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Ausländische Investoren willkommen – Chinas Markt für Seniorenbetreuung vor goldenen Zeiten

28-03-2017

 

Von Dang Xiaofei

 

Auch China sieht sich mit dem Problem einer alternden Bevölkerung konfrontiert. Eine Herausforderung, die in den vergangenen Jahren dem Sektor der Seniorenbetreuung großen Auftrieb gegeben hat. Bei manchem Investor kommt schon Goldgräberstimmung auf angesichts der prognostizierten Entwicklung. Waren es bisher vor allem noch Immobilien, die mit sicheren Renditen lockten, gilt vielen jetzt der Bereich Altersbetreuung als neues, boomendes Zukunftsgeschäft. Auch viele ausländische Kapitalgeber bekunden zunehmend ihr Interesse an der aufstrebenden Branche.

 

Wu Zhigao, 83 Jahre und aus Beijing, ist Rentner und war früher als Journalist beim chinesischen Hörfunksender China National Radio (CNR)tätig. Vor drei Jahren erkrankte seine Frau, ebenfalls 83 Jahre, an Parkinson. Angesichts dieses Schicksalsschlages entschloss sich das Ehepaar, in ein Altenheim zu ziehen. Hier werden beide heute von professionellem Pflegepersonal betreut. Seither hat sich der Gesundheitszustand von Herrn Wus Frau merklich stabilisiert. Heute kann die Rentnerin wieder lachen und verspürt Freude am Leben, woran zuvor lange nicht zu denken war.

 

Dabei stand Herr Wu dem Umzug in ein Heim anfangs skeptisch gegenüber. Schließlich hat das Ehepaar 55 Jahre glücklich in den eigenen vier Wänden verbracht. „Ich brachte es anfangs einfach nicht übers Herz, nach der Erkrankung meiner Frau mit ihr in ein Altenheim zu ziehen“, erinnert sich der Rentner. Die Kinder des Paares sind allerdings beide berufstätig und im Job sehr eingespannt. Der Sohn hat in Shanghai sein eigenes Unternehmen gegründet und auch die Tochter führt eine Firma in Beijing. Für beide ist es zeitlich kaum möglich, die Pflege der Mutter langfristig zu übernehmen. Und Herr Wu selbst ist angesichts seines hohen Alters kaum in der Lage, seine Frau alleine zu Hause zu betreuen. Auch die Idee, eine Haushaltshilfe als Pflegekraft zu engagieren, wurde schließlich von allen Familienangehörigen einvernehmlich verworfen. Letztlich blieb dem Ehepaar also nichts anderes übrig, als in eine betreute Pflegeeinrichtung zu ziehen.

 

Das ganze Jahr über volles Programm: Unser Bild zeigt Bewohner der Seniorenresidenz Senior Living L’Amore in Yizhuang, in der Beijinger Vorstadt, bei der Weihnachtfeier der Einrichtung im Jahr 2016. 

 

Mittlerweile haben sich Wu und seine Frau in der Seniorenresidenz gut eingelebt und fühlen sich wie zu Hause. An einer Wand in ihrer kleinen Wohnung hängt das gemeinsame Hochzeitsfoto, daneben weitere Familienschnappschüsse. „Dieses Bild zeigt uns beide mit unserem Sohn bei seinem Masterstudium in den USA, und dieses hier zeigt unsere Tochter bei der Hochschulabschlussfeier“, erklärt Wu stolz, bevor er uns noch ein Bild seiner kleinen Enkeltochter zeigt. „Und hier ist ein Gruppenfoto unserer ganzen Familie aus dem Jahr 1984 vor dem Beijinger Himmelstempel“, sagt er zum Abschluss der kleinen Wohnungsführung.

 

Die Wus gehören einer immer größer werdenden Bevölkerungsgruppe des Landes an, nämlich den betreuungsbedürftigen Senioren. Laut dem „Statistischen Bulletin über gesellschaftliche Dienstleistungen 2015“, das vom chinesischen Ministerium für Zivile Angelegenheiten veröffentlicht wurde, gab es bis Ende 2015 rund 220 Millionen Menschen im Alter von 60 Jahren oder älter im Land, was einem Anteil von 16,1 Prozent der Gesamtbevölkerung entsprach. 10,5 Prozent der gesamten Bevölkerung und damit insgesamt 143 Millionen Menschen waren älter als 65 Jahre. Zeitgleich sank die Geburtenrate der Volksrepublik weiter und die statistische Lebenserwartung stieg. Diese Zahlen zeigen, dass die Überalterung auch in China weiter voranschreitet und mit ihr steigt auch der Bedarf an Pflegedienstleistungen.

 

Zeitgleich vollzieht sich derzeit auch ein Wandel des Konzepts der Seniorenbetreuung. Früher galt im Reich der Mitte, wer Söhne großzog, brauchte sich um die Altersversorgung nicht zu sorgen. Heute allerdings gilt diese Idee längst als überholt und die institutionelle Seniorenbetreuung gilt als bevorzugte Alternative für die Gestaltung des Lebensabends. Die chinesischsprachige Tageszeitung „China Youth Daily“ führte 2016 eine Umfrage unter rund 2000 Teilnehmern durch. Dabei waren 64,4 Prozent der Befragten der Auffassung, dass das traditionelle Konzept der Altersversorgung bereits in den Hintergrund getreten sei; 44 Prozent bekundeten direkt ihren Wunsch, den eigenen Lebensabend in einem Altenheim zu verbringen.

 

Laut Statistiken der Nationalen Kommission für Seniorenarbeit besteht auf dem Markt für Seniorenbetreuung derzeit eine Konsumnachfrage im Wert von mehr als drei Billionen Yuan, umgerechnet rund 405 Milliarden Euro. Bis 2050 dürfte diese Zahl die Marke von fünf Billionen Yuan (675 Milliarden Euro) knacken. Prognosen zufolge wird die Wirtschaftsbranche der Seniorenbetreuung damit schon in 13 bis 15 Jahren die Immobilienbrache als größten und lukrativsten Wirtschaftszweig ablösen.

 

Entgegen diesem Trend gab es allerdings bis Ende 2015 landesweit nur rund 6,7 Millionen Altenheimbetten. Anders gesagt: Auf eintausend Senioren kommen bisher gerade einmal 30,3 Pflegeplätze. Zwar ist der Anteil im Vergleich zu 2014 bereits leicht angestiegen, dennoch klafft weiterhin eine große Lücke im Angebot. Um die Transformation der Wirtschaftsstruktur voranzutreiben, hat beispielsweise die nordostchinesische Provinz Heilongjiang, Heimat zahlreicher alter Industriestandorte der Volksrepublik, die Seniorenbetreuung zu einer neuen aufstrebenden Wirtschaftsbranche erklärt, die nun schwerpunktmäßig entwickelt werden soll. So hofft man, die örtliche Wirtschaft erheblich anzukurbeln. Ganz konkret sollen unter Einbezug ökologischer und touristischer Ressourcen insgesamt einhundert Projekte für Seniorenbetreuung nach einem Zugvogel-Modell realisiert werden. Dabei beziehen die Senioren je nach Jahreszeit Unterkünfte in unterschiedlichen Teilen und Klimazonen des Landes. Ein beliebtest Modell, um alten Menschen im Reich der Mitte einen angenehmen Lebensabend zu ermöglichen. Es sind zunehmend private Kapitalgeber, die in derartige, lukrative Vorhaben investieren.

 

Seniorenresidenzen als Joint Ventures

 

Frau Wu Chunfang ist 85 Jahre alt und die erste Bewohnerin der neuen Seniorenresidenz Senior Living L’Amore. Bei der Anlage handelt es sich um das erste Altenheim Beijings, das gemeinsam von dem chinesischen Immobiliengiganten Sino-Ocean und dem amerikanischen Unternehmen Columbia Pazific Management verwirklicht wurde. Die Fertigstellung erfolgte im Jahr 2013. Seither halten beide Seiten 50 Prozent der Aktienanteile. Bei dem chinesisch-amerikanischen Gemeinschaftsprojekt handelt es sich um den ersten gelungenen Joint-Venture-Coup im Bereich der Seniorenbetreuung in ganz China.

 

Den Menschen in den Mittelpunkt stellen: Kapitalgeber aus Hongkong investieren in Altenheime auf dem chinesischen Festland und bringen auch neue Pflegemodelle mit.  

 

Nachdem ihr Mann verstorben war, fristete Frau Wu anfangs ein eher einsames Dasein. Als sie von dem neuen Altenheim in Beijing erfahren hatte, erkundigte sie sich gleich am ersten Tag der Inbetriebnahme telefonisch nach einer möglichen Unterbringung. Noch am gleichen Abend zog sie probeweise ein – und blieb. Mit dem hochwertigen und kundenorientierten Service ist sie bis heute sehr zufrieden. „Hier kann ich gemeinsam mit anderen Bewohnern im Aufenthaltsraum sitzen und Zeitung lesen oder fernsehen. Nachmittags wird ein vielfältiges Freizeitprogramm geboten, zum Beispiel Kalligraphie, Handarbeit und Tanzkurse. Und am Wochenende gibt es zusätzlich noch Filmvorführungen“, erzählt die Rentnerin.

 

Der Einzug der alten Dame in die neue Residenz liegt mittlerweile schon drei Jahre zurück. Bereut hat die Seniorin ihren Umzug nicht. Zwar sei das Ganze mit monatlichen Kosten von 11.000 Yuan (rund 1504 Euro) alles andere als ein Schnäppchen, doch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimme, so die Rentnerin. „Ich verstehe, dass eine solche Einrichtung sich wirtschaftlich rentieren muss, dafür erwarte ich aber auch guten Service und der wird hier geboten“, sagt sie. Ihre frühere Wohnung habe sie vermietet, da sich die Gebühren für das Altenheim allein mit ihrer Rente nicht finanzieren ließen.

 

Tatsächlich hat die Seniorin anfangs auch in Erwägung gezogen, in ein durch die öffentliche Hand finanziertes Heim zu ziehen. Hierfür hatte sie bereits 2009 einen Platz beantragt und wurde auf die lange Warteliste gesetzt. Aber bis heute blieb der Anruf mit der Zusage für einen Heimplatz aus.

 

Die Mindestanforderungen eines ausländischen Altenheims sehen vor, dass für drei Senioren mindestens ein Mitarbeiter eingesetzt wird. In chinesischen privat betriebenen Altenheimen beträgt dieses Verhältnis derzeit 5 zu 1, in öffentlichen Einrichtungen liegt der Mitarbeiteranteil sogar noch niedriger. Im Altenheim Senior Living L’Amore steht vier Senioren jeweils ein Pflegemitarbeiter mit seinen Diensten zur Verfügung. Zieht man die gesamte Belegschaft in die Rechnung mit ein, kommt im Schnitt ein Mitarbeiter auf einen bis zwei Senioren.

 

„Nicht einmal drei Jahre nachdem unser Heim seine Pforten geöffnet hat, sind alle Betten restlos belegt. Das ist ein großer Erfolg für uns. Denn in der Regel braucht eine Einrichtung wie die unsere drei bis vier Jahre, um volle Auslastung zu erreichen“, sagt Wen Bo, der Generaldirektor des Heims. Heute verbringen insgesamt einhundert Senioren ihren Lebensabend in der kommerziellen Einrichtung. „Der Schüssel zum Erfolg liegt darin, dass der ausländische Investor einen guten einheimischen Kooperationspartner gefunden und das ganze Management auf diesen übertragen hat. Wir haben insgesamt sehr positive Erfahrungen bei diesem Joint Venture gemacht“, betont Wen.

 

Die vielversprechenden Perspektiven rufen mittlerweile auch viele europäische Investoren auf den Plan, die hoffen, über vergleichbare Projekte in den chinesischen Markt für Seniorenbetreuung einzusteigen. Zu nennen sind hier etwa große französische Altenheimbetreiber, allen voran Branchenführer Orpea, der drittgrößte Betreiber DomusVi sowie der viertgrößte Betreiber Colisee. DomusVi beispielsweise hat mit dem chinesischen Immobilienriesen Hanfor ein Joint Venture gegründet, um den aussichtsreichen chinesischen Markt zu erschließen.

 

Zu den konkreten Verhältnissen des Landes sagt Ren Yuan, Professor an der School of Social Development and Public Policy sowie Vizedirektor des Instituts für Demographie der Fudan-Universität in Shanghai: „Vor dem Eintritt in den chinesischen Markt sollten ausländische Investoren sich mit den einschlägigen chinesischen Gesetzen und Rechtsvorschriften gut vertraut machen und sich im Klaren darüber sein, in welchen Bereichen Geschäfte gemacht werden können und in welchen nicht.“

 

Außerdem wies der Experte darauf hin, dass ausländische Investoren bei der „Akklimatisierung“ und bei der Auseinandersetzung mit bestehenden Mechanismen teils auf Hindernisse stießen. Auch Kulturkonflikte hinsichtlich der chinesischen Traditionen im Bereich Seniorenbetreuung und der diesbezüglichen Anschauungen seien denkbar. „Deswegen ist es wichtig, dass ausländische Investoren auf gutes Marketing setzen und feststellen, wo die echten Marktchancen liegen. Einfach ins kalte Wasser zu springen, davor ist sicherlich abzuraten“, betont der Fachmann.

 

Große Handlungsspielräume für ausländische Investoren

 

Angesichts des herrschenden Mangels an Infrastruktur und Personal im Bereich Seniorenbetreuung sei die Aufgabe, der Überalterung zu begegnen, bereits in den Rang einer nationalen Strategie erhoben worden, sagt Wu Yushao, Direktor des wissenschaftlich-technischen Zentrums der Nationalen Kommission für Seniorenarbeit. In Zukunft werde der Staat die folgenden sechs Teilbereiche der Betreuungsbranche als Schwerpunkte fördern, nämlich Dienstleistungen im Bereich Gesundheitspflege, die Rehabilitation nach Krankheiten, Haushaltsführung, Kultur und Bildung sowie Serviceleistungen für Wohnraum und Geldanlagen.

 

Ende 2016 veröffentlichte das Büro des Staatsrates seine „Richtlinien für die Weiterentwicklung des Konsums in den Bereichen Tourismus, Kultur, Sport, Seniorenbetreuung, Bildung und Fortbildung“. Darin wurde die Forderung nach einer umfassenden Niveauhebung des Konsums im Bereich der Seniorenbetreuung aufgestellt.

 

Mittlerweile schränkt Chinas Regierung die Einführung ausländischen Kapitals in den Sektor nicht mehr ein, sondern fördert Investitionen aus dem Ausland gezielt. Die Schwellen für den Marktzugang wurden weiter gesenkt. Hao Fuqing, Vizedirektor der Hauptabteilung für Sozialwesen der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform, wies darauf hin, dass Hindernisse in Sachen Marktzugang weiter aus dem Weg geräumt und die Schwellen in Zukunft noch weiter gesenkt werden müssten, damit Akteure verschiedener Art ihre Aktivitäten auf dem chinesischen Markt noch besser entfalten könnten. Investoren, egal ob private, gewinnorientierte oder gemeinnützige, inländische oder ausländische, würden ausdrücklich begrüßt, sagt Hao. Sie sollten in China festen Fuß fassen und sich weiterentwickeln. Zurzeit genießen Altenheime mit ausländischem Kapital die gleichen Vergünstigungen, die Chinas Regierung auch einheimischen Unternehmen gewährt, etwa in Bereichen wie der Bodennutzung oder bei Steuervergünstigungen.

 

Bis heute hat sich in China noch kein Unternehmen zu einem Branchenvorreiter, der mit Abstand Entwicklungsvorsprünge erzielen konnte, gemausert. Viele Unternehmen befinden sich stattdessen noch in der Phase der Planung und der Festlegung von Standorten. Professor Ren sagt hierzu: „Derzeit bieten sich ausländischen Investoren noch sehr gute Chancen, in den chinesischen Markt einzusteigen. In Zukunft dürfte der Markt heftig umkämpft und die Konkurrenz groß sein.“

 

Ren sieht für ausländische Großunternehmen eine gute Chance, in der Branche Vorteile als Vorreiter zu nutzen, ehe der chinesische Markt voll entfaltet ist. „So könnten sich die Firmen größere Marktanteile sichern und günstige Standorte etablieren. Dafür müssten sie allerdings große Investitionen tätigen. Im Hinblick darauf sollten kleinere ausländische Firmen eher später in den chinesischen Markt einsteigen“, rät der Experte.

 

Der Dienstleistungssektor für Seniorenbetreuung ist weit gefächert und deckt zahlreiche Teilbereiche ab, darunter Lebensmittel, Kleidung, Wohnraum und tägliche Wege, Fürsorge im Alltag, die Versorgung mit Bedarfsartikeln sowie die medizinische Versorgung, Kulturangebote, körperliche Ertüchtigung sowie Unterhaltung. „Diese Teilbereiche sind breit gefächert, bilden eine lange Wertschöpfungskette und besitzen großes Potential“, so Ren. „Darüber hinaus hat der Markt noch große Erweiterungsspielräume, beispielsweise was die Fortbildung von Pflegepersonal angeht. Es lohnt sich also sehr, in dieses chinesische Marktsegment einzusteigen“, so die Schlussfolgerung des Fachmanns.

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