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Historiographien über Persönlichkeiten (2)

27-11-2014

 

In Tibet existieren Historiographien über Persönlichkeiten. Manche sind literarisch brillant und so interessant verfasst, dass sie die Aufmerksamkeit chinesischer wie ausländischer Gelehrter geweckt haben.

2) Passagen aus der „Biographie Pholhanas“

„Die Truppen des Häuptlings Kangchennas wurden im Gebiet Sanwei von Ngari stationiert. Sie haben in Zhoyong Zelte aufgestellt und ihr Lager errichtet. Zur gleichen Zeit führte Pholhana persönlich die Truppen und drang unaufhaltsam nach vorn. (...) Der Militärführer von Gyangze Redain Shaba führte Truppen zum Stamm Shiegar Dorje. Aber diese Truppen interessierten sich nur fürs Plündern, Essen und Trinken und versanken im Genuss. Deshalb erreichten sie ihr Ziel lange Zeit nicht und verpassten die Gelegenheit zum Angriff. So ersann Pholhanas eine Strategie, indem er zu seinen Soldaten sagte: ,Die Truppen von Junggar richteten in Tibet Unheil an, treten den Buddhismus mit Füßen, plündern und rauben. (...) Sie erhöhen die Steuern und unterdrücken die Volksmassen, die kein ruhiges Leben mehr haben. Nun hat zur Unterwerfung der Junggar-Truppen die Verkörperung des Buddhas Manjusri so zahlreich Soldaten geschickt, dass sie sich wie Staub zerstreuen. Wie können wir da die heilige Anweisung nicht befolgen, den himmlischen Truppen zu folgen und die Feinde tapfer zu besiegen? Wenn es einen gibt, der aus Dummheit die wahre Situation nicht erkennt und der Anweisung zu widersprechen wagt, dann werde ich Truppen zur Bestrafung aussenden, die brutal wie des Teufels Henker töten können. Habt ihr davor keine Angst?‘ So wurde es den Truppen verkündet. Daraufhin schworen alle Soldaten: ,Wir werden alle Müdigkeit und alle Strapazen überwinden und den Anweisungen folgen!‘ Dann bezogen die Truppen beider Seiten im Gebirge Stellung und kämpften heftig. Beim Sturm auf eine feindliche Stellung auf einem Berg hielt Pholhana die Kriegsflagge mit seinem schwarz-weißen Wappen in der Hand und stürzte furchtlos auf die feindliche Stellung zu. Seine Soldaten stießen nach vorn, als ob fünf Löwen zwei Elefanten angriffen. Sie kämpften tapfer und stürmten auf die Stellung von Qupei los. Einer der fünf Generale der Junggar-Truppen verteidigte die Stellung. Pholhanas Soldaten durchbrachen mehrere Verteidigungslinien und drangen bis ins Hauptquartier der feindlichen Truppen ein.“

Hier werden mittels energischer Sprache das Führungstalent und die militärischen Verdienste des jungen Pholhanas beim Widerstandskrieg gegen die Aggression von Junggar beschrieben. Er hat sich als fähiger General und talentierter Politiker erwiesen. Anhand des Zitates ist auch zu sehen, wie es Dorka Shazong Cering Wanggyia versteht, wichtige Stoffe aufzugreifen und diese mit scharfen Gedankengängen sprachlich beeindruckend zu gestalten.

 

 

 

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