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Die Jahreskonferenz 2015 des Eco-Forum Global Guiyang

06-07-2015

 

 

Von Dai Jiqiang*

 

Das Globale Öko-Forum Guiyang (Eco-Forum Global, EFG), im Jahr 2013 ins Leben gerufen, ist das einzige internationale Gipfelforum Chinas zum Thema Öko-Zivilisation. Seine Jahreskonferenz 2015 mit mehr als tausend Teilnehmern aus aller Welt fand vom 26. bis 28. Juni in Guiyang, der Hauptstadt der südwestchinesischen Provinz Guizhou, statt. Wie ihre Vorgänger in den letzten beiden Jahren erfreute sich auch die diesjährige Konferenz wieder eines vollen Gelingens.

 

 

Die erfolgreiche Veranstaltung der EFG-Jahreskonferenzen in Folge hat in der internationalen Gemeinschaft zu breiter Zustimmung und Anerkennung der Ideen, Aktivitäten und Ergebnisse beim Aufbau der ökologischen Zivilisation in China beigetragen und einen internationalen Konsens über eine neue Ära der ökologischen Zivilisation herbeigeführt. Prominente Staats- und Regierungspolitiker sowie Ehrengäste im In- und Ausland haben das EFG hochgeschätzt: „Es hat uns ein Fenster aufgemacht und veranlasst, über die Lösungen der globalen Probleme nachzudenken.“

 

Das Jahr 2015 ist ein ereignisreiches Jahr. So geht in diesem Jahr der 12. Fünfjahresplan Chinas zu Ende und der 13. wird ausgearbeitet. Auch sollen alle UN-Millenniumsentwicklungsziele verwirklicht werden. Zudem startet im laufenden Jahr das UN-Programm für globale nachhaltige Entwicklung. Es ist von großer Bedeutung, 2015 im Rahmen des nationalen Konzeptes, ein schönes China aufzubauen, und der globalen nachhaltigen Entwicklung eingehend über den Aufbau der Öko-Zivilisation zu diskutieren.

 

Vor diesem Hintergrund lautete das Hauptthema der EFG-Jahreskonferenz 2015: „In die Neue Ära der ökologischen Zivilisation – Neue Agenda, Neue Normalität und Neue Aktion“. Rund um das grüne Wachstum und die internationale Kooperation im Rahmen der globalen Agenda für die neue Entwicklung sowie den allgemeinen Konsens über eine nachhaltige Entwicklung und die Bewältigung des Klimawandels wurde vor einigen Tagen in Guiyang darüber diskutiert, wie das globale Regelungssystem für eine nachhaltige Entwicklung verbessert werden könnte, um den grünen Wandel im Modus der wirtschaftlichen Entwicklung weltweit zu realisieren.

 

Die EFG-Jahreskonferenz 2015 hatte fünf wichtige Subthemen: Erstens, in der internationalen und regionalen Agenda zur nachhaltigen Entwicklung sollte die Stimme Chinas vernehmlich zur Kenntnis gebracht werden. Zweitens, innovative Anspornung zu einem grünen Wandel und der Niveauhebung der Industrien. Drittens, den Menschen in den Mittelpunkt stellend, die grüne Urbanisierung vorantreiben. Viertens, Innovationen zur Gestaltung eines modernen Regelungssystems für die ökologische Zivilisation. Fünftens, Veränderung des ungünstigen Trends und Einführung eines wirksamen Umweltschutzsystems unter strikter Beachtung von roten Linien.

 

Die EFG-Jahreskonferenz 2015 hatte etwa 30 Subforen eingerichtet, darunter die Folgenden: Bewältigung des Klimawandels, ökologische Sicherheit, Wandel in der globalen Arbeitsteilung und dem Regieren im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung, Perspektiven der UN-Verhandlungen über den Klimawandel und Chancen für grüne Beschäftigung, neues globales Gefüge der Energien und Zukunft der nachhaltigen Energien, Grüne Seidenstraße,  chinesisch-schweizerischer Dialog, Aufbau eines nachhaltigen Finanzsystems, systembezogene Grundlagen und Innovation des Kommerzialisierungsmodells der modernen Öko-Landwirtschaft, junge Unternehmensführer und Entwicklung der führenden Stützbranchen der grünen Industrien.

 

Unter den zahlreichen Teilnehmern der EFG-Jahreskonferenz 2015 fanden sich auch Gäste aus den deutschsprachigen Ländern wie Bruno Oberle, Direktor des Bundesamts für Umwelt (BAFU) der Schweizerischen Eidgenossenschaft, und der schweizerische Botschafter Jean-Jacques de Dardel. Oberle wies in seiner Rede bei der Eröffnungszeremonie darauf hin: „Gute Lebensqualität darf kein Privileg der Industrieländer sein. Es ist eine enorme Herausforderung für die Weltgemeinschaft, eine ausgeglichene, faire und gerechte Lösung zu finden.“ Botschafter de Dardel versprach, dass die Schweiz noch mehr Unternehmen in die Provinz Guizhou bringen werde. Man sei bereit, China beim Infrastrukturaufbau zu helfen, damit die wirtschaftliche Entwicklung einen möglichst geringen negativen Einfluss auf die Öko-Umwelt ausübt. Außerdem haben Andrä Rupprechter, Österreichs Minister für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Umwelt und Wassermanagement, und Prof. Ursula Männle, Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung und Staatsministerin a. D., jeweils ein Gratulationsschreiben geschickt. „Der Aufbau einer Grünen Welt ist von größter Wichtigkeit für die menschliche Zivilisation. Die Hanns-Seidel-Stiftung ist bereit, die langjährigen Erfahrungen Bayerns in die Zusammenarbeit mit China und allen Nationen einzubringen und damit zur Gestaltung einer nachhaltigen Öko-Zivilisation beizutragen. Ein respektvoller Umgang mit der Natur, der Lebensgrundlage der Menschheit, ist dabei unser gemeinsames Ziel. Über den internationalen Austausch mit Veranstaltungen wie dem Eco-Forum Global bietet sich die Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen und den uns folgenden Generationen eine lebensfähige und lebenswerte Welt zu hinterlassen“, so Prof. Männle in ihrem Brief.

 

Aufgrund gemeinsamer Bemühungen haben die chinesischen wie ausländischen Teilnehmer zum Gelingen der Jahreskonferenz beigetragen. Man erwartet, bei der EFG-Jahreskonferenz im nächsten Jahr alte Freunde wiederzusehen und neue Freunde kennen zu lernen.

 

*Der Autor war Managing Director des Eco-Forum Global Guiyang.

 

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