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Mehr als nur Bewegung – Entwicklung des Schulsports gewinnt in China an Bedeutung

24-05-2017

 

 Von Li Yuan

 

Die untergehende Sonne taucht den Sportplatz der Beijinger Grundschule Jinbu in sattgoldenes Licht. Am Spielfeldrand stehen dutzende Ranzen und Rucksäcke in Reih und Glied. Die Eleven haben sich schon ihre grünen Trikots übergestreift und die Stollenschuhe angezogen. Es kann also losgehen. Schon kurze Zeit später rollt das schwarzweiße Leder über den Platz, hinterher sprintet eine Schar begeisterter Nachwuchsfußballer. Hier ein gekonnter Pass, dort ein Torschuss. Die Bewegungen der Kicker muten schon ganz an wie die der Profis.

 

 

Ganz wie die Profis: Schüler der Grundschule Jinbu beim Fußballtraining nach dem Unterricht. 

 

Kein Wunder, das kleine Freizeitteam wird schließlich von Wang Hucheng trainiert, dem Trainer des namhaften Beijinger Fußballclubs Guoan. Sein Club leite seit 2015 das Projekt „Fußball an die Grundschulen“ in der Stadt, an dem zahlreiche Schulen der Hauptstadt teilnähmen, erklärt er uns. Es gehe dabei in erster Linie um die Veranstaltung von Fußball-AGs. „Wenn ich Zeit habe, komme ich fast täglich hier in die Schule, um diese Mannschaft zu trainieren“, sagt Wang. Dass immer mehr junge Chinesen Interesse am Kicken entwickelten, sei für ihn eine große Freude, so Wang.

 

Doch es ist längst nicht nur der Fußball, für den sich die kleinen Hobbysportler erwärmen. An der Jinbu-Schule spielt der Nachwuchs unter anderem auch Tischtennis, Basketball und Baseball, um sich körperlich zu ertüchtigen. Nicht immer waren Chinas Schüler so sportbegeistert. Lange Zeit wurde dem Schulfach Sport und dem Schulsport als solches sowohl seitens der Schulen als auch der Eltern wenig Beachtung geschenkt. Dass der Schulsport derzeit in der Volksrepublik einen neuen Aufschwung erlebt, ist nicht zuletzt einem Sinneswandel bei Chinas Eltern zu verdanken. Für gesundes Wachstum, diese Erkenntnis setzt sich nämlich mehr und mehr durch, ist nicht nur die geistige Bildung relevant, sondern auch eine Förderung des Bewegungssinns und des Körpergefühls der Kinder. Immer mehr Eltern treffen deshalb die Entscheidung, ihre Kinder in der Freizeit mehr Sport treiben zu lassen.

 

Glückshormone durch Bewegung

 

„Wir gliedern den großen Schulsportplatz für das Fußballtraining in kleinere Bereiche, damit alle Schüler möglichst viel üben können. So können die Spielzeiten besser ausgenutzt werden“, erklärt Chen Chenliang, Leiter der Fachabteilung Sport der Beijinger Grundschule. Er sagt: „Wir legen großen Wert auf die Verbreitung des Sports und eine gute Anleitung der Kinder bei der körperlichen Ertüchtigung. Ziel ist es, dass wir Begeisterung für den Sport bei ihnen wecken und sie Freude an der Bewegung entwickeln.“

 

Einen wichtigen Beitrag zum Erreichen dieses Ziels leistet auch das Fußballprojekt von Beijing Guo’an. In Zusammenarbeit mit dem Club wurde Fußball als obligatorisches Fach an der Grundschule eingeführt. Darüber hinaus wird pro Woche eine zusätzliche Extrafußballstunde für interessierte Schüler angeboten. Auch die Sportlehrer der Schule werden von den Trainern des Hauptstadtclubs fachlich betreut und fortgebildet. Die Unterrichtsgestaltung trägt auch dem oft unterschiedlichen Interesse von Jungen und Mädchen an der Sportart Rechnung. Durch spielerische Formen wollen die Verantwortlichen bewusst auch mehr Schülerinnen für das Fach begeistern. Um das Angebot ganzjährig anbieten zu können, hat die Schule zudem eigens eine Anlage für Hallenfußball hergerichtet.

 

Zu den Zielen der Zusammenarbeit mit dem Fußballclub Guo‘an sagt Chen: „Der chinesische Fußball beschreitet gerade einen Weg der zunehmenden Professionalisierung und es wird generell mehr in den Bereich Leistungssport investiert. Wenn aber die Grundlage des Breitensports nicht solide ist, wird sich auch das Gesamtniveau der Sportart nicht langfristig steigern lassen. Um die Qualifikation und die spielerische Ausbildung in Sachen Fußball insgesamt zu erhöhen, muss sich Fußball als Breitensport etablieren. Und diese Entwicklung wird derzeit vom Staat energisch gefördert.“ Der Beitrag, den die Schulen hierbei leisten könnten, sei, die Kinder spielerisch an die Sportart heranzuführen. „Nach sechs Jahren Grundschule sind sie dann zumindest in der Lage, ein Fußballspiel als Zuschauer zu verfolgen, dem ganzen einen gewissen Reiz abzugewinnen und auf dem Sportplatz einige grundlegende Spielmanöver auszuführen“, so der Pädagoge.

 

Diese Zielsetzung verfolgt auch Xu Yunfei, allerdings in einer anderen Sportart. Xu ist Mitbegründer der Show1 Basketball Academy, einer Bildungsanstalt zur Förderung des Basketballs als Freizeitsport. Xu hat die besonders unterhaltsame Spielart der amerikanischen Basketballmannschaft Harlem Wizards in China populär gemacht. Auf diese Weise wolle er der Sportart in China noch mehr Zulauf verschaffen, sagt er.

 

Basketballtrainingscamp der Harlem Show One: Der Kontakt zu den ausländischen Trainern fördert auch die interkulturellen Kompetenzen der Schüler. 

 

Laut Statistiken der NBA gibt es in China schon heute rund 300 Millionen Basketballfans, 200 Millionen davon sind Jugendliche zwischen zehn und 19 Jahren. Erhebungen des Chinesischen Statistikamts sowie des Chinesischen Basketballverbandes zufolge sind die Zahlen sogar noch optimistischer. Da China in Sachen Sportausbildung bisher allerdings einen gemischten Weg aus Professionalisierung und Akademisierung geht, gibt es in China zwar Millionen Basketballfans, der Dienstleistungsmarkt aber hinkt in diesem Bereich noch immer deutlich hinter den Bedürfnissen der Hobbysportler her.

 

2005 veranstaltete Xu Yunfei im Beijinger Arbeiterstadion einen Auswahlwettkampf für Basketballjugendmannschaften. Über die Veranstaltung wurden insgesamt 15 junge Teams gesucht, die gegen die amerikanische Harlem-Basketballmannschaft antreten wollten. Der Zulauf war enorm. Insgesamt 1200 chinesische Teams bewarben sich für die Teilnahme. Angesichts dieser Begeisterung entschied Xu sich schließlich, ein Basketballtrainingscamp zu gründen, um die Professionalisierung des Basketballsports weiter voranzubringen und noch mehr Basketballfans auch das aktive Spiel näher zu bringen.

 

Er folgte dem amerikanischen Modell der Harlem Wizards und lud ausländische Trainer nach China ein. Ganz nebenbei werden so auch die interkulturellen Kommunikationsfähigkeiten der jungen Sportler geschult. Eine Kombination, die sowohl von den Schülern als auch von ihren Eltern, die traditionell besonders großen Wert auf die sprachliche und interkulturelle Bildung ihrer Schützlinge legen, hoch geschätzt wird. Heute zählt die Show1 Basketball Academy in ihren mehr als 40 Zweigstellen im ganzen Land, die in zehn chinesischen Metropolen angesiedelt sind, insgesamt mehr als 3000 Teilnehmer. Ein Erfolgsrezept der Basketballschule ist ihr standardisiertes Management, das einen Maßstab setzt für die landesweite Expansion. Als nächsten Schritt plant Xu, 1000 Sportcamps in 100 Städten zu gründen. Dieser Plan soll dazu beitragen, dass immer mehr junge Basketballfans ihrem Hobby frönen und sich körperlich ertüchtigen können.

 

Sport als Teil der allgemeinen Bildung

 

Basketball stellt nicht nur körperliches Training dar, sondern schult auch Teamgeist und Fairplay.  

 

Viele chinesische Eltern vertreten noch immer die Auffassung, dass es sich bei Sport lediglich um Unterhaltung handele. Dies ist einer der Gründe, weshalb manche die sportliche Erziehung ihrer Kinder vernachlässigen.

 

Frau Chen hat einen Sohn, der die vierte Klasse der Grundschule Jinbu besucht. Er bestand den Eignungstest für die Aufnahme in die Fußball-AG der Schule. Seither trainiert er jeden Mittwoch und Freitag nach Schulschluss eineinhalb Stunden Fußball mit anderen Gleichaltrigen. Am Anfang fürchtete Frau Chen, dass das Kicken das Lernen ihres Sohnes negativ beeinträchtigen würde. Doch diese Sorge sollte sich bald als unbegründet erweisen. Die Mutter stellte schnell fest, dass sich die Lernleistungen ihres Sohnes durch das Fußballtraining nicht verschlechterten, sondern im Gegenteil sogar verbesserten. Der Einfluss der Bewegung schien sich gut auf die Lerneffizienz ihres Sprösslings auszuwirken.

 

„Gute schulische Leistungen bilden für uns die oberste Priorität. Die Kinder lernen fleißig, um dieser Anforderung zu genügen und damit im Trainingsteam bleiben zu können“, erklärt Trainer Wang. Die kleinen Kicker seien schließlich in erster Linie Schüler und gute schulische Leistungen stünden demnach an erster Stelle. Erst dann zählten gute fußballerische Leistungen. Eigentlich ergänze sich beides allerdings. „Ein guter Fußballspieler sollte letztlich auch entsprechenden Grips mitbringen“, sagt Wang.

 

Dieses Konzept wird auch in der Show1 Basketball Academy umgesetzt. Einer der ausländischen Trainer namens Shassa erklärt: „Die chinesischen Kinder genießen im Allgemeinen eine sehr gute Schulbildung und hören auf das, was die Lehrer ihnen sagen. Im Unterricht lernen sie sehr gewissenhaft. Aber meiner Meinung nach kommt die körperliche Betätigung einfach zu kurz. Als Folge mangelt es vielen an sportlichem Können. Nach der Schule kommen sie zu uns und können sich anfangs nicht gut konzentrieren, weil sie durch das Lernen völlig übermüdet sind. Beim Basketballtraining können sie sich dann aber entspannen und neue Kräfte aktivieren. Im Endeffekt steigert das auch ihre Leistungsfähigkeit beim Lernen anderer Dinge.“

 

Tatsächlich sollte schulische Leistungs- und Lernfähigkeit im weiteren Sinne verstanden werden. Dazu zählen beispielsweise auch Kompetenzen wie Selbstvertrauen, Teamfähigkeit, Bewusstsein für die Existenz von Regeln und die Fähigkeit, mit Rückschlägen umzugehen. Sportliche Betätigung trainiert diese Fähigkeiten jenseits des Klassenraums.

 

„Ich selbst habe alle meine guten Freunde auf dem Basketballplatz kennen gelernt“ sagt Sportmanager Xu. Er habe sogar selbst eine Basketballmannschaft namens „Traumschiff“ gegründet, der viele Stars aus dem Unterhaltungs- und Sportbetrieb angehörten. Die Mannschaft ist in Fankreisen längst legendär. Aus Xus Sicht ist das Basketballspiel auch ein Vehikel für die Kommunikation von Mensch zu Mensch. „Durch diesen Sport können individuelle Habgier und Egoismus überwunden werden. Beim Basketballspiel erkennen selbst Egoisten, dass es ganz ohne Mitspieler einfach nicht geht, wenn man erfolgreich sein will“, sagt Xu. Darin spiegle sich die tiefere Logik einer solchen Mannschaftssportart wider.

 

Auch Trainer Shassa teilt diese Meinung: „Basketball fördert die gesellschaftliche Integration von Kindern. Sie lernen, mit einander richtig umzugehen und größeres Selbstvertrauen zu entwickeln. Außerdem lernen sie, selbst Entscheidungen zu treffen und Schlappen zu meistern.“ Es liege auf der Hand, dass nicht jeder Korbwurf ein Treffer sein könne. Es gelte deshalb, zu lernen, sich nicht entmutigen zu lassen und weiter hart an sich zu arbeiten, so der ausländische Coach.

 

Und auf dem Spielfeld kommen letztlich alle zum Zug, auch die, die es in der Gesellschaft ansonsten nicht immer einfach haben. So werden die Vorteile der sportlichen Betätigung auch behinderten Kindern zuteil. Die Show1 Basketball Academy bietet extra Kurse für diese besondere Kindergruppe an. Darin werden über 40 Kinder, die an Autismus, senso-motorischen Störungen oder anderen Krankheiten leiden, trainiert. Frau Zhangs Tochter leidet an einer degenerativen Erkrankung des Sehnervs, wodurch ihre Entwicklung stark eingeschränkt wird. Nach zwei Jahren des Trainings hat sich die körperliche und seelische Entwicklung des Mädchens erheblich verbessert. Es ist vor allem der Optimismus, der gewachsen ist, die Zuversicht in die eigenen Fähigkeiten. „Als Eltern eines behinderten Kindes haben wir früher kaum mehr Hoffnungen in die Entwicklung unserer Tochter gesetzt. Die liebevolle Anleitung durch den Trainer und die großen Fortschritte unserer Tochter haben mich und meinen Mann mehrmals zu Tränen gerührt“, sagt Mutter Zhang.

 

Manager Xu war anfangs im Hochschulbetrieb tätig. Von daher hat er ein tieferes Verständnis vom Sport. „Aus meiner Sicht geht es nicht nur um körperliche Bewegung. Der Sport sollte vielmehr als wichtiger Bestandteil in die allgemeine Schulbildung integriert werden. Vor kurzem veröffentlichten die Portale http://sports.people.com.cn und http://yuqing.people.com.cn gemeinsam eine Rankingliste über die sportlichen Wettbewerbe der 438 allgemeinbildenden Hochschulen Chinas. Gleichzeitig wurde auch eine Analyse der Entwicklung des Faches Sport an diesen Hochschulen vorgenommen. Darin zeichnet sich der Trend ab, dass Chinas Hochschulen immer größeren Wert auf das Fach Sport legen und es als integralen Bestandteil in die Hochschulbildung integrieren.

 

Bewegung für alle

 

„Ich trainiere heute kleine Kicker von der ersten bis zur sechsten Klasse. Die Zahl der Anmeldungen stellt seit zwei Jahren jedes Jahr einen neuen Rekord auf“, sagt Trainer Wang. Er freut sich sehr, dass sich immer mehr Kinder für den Fußball interessieren, bedauert zugleich aber, dass wegen der begrenzten Zahl an Sportplätzen und eines Mangels an Lehrkräften eine Auswahl getroffen werden muss. „Denn dadurch können nicht alle Talente voll zur Entfaltung gebracht werden. Prinzipiell sollte man auch im Bereich des Sports den Kindern freie Entwicklungsmöglichkeiten lassen. Es sollten nicht zu früh Ziele gesetzt werden“, sagt er.

 

Auch Sportmanager Xu ist der Auffassung, dass Sport den Menschen in erster Linie Freude bereiten und zu einem positiven Lebensgefühl beitragen sollte. „Der Sport gehört allen Menschen und sollte in einen gesamtgesellschaftlichen Fokus gerückt werden“, sagt er.

 

Auf der einen Seite steht also der hohe gesellschaftliche Bedarf, auf der anderen ein bisher ungenügendes Angebot an Infrastruktur für die sportliche Betätigung. Aus Wangs Sicht besteht dieser Widerspruch vor allem deshalb, weil die sportliche Infrastruktur über längere Zeit nur ungenügend entwickelt wurde und bestehende Anlagen nicht entsprechend genutzt wurden. „Der Schlüssel zur Lösung des Problems liegt meiner Meinung nach in einer stärkeren Professionalisierung der Sportbranche“, betont Wang.

 

Aus Xus Sicht bedürfe es vor allem einer Aufstockung der gesellschaftlichen Investitionen. „Wenn mehr Gelder in den Bau von Sporthallen investiert werden, werden langfristig die gesellschaftlichen Kosten für medizinische Behandlung sinken“, sagt er. Es komme also unter dem Strich nicht zu Mehrausgaben, dafür verbessere sich aber die körperliche Verfassung der Bevölkerung. Zurzeit sammelt Xu deshalb Spenden für die weitere Popularisierung des Basketballsports in Grundschulen in Chinas Bergregionen mit dem Ziel, noch mehr Kindern die Möglichkeiten zu gewähren, durch Sport und Bewegung mehr Freude am Leben zu finden und fürs Leben zu lernen. 

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