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Historisch-literarische Texte (1)

29-01-2015

 

Bereits in der Tubo-Zeit verfassten tibetische Literaten Annalen, Biographien von Tsanpos und Aufzeichnungen von Geschlechtern der Tsanpos. Im 13. Jahrhundert gab es „heimlich versteckte“ historische Schriften und Biographien, deren Autoren allerdings anonym blieben. Seit etwa dem 14. und 15. Jahrhundert wurden die Namen der Autoren überliefert. Ihre Schriften sind in drei Gruppen einzuteilen: Historiographien von Königsgeschlechtern, Familiengeschichten von Adligen und Religionsgeschichte. Es gab zahlreiche solche Schriften; allein im Buch „Geschichte der Politik und Religion von Amdo“ sind mehr als 200 Titel aufgeführt, die repräsentativen Werke davon sind: „Geschichte der tibetischen Könige“, oder, nach anderer Übersetzung „Überblick über die tibetischen Königsgeschlechter“. Verfasser ist Soinna Gyaincain (1312 – 1375), ein Mönch der Sakya-Sekte. Im Alter von acht Jahren begann seine Ausbildung. Mit 17 Jahren erhielt er die Mönchsweihe und wurde Bhikku. Er lernte zuerst bei Buton und dem meisterlichen Übersetzer Locho Dainda. Er war ein guter Pädagoge und Rhetoriker, besaß reiche literarische, astronomische, medizinische und logische Kenntnisse und war bewandert im esoterischen und exoterischen Buddhismus.

Sein Buch hat 18 Kapitel. Kapitel 1 behandelt die Entstehung des Kosmos, die Taten verschiedener Könige des indischen Altertums, Shakyamunis Geburt und die Verbreitung des Buddhismus. Kapitel 2 schildert die Schaffung dreier Figuren Shakyamunis und ihre Weihe. Kapitel 3 berichtet von der Thronfolge bei han-chinesischen und mongolischen Herrschern und der Verbeiterung des Buddhismus in den beiden Gebieten. Kapitel 4 beschreibt die Verdienste und Tugenden, die in den aus sechs Wörtern bestehenden Sinnsprüchen enthalten sind. In den Kapiteln 5 und 6 werden die Verdienste Bodhisattwas bei der Errettung der Volksmassen dargestellt. Kapitel 7 berichtet, wie der Affe und das Mädchen vom Zauberfelsen Menschen geschaffen haben. Kapitel 8 erzählt von den Königen im Tubo-Reich. Kapitel 9 beschreibt die Ausstrahlung des Bodhisattwa und die Geburt Songtsan Gampos, Kapitel 10 schildert, wie der von Songtsan Gampo verehrte Buddha aus Indien geholt wurde. In den Kapiteln 11 und 12 geht es um die Begrüßung der nepalesischen Prinzessin Chizhun, in Kapitel 13 wird Prinzessin Wencheng begrüßt, Kapitel 14 beschreibt die Bauarbeiten am Jokhang- und am Ramoche-Kloster sowie an den Nebenklöstern. Kapitel 15 erzählt von den Einweihungsfeiern dieser Klöster, Kapitel 16 beschreibt buddhistische Schriften und Schätze, mit denen die Volksmassen zum Buddhismus bekehrt werden sollen. Kapitel 17 belobigt die glückliche Eheschließung Songtsan Gampos mit den Prinzessinnen Wencheng und Chizhun, und die Verwandlung des Lichtes in der Buddhafigur. Kapitel 18 berichtet von den Königen nach Songtsan Gampo und den Beziehungen zwischen Han-Chinesen und Tibetern.

Der Verfasser verwendete nicht nur tibetische Quellenmaterialien, sondern auch chinesische Dokumente. Er verschmolz Prosatexte und Gedichte. Er beschrieb die Einigung Tibets durch Songtsan Gampo, den freundschaftlichen Verkehr mit den Han-Chinesen und den Bewohnern der Nachbarländer, Songtsan Gampos Verdienste bei der Erarbeitung von Gesetzen und der Förderung von Sprache und Schriften. Da das Buch wichtige Quellen zur Politik, Wirtschaft und Kulturgeschichte enthält, gilt es als bedeutendstes seiner Art. Sowohl tibetische Gelehrte als auch in- und ausländische mit Geschichte und Kultur der tibetischen Nationalität befasste Forscher schätzen es sehr. Es gibt bereits chinesische und englische Übersetzungen.

 

 

 

Reisen

Strauch-Päonien-Veranstaltung in Luoyang

Chinesen lieben die Strauch-Päonie und betrachten sie als „Blume der Nation“. Seit der Tang-Dynastie ist Luoyang berühmt für seine Päonien. Man sagt, die Päonien von Luoyang seien die schönsten auf Erden.

Gesellschaft

Kleines Dorf, großes Unternehmen – Wie das Dorf Yonglian zu Wohlstand kam

Das Dorf Yonglian liegt am Yangtse und untersteht der Stadt Suzhou in der ostchinesischen Provinz Jiangsu. Innerhalb von 40 Jahren hat es der kleine Ort zu einem beträchtlichen Wohlstand gebracht. Die Dorfverwaltung nutzte die Chancen, die sich angesichts der Reform und Öffnung boten, klug, so dass sich der Lebensstandard der lokalen Bevölkerung enorm verbesserte.

Chinas Hinterland: Zieht es wirklich alle in die großen Städte?

China, das Land der Gegensätze – so wird die Volksrepublik in den Augen der westlichen Öffentlichkeit meist wahrgenommen. Da sind auf der einen Seite die boomenden internationalen Metropolen an der Küste und im Osten des Landes, auf der anderen Seite steht das Reich der Abgehängten im Landesinneren und in den westlichen Gebieten, so meist der Tenor. Wie sieht es auf dem Land in China heute wirklich aus? Trostlosigkeit oder Aufbruchstimmung? Wir sind in die ländlich geprägte Provinz Anhui gefahren und haben uns umgesehen.

Mein zweites Leben

„Schon seit meiner Kindheit wecken Züge mein Fernweh“, sagt Wolfgang Kubin. Doch dass der bekannte Sinologe in seiner Wahlheimat China lieber mit der Hochgeschwindigkeitsbahn Gaotie fährt, als mit dem Flugzeug hoch in die Lüfte zu steigen, hat auch andere Gründe. Über diese und sein Gefühl beim Anblick so manches Beijinger Betonklotzes schreibt er in einem Gastbeitrag für China heute.

Tibet

Historisch-literarische Texte (1)

Das Buch „Geschichte der tibetischen Könige“ enthält wichtige Quellen zur Politik, Wirtschaft und Kulturgeschichte. Sowohl tibetische Gelehrte als auch in- und ausländische mit Geschichte und Kultur der tibetischen Nationalität befasste Forscher schätzen es sehr. Es gibt bereits chinesische und englische Übersetzungen.

Gesundheit

Mehr als nur Essen – Wie Chinesen alltägliche Lebensmittel zur Gesundheitserhaltung nutzen

„Essen ist des Volkes Himmelreich“ lautet ein bekanntes chinesisches Sprichwort. Dabei bedeutet Essen in China nicht nur Ernährung, sondern auch Gesundheitspflege. Wer in China am späten Nachmittag durch das Fernseherprogramm zappt, dem begegnen etliche Formate, die sich rund um das Thema Essen und Gesundheitserhaltung drehen. Die chinesische Ernährungslehre ist eine Wissenschaft für sich und für Ausländer gibt es noch viel unbekanntes Terrain zu entdecken.

Die Bienentherapie: Kleiner Stich mit großer Wirkung?

Schmerzvoll aber wirksam? Die Bienenstichakupunktur gehört sicherlich zu den meist umstrittenen Therapien der traditionellen chinesischen Medizin. Bei der Behandlung setzt der Arzt Bienen auf bestimmte Hautpartien, meist des Rückens, in die die Insekten durch Stechen ihr Gift injizieren. Der Beijinger TCM-Arzt Wang Menglin verwendet die Methode. Vor allem Patienten mit Rheuma oder Multipler Sklerose kämen zu ihm, sagt er.

Perle aus Yunnan: Pu-Erh-Tee als Waffe gegen die Pfunde?

Mit steigendem Wohlstand eines Landes schleichen sich auch die üblichen Wohlstandskrankheiten ein, das gilt auch für China. Nicht mehr die Nahrungsversorgung stellt ein Problem dar, sondern die zunehmende Überversorgung mit Lebensmitteln. Könnte Tee dabei zur wirksamen Waffe gegen überflüssige Speckpolster werden?