedürfnissen

Wie aber haben sich Chinas private Unternehmen auf dem ausländischen Markt in den letzten Jahren bisher geschlagen? Die Antwort lautet: Es ist und bleibt nicht immer einfach. Statistiken der Boston Consulting Group zeigen, dass chinesische Käufer letztlich nur 67 Prozent ihrer geplanten Fusionen im Ausland auch erfolgreich abschließen konnten. Mit den Erfolgszahlen von Käufern aus Industrienationen wie etwa den USA, Japan oder den europäischen Ländern kann China hier noch immer nicht mithalten. Laut chinesischen Privatunternehmern bilden Unterschiede in Bezug auf Marktprinzipien und Kultur bis heute die wichtigsten Hindernisse.

„Wir können nicht einfach die im Inland geltenden Regelungen auch auf die ausländischen Märkte übertragen“, sagt Liu Yonghao, Vorstandsvorsitzender der New Hope Group. „Bei Fusionen und Übernahmen sowie der Entwicklung unserer Geschäfte im Ausland können und dürfen wir nicht an Konventionen festhalten.“

Eine Firma, deren Gang ins Ausland von Erfolg gekrönt war, ist das chinesische Unternehmen Baidu. Das Erfolgsgeheimnis des Betreibers der gleichnamigen chinesischen Suchmaschine liegt in der Entwicklung von mobilen Produkten, die genau auf die Bedürfnisse der lokalen Kunden abgestimmt sind. So errichtete Baidu beispielsweise in Indonesien eine Live-Streaming-Plattform, in Brasilien startete man eine Option für Gruppenkäufe. Auch Baidus Maps-Service deckt bereits mehr als 100 Länder ab. Auf der Baidu Technology Innovation Conference 2016 am 1. September gab der Konzern bekannt, dass die mobilen Produkte von Baidu mittlerweile in mehr als 200 Ländern und Regionen zur Verfügung stünden. Das Unternehmen zähle heute rund 1,6 Milliarden registrierte Nutzer, darunter rund 300 Millionen aktive Nutzer, doppelt so viele wie noch im Vorjahr also.

Heute gründen viele private chinesische Unternehmen Forschungs- und Entwicklungszentren, um ihre Innovationsfähigkeit und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Während des 4. European Huawei Innovation Day gab der Elektrohersteller Huawei am 14. Juni die Gründung eines Mathematik-Forschungszentrum in Frankreich bekannt. Es soll in Zukunft mehr als 80 promovierte Forscher beschäftigen. Ein Schritt, der eine weitere wichtige Maßnahme des Unternehmens seit der Errichtung seines ersten Mathematik-Forschungszentrums in Russland darstellt. Durch die Forschungszentren möchte Huawei seine wissenschaftliche Grundlagenforschung stärken, insbesondere die Forschung im Bereich mathematischer Algorithmen.

Bis heute hat Huawei insgesamt 16 Forschungszentren weltweit etabliert, darunter vier Forschungseinrichtungen in Frankreich, die sich jeweils auf Design, digitale Bildaufzeichnung, Mathematik und Home Devices spezialisiert haben.

Auch die Firma ZTE geht einen ähnlichen Weg: Am 4. November 2015 eröffnete sie ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Tokio, dessen Schwerpunkt in der Erforschung und Entwicklung der Schlüsseltechnologien von 4G- und 5G-Netzwerken, der Beschleunigung der Kommerzialisierung von Pre5G- und 5G-Technologien sowie der Vertiefung der Zusammenarbeit mit Netzbetreibern und akademischen Institutionen in Japan liegt.

 

Liu Zhiping, geschäftsführender Präsident von Tencent, traf am 21. Juni mit Ilkka Paananen, dem Mitbegründer und CEO des finnischen Spieleunternehmens Supercell, am Hauptsitz des Unternehmens in Helsinki zusammen. Tencent verkündete, dass man 84,3 Prozent der Anteile an Supercell übernehmen werde.

 

Und es gibt noch viele andere Beispiele. Das Unternehmen Wuhan Guanggu Lanyan New Energy etwa hat ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Dänemark errichtet und erforscht dort die Heiztechnik durch Biomasse. Die Tri-Ring Group Corporation etablierte ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Deutschland. Mithilfe der dort erzielten Forschungsergebnisse sind die Gewinne des Unternehmens aus den Überseemärkten um 2,15 Milliarden Yuan (rund 295 Millionen Euro) gestiegen. Auch andere Unternehmen wie das Shandong Linyi Transnational Procurement Center oder die Shandong Huasheng International Trade Co., Ltd. haben ebenfalls Lager, Forschungs- und Entwicklungszentren sowie Vertriebsniederlassungen in Übersee gegründet und so ein relativ vollständiges internationales Vertriebsnetz aufgebaut.

Guo Guangchang, Vorstandsvorsitzender der Fosun Group, sagt: „In der Vergangenheit wurden die meisten chinesischen Unternehmen beim Gang ins Ausland in eine passive Rolle gedrängt. Heute ergreifen sie dagegen selbst Initiative, sind sehr aktiv bei der Nutzung der internationalen Ressourcen und tragen so kräftig zur Erhöhung des globalen Wirtschaftswachstums bei.“

*Liu Shaohua ist Journalist der Auslandsausgabe der People’s Daily, Lei Gongming ist Postgraduierter am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaften der Universität Wuhan.

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