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Warum Intellektuelle in China auf einmal neue Wertschätzung erfahren

22-06-2017

Von Lu Rucai

 

„Der Begriff Intellektuelle bezeichnet (nach dem Verständnis seiner chinesischen Entsprechung (zhīshí fènzǐ)) diejenigen, die ein recht hohes geistig-kulturelles Niveau und einen größeren Wissensschatz haben; viele von ihnen weisen eine besondere wissenschaftliche Befähigung auf, kennen sich in einem Fachgebiet aus und dienen als Experte in einem Bereich oder einem Ressort.“ Mit diesen Worten erläuterte Chinas Staatspräsident Xi Jinping den Begriff, als er am 30. April 2016 auf seiner Inspektionsreise durch die Provinz Anhui anlässlich der bevorstehenden Feier des Internationalen Tages der Arbeit (1. Mai) und des Tages der Chinesischen Jugend (4. Mai) bei einer Diskussionsrunde mit Intellektuellen, Vorzeigearbeitern und Vertretern der Jugendlichen eine Rede hielt. Er zollte den chinesischen Intellektuellen, die in verschiedenen historischen Phasen eine große Rolle in der Revolution, beim sozialistischen Aufbau sowie in der Reform und Entwicklung spielten und spielen, hohe Anerkennung. Er sprach zugleich auch seine Hoffnung aus, dass „sie den Herausforderungen mutig begegnen und bei der Innovation eine führende Rolle spielen werden“.

Forscher simulieren die Installation einer ferngesteuerten Video-Kamera auf dem Fracht-Raumschiff Tinazhou 1. Das Bild entstand am 29. Mai 2017.

 

In China werden die Intellektuellen heute so wertgeschätzt wie nie zuvor. In der „Kulturrevolution“ (1966 – 1976) hatte man sie als „Stinkende Neuner“ abgestempelt. Damit waren sie eine niedrige und verachtete Gruppe in der gesellschaftlichen Hierarchie. Aber nach der Einführung der Reform- und Öffnungspolitik Ende der 1970er Jahre, insbesondere seit dem XVIII. Parteitag, legten Chinas führende Persönlichkeiten und Regierungen aller Ebenen immer größeren Wert darauf, dass die Intellektuellen zunehmende Beiträge für die gesellschaftliche Entwicklung leisten. Darauf wurde eine chinesisch geprägte Konzeption zu Intellektuellen und deren Einsatz geformt. In seiner Rede auf der Versammlung anlässlich des 95. Gründungstags der KP Chinas am 1. Juli 2016 forderte Xi Jinping dazu auf, „aufstrebende Talente und Spitzenkräfte aus aller Welt anzuwerben und sie zweckmäßig einzusetzen“.

Vortrag auf einem Symposium über Neurowissenschaft und künstliche Intelligenz am 8. Mai 2017 in Beijing

 

Förderung der Rückkehr chinesischer Talente ins Heimatland

Wenn man an die Rückkehr der im Ausland ausgebildeten Fachkräfte denkt, dann fällt einem zuerst die Begeisterung der chinesischen Jugendlichen ein, die in den vergangenen Jahrzehnten von einem Auslandsstudium träumten. Im Jahr 1984 veröffentlichte der Staatsrat der Volkrepublik die „Vorläufigen Bestimmungen für selbst finanzierte Auslandsstudien“. Damit wurde das Tor für ein Auslandsstudium junger Chinesen aufgestoßen. Daraus entstand für lange Zeit die Situation, dass auch gut ausgebildete Chinesen ins Ausland gingen. Laut einer Statistik des chinesischen Bildungsministeriums gingen von 1978 bis 2004 815.000 Chinesen ins Ausland, um dort zu studieren. Nach der Ausbildung kamen jedoch nur 198.000 (24 Prozent) zurück. Der Grund dafür lag auf der Hand: Im Vergleich zu entwickelten Ländern blieb die Volksrepublik in mancherlei Hinsicht rückständig. Die Einkommen waren niedrig, die Geräte und Ausstattungen der wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen nicht fortschrittlich, die Forschungsbudgets knapp bemessen und die Umsetzung der Forschungsergebnisse schwierig. All das demotivierte die chinesischen Talente zunächst, nach einem Studien- bzw. Forschungsaufenthalt im Ausland zurückzukehren.

Doch inzwischen hat sich das Blatt gewendet. Denn im Zuge der Erhöhung der allgemeinen Stärke Chinas und insbesondere der Änderung der Politik für Talente wurden diese Probleme aus dem Weg geräumt. Im Jahr 2007 gaben 16 Ministerien bzw. Kommissionen der chinesischen Regierung, darunter das Ministerium für Personalangelegenheiten, das Bildungsministerium und das Ministerium für Wissenschaft und Technik, die „Richtlinien für die Errichtung von Mechanismen zur Förderung der Rückkehr ranghoher Fachkräfte aus Übersee“ bekannt. Auf der Grundlage dieses Papiers wurden auch Durchführungsbestimmungen bezüglich der Gehaltsstufen, Behandlung von Familienangehörigen sowie der Steuervergünstigung ausgearbeitet, damit die Fachkräfte in die Volksrepublik zurückkehren. Besonders zu erwähnen ist, dass die chinesische Regierung seit 2008 das „Rekrutierungsprogramm für globale Experten“ praktiziert, durch das mit Blick auf die strategischen Ziele der Entwicklung des Landes eine große Anzahl von Spitzenkräften angeworben werden sollen, die in wichtigen staatlichen Innovationsprojekten, Fachdisziplinen und Labors sowie in den der Zentralregierung unterstehenden staatseigenen Unternehmen, High-Tech-Entwicklungsparks und -zonen ihre Talente und Fähigkeiten zur Entfaltung bringen sollen. Bis heute wurden durch das Programm bereits mehr als 6000 ranghohe Fachkräfte in 12 Gruppen für Innovation und Existenzgründung angeworben. Zahlreiche renommierte Wissenschaftler wie Rao Yi, ehemaliger Dekan der Fakultät für Lebenswissenschaften der Peking-Universität, Shi Yigong, Vizerektor der Tsinghua-Universität und Andrew Chi-Chih Yao, Direktor des Institutes für interdisziplinäre Informationswissenschaft der Tsinghua-Universität, gaben ihre Lehrstühle an amerikanischen Elite-Universitäten auf und kehrten nach China zurück.

Schon während der Durchführung der staatlichen Anwerbungsprogramme oder davor hatten die Ministerien und Lokalregierungen ihre eigenen Fördermaßnahmen eingeführt. Beispielsweise hat das chinesische Bildungsministerium das „Changjiang Scholars Program“, die Chinesische Akademie der Wissenschaften das „Hundred-Talent Program“, die Stadtverwaltung Beijing das „Phoenix Project“ und die Stadtverwaltung Shanghai das „Shu Guang Project“ in Gang gesetzt. All diese Programme und Projekte laufen darauf hinaus, die wichtige Rolle der angeworbenen ranghohen Fachkräfte bei wissenschaftlich-technischer Innovation und Spitzenforschung sowie beim Aufbau wichtiger Fachdisziplinen, bei der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Entwicklung der Hochtechnologien zu entfalten, damit sie als treibende Kraft zum Aufbau Chinas zu einem innovationsorientierten Land beitragen. Seit 1994 praktiziert die Chinesische Akademie der Wissenschaften das oben genannte „Hundred-Talent Program“, dadurch wurden bis heute mehr als 2.000 hervorragende Wissenschaftler angeworben und mehr als 90 Prozent davon haben in wissenschaftlich hoch entwickelten Ländern in Europa und Amerika studiert oder dort geforscht. In der Zeitspanne von mehr als zwei Jahrzehnten hat das „Hundred-Talent Program“ über 30 Mitglieder der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und der Chinesischen Akademie für Ingenieurwesen hervorgebracht. Mehr als 500 Wissenschaftler, die in diesem Programm gefördert wurden, haben finanzielle Unterstützung vom „Nationaler Wissenschaftsfonds für ausgezeichnete Nachwuchstalente“erhalten.

Ansporn zur wissenschaftlich-technischen Innovation

Am 27. April dieses Jahres wurde ein UNO-Beschluss verabschiedet, laut dem der 21. April jedes Jahres als „Tag der Kreativität und Innovation“ begangen werden soll. Dieser Beschluss korrespondiert mit von der chinesischen Regierung ausgegebene Parole „Existenzgründungen und Innovationen durch breiteste Volksmassen“. Chinas Ministerpräsident Li Keqiang stellte dieses Konzept erstmals auf dem Sommer-Davos-Forum im September 2014 in Tianjin vor. Es fand in der internationalen Gemeinschaft schnell ein lebhaftes Echo.

Seit einigen Jahren misst China der wissenschaftlich-technischen Innovation eine immer höhere Priorität bei und stockt die Investitionen in diesen Bereich in zunehmendem Maße auf. Gemäß dem im Jahr 2016 verkündeten „Grundriss für staatliche Strategie der innovationsgetragenen Entwicklung“ sollte China bis zum Jahr 2020 in die Gruppe der durch Innovation geprägten Länder eingereiht werden und bis zum Jahr 2030 eine führende Position unter diesen Ländern einnehmen. Bis 2049, also genau zum 100-jährigen Jubiläum der Gründung der Volksrepublik China, soll das Land eine starke Wissenschaftsnation werden.

Am 30. Mai 2016 wies Chinas Staatspräsident Xi Jinping in seiner Rede auf der nationalen Versammlung für wissenschaftlich-technische Innovation darauf hin, dass „der Aufstieg der Wissenschaft und Technik den Aufschwung der Nation fördert und die große wissenschaftlich-technische Leistungskraft das Land stark macht“. Er forderte die chinesischen Wissenschaftler auf, „sich am weltweit neuesten Forschungsstand zu orientieren, ihr Augenmerk auf die wirtschaftliche Arena zu richten und dem großen Bedarf des Staates zu genügen, um die Innovation in allen wissenschaftlich-technischen Bereichen voranzutreiben und einen Vorsprung im globalen wissenschaftlich-technischen Wettbewerb zu erlangen“. Diese Forderung bildet die Ausgangsbasis des Ausbaus Chinas zu einer starken Wissenschaftsnation.

Auf der Grundlage der seit der Gründung der Volksrepublik praktizierten Vorschriften für Belohnung und Auszeichnung der wissenschaftlich-technischen Errungenschaften wurden im Jahr 1999 die „Staatlichen Vorschriften für Belohnung und Auszeichnung für Wissenschaft und Technik“ veröffentlicht. Dieses Papier umfasst den höchsten staatlichen wissenschaftlich-technischen Preis, den staatlichen Preis für Naturwissenschaften, den staatlichen Preis für technische Erfindungen, den staatlichen Preis für wissenschaftlich-technische Fortschritte und den Preis für internationale wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit. Beim ersten genannten Preis, also dem höchsten staatlichen wissenschaftlich-technischen Preis, gibt es neben der Ehrung noch eine Prämie in Höhe von fünf Millionen Yuan. Im vorigen Jahr waren die Pharmazeutin Tu Youyou und ein Spitzenphysiker für Fachgebiet Supraleitung die Preisträger. Neben den Auszeichnungen und Preisen auf der nationalen Ebene haben viele Lokalregierungen und Wirtschaftsbranchen auch Preise für Wissenschaft und Technik ausgelobt, um die wissenschaftlich-technische Innovation zu fördern und die Entwicklung in Wissenschaft und Technik in der Wirtschaft und auf der Lokalebene voranzubringen.

Zeitgleich wird auch die Umsetzung wissenschaftlich-technischer Forschungsergebnisse verstärkt gefördert. Im vorigen Jahr traten mehrere relevante Bestimmungen in Kraft, die darauf abzielen, das Einkommen des Forschungspersonals zu erhöhen und den Wissenschaftlern rationale Einnahmen durch die Umsetzung ihrer Forschungsergebnisse zuteil werden zu lassen. Diese Fördermaßnahmen dienen dazu, dass die Intellektuellen ihre wissenschaftlich-technischen Errungenschaften in höchstem Maße in Produkte umwandeln. Zudem werden sie so motiviert, ihre Aktivitäten zur wissenschaftlich-technischen Innovation zu entfalten und ihrer wichtigen Rolle bei der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung sowie bei der Umsetzung der Strategie der innovationsgetragenen Entwicklung in vollem Umfang nachzukommen.

Auf dem Weg zu einer Nation mit stärkstem Wissenschaftlerkontingent

China ist das weltweit bevölkerungsreichste Land. Rein zahlenmäßig ist es auch, was Wissenschaftler und Techniker anbelangt. Laut einer Statistik des Ministeriums für Humanressourcen und Sozialabsicherung belief sich die Zahl der Mitglieder der oben genannten beiden chinesischen Akademien auf mehr als 1600. Landesweit gibt es 172.000 vom Staatsrat prämierte Experten. In das groß angelegte „Programm der einhundert Spitzenwissenschaftler, eintausend akademischen Vorreiter und zehntausend jungen Talente“ wurden bisher 5300 Fachkräfte aufgenommen. Insgesamt haben 17,97 Millionen Menschen Zertifikate für verschiedene technische Berufe erhalten.

Zeitgleich werden durch verschiedene Maßnahmen auch ausländische Fachkräfte angeworben. Bis Ende 2015 arbeiteten insgesamt 240.000 Ausländer mit einer chinesischen Arbeitserlaubnis in China. Lokalregierungen und wissenschaftliche Forschungsinstitutionen werben auch über verschiedene Kanäle ranghohe ausländische Fachkräfte für lang- und kurzfristige Arbeitsverhältnisse in China an. Zu diesem Zweck haben bereits mehrere Nobelpreisträger, Dutzende Mitglieder ausländischer Akademien und Tausende namhafte Professoren mit ihren chinesischen Partnern zusammengearbeitet. Auf dem Forum zu Chinas Initiative „Wirtschaftsgürtel Seidenstraße und maritime Seidenstraße des 21. Jahrhunderts“ vom 14. Mai dieses Jahres hat Staatspräsident Xi Jinping verkündet, dass China bereit sei, die Zusammenarbeit mit anderen Ländern im Bereich Innovation voll zu entfalten, den Aktionsplan für wissenschaftlich-technische Innovation im Rahmen der Seidenstraßen-Initiative zu starten und den wissenschaftlich-technischen Austausch durchzuführen, gemeinsame Labors zu errichten und High-Tech-Parks bzw. -Zonen aufzubauen sowie den Technologietransfer zu realisieren. Zudem sollten in den kommenden fünf Jahren 2500 junge Wissenschaftler nach China eingeladen werden, um kurzfristige Forschungsarbeiten auszuführen. Darüber hinaus sollten 5000 Wissenschaftler und Personen von der Verwaltung fort- und weitergebildet und 50 gemeinsame Labors in Betrieb genommen werden.

Der wissenschaftliche Austausch ist bekanntlich keine Einbahnstraße. Anfang dieses Jahres wurde Professorin Yan Ning von der School of Medicine der Tsinghua-Universistät auf den Shirley M. Tilghman- Lehrstuhl für Molekularbiologie an der Princeton-Universität berufen. Diese Nachricht sorgte landesweit für Aufmerksamkeit. Im Jahr 2007 kehrte die namhafte Biowissenschaftlerin von der Princeton-Universität an die Tsinghua-Universität zurück. Sie leitete ein selbstständiges Labor, dessen Forschungsergebnisse zweimal, nämlich 2009 und 2012, von der Fachzeitschrift „Science“ unter die „Zehn bedeutendsten Forschungsergebnisse des Jahres“ gewählt wurden. Zu ihrem Weggang sagte Yan: „Wechselt man sein Umfeld, setzt man sich auch neuem Druck aus, was meine wissenschaftliche Inspiration entfacht und mir zu neuen Durchbrüchen in der wissenschaftlichen Forschung verhilft.“ Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua kommentiert: „Es ist ein Grund zur Freude, dass eine junge Wissenschaftlerin ihren Berufseinstieg in China verwirklicht und nun solch große Chancen bekommt.“

Bis zur Nation mit stärkstem Wissenschaftlerkontingent hat China aber noch einen langen Weg vor sich. „Diese Vision wird erst dann Wirklichkeit werden, wenn die Wissenschaftler finden, dass ihre Rückkehr der beste Weg für ihre eigene Weiterentwicklung ist“, sagte Direktor Yao.

Reisen

„Qiongyou“ – Die neue, große Lust der Chinesen am Reisen mit kleinem Budget

Die Chinesen sind im Reisefieber. Das gilt vor allem für die Angehörigen der aufstrebenden Mittelschicht. Viele Menschen im Reich der Mitte wollen sich ihren Urlaub längst nicht mehr gehetzt durch das hektische Anpeitschen eines Reiseführers per Megaphon oder durch aufreibende Sehenswürdigkeitenmarathons trüben lassen. Der Individualtourismus boomt und mit ihm einige neue aufstrebende Reiseportale für den kleinen Geldbeutel.

Gesellschaft

Mobil mit Mobike und Co: Bike-Sharing macht das Pendeln in China grüner

In den 1950er Jahren galt das Fahrrad in der Volksrepublik nicht nur als günstiges Fortbewegungsmittel, sondern auch als familiäres Statussymbol. Zusammen mit Armbanduhr und Nähmaschine galt es als eine der „drei Voraussetzungen“, um eine Ehe zu schließen. Dann kam der wirtschaftliche Aufstieg und die Zahl der Autoneuzulassungen schnellte in die Höhe. Heute erlebt das Fahrrad in Chinas Metropolen ein hippes Revival.

Ausländische Investoren willkommen – Chinas Markt für Seniorenbetreuung vor goldenen Zeiten

Auch China sieht sich mit dem Problem einer alternden Bevölkerung konfrontiert. Eine Herausforderung, die in den vergangenen Jahren dem Sektor der Seniorenbetreuung großen Auftrieb gegeben hat. Bei manchem Investor kommt schon Goldgräberstimmung auf angesichts der prognostizierten Entwicklung. Auch viele ausländische Kapitalgeber zeigen zunehmendes Interesse an der aufstrebenden Branche.

Wandel im Denken – China setzt auf neue Wege aus der Armut

Was bedeutet eigentlich „arm“, vor allem in einem Land in dem die Einkommensschere so weit auseinander klafft wie in China? Und wie kann es tatsächlich gelingen, Armut langfristig und nachhaltig zu überwinden? Wir sind in die Stadt Xingtai gereist, in der sich – direkt vor den Toren Beijings–  einige der ärmsten Landstriche Chinas finden. Eine Suche nach Wegen aus der Armut.

Tibet

Nachwort

In der Gegenwart erlebt die tibetische Literatur eine beispiellose Blüte. Im vorliegenden Buch können nur wenige, repräsentative Werke vorgestellt und kommentiert werden. Und natürlich geht es vor allem um von tibetischen Schriftstellern geschaffene Werke.

Gesundheit

Die TCM geht in die Welt

Wenn die herkömmliche Medizin keinen Rat mehr weiß, hilft nicht selten die Traditionelle Chinesische Medizin, kurz TCM. So wie im Falle von Ursula Wolf, die sich nach langem Leidensweg in die TCM-Klinik Bad Kötzting begab und dort Hilfe fand. Mit ihren ganzheitlichen Heilmethoden wird die fernöstliche Lehre in Deutschland zunehmend anerkannt.

TCM-Gebirge Luofushan – Hype um Medizin-Nobelpreis bringt neue Entwicklungschancen

Anfang Oktober 2015 stand fest, dass die 84-jährige Chinesin Tu Youyou den Nobelpreis für Medizin erhält. Die Nachricht hat die Traditionelle Chinesische Medizin als solches auf die Bühne der Weltöffentlichkeit gehievt. Ein geschichtsträchtiger Ort, der davon besonders profitiert, ist das Luofushan-Gebirge in der Provinz Guangdong. Denn hier liegen die Ursprünge der Auszeichnung für Tu Youyou.

Kräutermedizin heilt Krankheiten – Grundlagen der traditionellen chinesischen Medizin

Im Vergleich zur westlichen Medizin erscheint die traditionelle chinesische Medizin (TCM) um einiges geheimnisvoller. Das chinesische Schriftzeichen für „Medizin“ (药,yao) beinhaltet ein Radikal, das „Kräuter“ bedeutet, denn Heilkräuter sind die grundlegenden Elemente der traditionellen chinesischen Pharmakologie.