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Literarische Biographien (2): „Marbas Biographie“

31-03-2015

 

„Marbas Biographie“ ist ein weiteres Werk von Sanggyi Gyaincain. Damit wollte der Autor den Buddhismus und die Gagyu-Sekte weiter zu verbreiten helfen. Marbas Lebenslauf wurde von seinen Schülern Milha Raba und Marba Goleg zunächst an Milha Rabas Schüler Angzoin Dunba und Riqoinba weitergegeben. Diese schrieben das ihnen Erzählte auf. Für Sanggyi Gyaincain war dies wiederum die Grundlage seiner Biographie, die er durch weitere Überlieferungen ergänzte.

„Marbas Biographie“ hat fünf Teile, die wiederum in klar gegliederte Kapitel unterteilt sind. Auch hier wechseln Prosa und Verse ab. Es werden drei Indien-Reisen Marbas beschrieben, in denen sich die gesellschaftliche Entwicklung jener Zeit widerspiegelt. Den Schwerpunkt der Schrift legt der Autor auf die Suche Marbas nach der „Wahrheit“. Marba wird zudem als tapferer, willensstarker und strebsamer Mann charakterisiert. Es wird erzählt, wie Marba bereits als Kind außergewöhnlich klug war und einen starken Willen besaß. Sein Vater sagte: „Wenn mein Sohn sich nicht auf Abwege führen lässt, wird er bestimmt ein buddhistischer Mönch, und zwar ein herausragender buddhistischer Mönch.“ Marba wurde tatsächlich Mönch und lernte beim Übersetzungsmeister Zhuomi Sanskrit, das er nach drei Jahren beherrschte. Als er sich ein Sutra vom Meister leihen wollte, lehnte dieser ab. Daraufhin entschloss er sich, selbst nach Indien zu reisen, um dort die buddhistische Lehre zu studieren.

Er reiste insgesamt dreimal nach Indien und lernte bei Naruba und Mezheba, zwei indischen Meistern des Buddhismus. Seine erste Indien-Reise dauerte zwölf, seine zweite sechs und seine dritte drei Jahre. Vor jeder Reise rieten ihm seine Familienangehörigen und andere Mönche ab, doch er verfuhr nach seinen Vorsätzen und brach seine Unternehmungen nicht ab. Als er zum dritten Mal nach Indien reiste, war er bereits sehr betagt. Man wollte seine Reise dadurch verhindern, dass man sein Gold, das er in Indien dem Meister überreichen wollte, sein Reisegeld und seine Kultgeräte versteckte. Aber Marba blieb bei seinem Reisevorhaben. Wider Erwarten aller verließ er sein Haus um Mittenacht und begab sich allein auf die Reise. Nachdem man seinen Aufbruch bemerkt hatte, schickte man ihm Leute nach. Als diese ihn erreichten, sang er gerade das Lied „Ich reise nach Indien, auch wenn es das Leben kostet“. Mit diesem Lied beschrieb er die Strapazen und Schwierigkeiten einer Reise nach Indien. Aber auch das konnte seinen festen Willen nicht erschüttern, den Buddhismus zu studieren.

 

 

Reisen

Internationales Delikatessenfest in Guangzhou

Chinesische Delikatessen sind weltbekannt. In China heißt es: „Essen in Guangzhou“, wenn von besonderen kulinarischen Köstlichkeiten die Rede ist.

Gesellschaft

Crowdfunding in China

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Reform der Altersversicherung: Chinas duales Rentensystem vor dem Aus

Chinas duales Rentensystem steht vor dem Aus. Das verdeutlicht ein Beschluss des Staatsrates vom 14. Januar. Laut dem Papier gilt nun für Regierungsbedienstete und Angestellte öffentlicher Institutionen das gleiche grundlegende Rentensystem wie für Angestellte von Unternehmen. Jeder Arbeitnehmer muss demnach ab sofort monatlich acht Prozent seines Lohns oder Gehalts in die Rentenkasse einzahlen. Damit geht in der Volksrepublik rentenpolitisch eine Ära zu Ende, viele Herausforderungen hingegen bleiben.

Der Wintersportort Zhangjiakou – eine Stadt fiebert dem Olympiazuschlag entgegen

Zhangjiakou ist eine kleine Stadt in den Bergen der Provinz Hebei und bis Ende 2013 war sie wohl den wenigsten bekannt. Doch dann kam die Olympiabewerbung und der Ort, 180 Kilometer nördlich vor den Toren Beijings, wurde mit einem Schlag berühmt. Chinas Hauptstadt und Zhangjiakou haben sich gemeinsam um die Austragung der Olympischen Winterspiele 2022 beworben. Für Zhangjiakou war es ein Paukenschlag. Über Nacht rückte der Wintersportort ins Augenmerk der Weltöffentlichkeit.

Tibet

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Gesundheit

Mehr als nur Essen – Wie Chinesen alltägliche Lebensmittel zur Gesundheitserhaltung nutzen

„Essen ist des Volkes Himmelreich“ lautet ein bekanntes chinesisches Sprichwort. Dabei bedeutet Essen in China nicht nur Ernährung, sondern auch Gesundheitspflege. Wer in China am späten Nachmittag durch das Fernseherprogramm zappt, dem begegnen etliche Formate, die sich rund um das Thema Essen und Gesundheitserhaltung drehen. Die chinesische Ernährungslehre ist eine Wissenschaft für sich und für Ausländer gibt es noch viel unbekanntes Terrain zu entdecken.

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