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Prosa über Sitten und Gebräuche

29-12-2014

 

Bedingt durch geographische, historische und religiöse Faktoren haben sich auf dem Tibet-Plateau Sitten und Gebräuche herausgebildet, die tiefe Gedanken, ästhetische Werte und ideelles Streben erkennen lassen. In Tibet beachtet man bei der Kleidung, beim Essen und Wohnen, beim Transport und Verkehr verschiedene Tabus. Weiterhin müssen ganze Systeme von Gottheiten, besonders zu Festtagen und bei festlichen Veranstaltungen, verehrt werden. Dies alles ist Bestandteil der tibetischen Kultur. Im letzten Jahrhundert haben Besucher aus dem Landesinneren wie aus dem Ausland viel über ihre Reisen und Erlebnisse in Tibet berichtet. Einiges wurde in Zeitungen oder Zeitschriften veröffentlicht, anderes erschien in dicken Büchern. Zahlreiche Leser, die sich für das alte, von Geheimnissen umwitterte Tibet interessierten, lasen die Berichte und Beobachtungen aufmerksam. Allerdings waren die meisten Autoren nur flüchtige Besucher. Was sie gesehen oder gehört hatten, stellte sich oft nur als peripher heraus, weil es aus einem begrenzten Blickwinkel geschrieben war. Manche Autoren jagten nur Neuigkeiten und Sensationen nach, sahen vieles einseitig oder übertrieben rückständige Erscheinungen, so dass ihre Darstellungen Verwirrungen verursachten. Seit der friedlichen Befreiung Tibets 1951 gingen Kader und Angestellte freiwillig nach Tibet, um am Aufbau teilzunehmen. Sie lasen Aufsätze über tibetische Geschichte und Kultur in der Hoffnung, die Politik besser verstehen zu können. Um diesen Bedarf zu decken, schrieben tibetische Schriftsteller und Gelehrte, die Tibet als Mitglied der großen Familie der Nationalitäten Chinas ansahen, zahlreiche Aufsätze, um den am Aufbau Tibets teilnehmenden Kadern und Angestellten das Gebiet näher zu bringen. So wurde eine beachtliche Anzahl von Prosatexten verfasst, um die Sitten und Gebräuche vorzustellen. Natürlich sind die tibetischen Autoren im wahrsten Sinne des Wortes in dieser Thematik zu Hause: Sie kennen ihre Heimat besser als andere, haben genaue Kenntnisse vieler Einzelheiten wie auch theoretisches Wissen. Ihre Aufsätze zeichnen sich durch Genauigkeit und gedankliche Tiefe aus und sind deshalb überzeugend.

 

 

Repräsentativ dafür ist die von Chilai Qoizha geschaffene Prosasammlung „Aufzeichnungen von Sitten und Gebräuchen Tibets“. Für dieses Buch brauchte er mehrere Jahre. Er interviewte Experten an verschiedenen Orten, sammelte Quellenmaterial in tibetischer und chinesischer Sprache, besichtigte Kulturstätten. Erst danach begann er mit der Ausarbeitung seines Werkes.

Um das Brauchtums Tibets vorzustellen, befasste er sich eingehend mit den Festen und Feiertagen, die er auf originelle Weise behandelt.

1) Er bezeichnet genau die tibetischen Feste und Feiertage und beschreibt ihren Inhalt genau. Die Bezeichnung mancher Feste gibt er nach dem Wortlaut wieder, andere erläutert er sinngemäß. Beispielsweise beantwortet er die Frage, warum das Festival der tibetischer Opern Shoton-Fest heißt:

„,Sho‘ bedeutet Joghurt und ,ton‘ Fest. Shoton bedeutet also im Tibetischen das Fest, an dem man Joghurt verzehrt.“

 

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