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13. Fünfjahresplan stärkt das Vertrauen in die chinesisch-amerikanischen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen

27-04-2016

 

 

Von Yang Hui*

 

Im Bereich Wirtschaft und Handel haben sowohl China als auch die USA ihre ganz eigenen Standpunkte und Erwartungen aneinander. Beide Länder streben letztlich nach einer möglichst guten Kontrolle über die eigene Wirtschaftslage. Damit dies gelingt, brauchen beide Länder einander aber und sie müssen einander vor allem Vertrauen entgegenbringen.

 

Die USA ihrerseits hoffen, dass China in Zukunft den Freihandel um einen weiteren Schritt erweitern wird, seine Währungs- und Finanzpolitik noch marktorientierter gestaltet und amerikanischen Unternehmen ein transparentes, gleichberechtigtes und planungssicheres Umfeld bietet. Die chinesische Seite wünscht sich unterdessen, dass die USA ihren Investitionsmarkt weiter öffnen, die Hightech-Zusammenarbeit mit China ausbauen und wirtschaftliche von politischen Fragen strikt trennen. Die jüngst im 13. Fünfjahresplan festgelegte Außenhandelsstrategie dürfte die Beziehungen zwischen den USA und China unmittelbar beeinflussen.

 

Erweiterung des Freihandels

 

Der 13. Fünfjahresplan der chinesischen Regierung sieht vor, Chinas Außenhandel beschleunigt zu optimieren sowie sein Niveau zu heben. Die Volksrepublik soll sich von einer großen in eine starke Außenhandelsnation verwandeln. Darüber hinaus ist geplant, die Außenhandelsstruktur zu verbessern, das bestehende Entwicklungsmodell zu innovieren, den digitalen Aufbau des Marketings und After-Sale-Services zu intensivieren und die Konkurrenzfähigkeit traditionell überlegener Produkte zusätzlich zu erhöhen. Auch sollen Chinas Anteile am Exportmarkt konsolidiert, ein Außenhandel von Waren guter Qualität und guter Preise verwirklicht, neue wichtige Exportindustrien wie etwa Anlagen- und Maschinenbau gefördert und der Dienstleistungshandel entwickelt werden. Auch will man die Bereiche des Freihandels zwischen China und den USA vertiefen und erweitern, damit sich beide Seiten in Zukunft noch besser ergänzen können. Gelänge es, den bilateralen Handel in Richtung besserer Qualität, besserer Preise sowie eines optimierten Im- und Exports zu entwickeln, könnten amerikanische Konsumenten in Zukunft noch stärker von preiswerten chinesischen Produkten profitieren.

 

Statistiken amerikanischer Behörden zufolge haben günstige Importprodukte aus China dazu geführt, dass die Einzelhandelspreise amerikanischer Waren in den Vergangenheit weiter gesunken sind. Haushaltselektrogeräte zum Beispiel werden in den USA jährlich um neun Prozent billiger, die Preise von Sportgeräten gehen jedes Jahr um rund drei Prozent zurück. Nehmen wir etwa einen Haushaltsartikel wie eine Pfanne als Beispiel, die ursprünglich 49,90 US-Dollar kostete. Durch die vermehrte Einfuhr von Küchengeräten aus China in den letzten drei Jahren muss man in den USA heute nur noch 29,99 US-Dollar für dieses Produkt bezahlen. Es ist außerdem zu erwarten, dass amerikanische Kunden merklich von der Entwicklung des Handels mit Dienstleistungen aus China profitieren werden.

 

Der 13. Fünfjahresplan sieht außerdem vor, eine aktive Importpolitik zu realisieren und die weltweite Öffnung des chinesischen Marktes auszuweiten. Dadurch dürfte sich die gegenseitige Abhängigkeit, wonach traditionell China produziert und die USA konsumieren, spürbar verändern. Einerseits benötigt China nun Technik, Know-how und Marken-Produkte aus den USA, während die Volksrepublik andererseits versuchen wird, die inländische Wirtschaftsstruktur zu verbessern. Im Vorjahr übertraf der Umfang der chinesischen Dienstleistungsbranche erstmals den der Fertigungsindustrie.

 

Am 12. November 2014 erteilte US-Außenminister Kerry in der US-Botschaft in Beijing den ersten chinesischen Antragstellern das neue 10-Jahre-Visum für die USA. 

 

Der 13. Fünfjahresplan wird aber auch einen rezessiven Einfluss auf den Handel zwischen China und den USA ausüben. Beispielsweise heißt es in dem Papier, man wolle den Personenverkehr und den Austausch, die mit dem bilateralen Handel in Zusammenhang stehen, erleichtern. China werde sich darum bemühen, die Visumformalitäten mit noch mehr Ländern zu vereinfachen oder visumfreie Verfahren einzuführen. Im November 2014 erklärte die US-Regierung, Chinesen ein bis zu zehn Jahre gültiges Geschäfts- und Tourismusvisum mit mehrfacher Einreise auszustellen, Studenten sollen ein ein bis fünf Jahre gültiges Studienvisum mit mehrfacher Einreise erhalten. Nach Angaben des Weißen Hauses reisten 2013 insgesamt 1,8 Millionen Chinesen in die USA und trugen damit 21,1 Milliarden US-Dollar zur lokalen Wirtschaftsentwicklung bei. Außerdem konnten auf diese Weise rund 110.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Nach Schätzungen aus Washington dürften im Jahr 2021 dank der gelockerten Visumpolitik 7,3 Millionen Chinesen in die Vereinigten Staaten reisen, wobei sie voraussichtlich insgesamt 85 Milliarden US-Dollar ausgeben und den USA 440.000 neue Arbeitsstellen bescheren dürften.

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