CHINAHOY

HOME

HOME

Xinjiang – 60 Jahre Entwicklung und Fortschritt

30-10-2015

 

Von Su Cheng*

 

Xinjiang, das autonome Gebiet im Nordwesten Chinas, ruft bei vielen Menschen unterschiedliche Bilder hervor: Manche verbinden damit die lange Geschichte der Region, andere reiche Ressourcen und urwüchsige Landschaften, wieder andere denken an die ethnisch geprägten Sitten, die sich teils stark vom Rest Chinas unterscheiden. Es scheint, als sei der Ort in einen geheimnisvollen Schleier gehüllt. Fest steht: Xinjiang hat in den wichtigen Phasen der chinesischen Entwicklung stets eine zentrale Rolle gespielt und ist bis heute ein Vorreiter bei der groß angelegten Erschließung der westlichen Gebiete des Landes. Das autonome Gebiet ist eine Hochburg bei der Öffnung in Richtung Westen und auch ein Knotenpunkt des Aufbaus des Wirtschaftgürtels Seidenstraße.

 

Blick auf den Windkraft- und Photovoltaikpark in Yandun in der Nähe der Stadt Hami: Neben neuen Energien verfügt Xinjiang über die landesweit größten Vorkommen an Erdöl und Erdgas und ist ein wichtiger Standort für Erdölenergie. 

 

In diesem Jahr feiert Xinjiang sein 60-jähriges Bestehen. Und im 60. Gründungsjahr geht das autonome Gebiet voller Hoffnung einem neuen Aufschwung entgegen, was sich in vielen Bereichen der Entwicklung Xinjiangs zeigt.

 

Im September 1949 wurde Xinjiang friedlich befreit. Am 1. Oktober desselben Jahres fieberten die Angehörigen der verschiedenen Nationalitäten vor Ort genau wie die übrige Bevölkerung Chinas der Gründung der Volksrepublik entgegen. Damit sollte auch in Xinjiang eine neue Ära eingeläutet werden. Am 1. Oktober 1955, sechs Jahre später, wurde schließlich das Autonome Gebiet Xinjiang der Uigurischen Nationalität gegründet. Es war das erste autonome Gebiet auf Provinzebene der Volksrepublik.

 

In den 60 Jahren seit seiner Gründung haben in Xinjiang große Umwälzungen in verschiedenen Bereichen stattgefunden und es wurden große Errungenschaften erzielt, die weltweit für Aufsehen gesorgt haben.

 

Auf dem Weg zu einer starken und prosperierenden Region

 

Bei seiner Gründung 1955 steckte Xinjiangs Wirtschaft noch in den Kinderschuhen. Die Kapazität der industriellen Produktion lag praktisch bei Null. Stattdessen dominierte eine extensive Landwirtschaft die örtliche Wirtschaftsstruktur. In der Viehwirtschaft zogen die Hirten je nach Wetterlage von Weidegebiet zu Weidegebiet und waren stets auf das Wohlwollen des Himmels angewiesen. Die Wirtschaft von damals war durch eine Autarkie auf niedrigstem Niveau geprägt. Heute, 60 Jahre später, hat sich Xinjiang zu einem florierenden Gebiet mit umfassender Stärke entwickelt. Über die Jahre ist es gelungen, eine moderne Wirtschaftsstruktur herauszubilden, in der zwar noch immer die Landwirtschaft eine wichtige Grundlage bildet, aber auch die Industrie eine führende Rolle spielt. Auch die Dienstleistungsbranche nimmt heute eine wichtige Stellung ein.

 

Was die Wirtschaftsleistung anbetrifft, lag Xinjiangs BIP 1955 gerade einmal bei 1,2 Milliarden Yuan und auch im Jahr 1978 gelang mit 3,9 Milliarden Yuan nicht einmal der Sprung über die 4-Milliarden-Marke. Bis 2014 war das BIP auf 927,4 Milliarden Yuan (132,1 Milliarden Euro) angeschwollen. Preisbereinigt lag das durchschnittliche jährliche Wirtschaftswachstum in den vergangenen 60 Jahren bei 8,4 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte höher als das Wachstum des gesamten Landes im gleichen Zeitraum. Insbesondere in den letzten fünf Jahren zog das Wachstum noch einmal kräftig an. Das BIP legte um satte 11,1 Prozent zu und lag damit um 2,6 Prozentpunkte höher als der Wachstumsdurchschnitt der gesamten Volksrepublik. Xinjiangs Wachstum rückte somit im Landesvergleich von Platz 30 im Jahr 2009 auf Platz 4 im Jahr 2014 vor, was für die Region einen neuen Rekord markierte.

 

Auch im Bereich der öffentlichen Finanzen kann das autonome Gebiet deutliche Erfolge vorweisen: Lagen Xinjiangs Finanzeinnahmen im Jahr 1955 noch bei lediglich 170 Millionen Yuan, erreichten sie 2014 128,26 Milliarden Yuan (18,3 Milliarden Euro). Im Zeitraum von 2010 bis 2014 beliefen sich die gesamten Finanzeinnahmen Xinjiangs auf 454,08 Milliarden Yuan (64,7 Milliarden Euro) und entsprachen damit 63,6 Prozent der gesamten Finanzeinnahmen in den 60 Jahren seit seiner Gründung. Mit anderen Worten konnte in nur fünf Jahren ein 1,56-facher Anstieg verwirklicht werden. 1955 betrugen Xinjiangs Finanzausgaben nur 180 Millionen Yuan, 2014 erreichten sie 331,78 Milliarden Yuan (47,3 Milliarden Euro). Von 2010 bis 2014 beliefen sich die gesamten Finanzausgaben auf 1,3 Billionen Yuan (185 Milliarden Euro), womit ein 0,95-facher Anstieg verwirklicht werden konnte. Diese Ausgaben entsprechen 64 Prozent der gesamten Finanzausgaben in den 60 Jahren seit Gründung des autonomen Gebiets. Aufgrund der zunehmenden Stärke hat sich auch die finanzielle Handlungsfreiheit der Regierung des autonomen Gebiets im Bereich Investition und Aufbau erheblich erweitert.

 

Brücke über das Guozi-Tal in Xinjiang: Infrastruktureller Aufbau ist generell ein wichtiger Eckpfeiler des Wirtschaftswachstums. Was die Länge seines ausgebauten Straßennetzes angeht, rangiert Xinjiang heute im landesweiten Vergleich auf Platz 12. 

 

Infrastruktureller Aufbau ist generell ein wichtiger Eckpfeiler des Wirtschaftswachstums. Vor 60 Jahren verfügte Xinjiang über ein Landstraßennetz von 8820 Kilometern. 2014 zählte die Region 175. 500 Kilometer Straßennetz, wobei die bereits eröffneten Autobahnen 4316 Kilometer ausmachten. Damit rangierte Xinjiang im landesweiten Vergleich auf Platz 12. Auch der Eisenbahnverkehr nimmt derzeit beträchtlichen Aufschwung. Heute erstrecken sich die Eisenbahnlinien Xinjiangs von Süd nach Nord und verbinden nicht nur die Gebiete südlich und nördlich des Tianshan-Gebirges, sondern stellen auch eine Verbindung mit dem Landesinneren der Volksrepublik sowie den angrenzenden Ländern her. Im Bereich des zivilen Luftverkehrs zählt Xinjiang heute 16 Flugplätze und 155 Fluglinien mit einer Gesamtlänge von 160.000 Kilometern. Damit hat Xinjiang die meisten Flugplätze und längsten Fluglinien im Vergleich zu allen anderen autonomen Gebieten und Provinzen Chinas. Die Entwicklung des Verkehrswesens fördert heute stark die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung und sie hat die alltäglichen Wege sowie Reisen für Stadt- und Landbewohner erheblich erleichtert. Zeitgleich erfahren auch Xinjiangs Wasserbau, Stromversorgung und Telekommunikation eine rasante Entwicklung, was die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Angehörigen der verschiedenen örtlichen Nationalitäten in großem Maße verbessert hat.

 

Das heutige Xinjiang ist längst nicht mehr jenes entlegene, öde und rückständige Gebiet, das es einst war. Das hat auch mit der strategisch guten Lage Xinjiangs zu tun. Das autonome Gebiet grenzt an acht Länder und bildet einen großen Markt für Zentralasien, ja sogar Europa. Xinjiangs Öffnung nach außen stellt für China einen wichtigen Bestandteil der Öffnung nach Westen dar. Bis heute hat Xinjiang bereits 17 Grenzübergänge auf nationaler Ebene und 12 auf Provinzebene errichtet. Außerdem rief das autonome Gebiet mit Kaxgar und Horgos zwei wirtschaftliche Erschließungszonen ins Leben. Auch wurde das Chinesisch-kasachische Zentrum für Grenzzusammenarbeit in Horgos aufgebaut. Xinjiang betreibt heute Handel mit 186 Ländern und Regionen und hat ein Gefüge der allseitigen Öffnung nach außen etabliert. Im Zuge der Umsetzung der Strategie des Wirtschaftsgürtels Seidenstraße ist Xinjiang ein zentraler Standort dieses großen Projekts geworden. Damit verbunden ist die Erweiterung des Handlungsspielraums für die weitere Entwicklung.

 

Während sich Xinjiangs Wirtschaft in den vergangenen 60 Jahren ständig weiterentwickelt hat, leistet das autonome Gebiet auch einen großen Beitrag für die Entwicklung des gesamten Landes und den Wohlstand all seiner Nationalitäten. Heute ist Xinjiang ein wichtiger Standort der chinesischen Getreideproduktion und auch der landesweit wichtigste Baumwoll- und Zuckerrübenproduzent. Zudem macht der Export von Tomatenketchup einen Anteil von 25 Prozent am internationalen Markt aus. Die Produktion von Saflor (Carthamus tinctorius) erreicht 60 Prozent Marktanteil der landesweiten Produktion, die von Hopfen sogar 70 Prozent. Die Verarbeitung von Paprika hat einen Anteil von über 50 Prozent an der landesweiten Produktion. Auch über 40 Prozent der chinesischen Kohleressourcen liegen in Xinjiang. Das autonome Gebiet erforscht verschiedene Kanäle, durch die aus Kohle erzeugte Elektrizität ins allgemeine Stromnetz eingespeist werde kann. Im Jahr 2014 betrug die aus Xinjiang ins landesweite Stromnetz eingespeiste Elektrizität 17,5 Gigawattstunden. An dieser Zahl lassen sich Xinjiangs wichtige Position und sein großer Beitrag für die Stromversorgung Chinas erkennen.

 

Xinjiang hat darüber hinaus die landesweit größten Vorkommen an Erdöl und Erdgas und ist ein wichtiger Standort für Erdölenergie, aus der sich eine wichtige petrochemische Produktionsbasis herausbildet hat. Seit der Fertigstellung der ersten Pipeline im Jahr 2004 im Rahmen des Projektes „Gaslieferung von West- nach Ostchina“ wurden über die Pipelines in Xinjiang insgesamt 150 Milliarden Kubikmeter Erdgas ins Landesinnere befördert, was einem Verbrauch von 200 Millionen Tonnen Standardkohle entspricht und somit die Schadstoffemissionen um mehr 10 Millionen Tonnen verringert hat. Von der Gaslieferung profitieren nahezu 400 Millionen Einwohner und rund 3000 Unternehmen in mehr als 120 Städten in 15 Provinzen bzw. regierungsunmittelbaren Städten des Landes, durch die die Pipelines führen.

 

Durch die großen Errungenschaften beim Wirtschaftsaufbau in den letzten 60 Jahren wurde nicht nur eine solide Grundlage für die Entwicklung und Verbesserung des Lebens der Einwohner in Xinjiang geschaffen, sondern auch Xinjiangs Stärke und Position im Gefüge der Wirtschaftsentwicklung des gesamten Landes begründet.

 

Verbesserung des Lebens der Bevölkerung

 

Auf dem Platz des internationalen Basars in Urumqi: In Xinjiang werden zahlreiche Sprachen verwendet, zehn von ihnen gehören zu den wichtigsten Verständigungssprachen des autonomen Gebiets. 

 

Die Entwicklung ist natürlich kein Selbstzweck. Ihr Ziel ist es, der Bevölkerung ein Leben in Wohlstand zu ermöglichen. Die Entwicklung Xinjiangs in den vergangenen 60 Jahren hat sich stets an den Interessen der Bevölkerung orientiert, so dass diese in den Genuss der Früchte der Entwicklung gekommen sind und ihr Leben sich bereits beachtlich verbessert hat.

 

Einen wichtigen Indikator für die Verbesserung des Lebens der Bevölkerung bildet das Einkommen. In den vergangenen 60 Jahren konnten die Einkommen in Xinjiang durch die Erweiterung der Beschäftigung stark erhöht werden. Insbesondere seit dem Jahr 2010 wird eine proaktive Beschäftigungspolitik praktiziert. Durch die Berufsaus- und -fortbildung sowie die geordnete Fluktuation von Arbeitskräften über viele Kanäle und Formen wird die Beschäftigung gefördert. Insbesondere wurden nahezu 2,5 Millionen Einwohner durch neu geschaffene Arbeitsplätze beschäftigt. Immer mehr überschüssige ländliche Arbeitskräfte finden in mittelgroßen Städten und Großstädten im Landesinneren Arbeit. Auf diese Weise fanden in den letzten fünf Jahren 532.000 Hirten und Bauern eine Arbeit im Landesinneren.

 

Durch die Wirtschaftsentwicklung und die Erweiterung der Beschäftigung erhöht sich zudem das Einkommen der Stadt- und Landbewohner ständig und auch ihre Kaufkraft und Konsumfähigkeit steigen beträchtlich. Im Jahr 2014 betrug das verfügbare Einkommen der Stadtbewohner in Xinjiang durchschnittlich 21.881 Yuan (3116 Euro), das durchschnittliche Nettoeinkommen der Bauern lag bei 8114 Yuan (1156 Euro), was im Vergleich zum Jahr 1978 jeweils einem Anstieg um das 68,6-Fache bzw. das 68,2-Fache entspricht. Die Pro-Kopf-Konsumausgaben der Stadtbewohner beliefen sich auf 15.951 Yuan (2272 Euro), die der Bauern auf 6345 Yuan (904 Euro), was im Vergleich zum Jahr 1978 jeweils einen 48,4-fachen bzw. 47,4-fachen Anstieg bedeutet.

 

Bemerkenswert sind die Veränderungen in der Konsumstruktur: Die Bevölkerung strebt heute geistige und kulturelle Bereicherung an. Vor allem Unterhaltungsgüter werden heute bevorzugt konsumiert und auch die Freizeitbeschäftigungen sind immer vielfältiger geworden. Der Engels Koeffizient (Engel's Coefficient) der Stadt- und Landbewohner sank von 60 Prozent im Jahr 1978 auf heute jeweils 31,3 Prozent (Stadt) bzw. 34,5 Prozent (Land). Die Grundbedürfnisse der Bevölkerung nach Nahrung und Kleidung sind insgesamt weitgehend befriedigt und ihr Leben steuert auf bescheidenen Wohlstand zu.

 

Auch die Wohnverhältnisse haben sich über die Jahre entscheidend verbessert. Immer mehr Einwohner leben heute in hellen und gut eingerichteten geräumigen Apartments. Damit wurden die Wohnbedingungen erheblich verbessert. Im Jahr 2014 hatten städtischer oder ländliche Haushalte eine Wohnfläche von im Schnitt 85 bzw. 105 Quadratmetern. 90 Prozent der städtischen Haushalte und 99 Prozent der ländlichen Haushalte verfügen heute über eine eigene Wohnung. Alle städtischen Haushalte und 87 Prozent der ländlichen Haushalte werden zudem mit sicherem Trinkwasser versorgt und alle städtischen Haushalte sowie 72 Prozent der ländlichen Haushalte werden beheizt. 90 Prozent der städtischen Haushalte und vier Prozent der ländlichen Haushalte sind mit Spülklosetten ausgestattet. In den Städten haben nahezu 84 Prozent der Haushalte Badeeinrichtungen, in den ländlichen Gebieten sind es 28 Prozent. Fast 89 Prozent der städtischen Haushalte und sieben Prozent der ländlichen Haushalte werden mit sauberen Kochbrennstoff versorgt.

 

1   2     

Reisen

Der Geruch Chinas – Wie sich mein China-Bild veränderte

Als der Südkoreaner Kim Wodong 2011 zum ersten Mal nach Beijing kam, erlebte er die Metropole vor allem laut, gedrängt und stickig. Der Alltag in der Hauptstadt schien ihm nur wenig lebenswert. Doch nach einem längeren Studienaufenthalt in Qufu und Reisen in weitere Städte änderte sich sein Bild vom Reich der Mitte.

Gesellschaft

Ein Sack Reis und eine grüne Wüste – Eindrücke vom fünften Kubuqi International Desert Forum

Die Kubuqi-Wüste, einige hundert Kilometer vor den Toren Beijings in der Inneren Mongolei gelegen, dürfte nicht nur für viele Großstädter ein blinder Fleck auf der Landkarte sein. Dabei reichen die Auswirkungen der Erfolge, die dort im Kampf gegen die Wüstenbildung in den letzten Jahren errungen wurden, bis nach Beijing und sorgen sogar weltweit für Aufmerksamkeit.

Die Jahreskonferenz 2015 des Eco-Forum Global Guiyang

Das Globale Öko-Forum Guiyang (Eco-Forum Global, EFG), im Jahr 2013 ins Leben gerufen, ist das einzige internationale Gipfelforum Chinas zum Thema Öko-Zivilisation. Seine Jahreskonferenz 2015 mit mehr als tausend Teilnehmern aus aller Welt fand vom 26. bis 28. Juni in Guiyang, der Hauptstadt der südwestchinesischen Provinz Guizhou, statt. Wie ihre Vorgänger in den letzten beiden Jahren erfreute sich auch die diesjährige Konferenz wieder eines vollen Gelingens.

Geistiges Eigentum: Beijing, Shanghai und Guangzhou richten Pilotgerichte ein

Die große Bedeutung des Schutzes des geistigen Eigentums gilt in unserer heutigen Welt als universeller Wert. Die chinesische Regierung hat bereits 2013 angekündigt, die Anwendung und den Schutz geistiger Eigentumsrechte zu verstärken, größeren Ansporn für technische Innovationen zu schaffen und versuchsweise spezielle Gerichte einzurichten. In Beijing, Shanghai und Guangzhou wurden bereits entsprechende Institutionen etabliert und sie haben eine neue Ära im Bereich des Schutzes des geistigen Eigentums eingeläutet.

Tibet

Nachwort

In der Gegenwart erlebt die tibetische Literatur eine beispiellose Blüte. Im vorliegenden Buch können nur wenige, repräsentative Werke vorgestellt und kommentiert werden. Und natürlich geht es vor allem um von tibetischen Schriftstellern geschaffene Werke.

Gesundheit

Kräutermedizin heilt Krankheiten – Grundlagen der traditionellen chinesischen Medizin

Im Vergleich zur westlichen Medizin erscheint die traditionelle chinesische Medizin (TCM) um einiges geheimnisvoller. Das chinesische Schriftzeichen für „Medizin“ (药,yao) beinhaltet ein Radikal, das „Kräuter“ bedeutet, denn Heilkräuter sind die grundlegenden Elemente der traditionellen chinesischen Pharmakologie.

Mehr als nur Essen – Wie Chinesen alltägliche Lebensmittel zur Gesundheitserhaltung nutzen

„Essen ist des Volkes Himmelreich“ lautet ein bekanntes chinesisches Sprichwort. Dabei bedeutet Essen in China nicht nur Ernährung, sondern auch Gesundheitspflege. Wer in China am späten Nachmittag durch das Fernseherprogramm zappt, dem begegnen etliche Formate, die sich rund um das Thema Essen und Gesundheitserhaltung drehen. Die chinesische Ernährungslehre ist eine Wissenschaft für sich und für Ausländer gibt es noch viel unbekanntes Terrain zu entdecken.

Die Bienentherapie: Kleiner Stich mit großer Wirkung?

Schmerzvoll aber wirksam? Die Bienenstichakupunktur gehört sicherlich zu den meist umstrittenen Therapien der traditionellen chinesischen Medizin. Bei der Behandlung setzt der Arzt Bienen auf bestimmte Hautpartien, meist des Rückens, in die die Insekten durch Stechen ihr Gift injizieren. Der Beijinger TCM-Arzt Wang Menglin verwendet die Methode. Vor allem Patienten mit Rheuma oder Multipler Sklerose kämen zu ihm, sagt er.