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Moderne tibetische Opern (2): „Kleine Helden auf dem Schneeberg“

24-06-2014

 

„Kleine Helden auf dem Schneeberg“ ist eine neue Oper und schildert die Heldentaten tibetischer Jugendlicher. Sie beruht auf einer wahren Geschichte, die sich im Kreis Maizhokunggar zugetragen hat.

Die Handlung dieser Oper ist sehr spannend und hat sieben dramatische Steigerungen und Abstiege, welche die Zuschauer stets sehr bewegen.

Erste Steigerung und Abstieg: Die beiden kleinen Brüder Cering Puncog und Guri haben der Volksbefreiungsarmee während eines Feldzuges gegen die Banditen den Weg gewiesen. Die Banditenhäuptlinge Soinam Gyamco, Soinam Gungbo und der reaktionäre Herdenbesitzer Nganyi Nyinggo verfolgen die Brüder und töten deren Mutter. Die beiden Brüder werden zu harter Zwangsarbeit verurteilt und sind in großer Gefahr. Im kritischen Moment gelingt ihnen die Flucht, weil ihre Bewacher betrunken sind.

Zweite Steigerung und Abstieg: Als der reaktionäre Herdenbesitzer Nganyi Nyinggo von der Flucht der Brüder erfährt, lässt er ihren Vater Dorje festnehmen und verurteilen. Seinen Gutsverwalter Zunzhub schickt er zur Verfolgung der beiden Brüder aus. Der Pferdeknecht Zhaxi ersticht den Gutsverwalter und gibt dessen Pistole und Dolch den Brüdern.

Dritte Steigerung und Abstieg: Auf der Suche nach der Volksbefreiungsarmee begegnen die Brüder einem Leoparden. Aus der gefährlichen Situation rettet sie ein alter Jäger, der den Leoparden abschießt.

Vierte Steigerung und Abstieg: Die Brüder klettern über hohe Berge und durchwaten Ströme. Durch Mühsal und großen Hunger sind sie vollkommen erschöpft und können sich kaum noch auf den Beinen halten. Da taucht der Lebende Buddha Dainzin auf, er gibt ihnen ein gutes Essen und Nahrungsmittel für den langen Weg.

Fünfte Steigerung und Abstieg: Auf dem unendlichen Grasland verirren sich die Brüder und wissen nicht mehr, wie und wo sie die Volksbefreiungsarmee finden können. Sie begegnen dem kleinen Mädchen Wogyi, das sie nach Hause mitnimmt. Ihr Vater ist über den Einmarsch der Volksbefreiungsarmee gut informiert und zeigt ihnen den richtigen Weg.

Sechste Steigerung und Abstieg: Die Banditenhäuptlinge Soinam Gyamco und Soinam Gungbo betrachten die beiden Brüder als ihre gefährlichsten Feinde und schicken ihre Gefolgsleute aus, um sie zu finden und festzunehmen. Sie spüren die Brüder in einem Dorf auf und wollen die Dorfbewohner zwingen, die Jungen auszuliefern. Diese weigern sich aber. Als die Banditen einen alten Dorfbewohner töten wollen, treten die beiden Brüder hervor und erschießen den Häuptling Soinam Gungbo, werden aber von den Banditen wieder gefangen genommen.

Siebente Steigerung und Abstieg: Die Brüder drücken laut ihren Opferwillen aus, wünschen der Volksbefreiungsarmee den Sieg und sterben einen Heldentod. Die Oper endet in einer märchenhaften Szene: Auf der Bühne erscheinen fünf Feen und legen weiße Streifen auf die toten kleinen Helden. Diese ergreifen die weißen Streifen und folgen so den Feen langsam bis in den Himmel.

Das ist eine neue tibetische Oper mit einem realistischen Stoff, die sich beim Publikum großer Beliebtheit erfreut. Die Oper hat in der Literaturkritik weitgehend Anerkennung gefunden und wurde mit dem ersten Preis für den Text und dem zweiten für die Aufführung beim ersten Festival für tibetische Opern des autonomen Gebietes Tibet ausgezeichnet.

 

 

 

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