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Seidenstraßen-Initiative: Chance für die Welt oder bloß Chance für China?

27-02-2017

 

Von Xiao He*

Ist die Seidenstraßen-Initiative ein Gewinn für die Weltgemeinschaft oder doch nur ein Gewinn für China? Wer profitiert wirklich von dem Großprojekt zum Aufbau des Wirtschaftsgürtels Seidenstraße und der maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts, das die Volksrepublik vor rund drei Jahren vorgestellt hat? Um eine Antwort auf diese Frage zu geben, ist es zunächst wichtig zu wissen, was die von China angestoßene Initiative genau bedeutet und wie sie sich ganz konkret auf den Rest der Welt auswirkt. Lediglich blind Spekulationen darüber anzustellen, dass China Hintergedanken mit dem Projekt verbinden könnte, wie es in der Vergangenheit an verschiedener Stelle geschehen ist, führt sicherlich nicht weit.

Bereits seit rund drei Jahren wird die Initiative zum Aufbau des Wirtschaftsgürtels Seidenstraße und der maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts nach und nach in die Tat umgesetzt. Seither hat sie nicht nur dazu beigetragen, die Infrastruktur der beteiligten Länder maßgeblich zu verbessern, sondern auch einen großen psychologischen Effekt auf die Menschen vor Ort ausgeübt. Während sich im In- und Ausland manche Geister noch darüber scheiden, ob und wie sich das Großprojekt nun genau auf die Region auswirken wird, hat es in der Realität bereits begonnen, in Eurasien Gestalt anzunehmen und ersten Einfluss auf die Entwicklungsrichtung der gesamten Welt auszuüben.

 

Am 25. Dezember 2016 fiel im laotischen Luang Prabang der offizielle Startschuss für den Bau der neuen Eisenbahnverbindung zwischen China und Laos. Laos’ Premierminister Thongloun Sisoulith (rechts) markierte mit einem feierlichen Gongschlag den Beginn der Bauarbeiten.

 

Erfolge im Bereich Infrastrukturaufbau schon heute sichtbar

Insbesondere die Förderung der Konnektivität nimmt eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung der Initiative zum Aufbau der neuen Seidenstraße ein. Das Vorhaben zielt vor allem darauf ab, die Infrastruktur in den beteiligten Ländern und Regionen zu verbessern und so eine solide materielle Grundlage für den wechselseitigen Strom von Gütern und Personal zu schaffen.

Bemerkenswert ist dabei, dass sich die Ambitionen zur Verbesserung der Infrastruktur nicht nur auf Straßen, Eisenbahnen, Häfen, Flughäfen oder Telekommunikations- und Energieanlagen beschränken. Die Initiative betont auch den Aufbau der Schwerindustrie, die weithin als entscheidende Grundlage zur Erhöhung der industriellen Kapazitäten und damit als Voraussetzung zur Teilnahme an der internationalen Arbeitsteilung eines Landes gilt. Letztlich liegt das Ziel der Verbesserung der Konnektivität genau darin, die Kapazitäten der Industrien der beteiligten Länder langfristig zu erhöhen.

Viele der bisherigen Großprojekte, die im Rahmen der Seidenstraßen-Initiative angestoßen wurden, haben die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft erregt, darunter die Häfen Gwadar in Pakistan sowie Colombo und Hambantota in Sri Lanka, die Hochgeschwindigkeitsbahn zwischen China und Laos sowie der Suez-Industriepark in Ägypten. Unter ihnen finden sich einige Projekte, die auf Grundlage bestehender Kooperationsprojekte erweitert und vergrößert wurden. Andere Projekte befinden sich derzeit noch in der Planungsphase bzw. im Bau, wieder andere wurden zügig verwirklicht und sind bereits dem Betrieb übergeben.

Die Umsetzung dieser Großprojekte hat nicht nur die lokale Infrastruktur verbessert, sondern auch die gesamte industrielle und gesellschaftliche Entwicklung der beteiligten Länder gefördert. Um die Auswirkungen dieser Projekte zu bewerten, sollten wir uns genauer mit den Statistiken über Chinas Auslandsinvestitionen vertraut machen.

Zahlen des chinesischen Handelsministeriums zeigen, dass sich Chinas nichtfinanzielle Investitionen in 49 Ländern entlang der neuen Seidenstraße 2015 auf 14,82 Milliarden US-Dollar beliefen, eine Steigerung um 18,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2014. Von Januar bis Juli 2016 betrugen die derartigen Investitionen in insgesamt 51 Ländern entlang der neuen Seidenstraße 7,87 Milliarden US-Dollar, im Vergleich zum Vorjahr entsprach das einer Abnahme um 8,4 Prozent. In diesem Zeitraum machten die Investitionen in Seidenstraßen-Ländern damit nur rund 7,7 Prozent der gesamten chinesischen Auslandsinvestitionen aus. Nach meinen Berechnungen belaufen sich Chinas nichtfinanzielle Investitionen in die Länder entlang der Initiative „ein Gürtel und eine Straße“ seit 2013 insgesamt auf rund 50 Milliarden US-Dollar.

 

Im Tsingshan-Industriepark in Indonesien überwachen lokale Angestellte die Produktionsindizes. Der Industriepark ist ein Schlüsselprojekt bei der Umsetzung der Seidenstraßen-Initiative in Indonesien.

 

Es ist darauf hinzuweisen, dass die vom chinesischen Handelsministerium veröffentlichten Zahlen weit geringer ausfallen als die Daten von anderen unabhängigen Organisationen. Laut Angaben des China Global Investment Tracker, eines Projekts des American Enterprise Institute for Public Policy Research (AEI), investierte China von Anfang 2013 bis Juni 2015 insgesamt 95 Milliarden US-Dollar in die Länder entlang der neuen Seidenstraße. Und Statistiken des Center for American Progress zeigen, dass sich Chinas Gesamtinvestitionen in die Region bis September 2016 auf 250 Milliarden US-Dollar beliefen.

Dieser große Unterschied lässt sich auf verschiedene Standards zurückführen, die bei der Erstellung der Statistiken zugrunde gelegt wurden. Das chinesische Handelsministerium beispielsweise klammert in der Regel das Volumen von vertraglich übernommenen Bauprojekten aus. Von Januar bis Juli 2016 haben chinesische Unternehmen Verträge im Wert von 58,89 Milliarden US-Dollar mit den Ländern entlang der neuen Seidenstraße abgeschlossen, was ein Wachstum von 19,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum bedeutete. In Anbetracht der Tatsache, dass viele der Auftragsbauprojekte tatsächlich von der chinesischen Regierung finanziell unterstützt wurden, ist es durchaus gerechtfertigt, das Volumen der vertraglich übernommenen Bauprojekte in die gesamten Auslandsinvestitionen Chinas miteinzubeziehen.

Andere Projekte allerdings, die ebenfalls von der chinesischen Regierung unterstützt wurden, wurden aus verschiedenen Gründen nicht in die oben erwähnten Statistiken aufgenommen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der wirtschaftliche Industriepark, den China gemeinsam mit Weißrussland errichtet hat und den beide Länder heute gemeinschaftlich als Kooperationsprojekt betreiben.

Die oben genannten Zahlen belegen, dass China nicht einfach bloß große Töne spuckt, sondern tatsächlich großflächig und massiv in die Länder entlang der neuen Seidenstraße investiert, um so ihre Infrastruktur und ihre industriellen Kapazitäten zu verbessern. Die Zahlen lügen nicht. Obwohl die Fähigkeit zur Nutzung der Investitionen von Land zu Land unterschiedlich ausfallen mag, werden alle Investitionen letzten Endes dennoch gewisse Früchte tragen. Die starke Verbesserung der Infrastruktur in den an der Initiative beteiligten Staaten hat also bereits begonnen und erste positive Auswirkungen zeigen sich schon heute.

Psychologische Auswirkungen

Neben der Verbesserung der Infrastruktur hat der Vorstoß sich auch mental ausgewirkt, nicht nur auf die Einheimischen in den beteiligten Ländern, sondern auf die Menschen in aller Welt. Die Seidenstraßen-Initiative strebt langfristigen Fortschritt für die Menschen vor Ort an. Und dieser soll vor allem mit dem Aufbau der Infrastruktur einhergehen. Die konkreten langfristigen positiven Auswirkungen sind allerdings wegen der zahlreichen Einflüsse, denen sie unterliegen, heute nur schwerlich genau zu beziffern. Was wir heute lediglich mit Gewissheit sehen können, sind die großen Investitionen, die China tätigt, sowie das hohe Risiko, das das Land damit eingeht. Ein Umstand, der der Volksrepublik nicht nur positive Bewertungen beschert hat, sondern auch Verwirrung stiftet, Verdachtsmomente heraufbeschwört und Einwände laut werden lässt. Manche Kritiker machen China sogar ungerechtfertigter Weise den Vorwurf, das Land verfolge mit seinem Vorstoß konkrete strategische Absichten, seine Einflusssphäre in den betreffenden Regionen auszuweiten.

Die Praxis der vergangenen drei Jahre hat allerdings bewiesen, dass immer mehr Länder Hoffnungen in die Initiative setzen und in ihr eine Chance für die zukünftige Entwicklung sehen. Diese Auffassung veranlasst sie dazu, aktiv und intensiv am Auf- und Ausbau dieses Kooperationsrahmens mitzuwirken.

Warum spendet die Seidenstraße-Initiative der beteiligten Staaten Hoffnung? Wie allseits bekannt sein dürfte, fördert eine verbesserte Infrastruktur die wirtschaftliche Entwicklung und den Handel eines Landes. Doch bedingt durch Umweltfaktoren und die jeweilige geopolitische Lage sind viele Länder und Regionen Eurasiens bisher nicht oder nur schwerlich in der Lage, aus eigener Kraft bzw. über die gegenwärtig vorhandenen Mechanismen der internationalen Zusammenarbeit ihre lokale Infrastruktur zu verbessern und die Kapazitäten ihrer Industrie zu erhöhen. So ist es für solche Länder und Regionen bisher äußerst schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, ihre Infrastruktur langfristig über marktorientierte Instrumente zu verbessern, da diese auf kurzfristige wirtschaftliche Gewinne ausgerichtet sind. Unterdessen hat sich die „anarchische“ internationale Gemeinschaft bisher nicht in der Lage gezeigt, die betroffenen Länder und Regionen ausreichend mit öffentlichen Gütern oder Investitionen zu unterstützen. Diese strukturellen Widersprüche haben die wirtschaftliche Entwicklung der betroffenen Länder und Regionen merklich erschwert.

Es ist die Seidenstraßen-Initiative, die diesen Ländern und Regionen nun neue Hoffnung gibt. Neben der finanziellen Unterstützung, die sich in ihrem Rahmen bietet, ist noch viel wichtiger, dass das Großprojekt den Enthusiasmus der Länder und ihrer Menschen neu entflammt. Viele Vertreter der Seidenstraßen-Länder arbeiten sogar noch aktiver als China an der Durchführung der Projekte im Rahmen der Initiative. Obwohl einige der von ihnen vorgeschlagenen Pläne und Entwürfe momentan schwer realisierbar oder nur mit großer Anstrengung in die Tat umgesetzt werden können, sind diese Menschen dennoch fest davon überzeugt, dass sie in Zukunft Realität werden, da sie fest an die Initiative und ihren Erfolg glauben.

Warum bringt die Seidenstraßen-Initiative neue Chancen? Der derzeit von der Weltbank und der Asiatischen Entwicklungsbank praktizierte Mechanismus ist eindeutig darauf angelegt, Risiken möglichst gering zu halten und die Interessen der Anlegerstaaten bestmöglich zu schützen. Das hat zur Folge, dass die Kapitalbedürfnisse vieler Länder nicht ausreichend befriedigt werden und ihren Entwicklungsambitionen so schon im Ansatz Fesseln angelegt werden.

Durch seine Initiative „Ein Gürtel und eine Straße“ hat China nun einen neuen Mechanismus eingeführt, der diesem Problem entgegenwirken soll. Auf Chinas Vorschlag hin wurde die Asiatische Infrastruktur-Investmentbank (AIIB) gegründet. Dadurch hat die Volksrepublik ihr eigenes Entwicklungskonzept in neue, reale Entwicklungswege umgewandelt, die anderen Ländern bei der Verwirklichung ihrer Entwicklungsinteressen nun als Option offen stehen. Obwohl das von China befürwortete Entwicklungskonzept nicht zwangsläufig überlegen ist, zeigt es bei der Lösung einiger aktueller Probleme dennoch seine ganz eigenen Stärken. Der gesunde Wettbewerb zwischen verschiedenen Konzepten und ihre gegenseitige Ergänzung werden zukünftig dazu beitragen, das Potential des menschlichen Wissens und der menschlichen Erfahrung beim globalen Regieren in Zukunft noch besser zu erschließen.

 

Am 27. Februar 2016 wurde der Kamchik-Tunnel, der längste Tunnel Zentralasiens, feierlich dem Betrieb übergeben. Verwirklicht wurde das Großprojekt von der China Railway Tunnel Group.

 

Weltweite Vorteile

Bei der Bewertung der Auswirkungen der Seidenstraßen-Initiative auf die beteiligten Länder sowie den Rest der Welt sollte auch berücksichtigt werden, dass diese Initiative bei weitem nicht die Gesamtheit der chinesischen Entwicklungsstrategie und seiner Auslandsinvestitionen darstellt.

Chinas Investitionen in die Länder entlang des Wirtschaftsgürtels Seidenstraße und der maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts haben ihren bisherigen Höhepunkt im Jahr 2007 erlebt. Bis 2016 nahmen Chinas Auslandsinvestitionen insgesamt zwar stark zu, aber insbesondere in traditionell entwickelten Ländern, nicht in den Ländern entlang der neuen Seidenstraße. Zudem wurde diese Zunahme vor allem durch privates Kapital befeuert. Nach Zahlen des chinesischen Handelsministeriums stiegen Chinas Investitionen in Nordamerika und Ozeanien von Januar bis Mai 2016 jeweils um 208 bzw. 72,4 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Vor allem Chinas Investitionen in den USA erreichten einen neuen Höhepunkt im Vergleich zu den Vorjahren. Im gleichen Zeitraum stiegen die chinesischen Investitionen in Asien, Lateinamerika und Afrika dagegen nur um jeweils 62,8, 50,5 bzw. 5 Prozent. Daten die belegen, dass China auf verschiedene Mittel setzt, um die eigene Entwicklung zu fördern und mögliche Risiken, die mit Investitionen in den Ländern entlang der neuen Seidenstraße einhergehen, abzufedern.

Man kann sagen, dass China ein umfangreiches, grenzüberschreitendes Entwicklungsexperiment großen Maßstabes durchführt, dessen Risiken das Land zudem selbst trägt. Zwar ist es zweifelsohne auch das Ziel, ein gutes Umfeld für die eigene Entwicklung und Prosperität zu schaffen, jedoch spiegelt die Initiative auch Chinas Verantwortungsbewusstsein und sein Bestreben, den langfristigen Interessen aller Menschen rund um den Erdball nachzugehen.

Und dieses Ziel wird letztlich nur erreicht werden können, wenn die Regierungsorgane, Unternehmen und gesellschaftlichen Organisationen Chinas sowie aller anderen an der Initiative beteiligten Länder stetig voneinander lernen und kontinuierliche Fortschritte verbuchen. Ohne Schwierigkeiten und große Herausforderungen wird dieser Prozess sicherlich nicht vonstatten gehen. Doch insgesamt betrachtet, ist die Initiative zum Aufbau des Wirtschaftsgürtels Seidenstraße und der maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhundert ein zentraler Vorstoß, von dem nicht nur Eurasien profitieren wird, sondern die ganze Welt. Die neue Seidenstraße schafft Chancen für uns alle, nicht nur für China.

*Dr. Xiao He ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Globale Wirtschaft und Politik der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften.

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