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Weniger Schulstress, mehr außerschulische Aktivitäten – Beijing setzt auf Bildungsreform

24-05-2017

 

Von Hou Ruili

Seit alters her hat Bildung großen Stellenwert in der chinesischen Gesellschaft. Eltern wie Lehrer setzen große Erwartungen in die Kinder und der Schulunterricht und seine Inhalte sind stark prüfungsorientiert. Als Folge leiden viele chinesische Kinder unter großem schulischen Stress. In den letzten Jahren allerdings ist eine Trendwende zu erkennen. China hat begonnen, der umfassenderen Entwicklung der Fähigkeiten seiner Grund- und Mittelschüler größere Aufmerksamkeit zu schenken. In Beijing beispielsweise wurde jüngst eine neue Runde der Bildungsreformen eingeläutet, die die Bedeutung außerschulischer Aktivitäten hervorhebt.

Die Reformen begannen im Jahr 2013. Zunächst beschränkte die Beijinger Stadtregierung die Zahl der Unterrichtsstunden an den Grundschulen der Stadt auf sechs, die der Mittelschulen auf acht Stunden pro Tag. Nach Unterrichtsschluss werden dafür ab 15.30 Uhr außerschulische Aktivitäten angeboten, die das Interesse der Schüler wecken und ihre Fähigkeiten und Talente besser zur Entfaltung bringen sollen.

 

Praxiseinheit: Am 12. Mai 2016 reisten Schüler der Beijinger Chenjinglun-Mittelschule in die Stadt Yangzhou in der Provinz Jiangsu, um praktische Einblicke in die alte Handwerkskunst der Holzschnitzerei zu erhalten.

 

Interesse und Neugier wecken

Die Beijinger Experimentelle Grundschule Nr. 2 bietet ihren Schülern heute Dutzende von außerschulischen Kursen an, die Themengebiete wie Wissenschaft und Technik, Kunst oder Sport abdecken. Gehalten werden die außerschulischen AGs von Trainern professioneller Fußball- und Basketball-Clubs, Leitern von Orchestern oder anderen Fachleuten zahlreicher Gebiete. In zehn Grund- und Mittelschulen im Bezirk Dongcheng wird zum Beispiel ein kostenloser Golfkurs angeboten. Auch hier stammen die Trainer aus professionellen Clubs und bringen auch das nötige Equipment gleich mit.

Seit 2014 investiert die Beijinger Stadtregierung jährlich rund 500 Millionen Yuan, umgerechnet etwa 65,8 Millionen Euro, in das außerschulische Kursangebot seiner Grund- und Mittelschulen. Im Durchschnitt sind das zirka 400 Yuan (53 Euro) pro Schüler in den sechs innerstädtischen Bezirken und rund 500 Yuan (66 Euro) für jeden Schüler in den Vororten der Metropole. Die Aktivitäten werden in Form von Vereinen durchgeführt. In jeder Woche sollen sie mindestens dreimal organisiert werden und jedes Mal mindestens eine Stunde andauern.

Die für die Kurse zuständigen Lehrkräfte stammen aus Universitäten, Hochschulen, privaten Bildungsinstitutionen, Sportclubs, Kinderfreizeitzentren sowie Wissenschafts- und Technikmuseen. Es finden sich darunter Athleten, Trainer, Künstler und Wissenschaftler. Durch den Austausch mit ihnen können sich die Schüler und Schülerinnen über die neuesten gesellschaftlichen Trends informieren. Viel wichtiger ist aber noch, dass durch das AG-Angebot im Idealfall ihr Interesse für neue Wissensgebiete und Inhalte außerhalb des Lehrplans geweckt und weiterentwickelt wird. Manche der jungen Teilnehmer entscheiden sich vielleicht, einen Schritt weiterzugehen und eine Profilaufbahn einzuschlagen, die übrigen haben die Chance, spezielle Fachkenntnisse zu erwerben, die ihre charakterliche Entwicklung insgesamt von einer breiteren Warte aus fördern.

„Bei der umfassenden Reform der grundlegenden Bildung, die derzeit in Beijing durchgeführt wird, richten alle Verantwortlichen ihr Augenmerk vor allem darauf, was die Schüler letztlich aus der Bildung mitnehmen können“, sagt Tao Xiping, Mitglied des Nationalen Beratungsausschusses für Bildungsfragen und Ehrenvorsitzender der Beijing Federation of Social Science Circles. Das sei das zentrale Ziel der Reform. „Die einzelnen Schüler und Schülerinnen sollten in den Mittelpunkt gestellt werden. Das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass die Pädagogen ihre Schüler erst einmal verstehen müssen, um dann ihr Potenzial voll zur Entfaltung zu bringen“, so der Experte.

Innovatives Denken fördern

Neben der festen Verankerung eines soliden Fundaments für das lebenslange Lernen ist die Förderung innovativen Denkens eine weitere Anforderung, die die Gesellschaft an schulische Bildung stellt. Um diese Erwartung gut zu erfüllen, werden mehr und mehr auch wissenschaftliche Aktivitäten an chinesischen Grund- und Mittelschulen veranstaltet.

So haben beispielsweise die Beijing Jiaotong University und ihre angeschlossene Grundschule gemeinsam ein Roboter-Labor eingerichtet, in dem sie Kurse für Schüler der siebten und achten Jahrgangsstufe aus der ganzen Stadt anbieten. Professor Yao Yan’an, Entwickler eines geometrischen Roboters, gab einst der ehemaligen First Lady Michelle Obama Einblick in einen solchen Kurs während ihres Aufenthalts in Beijing im Jahr 2014. Unter seiner Anleitung gelang es 30 Schülerinnen und Schülern der siebten Jahrgangsstufe, erfolgreich mit eigenen Händen einen solchen Roboter zu bauen. Der Kurs erfreut sich bei Schülern wie Eltern größter Beliebtheit. Einige der Teilnehmer nehmen eigens lange Anfahrtswege in Kauf, um aus den Vororten der Hauptstadt an die Unterrichtsstätte zu gelangen.

Seit September 2015 sind alle Mittelschüler Beijings angehalten, kleine wissenschaftliche Praktika an Universitäten und Hochschulen bzw. in Forschungsinstituten, Wissenschaftsmuseen oder High-Tech-Unternehmen zu absolvieren. Die Bildungskommission der Stadt verlangt, dass die Schüler in der siebten und achten Jahrgangsstufe pro Halbjahr mindestens an fünf solchen wissenschaftlichen Aktivitäten teilnehmen. Jede der Veranstaltungen sollte dabei mindestens zwei Stunden dauern. Dadurch erhofft sich die Kommission, die innovativen und praktischen Fähigkeiten des Nachwuchses deutlich zu fördern.

Um dem Aufruf der Bildungskommission der Stadt nachzukommen, organisieren bereits heute viele Universitäten und Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen der Hauptstadt eine Reihe von wissenschaftlichen Aktivitäten für Kinder und Jugendliche, vor allem in den Bereichen Natur und Umwelt, Gesundheit und Nahrungsmittelsicherheit, Erforschung von Strukturen und Mechanismen, Elektronik und Kontrolle, Daten und Informatik sowie Energie und Materialien. Dabei werden die gesellschaftlichen Ressourcen gut integriert mit den Lehrplänen für Physik, Chemie und Biologie. Im Winterhalbjahr 2015 wurden auf diese Weise rund 850 wissenschaftliche Projekte mit Hilfe von rund 200 gesellschaftlichen Organisationen durchgeführt. Im Sommerhalbjahr stieg die Zahl der Projekte gar auf über 1000 und die Zahl der beteiligten gesellschaftlichen Organisationen auf über 250. 88.000 Schülern der siebten Jahrgangsstufe wurden so insgesamt 270.000 Unterrichtsstunden angeboten. Und im Durchschnitt hat sich jeder von ihnen an elf wissenschaftlichen Projekten beteiligt.

Innovation ist eine Fähigkeit, die für die Zukunft eines Landes von entscheidender Bedeutung ist. Tatsächlich sind Neugier und Schöpferkraft jedem Menschen mit in die Wiege gelegt. Beispielsweise stellen Kinder gerne Frage, sobald sie sprechen können. Die außerschulischen Aktivitäten zielen darauf ab, die Neugier der Jugendlichen zu bewahren und ihre Innovationsfähigkeiten voll zur Entfaltung zu bringen.

 

Hightech im Klassenraum: Schüler der Mittelschule Nr. 19 der Stadt Hefei (Provinz Anhui) erproben sich im Umgang mit 3D-Drucktechnik.

 

Einblick in verschiedene Berufe

„Weißt du, wie man eine Tablette herstellt?“, fragten einige Kinder ihre Eltern, nachdem sie einen Kurs an der Berufsschule Nr. 2 im Bezirk Daxing besucht hatten. Song Jinping, Lehrerin der Schule, erklärt, die Berufsschule biete heute mehr als 20 Kurse in Bezug auf Elektronik und Mechanik, Logistik, Lebensmittelherstellung und Biopharmazeutik für Grund- und Mittelschüler an. „Dabei können die Kinder nicht nur die verschiedenen Anlagen besichtigen, sondern auch einen tieferen Einblick in verschiedene Berufsfelder erlangen“, erklärt die Pädagogin.

Heute übernehmen viele Berufsschulen in Beijing die Aufgabe, Grund- und Mittelschülern einen Einblick in bestimmte Berufe und die berufliche Ausbildung zu geben. Im Oktober 2016 kamen mehr als 200 Grund- und Mittelschüler in die Beijinger Internationale Berufsschule. An diesem Tag wurden sie zu IT-Ingenieuren, Bäckern, Stylisten, Programmierern und CEOs. „Arbeit schafft das Leben“ – das Motto der Veranstaltung ist für die Teilnehmer mehr als nur ein leerer Slogan, sondern eine durch Arbeit und Praxis gewonnene persönliche Einsicht.

Der Bezirk Dongcheng geht noch einen Schritt weiter. Er hat spezielle Erlebniszentren in seinen Berufsschulen eingerichtet, die es den Grund- und Mittelschülern aber auch den Bewohnern des Stadtbezirks ermöglichen, in verschiedene Berufe hineinzuschnuppern und erste berufliche Fähigkeiten zu erwerben. Xu Jianqiu, stellvertretender Direktor der Bildungskommission des Bezirks, sagt, dass diese Kurse zum Erwerb von Berufserfahrungen für alle Grund- und Mittelschüler des Bezirks dienen sollten. „In Zukunft wird in China größerer Wert auf die berufliche Ausbildung gelegt werden und das Ansehen handwerklicher Berufe dürfte damit in der Gesellschaft spürbar steigen.“

Fürs Leben lernen

Im vergangenen Sommer kamen 465 Mittelschüler aus der Beijing Shangdi Experimental School in die Trainingsbasis der Beijing Agricultural Mechanic Experimental Station. Während einer Woche lernten sie dort, wie man ein Feld pflügt, Gemüse anpflanzt, Sojabohnen mahlt, Kühe melkt und Seife herstellt. In der Trainingsbasis werden derzeit insgesamt 33 Kurse für Grund- und Mittelschüler in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Viehzucht und Fischerei angeboten.

Schülerin Xue Wenyu ist eine der jungen Teilnehmerinnen. Sie lernte unter anderem, selbst ein Feld mit einer Schaufel zu pflügen, um den Boden bestellbar zu machen. Danach verteilte sie Düngemittel auf dem Acker und streute Samen aus. Zum Schluss folgte die eigenhändige Bewässerung der Sämlinge. „Ich habe viel dabei gelernt“, sagt sie. „Die Bauern leisten schwere körperliche Arbeit, um Getreide anzubauen und zu ernten. Getreide ist die Frucht fleißiger Arbeit und wir sollten es zu schätzen wissen“, so das Fazit der Schülerin.

Da viele chinesische Familien nur ein einziges Kind haben, wollten viele Eltern lange nicht, dass sich ihre Kinder an anstrengender Hausarbeit beteiligen, geschweige denn andere schwere körperliche Arbeiten wie Feldarbeit verrichten. „Das neue Angebot hat geholfen, meinem Kind Fähigkeiten beizubringen, die ich ihm seit langem eigentlich auch vermitteln wollte“, sagt dagegen ein Elternteil vor Ort. Die Praxiserfahrungen in der Landwirtschaft erfreuen sich heute größter Beliebtheit unter vielen Beijinger Eltern.

 

Schüler der Bozhou-Schule für traditionelle chinesische Medizin und Technologie in der Provinz Anhui stellen hier Arzneikugeln her.

 

Angesichts der Tatsache, dass viele Grund- und Mittelschüler, insbesondere in den städtischen Gebieten, nur wenige Möglichkeiten haben, gärtnerischen und landwirtschaftlichen Tätigkeiten nachzugehen, führte die Stadt Beijing im Oktober 2015 die Initiative zur landwirtschaftlichen Ausbildung Beijinger Mittelschüler ein. Bis heute haben sich knapp 20.000 Schüler in den mehr als 30 landwirtschaftlichen Trainingsbasen der Hauptstadt an dem Angebot beteiligt, etwa in entsprechenden Trainingsstätten des Beijing Vocational College of Agriculture sowie der Beijing Agricultural Mechanic Experimental Station.

Laut Plan ist jeder Schüler verpflichtet, sich an Praxiseinheiten dieser Art zu beteiligen. Darüber hinaus soll der Nachwuchs lernen, zu kochen und den eigenen Alltag und Haushalt zu managen. Da jede Gruppe sich aus Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Schulen zusammensetzt, lernen die Eleven auch, mit anderen, bisher fremden Altersgenossen zusammenzuarbeiten. Die Teilnahme an derartigen Praxiseinheiten bietet ihnen damit auch die Chance, ihre Fähigkeiten zum Bestreiten eines eigenständigen Lebens und zum Selbstmanagement auszubauen. Darüber hinaus lernen die Jugendlichen, sich rücksichtsvoll und kooperativ zu verhalten. „Eine Woche kann ein Leben maßgeblich beeinflussen“, kommentierten einige Eltern das Angebot, nachdem sie die positiven Veränderungen ihres Kindes gesehen hatten.

Um eine maximale Wirkung der außerschulischen Aktivitäten zu erreichen, müssen Mittelschüler der siebten bis neunten Klassen jedes Schuljahr an mindestens zehn gesellschaftlichen Praxiseinheiten teilnehmen. Ihre Leistungen fließen später auch in den Bewertungsindikator für die Einschreibung in die Oberstufe der Mittelschule ein.

„Die Reformen, bei denen großer Wert auf die außerschulische Bildung gelegt wird, fördern die umfassende Entwicklung der Schüler ungemein“, so das positive Fazit Tao Xipings. Darüber hinaus ermöglichten die neuen Maßnahmen Schülern aus unterschiedlichen Familien, ihre Fähigkeiten voll zu entfalten und ihr Potenzial voll auszuschöpfen. „Wenn jeder Schüler mehr Selbstvertrauen gewinnt und sein persönliches Talent voll zu entfalten lernt, ist Beijing seinem Ziel, ein qualitativ hochwertiges Grundbildungssystem mit ausgewogener Entwicklung zu schaffen, einen enormen Schritt nähergekommen“, so Tao.

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