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Frühkindliche Bildung: Wissenschaftler und Forscher unterrichten an Chinas Kindergärten und Grundschulen

24-05-2017

 

Von Liu Sufang* und Zhou Lin

 

Kindergartenunterricht einmal anders: Der promovierte Physiker Jin Kui erzählt den Kindern eine Geschichte über Sonne und Erde und vermittelt ganz nebenbei physikalisches Grundwissen. 

 

Auf dem Spielgelände eines Kindergartens im Beijinger Stadtbezirk Haidian jagen die Kleinen begeistert einem Miniaturwagen hinterher. Dass es sich dabei keineswegs um ein gewöhnliches Spielzeug handelt, wird bei genauerem Hinsehen schnell deutlich. Denn der kleine Wagen wird ausschließlich durch Sonnenenergie betrieben. „Toll!“ ruft eines der Kinder und nimmt den ungewöhnlichen Wagen eifrig unter die Lupe. Insbesondere Jungs zeigen sich begeistert und legen sich sogar auf den Bauch, um einen Blick auf die Unterseite des Wagens werfen zu können. Der Durst nach Wissen und der Spaß an Rätseln scheinen dem Nachwuchs förmlich im Blut zu liegen.

 

Die beschriebene Szene ereignete sich im Rahmen des Unterrichts zur Veranschaulichung von Solarenergie der 2. Klasse des Kindergartens Nr. 3 der Chinesischen Akademie der Wissenschaften. Geleitet wurde die Stunde von Dr. Jin Kui. Auch sein eigener Sprössling, der kleine Jin Churun, besucht diesen Kindergarten im Bezirk Haidian. Jin selbst ist ein renommierter Physiker, der ein Wissenschaftlerteam für das Projekt SC2 im Staatlichen Schwerpunktlabor für Superleitertechnologie des Instituts für Physik an der Chinesischen Akademie der Wissenschaften leitet. Weitläufig bekannt ist der junge Vater vor allem auch deshalb, weil er im Zuge des staatlichen Programms „Recruitment Program of Global Experts“, auch bekannt als „Thousand Talents Plan”, in die renommierte Akademie der Volksrepublik aufgenommen wurde und über das „Hundred-Talent Program“ der Akademie als Gastforscher angestellt ist. Der viel beschäftigte Forscher widmet sich aber längst nicht nur seinen wissenschaftlichen Projekten, sondern engagiert sich auch aktiv dafür, Interesse an Wissenschaft und Forschung in der breiten Bevölkerung zu wecken.

 

Wenn Eltern und Kinder gemeinsam das Tor der Wissenschaft aufstoßen

 

„Eine Eigenschaft, die Kindern einfach mit in die Wiege gelegt scheint, ist es, stets nach dem ‚Warum?‘ zu fragen“, sagt der Physiker. Bei dieser angeborenen Neugier müsse man ansetzen und Kinder bereits in jungen Jahren dazu ermuntern, die Dinge in ihrer Umgebung genau zu betrachten und die dahinter stehenden Ursachen zu hinterfragen,“ sagt er. „Es lohnt sich für mich, zu erforschen, wie sich die Welt aus der Perspektive der Kinder erklären lässt.“

 

Unter Berücksichtigung der einzigartigen Denkart und des Vorwissens seiner Schützlinge hat der Naturwissenschaftler Kindergeschichten geschaffen, in denen einzelnes Wissen über die Natur eingebettet ist. So sollen schon die Kleinsten spielerisch mit Wissensgebieten wie beispielsweise erneuerbaren Energien wie Solarenergie und Windkraft in Berührung kommen.

 

In einer seiner Unterrichtsstunden gibt der promovierte Physiker seinen Schützlingen zum Beispiel folgendes Rätsel auf: „Es war einmal eine Großmutter, die hatte ein strahlendes rötliches Gesicht, stand stets in aller Morgenfrühe auf und fing pünktlich mit ihrer Arbeit an ...“ Noch ehe der Erzähler zum Ende kommt, rufen einige Kinder schon die Lösung: „Das ist Großmutter Sonne!“

 

„Und was kann Großmutter Sonne für uns tun?“, hakt Jin nach. Die kleinen Zuhörer geben eifrig Antworten. Eines der Kinder sagt: „Die Sonne kann für unsere Gesundheit Bakterien beseitigen!“; ein anderes erklärt: „Die Sonne wirft einen Glanz auf die Gräschen und diese wachsen dann tüchtig.“ Und eine weitere Kinderstimme gibt zum Besten: „Im Sommer schwitze ich in der Sonne und dann kann ich Eiskreme verlangen!“

 

„Die erfrischenden Antworten der Kinder überraschen mich jedes Mal aufs Neue. Ihre Vorstellungskraft und Beobachtungsgabe übertreffen regelmäßig meine Erwartungen“, sagt Jin voller Begeisterung.

 

Zum Mitmachen: Bei diesem kleinen Experiment ziehen die Kinder ein Elefantenmodell in die Höhe, das an einer Seilscheibe befestigt ist. 

 

Das Rätsel um „Großmutter Sonne“ dient nur als kleine Einführung. In der nächsten Unterrichtsstunde erzählt Jin den Kindern in anschaulicher Weise weitere Geschichten. Als das Thema Windkraft angeschnitten wird, zaubert er ein Miniaturmodell eines Windrades aus seiner Tasche. Es soll als Requisit zum Einsatz kommen. Durch die Mini-Windkraftanlage will er den Kindern die Erkenntnis vermitteln, dass auch durch Windkraft Elektrizität erzeugt werden kann. Bei der Demonstration dreht Jin an den kleinen Propellerblättern, woraufhin eine kleine Lampe zu leuchten beginnt. Wieder erntet er Begeisterung bei seinem jungen Publikum. Viele melden sich, um ihre Erklärung der Vorgänge abzugeben.

 

Um den Nachwuchs weiter zu ermutigen, sich am Unterricht zu beteiligen, und um die Interaktion zu fördern, hat Jin außerdem ein kleines elektronisches Messgerät mitgebracht. Wenn man an den Propellern bläst, drehen sie sich und das Strommessgerät zeigt einen hohen Ausschlag. Dann veranstaltet Jin einen kleinen Wettbewerb. Wem es gelingt, durch Blasen die höchste Strombewegung zu erzeugen, bekommt ein kleines Geschenk. Die Kinder sind sofort Feuer und Flamme und erproben ihre Stromerzeugungsqualitäten.

 

Für die kleinen Kindergartenbesucher sind die spielerischen Unterrichtsmethoden des Physikers jedes Mal ein besonderes Highlight auf dem Stundenplan. Während sie sich weiter in ihren Stromerzeugungsfähigkeiten messen, wirft Pädagoge Jin die Frage auf: „Also, Wind kann Elektrizität erzeugen. Kann denn die Sonne auch Elektrizität erzeugen?“ Die Kleinen schütteln den Kopf. „Nein“, sagen sie. Daraufhin zaubert Jin ein zweites Modell aus seiner Tasche. Diesmal geht es um eine elektrisch angetriebene Libelle mit flatternden Flügeln. Erneut kommen die Kinder aus dem Staunen kaum mehr heraus. Einige aufmerksame junge Zuschauer entdecken die glitzernden Solarzellen an dem Plastikinsekt, durch die Elektrizität erzeugt wird.

 

Solarenergie könne nicht nur die Flügel dieser Libelle antreiben, sondern auch kleine Autos, erklärt Jin seinen jungen Zuhörern. Und hier kommen wir wieder zur Anfangsszene zurück, zu dem kleinen Solarauto, das im Sonnenglanz erstrahlt und über das Spielgelände des Kindergartens rollt. Die Kinder haben Jins Geschichten aufmerksam gelauscht, sich seine Modelle genau angesehen und so einen eigenen, kindlichen Zugang zu den Geheimnissen der Sonnen- und Windenergie gefunden. „Sie zeigen nun großes Interesse an erneuerbaren Energien“, freut sich der Physiker.

 

Eltern bringen ihr Fachwissen ein

 

2007 setzte Chinas Regierung die allgemeine wissenschaftliche Bildung der Bevölkerung auf ihre staatliche Agenda. Der vom Staatsrat ausgearbeitete und bekannt gegebene „Grundriss des Aktionsplans für wissenschaftliche Bildung der Bevölkerung (2006–2010–2020)“ sieht vor, dass die „vorschulische Erziehung für wissenschaftliche Grundkenntnisse“ einen wichtigen Bestandteil des Projekts der kompetenzorientierten Bildung im neuen Jahrhundert bilden soll.

 

Spielerisch die Gesetze der Physik erkunden: Hier spielt der Nachwuchs mit den eigenen Silhouetten. 

 

Der Kindergarten Nr. 3 der Chinesischen Akademie der Wissenschaften wurde vom Komitee des Kommunistischen Jugendverbandes der Akademie zu einer Basis der wissenschaftlichen Früherziehung bestimmt. Hier sollen den Kindern einige wissenschaftliche Grundkenntnisse in anschaulicher Weise und in spielerischer Form vermittelt werden. Dafür übernimmt das Institut für Psychologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften die Federführung. Der Kindergarten Nr. 3 der Chinesischen Akademie der Wissenschaften besitzt einzigartig günstige Ressourcen, um die Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse im frühkindlichen Alter zu erproben. Viele der Eltern der kleinen Kindergartenbesucher arbeiten selbst in Forschungsinstituten in diversen wissenschaftlichen Disziplinen. Sie bringen reiche Fachkenntnisse mit und können durch ihr Engagement zur wissenschaftlichen Popularisierung beitragen. Viele haben wie Physiker Jin die Fähigkeit, schwierige wissenschaftliche Sachverhalte leicht verständlich zu erklären und den Nachwuchs zu interessanten Experimenten anzuleiten. Auf diese Weise haben die Kinder die Chance, auf spielerische Weise mit natürlichen Phänomenen in sprachliche und haptische Berührung zu kommen. Die Beteiligung der Eltern an der wissenschaftlichen Popularisierung erweitert den Horizont der Kinder erheblich.

 

Erzieherin Wei Yingying sagt: „Bei Veranstaltungen zur Popularisierung wissenschaftlicher Erkenntnisse stellen die Kinder in der Regel viele, manchmal auch recht anspruchsvolle Fragen, auf die wir als Erzieher nicht immer eine passende Antwort parat haben. Wir fürchten oft, etwas völlig Falsches zu sagen, zumal die Eltern der Kinder teils selbst Fachleute, sogar echte Experten auf manchen Gebieten sind.“ Deshalb würden die Eltern gleich mit zu den Veranstaltungen eingeladen und es finde so eine gute Interaktion zwischen kleinen und großen Teilnehmern statt. Das entfache den Lerneifer der Kinder nur noch mehr, so Wei.

 

Der Kindergarten habe eigens einen Arbeitsplan entwickelt, nach dem Eltern aus den entsprechenden Fachgebieten zu verschiedenen Themenkursen eingeladen werden. „Zum Thema Bakterien beispielsweise werden Eltern, die am Forschungsinstitut für Mikrobiologie tätig sind, eingeladen. Wenn die Kinder über die Geheimnisse der Bäume aufgeklärt werden sollen, dann kommen Wissenschaftler aus dem Fachgebiet Biologie zu uns. Der Kindergarten hat dafür sogar eine eigene Datenbank eingerichtet, die fachlich relevante Informationen der Eltern umfasst“ erklärt Liu Sufang, die Leiterin des Kindergartens. Unter Zuhilfenahme dieser Datenbank könnten die Erzieherinnen je nach Bedarf die jeweiligen Eltern zur Konzeption bestimmter Veranstaltung einladen. Außerdem gebe es im Kindergarten ein schwarzes Brett, auf dem die Veranstaltungen verschiedener Klassen bekannt gemacht würden. „Dadurch können sich einerseits die Eltern gut darüber informieren, welche Inhalte unterrichtet werden, andererseits können sie ihr eigenes Fachwissen gut einbringen“, so Liu weiter.

 

Das Konzept der Bildungseinrichtung findet großen Anklang. Die Mutter des kleinen Shi Xuanyu sagt uns: „Die Experten können hoch spezialisiertes Fachwissen leicht verständlich erklären, damit die Kinder in den Bereich Naturwissenschaften hereinschnuppern können. Auch in pädagogischer Sicht ist es sinnvoll, sie für die physische Umwelt um sie herum zu sensibilisieren. Das prägt sich ins Gedächtnis ein und prägt ihr Leben. Die frühkindliche Vermittlung wissenschaftlicher Kenntnisse trägt dazu bei, dass die Kinder einen Zugang zur Wissenschaft erhalten, den Mut aufbringen, viele Fragen zu stellen, und Respekt vor Wissen entwickeln.“

 

Berufswunsch Wissenschaftler

 

Die lebhafte Vermittlung wissenschaftlicher Kenntnisse findet derzeit nicht nur in Chinas Kindergärten statt, sondern wird seit einiger Zeit auch verstärkt an vielen Grund- und Mittelschulen des Landes praktiziert.

 

2016 wurde der 24. April zum „Tag der chinesischen Raumfahrt“ bestimmt. Zur Feier dieses Tages besuchten damals Wissenschaftler aus dem Institute of Optics and Electronics der Chinesischen Akademie der Wissenschaften den Campus der Xue Dao of Yucai School, die angeschlossen ist an die Sichuan Chengdu No. 7 High School. Dort veranstalteten sie „Chang’es Reise zum Mond“. Die nach der legendären Fee Chang‘e aus der chinesischen Mythologie benannte Exkursion stieß auf ein äußerst positives Echo bei den Schülern.

 

Chen Yong, Vizedirektor der Abteilung für Wissenschaftskommunikation des Forschungsinstituts f[r Phtolektrizität, leitete den Unterricht mit einem Tagbucheintrag eines Grundschülers ein, in dem es um seine Vision ging, selbst einmal zum Mond zu reisen. Diese plastische Einleitung sollte die Phantasie aller Teilnehmer beflügeln, sich eine genauere Vorstellung von einer Mondexpedition zu machen. Im Anschluss erklärte der Wissenschaftler die Errungenschaften der chinesischen Raumfahrt im Bereich Satelliten und Mondsonden im Rahmen des Chang’e-Raumfahrtprogramms, das ebenfalls nach der legendären Fee Chang’e benannt ist. Zudem veranschaulichte Chen die komplizierten Raumfahrtgeräte, in dem er die Funktion der Chang’e-Mondsonde für die Sondierung des Mondbodens mit medizinischen Geräten wie der Ultraschall-Messung, Computertomographie und magnetischer Kernresonanz verglich. Außerdem setzte er ansprechende visuelle und auditive Lehrmittel für seinen Vortrag ein, um die Aufmerksamkeit der Schüler zu gewinnen. Unter anderem konnten sie die Raumfahrt über Zeichentrickfilme und Videos näher kennen lernen und besser verstehen.

 

„Ziel dieser Veranstaltung am Tag der chinesischen Raumfahrt war es, die Aufmerksamkeit der Schüler auf diese wissenschaftliche Disziplin zu lenken, ihren wissenschaftlichen und innovativen Geist zu schärfen und nicht zuletzt ihren wissenschaftlichen Ehrgeiz zu entfachen“, sagte Chen nach der Veranstaltung. Nur mit fundierten Fachkenntnissen könne man große Beiträge zur chinesischen Raumfahrt leisten, so Chen.

 

Laut dem „Gesetz über wissenschaftliche Popularisierung“, das 2002 in Kraft getreten ist, sind Chinas Wissenschaftler und Lehrer verpflichtet, sich mit ihren fachlichen Kompetenzen in die Arbeit zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse in der allgemeinen Bevölkerung einzubringen und diese auch in anderer Form zu unterstützen. Experten sollen demnach öfter auch direkt in die Schulen und Kindergärten gehen. Dadurch sollen das wissenschaftliche Denken, die Kompetenz der Schüler zur Problemlösung sowie ihr Entdeckergeist gefördert werden. Denn letztlich erntet man, was man sät. Und der kleine Nachwuchs von heute hat das Potential, große Wissenschaftler von morgen hervorzubringen.

 

*Die Co-Autorin ist Leiterin des Kindergartens Nr. 3 der Chinesischen Akademie der Wissenschaften.

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