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Die Zukunft der Seidenstraßen-Initiative – Stimmen aus dem Ausland

24-02-2017

 

 

Von Dang Xiaofei

 

Im Herbst 2013 stellte Chinas Staatspräsident Xi Jinping die Initiative zum Aufbau des Wirtschaftsgürtels Seidenstraße und der maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts vor, die kurz als „Ein Gürtel und eine Straße“ (engl. „One Belt, One Road“) bezeichnet wird. Seither hat das groß angelegte Projekt mehr und mehr das Augenmerk der Weltöffentlichkeit auf sich gelenkt.

Was denken hochrangige ausländische Experten über den Vorstoß? Und wie bewerten sie Potential und Zukunftsaussichten der neuen Seidenstraße? „China heute“ hat exklusiv Stimmen eingefangen und mit Fachleuten und politischen Persönlichkeiten aus verschiedensten Teilen der Welt gesprochen.

 

Bruno Maçães, ehemaliger portugiesischer Staatssekretär für Europaangelegenheiten: „Im Osten forciert die Seidenstraßen-Initiative das riesige Potential des Wirtschaftszirkels im Asien-Pazifik-Raum, im Westen verleiht sie unterdessen der ausgereiften europäischen Wirtschaft neuen Antrieb. Inwiefern es gelingen wird, den Aufbauprozess der neuen Seidenstraße voranzutreiben, hat letztlich nicht nur Einfluss auf den wirtschaftlichen Entwicklungstraum der Länder entlang der neuen Seidenstraße, sondern wirkt sich auch unmittelbar auf das Glück und Wohlergehen von rund einer Milliarde Menschen aus.“

 

Jiří Paroubek, ehemaliger Premierminister der Tschechischen Republik und ehemaliger Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Tschechiens: „Der Aufbau des Wirtschaftsgürtels Seidenstraße und der Seidenstraße des 21. Jahrhunderts wird den wirtschaftlichen Aufschwung vieler Länder Eurasiens massiv beschleunigen. Damit wird die Initiative letztlich auch zu einem Motor für die Weltwirtschaft avancieren. Wenn die Menschen ihr Augenmerk auf die Entwicklung der Geschäftswelt lenken, aufopferungsvolle Anstrengungen leisten und sich auf die Prosperität der eigenen Wirtschaft konzentrieren, wird es keinen Krieg geben. Hier leistet die Seidenstraßen-Strategie also auch in anderer Hinsicht einen wichtigen Beitrag für die gesamte Welt.“

 

Grzegorz Witold Kolodko, ehemaliger Vize-Premierminister Polens, heute Professor für Volkswirtschaftslehre an der Kozminski University: „Bei der Seidenstraßen-Initiative handelt es sich meiner Ansicht nach um einen ausgezeichneten Vorstoß. Zudem glaube ich, dass China ganz bestimmt Erfolg haben wird, was die Umsetzung dieser politischen Marschroute angeht. Für die Staatsoberhäupter der Länder im Nahen Osten sowie Ost- und Zentralasiens bedeutet die Initiative, dass ihre Länder aus dem Vorstoß großen wirtschaftlichen Auftrieb erhalten werden.“

 

Margit Molnar, führende Expertin für chinesische Wirtschaftsentwicklung und Leiterin der China-Abteilung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD): „Die größte Bedeutung der Seidenstraßen-Initiative liegt darin, dass sie die Wirtschaftsentwicklung der Staaten entlang der Seidenstraßenroute erheblich beschleunigen wird. Durch die Erhöhung der Effizienz der bestehenden Produktionskapazitäten und Investitionsflüsse wird die Initiative das Wirtschaftswachstum in Zukunft merklich ankurbeln.“

 

Chintamani Pokharel, Dekan der Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften der Tribhuvan University in Nepal: „Die Initiative ,Ein Gürtel und eine Straße‘ wird nicht nur die Menschen entlang der neuen Seidenstraße miteinander verbinden, sondern auch die multilaterale, regionale Kooperation vorantreiben sowie in Zukunft auch die regionale Zusammenarbeit in Südasien stärken. Zudem dürfte der Vorstoß viele neue Möglichkeiten für gegenseitige Unterstützung im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung Südasiens eröffnen.“

 

Robert Lawrence Kuhn, Vorsitzender der US-amerikanischen Kuhn Foundation: „Die Seidenstraßen-Initiative leistet einen entscheidenden Beitrag dafür, die Infrastruktur der Entwicklungsländer aufzubauen und das globale Wirtschaftsgefüge neu auszubalancieren.“

 

Babar Sultan Makhdoom, Direktor und Chef-Redakteur der pakistanischen Tageszeitung „The Daily Mail“: „Die Strategie ,Ein Gürtel und eine Straße‘ spiegelt die Politik der chinesischen Führung zum Vorantreiben einer integrativen Entwicklung sowie zur Schaffung gemeinsamen Wohlstands und harmonischen Wachstums wider.“

 

Ghassan Chebaro: Präsident der libanesischen Arab Scientific Publishers Inc.: „Angesichts der Tatsache, dass Terrorismus leicht Unterschlupf in armen Gemeinschaften sucht und versucht, diese für seine Zwecke zu missbrauchen, ist Chinas Initiative ein wahrer Segen für arme Bevölkerungsteile, die schließlich rund 50 Prozent der Gesamtbevölkerung entlang der neuen Seidenstraße ausmachen.“

 

Samy Elkamhawy, Vize-Redaktionsleiter der ägyptischen Tageszeitung „Al-Ahram“: „Ich glaube fest daran, dass diese Initiative die seltene Chance bietet, den Horizont fruchtbarer Kooperationsmöglichkeiten zu erweitern, den Menschen Wohlstand zu bringen und ihren Traum, ein anständiges und beständiges Leben zu führen, wahr werden zu lassen.“

 

Kin Chong Choi, Senior Vice President der thailändischen Kasikorn Bank Public Co., Ltd.: „Um entsprechende Resonanz und eine maximale Beteiligung der Nationen entlang der neuen Seidenstraße zu erwirken, wird es nötig sein, die regionale Wirtschaft in Zukunft besser zu verknüpfen. Wir sind überzeugt, dass die thailändische Infrastruktur hierbei eine Schlüsselrolle spielen und einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg der Seidenstraßen-Initiative leisten wird.“

 

Fiaz Ahmad Chaudhry, Geschäftsführer der pakistanischen Firma National Transmission and Despatch Company Limited (NTDC): „Die Initiative Chinas hat das Potenzial, die alte Seidenstraße wiederzubeleben und gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Lücken innerhalb der angrenzenden Regionen in einer offenen und integrativen Weise zu schließen.“

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