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Die BRICS-Entwicklungsbank - Mit großen Schritten Richtung Zukunft

22-08-2017

  

Von Xu Xiujun*

 

 

Zufriedener Händedruck: Am 9. September 2016 unterzeichneten Jim Yong Kim (recht), Chef der Weltbank, und Kundapur Vaman Kamath, Direktor der New Development Bank der BRICS-Staaten, in Washington D.C. ein gemeinsames Verständigungsmemorandum. Mit dem Papier bekräftigten beide Seiten, in Zukunft verstärkt im Bereich des Infrastrukturaufbaus zusammenarbeiten zu wollen. 

 

Seit im Juli 2015 ihre Gründung bekannt gegeben wurde, versorgt die „Neue Entwicklungsbank“ der BRICS-Staaten (engl. New Development Bank, kurz NDB) nicht nur ihre Mitgliedsstaaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, sondern auch an andere Entwicklungs- und Schwellenländer mit Kredite zur Verwirklichung von Projekten in den Bereichen Infrastrukturaufbau und nachhaltige Entwicklung. Damit ergänzt sie heute die bestehenden multilateralen und regionalen Finanzinstitutionen zur Förderung von Wachstum und Entwicklung in der Welt. Seit ihrer Gründung wurden über die neue BRICS-Entwicklungsbank mehrere große Investitionsprojekte in Folge angestoßen. Gleichzeitig hat das Geldinstitut mit Sitz in Shanghai verschiedenste Herausforderungen der Gründungszeit gemeistert und schreitet sicheren Schrittes in Richtung Zukunft.

 

Investition in nachhaltige Projekte

 

2016 markiert das Jahr, in dem die NDB offiziell ihre Geschäfte aufnahm und wichtige Fortschritte bei ihren Investitionstätigkeiten in nachhaltige Infrastrukturprojekte erzielte. Was die Investitionen angeht, genehmigte die neue multilaterale Finanzinstitution auf Grundlage ihres nachhaltigen Entwicklungskonzepts sowie ihres hocheffizienten Betriebsmodells schon im ersten Jahr eine ganze Reihe von Darlehen. Allein 2016 bewilligte die BRICS-Entwicklungsbank insgesamt sieben große Kreditprojekte im Gesamtwert von 1,5 Milliarden US-Dollar. Die Gelder flossen in Projekte aus allen fünf Mitgliedsstaaten (siehe Tabelle 1). 2017 sollen zehn bis 15 weitere Projekte den Zuschlag für eine Finanzierung erhalten. Auch ihr Gesamtwert dürfte sich auf schätzungsweise 2,5 bis 3 Milliarden US-Dollar belaufen.

 

Land

Kredit-summe

Kredit-art

Kreditnehmer

Endnutzer

Entwicklungs-effekt

Indien

250 Mio. USD

Staats-garantie

Canara Bank

Teilprojekte

500 MW erneuerbare Energie; Eingesparter CO2-Ausstoß pro Jahr: 815.000 Tonnen

China

525 Mio. RMB (81 Mio. USD)

Staatlich

Chinesische Regierung

Shanghai Lingang Hongbo New Energy Development Co. Ltd.

100 MW Solarenergie; Eingesparter CO2-Ausstoß pro Jahr: 73.000 Tonnen

Brasilien

300 Mio. USD

Nicht-staatlich

Brasilianische Entwicklungsbank (BNDES)

Teilprojekte

600 MW erneuerbare Energien; Eingesparter CO2-Ausstoß pro Jahr: 1 Mio. Tonnen

Südafrika

180 Mio. USD

Staats-garantie

Strom-versorger ESKOM

Strom-versorger ESKOM

670 MW erneuerbare Energien übertragen; Eingesparter CO2-Ausstoß pro Jahr: 1,3  Mio. Tonnen

Russland

100 Mio. USD

Nicht-staatlich

International Investment Bank (IIB)/Eurasian Development Bank (EDB)

Nord Hydro-Bely Porog und andere Teilprojekte

49,8 MW erneuerbare Energien; Eingesparter CO2-Ausstoß pro Jahr: 48.000 Tonnen

Indien

350 Mio. USD

Staatlich

Indische Regierung

Regierung des Bundesstaats Madhya/Pradesh

Erneuerung von rund 1500 km Straßennetz

China

2 Mrd. RMB (298 Mio. USD)

Staatlich

Chinesische Regierung

Fujian Investment and Development Group

250 MW Windkraft; Eingesparter CO2-Ausstoß pro Jahr: 869.900 Tonnen

 

(Quelle: New Development Bank)

 

Zwei der Hauptaufgaben, die sich die NDB auf die Fahnen geschrieben hat, ist die Beschleunigung des Infrastrukturaufbaus in der Region sowie die Förderung einer nachhaltigen Entwicklungsweise. Unter den sieben Projekten, die im vergangenen Jahr ratifiziert wurden, fallen sechs in den Bereich erneuerbare Energien. Hierin spiegelt sich nicht nur das von der BRICS-Bank verfolgte Konzept zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung, ganz praktisch konnten auf diesem Weg auch insgesamt 48 Millionen Tonnen CO2-Emmissionen eingespart werden. Gleichzeitig besitzt die NDB im Vergleich zu anderen Entwicklungsorganisationen eine deutlich schlankere Organisationsstruktur und verfügt über hocheffiziente Arbeitsprozesse. In der Regel dauert es schon heute nur rund sechs Monate bis zur Genehmigung eines beantragten Projekts. Dies ist letztlich auch der Hauptgrund, weshalb es der neuen Entwicklungsbank gelungen ist, in kürzester Zeit durch die Großdarlehen finanzierte Projekte vor Ort erfolgreich zu verwirklichen.

 

Im Bereich Funding treibt die NDB Projekte auf Grundlage innovativer Konzepte voran. Bereits im Juli 2016 gab das Geldinstitut ihre erste offizielle grüne Finanzanleihe heraus. Der Anleiherahmen belief sich auf drei Milliarden RMB, umgerechnet rund 445,7 Millionen US-Dollar also, mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Es war der erste Coup, den die neue Finanzinstitution der BRICS-Staaten auf dem Kapitalmarkt landete. Gleichzeitig wurde die NDB zur ersten multilateralen Entwicklungsbank, die das Recht erhielt, zwischen Geldinstituten auf dem chinesischen Markt grüne RMB-Finanzanleihen auf dem nationalen Anleihemarkt herauszugeben.

 

Darüber hinaus errichtete die NDB bereits eine offizielle Zweigstelle für den afrikanischen Kontinent im südafrikanischen Johannesburg. Diese soll den Grundstein legen für die zukünftige Ausdehnung der Arbeit des Finanzinstituts auf dem afrikanischen Kontinent.

 

Herausforderungen und Chancen zugleich

 

Als neu gegründete multilaterale, offene Finanzinstitution macht die NDB schon heute sukzessive Fortschritte. Doch was ihre internen Verwaltungsstrukturen und die Ausweitung ihres Betriebsbereichs angeht, steht die Institution noch immer verschiedensten Herausforderungen gegenüber.

 

Eine der größten Schwierigkeiten, mit denen sich die NDB konfrontiert sieht, ist die Frage, wie es gelingen kann, ein gutes Rating durch die internationalen Ratingagenturen zu erlangen. Möglichst früh eine solche gute Bewertung zu bekommen, ist eine wichtige Voraussetzung für das neue Geldinstitut dafür, seine Finanzierungskosten zu senken und genügend Kapital anzuhäufen.

 

2016 ordneten bereits die chinesischen Ratingagenturen China Chengxin Credit Rating Group und China Lianhe Credit Rating die NDB der Ratingkategorie AAA für ihre Gesamtanleihen zu. Die ersten grünen Anleihen der BRICS-Bank erhielten ebenfalls diese Ratingstufe. Insgesamt wurden zudem die Ratingaussichten für Anleihen der NDB als stabil eingestuft. Doch trotz dieser Entscheidung ist es für die NDB weiterhin nicht leicht, auf dem internationalen Ratingmarkt der Industrienationen gut abzuschneiden, vor allem vor dem Hintergrund, dass keiner der Mitgliedsstaaten der BRICS-Bank für sich genommen derzeit der Ratingkategorie AAA zugeordnet wird.

 

Eine weitere Herausforderung, die es für die NDB zu meistern gilt, ist die Aufsicht über die Spätphase von Kreditprojekten sowie die Risikokontrolle gut zu bewerkstelligen. Verglichen mit anderen offenen, multilateralen Finanzinstitutionen, wie beispielsweise der seit mehreren Jahrzehnten etablierten Weltbank oder der Asiatischen Entwicklungsbank, ist der Neuling, was seine Erfahrungen in Sachen Projektaufsicht und Risikokontrolle angeht, noch immer ein weitgehend unbeschriebenes Blatt.

 

Egal, ob es um nachhaltige Entwicklung oder den Aufbau von Infrastruktur geht, liegt die Laufzeit der bisher bewilligten Projekte überwiegend zwischen 15 und 20 Jahren. Das heißt: Die Investitionszeiträume sind vergleichsweise lang und die Rendite gering. Gleichzeitig sieht sich angesichts der anhaltenden Flaute, in der sich die Weltwirtschaft noch immer befindet, ein Teil der Projekte in seinen Ausführungsländern mit politischen Wirrnissen und wirtschaftlicher Rezession konfrontiert. Gerade vor diesem Hintergrund ist es für die Nachhaltigkeit der Arbeit der NDB umso wichtiger, die Risikokontrolle für das Spätstadium ihrer Finanzierungsprojekte gut zu bewerkstelligen.

 

Eine weitere Herausforderung bildet die Frage, inwiefern es letztlich gelingen kann, mit den bereits bestehenden multilateralen Finanzinstitutionen in einen fairen Wettbewerb zu treten und mit ihnen zu kooperieren. Obwohl die BRICS-Entwicklungsbank für sich spezifische Arbeitsgegenstände und –bereiche genau abgesteckt hat, ist es dennoch wohl kaum zu vermeiden, dass sie sich in ihrer Arbeit mit den bisherigen Finanzinstitutionen überlappt bzw. mit ihnen in Konkurrenz tritt.

 

Eine weitere dringende Frage, die es seitens der NDB zu klären gilt, ist, wie es zukünftig gelingen kann, mit den bereits bestehenden multilateralen Entwicklungsbanken eine effektive Zusammenarbeit zu entfalten, während sie ihre eigenen Vorzüge gut zur Geltung bringt und gleichzeitig bestehende Schwächen kompensiert. Hinzu kommt, dass die bestehenden globalen sowie die meisten regionalen Entwicklungsorganisationen von den Industrieländern dominiert werden. Die entwickelten Wirtschaften befürchten vor diesem Hintergrund, dass die neue BRICS-Entwicklungsbank als potentieller Gegner gegen die bestehende globale Finanzordnung wirkt, weshalb sie teils versuchen, der Entwicklung der neuen Institution Steine in den Weg zu legen.

 

Unterdessen erfährt die NDB aber auch seitens vieler Länder und Märkte enorme Unterstützung, was dem Geldinstitut eine Phase reicher Entwicklungschancen beschert. Diese lässt sich zum einen auf die Wachstumsimpulse der Wirtschaften der BRICS-Staaten zurückführen, zum anderen auf den riesigen Kapitalbedarf, der in den Entwicklungsländern besteht.

 

Zum einen erleben die Wirtschaften der BRICS-Staaten seit einigen Jahren eine merkliche Drosselung ihres Wachstumstempos. Doch an der Tatsache, dass sie als Zugpferde des weltweiten Wirtschaftswachstums dienen, hat sich trotz allem nichts geändert. Statistiken des Internationalen Währungsfonds belegen, dass die BRICS-Staaten gewichtet nach ihrem  Gesamtwirtschaftsvolumen im Jahr 2016 zusammengenommen ein durchschnittliches Wachstumstempo von fünf Prozent verbuchen konnten. Sie legten damit ein Wachstum vor, das rund 0,9 Prozentpunkte über dem wirtschaftlichen Gesamtwachstum der Schwellen- und Entwicklungsländer und rund 3,3 Prozentpunkte über dem der Industrieländer lag. Die Beitragsrate der BRICS-Staaten zum globalen Wirtschaftswachstum belief sich unterdessen auf 50 Prozent. Hierin liegt der große Rückhalt der NDB für ihre zukünftige Entwicklung.

 

Zum anderen kommt hinzu, dass die Entwicklungsländer noch immer einen enormen Kapitalbedarf im Bereich Infrastrukturaufbau und nachhaltige Entwicklung haben. Auch besteht für sie in diesen Bereichen ein relativ großer Nachholbedarf. Derzeit wird der jährliche Finanzbedarf der Entwicklungsländer für den Aufbau von Infrastruktureinrichtungen auf rund zwei Billionen US-Dollar geschätzt. Rund die Hälfte dieses Finanzbedarfs bleibt bisher unbefriedigt. Das Kreditvolumen der bestehenden multilateralen Finanzinstitute kann den Bedarf dieser Länder bei weitem nicht decken. Insbesondere seit die Vereinten Nationen ihre Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung offiziell verabschiedet haben, hat der Bedarf an Kapital im Bereich nachhaltige Entwicklung in großem Maße zugelegt. Die Gründung der NDB kam also historisch betrachtet gerade zur rechten Zeit.

 

Breite Entwicklungsperspektive

 

Zwei Jahre nach ihrer offiziellen Inbetriebnahme hat die NDB die verschiedenen Vorbereitungsarbeiten der Gründungphase alle erfolgreich durchlaufen und fortlaufend Erfahrungen gesammelt, was ihr für die Zukunft breite Entwicklungsperspektiven erschließt.

 

Was die Kreditvergabe betrifft, plant die Bank in den kommenden Jahren die Zahl und den Umfang ihrer Investitionsprojekte weiter zu vergrößern. Für die Jahre 2017 und 2018 befinden sich bereits 23 Projekte auf der Warteliste, ihr Rahmen erreicht sechs Milliarden US-Dollar. Darunter finden sich fünf Projekte aus China, deren Kapitalumfang sich auf rund 1,7 Milliarden US-Dollar beläuft. Entsprechend ihrer Gesamtentwicklungsstrategie für die Jahre 2017 bis 2021 will die BRICS-Bank bis 2021 ihren Investitionsrahmen auf 50 bis 75 Großprojekte ausweiten.

 

Was die Finanzierung betrifft, plant die NDB weiterhin, aktiv den internationalen Markt zu erschließen. Entsprechend ihres eigenen Kapitalbedarfs und der Marktlage plant das Geldinstitut, die Umsetzung des bereits beschlossenen Plans zur Ausgabe von Anleihen im Gesamtwert von zehn Milliarden RMB weiter voranzutreiben. Gleichzeitig wird die Bank auch Anleihen in indischen Rupien herausgeben sowie Möglichkeiten ausloten, auch Bonds in Brasilien und Russland auszugeben.

 

Auch was ihre Mitglieder angeht, setzt die NDB für die Zukunft auf Erweiterung. So will sie vor allem noch mehr Unterstützung aus den Schwellenländern erhalten. Diese sollen am weiteren Aufbau der NDB maßgeblich beteiligt werden. In ihrer Gesamtstrategie für die Jahre 2017 bis 2021 unterstreicht die Bank, dass sie bis 2021 neue Mitgliedsstaaten unterschiedlicher Größe und unterschiedlichen Entwicklungsniveaus aufzunehmen plant. Langfristig sei vorgesehen, die Abdeckung auf alle Regionen weltweit auszuweiten.

 

Was das Verwaltungsmodell angeht, plant die NDB sich den neuen Gegebenheiten anzupassen und die Effizienz ihres Managements fortlaufend zu erhöhen. Bezüglich des Beantragungsverfahrens für Kredite bedeutet dies, dass das Geldinstitut seine Evaluations- und Prüfungsverfahren noch effizienter gestalten will. Die Zeitspanne von der Antragsstellung bis zur Genehmigung soll in Zukunft unter sechs Monaten liegen. Schon heute entwickelt sich die hohe Effizienz des Geldinstituts zu einem seiner wichtigsten Vorzüge.

 

Abschließend lässt sich festhalten, dass die NDB seit ihrer Gründung mit ihrem pragmatischen und hocheffizienten Betriebsmodell energisch Fortschritte verbucht und sowohl den BRICS-Staaten als auch der Weltgemeinschaft eine herausragende vorläufige Bilanz präsentiert hat. Mit Blick auf die Zukunft lässt sich sagen, dass die BRICS-Entwicklungsbank weiterhin den Fokus ihrer Arbeit auf nachhaltige Infrastrukturprojekte legen wird und den Kreis ihrer Kooperationspartner und Arbeitsbereiche fortwährend erweitern dürfte, woraus sich eine noch bessere Entwicklungsperspektive ergibt.

 

*Xu Xiujun ist Forschungsbeauftragter und geschäftsführender Direktor des Zentrums für BRICS-Studien sowie des Instituts für globale Ökonomie und Politik an der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften.

 

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