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Provinz Anhui – Vorreiter im Bereich Innovation und künstliche Intelligenz

27-07-2017

Von Chen Jun

Innovation gilt heute als erste Triebkraft der Wirtschaftsentwicklung. Weltweit wird nach innovativen Durchbrüchen in Technik, Industrie und bei den institutionellen Mechanismen gestrebt. Auch China hat das Thema Innovation mit aller Deutlichkeit an die vorderste Stelle seines Entwicklungskonzepts gestellt. Dank dieser Prioritätensetzung leistet die Innovation schon heute einen deutlichen Beitrag zur Wirtschaftsentwicklung des Landes.

Dieses von der KLSW-GmbH entwickelte intelligente Klavier integriert verschiedene Lern- und Spielfunktionen. Das Hightech-Tasteninstrument wurde mit dem deutschen Red Dot Design Award sowie dem italienischen Preis A`DESIGN ausgezeichnet.

 

Dies wird insbesondere deutlich, wenn man in die Provinz Anhui im östlichen Teil Zentralchinas blickt. Die vom Jangtse durchströmte Provinz ist über den Fluss direkt mit dem Meer verbunden. Sie ist wichtiger Bestandteil des Jangtse-Deltas und kann somit in Sachen Wirtschaftsentwicklung mit deutlichen Standortvorteilen punkten. Der Aufbau der Seidenstraßen-Initiative, sprich des Wirtschaftsgürtels Seidenstraße und der maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts (kurz: „Ein Gürtel und eine Straße“) sowie der Aufbau des Jangtse-Wirtschaftsgürtels bieten Anhui derzeit einmalige Entwicklungschancen.

Wenn Chinesen an die Provinz Anhui denken, fällt vielen zunächst nur das berühmte „Gelbe Gebirge“ (Huangshan), die Anhui-Küche, traditionelle Kalligraphie-Utensilien wie das Xuan-Papier und die Xuan-Pinsel (Qualitätsprodukte der traditionellen Malerei und Kaligraphie aus der Ortschaft Xuancheng) ein. Dabei sind dies heute längst nicht mehr die einzigen Visitenkarten der Provinz. Vor Ort kann man sich selbst ein Bild machen von den innovativen Fortschritte die Anhui in den vergangenen Jahren erzielt hat. Längst ist Innovation zu einem neuen Aushängeschild der Region avanciert.

Elektronische Gefährten: Die chinesische Firma Iflytek hat eine Kollektion „intelligenter Haustiere“ entwickelt, die auch ein System zur Spracherkennung besitzen.

 

Vorreiter bei der wissenschaftlich-technischen Innovation

Das Institute of Advanced Technology der University of Science and Technology of China in Anhui, eine der renommiertesten Forschungsinstitutionen nicht nur der Region, gewährt uns einen Einblick in die bahnbrechenden Erfolge im Bereich der wissenschaftlich-technischen Innovation der Provinz der letzten Jahre. Die Forschungsinstitution liegt in der Hightech-Entwicklungszone der Provinzhauptstadt Hefei und hat sich das Ziel gesetzt, Neu- und Hochtechnologie zu erforschen und die Forschungsergebnisse gezielt in die Praxis umzusetzen sowie hoch qualifizierte Forscher für angewandte Wissenschaften auszubilden. Das Institut ist ein Kernbestandteil der Bemühungen der Mutteruniversität, sich langfristig in die Reihe der Top-Universitäten der Welt einzureihen.

Kalligraphie im 21. Jahrhundert: Dieser Roboter-Kalligraf Typ ER3-C60 bringt eine fließende Handschrift hervor.

 

Betritt man die Präsentationshalle des Forschungsinstituts, bleibt der Blick gleich an zahlreichen hochwertigen innovativen Exponaten haften, darunter zum Beispiel die erste durch selbstständige Forschung und Entwicklung hergestellte Plattform für interaktive Roboter, ein Terminal mit großflächiger Flüssigkristallanzeige, Verbundstoffe aus Graphen, Mikroturbinen, eine Technologie zur Nano-Wasseraufbereitung, Insulinkapseln, Chery-Elektroautos mit Aluminium-Karosserie und der Elektro-SUV iev6s der Firma JAC Motors. All dies gewährt den Besuchern einen kleinen Vorgeschmack auf die Errungenschaften der innovationsgetragenen Entwicklung der Provinz Anhui in den letzten Jahren.

Am 16. August 2016 wurde der chinesische Satellit Mozi, der weltweit erste Quantensatellit für wissenschaftliche Experimente, in seine vorgesehene Erdumlaufbahn gebracht. Der Trabant ermöglicht die erste weltraumgestützte abhörsichere Datenübertragung sowie ein integratives, absolut sicheres Kommunikations-System unter Zuhilfenahme von Quantenkryptografie über den Weltraum und die Erde und führt hierzu zudem relevante wissenschaftliche Experimente durch. Das Kontrollzentrum für die Quantenkommunikation per Satellit und auch das Kontrollzentrum für die Quantentelekommunikation zwischen Beijing und Shanghai sind beide im Institute of Advanced Technology in Hefei angesiedelt.

Am 16. Juni dieses Jahres verkündete Pan Jianwei, Vizerektor der University of Science and Technology of China und gleichzeitig Chefwissenschaftler für die Anwendung von Quantensatelliten in wissenschaftlichen Experimenten, dass es chinesischen Wissenschaftlern gelungen sei, verschränkte Photonenpaare über eine Distanz von 1000 Kilometern in beide Richtungen (Satellit – Erde und zurück) zu entsenden. Damit wurde der bisherige Weltrekord für diese technische Spitzenleistung, der zuvor bei 100 Kilometern lag, eindrucksvoll gebrochen. Die Errungenschaft finde hohe Anerkennung bei ausländischen Experten und werde von ihnen als „weltweit führend“ bezeichnet.

Doch die Quantenexperimente sind längst nicht der einzige Durchbruch, mit dem die Provinz Anhui das Augenmerk der globalen Wissenschaftsgemeinde auf sich gelenkt hat. Zu den weiteren einzigartigen Errungenschaften, die in den letzten Jahren erzielt werden konnten, zählen unter anderem die erfolgreiche Inbetriebnahme der Strecke Hefei-Shanghai im Feld der Quantentelekommunikation zwischen Beijing und Shanghai und die Serienfabrikation des mit 0,15 Millimetern weltweit dünsten Hightech-Glases für Touchscreens.

Das Hefei Institute of Physical Science der Chinesischen Akademie der Wissenschaften hat bei seiner Tokamak-Einrichtung (einem Fusionsreaktors-Typ) einen eine Minute andauernden stabilen Verlauf des H-Mode erzielt, was ebenfalls als weltweite Spitzenleistung gilt. Auch der erste Androide der Welt, der durch künstliche Intelligenz Kundendienstleistungen ausführen kann, erblickte in Hefei das Licht der Welt.

Es steht außer Frage, dass es Innovation ist, die die richtungweisende Rolle für die Entwicklung Anhuis wie auch ganz Chinas spielt. Im „Evaluationsbericht über regionale Innovationsfähigkeit 2016“ belegte die Region Anhui im landesweiten Vergleich zum fünften Mal in Folge Platz neun. Unter den Orten Zentralchinas belegt sie sogar unangefochten die Spitzenposition. Im ersten Quartal 2017 belief sich die Wertschöpfung der Großunternehmen im Bereich Neu- und Hochtechnologie der Provinz auf 103,83 Milliarden Yuan (rund 13,37 Milliarden Euro), ein Plus von 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Produktionswert aufstrebender strategischer Industriezweige lag derweil bei 272,36 Milliarden Yuan (rund 35,1 Milliarden Euro), was einer Zunahme um 22,7 Prozent entspricht.

Am 10. Januar des laufenden Jahres genehmigte die Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform gemeinsam mit dem Ministerium für Wissenschaft und Technik die Gründung eines umfassenden staatlichen Wissenschaftszentrums in der Stadt Hefei durch die Provinz Anhui. Nach Gründung eines ähnlichen Zentrums in Shanghai ist dieses das zweite Zentrum seiner Art in ganz China. Ein weiterer Beweis dafür, dass die Provinz Anhui längst eine Schlüsselposition im landesweiten Gefüge der Innovation eingenommen hat und eine treibende Kraft für das ganze Land bei der Beteiligung am globalen Wettbewerb und der globalen Zusammenarbeit im Bereich der Wissenschaft und Technik darstellt.

Umsetzung innovativer Forschungsergebnisse

Wissenschaftlich-technische Innovation fungiert in gewisser Hinsicht als Bindeglied zwischen Erkenntnisfortschritten und deren industrieller Anwendung und ist somit mit der teils kniffligen Aufgabe konfrontiert, technische Forschungsergebnisse in die industrielle Produktion einzubringen.

Um die Anwendung der künstlichen Intelligenz in der Industrie zu beschleunigen und verschiedene Ressourcen in einer Plattform für industrielle Produktion zu integrieren, hat das Unternehmen Anhui IT Industry Investment & Holdings in der Hefei’er Hightech-Entwicklungszone ein Präsentationszentrum mit einer Nutzfläche von 1000 Quadratmetern errichtet und dieses in Anlehnung an das amerikanische Silicon Valley kurzum „China Speach Valley“ getauft. Dort kann man heute die aktuellen technischen Fortschritte hautnah erleben.

„Klicken Sie die linke Maustaste, dann können Sie über eine Spracheingabefunktion direkt ins Internet gehen und chinesische Schriftzeichen eingeben“, erklärt uns der Vertriebsmanager Cui Zijing der Firma MiMouse, eines durch einen Inkubator des Speach Valley geförderten Unternehmens. Dann demonstriert er uns das System seiner Firma und spricht den Satz „Anhui heißt Sie willkommen!“ ins Mikrofon. In Sekundenschnelle wird der gesprochene Text in Schriftzeichen formatiert und erscheint auf dem Großbildschirm vor uns. Dann fährt Cui fort: „Ich möchte mir die chinesischsprachige Fernsehserie ,In the name of the people‘ ansehen“. In Windeseile erscheint der Titel der Serie samt passendem Link auf dem Bildschirm. Das System arbeitet schnell und mit großer Präzision. Die innovative Software der Maus ist zudem auch kompatibel mit anderen Sprachen wie Englisch, Russisch oder Japanisch. Allein bis Januar dieses Jahres hat die Firma bereits Aufträge in Höhe von 40 Millionen Yuan (5,2 Millionen Euro) erhalten.

Intelligente Spracherkennung und künstliche Intelligenz gehören zu den strategischen aufstrebenden Industrien der Branche. Die Unternehmen in diesem Bereich sind in der Regel Start-ups. Sie haben zwar eine starke Innovationsfähigkeit, aber Schwierigkeiten bei der Anpassung an die Konkurrenz auf dem Markt. „Ohne die Fördermaßnahmen der Plattform hier wäre es für Start-ups äußerst schwierig, Gewinne zu erwirtschaften“, so der innovative Macher Yu Yanxing, der als Geschäftsführer der Firma Anhui Samxvm Information Technology fungiert. Das „Speach Valley“ legt als Inkubator den Scherpunkt seiner Arbeit auf die Förderung von Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz sowie anderer innovativer Projekte. Die Fördereinrichtung verbindet verschiedene Ressourcen und bietet den Unternehmen Dienstleistungen an, um eine integrierte Entwicklung im Sinne der Sharing Economy voranzutreiben. So erhalten Unternehmen die Chance, ihre Produkte bekannt zu machen und zu vertreiben sowie den Markt zu erschließen.

Qi Dongfeng, Generaldirektor von Anhui Industry Investment & Holdings, sagt: „Für Start-ups ist die industrielle Anwendung einer Technologie viel wichtiger als diese selbst. Deswegen ist eine wichtige Kennziffer für die Evaluation der Unternehmen in der Entwicklungszone, den Marktanteil in den Fokus zu stellen, anstatt nur das fachliche Niveau oder die Fortschrittlichkeit einer Technologie zu betrachten.“ Um Unternehmen zu helfen, die von ihnen entwickelten neuen Technologien möglichst rasch auf den Markt zu bringen, werde in der Regel ein Beraterteam gebildet, das aus Direktoren der wissenschaftlich-technischen Unternehmen und Experten für Investition bestehe. Dieses Team biete den Start-ups Marketing-Dienstleistungen an, erklärt der Manager. Außerdem veranstalte das „Speach Valley“ selbst verschiedene Messen für Wissenschaft und Technik, um den Bekanntheitsgrad der örtlichen Unternehmen in der Öffentlichkeit und den entsprechenden Fachkreisen zu erhöhen. „Insgesamt setzen wir uns das Ziel, verschiedene Ressourcen zu integrieren und sie zu nutzen, um innovative Produkte an den Mann zu bringen“, so Qi weiter.

 

Qi Dongfeng, Generaldirektor der Firma Anhui Industry Investment & Holdings, bei der Vorstellung seines Unternehmens.

 

„Unsere Bemühungen laufen darauf hinaus, Technologien in Produkte zu verwandeln, die Produkte zu einem Industriezweig zu entwickeln und einzelne Standpunkte zu einer Basis auszubauen“, erklärt Qi das Prinzip. Neben Hilfestellungen bei der Markteinführung innovativer Produkte lege das „Speach Valley“ auch großen Wert auf die Entfaltung der beispielgebenden Funktion des Präsentationszentrums, um noch mehr Start-ups aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz ins „Speach Valley“ zu locken. So könne das Cluster dieses Industriezweigs weiter ausgebaut werden, betont der Manager.

Der Inkubator „Speach Valley“ hegt große Visionen für die künftige Entwicklung. Mehr als eintausend Start-ups sollen sich dort bis in naher Zukunft niederlassen und gefördert werden, woraus eine Reihe von Großunternehmen entstehen soll. Die Industriekette der künstlichen Intelligenz wird bis dahin vervollkommnet und die Effekte der industriellen Clusterbildung werden voll entfaltet, so die Hoffnung. Der gesamte Produktionswert soll sich auf 100 Milliarden Yuan, umgerechnet rund 12,9 Milliarden Euro, belaufen. Durch Projekte wie dieses hofft die chinesische Industrie, im Bereich der künstlichen Intelligenz schon bald eine weltweit führende Rolle zu spielen.

Spitzenleistungen im Bereich der künstlichen Intelligenz

Am 3. Februar 2017 veröffentlichte die „New York Times“ einen Bericht über die Entwicklungstendenz der künstlichen Intelligenz in den USA und China. Darin wurde die Vorreiterrolle des chinesischen Start-ups Iflytek hervorgehoben. Liu Qingfeng, Vorstandsvorsitzender dieses Hightech-Unternehmens, erklärt: „Es ist uns nach mehreren Jahren großen Einsatzes gelungen, intelligente Spracherkennungstechnik höchsten Niveaus zu entwickeln. Unser Unternehmen verfügt in diesem Bereich über weltweit fortschrittlichsten Algorithmus und hat damit einen technologischen Vorsprung. Wir sind unserer Konkurrenz um Generationen voraus.“

Liu fährt fort: „Bei der Gründung unseres Unternehmens war intelligente Spracherkennung in China noch völliges Neuland. In den ersten vier Jahren arbeiteten wir mit Verlust und erst im fünften Geschäftsjahr erzielten wir eine ausgeglichene Bilanz“, so Liu.

Xu Yulin, Vizevorstandsvorsitzender des Hightech-Unternehmens, gibt uns Einblicke in die Entwicklungsgeschichte der Firma. „Rückblickend auf die 18 Jahre seit unserer Gründung bleibt die wichtigste Erkenntnis, dass der größte Reichtum darin liegt, dass wir stets nach Innovationen gestrebt und an unserer ursprünglichen Zielvorstellung festgehalten haben. Mag sein, dass wir viele Chancen auf schnelles Geld ungenutzt haben verstreichen lassen. Aber wir haben unbeirrt an unserem Projekt der künstlichen Intelligenz festgehalten. Diese Mühe zahlt sich jetzt aus.“

Xu Yulin, Vizevorstandsvorsitzender von Iflytek, gibt uns einen Einblick in die Entwicklungsgeschichte des Hightech-Unternehmens.

 

Bei seiner Gründung hatte das Unternehmen gerade einmal 18 Mitarbeiter. Heute ist es ein internationaler Vorreiter im Bereich intelligenter Stimmsensoren, börsennotiert und besitzt einen Aktienwert von mehr als 40 Milliarden Yuan, umgerechnet rund 5,2 Milliarden Euro also. Die Firma hat damit ein explosives Wachstum hingelegt. „Heute deckt das Angebot unserer Firma 27 Sprachen ab. Im Bereich der chinesischen und englischsprachigen Spracherkennung sind wir weltweit führend und genießen einen exzellenten Ruf“, so Xu weiter.

Im Jahr 2014 erreichte die Branche der künstlichen Intelligenz einen Entwicklungshöhepunkt. Das Hightech-Unternehmen Iflytek arbeitete zu dieser Zeit gerade an der Umsetzung seines Plans „super brain “. Ziel des Plans war es, einen Androiden zu entwickeln, der nicht nur hören und sprechen kann, sondern auch Verständnis für sein Gegenüber besitzt und Denkvermögen an den Tag legt. Daraus sollte – zuerst im Chinesischen – ein Motor für kognitive Intelligenz entstehen, der in Zukunft auch im Bereich der Haushaltsführung, der Bildung, des Kundendienstes sowie der medizinischen Behandlung eingesetzt werden kann. Im Jahr 2015 definierte das chinesische Unternehmen die Kriterien für die Interaktion zwischen Mensch und Roboter in der Ära des Internets der Dinge neu und legte das AIUI, ein Interface für die Interaktion zwischen Mensch und Roboter, vor, welches einen Meilenstein in der Entwicklung der künstlichen Intelligenz markierte. 2016 stieg die Anzahl der User und Existenzgründer, die die von Iflytek angebotene offene Plattform für künstliche Intelligenz in Anspruch nahmen, sprunghaft an, was einen großen Beitrag zur Beteiligung einer Million Menschen an der Initiative der chinesischen Regierung für Existenzgründung und Innovationen durch die breite Bevölkerung leistete.

Auf seiner Inspektionsreise durch die Provinz Anhui besuchte Staatspräsident Xi Jinping am 26. April 2016 eine Ausstellung von wissenschaftlich-technischen Errungenschaften der Provinz und zollte dabei den Erfolgen von Iflytek hohe Anerkennung und ermutigte das Unternehmen, seine Forschung und Entwicklung weiter zu intensivieren, die führende Position im Bereich der Schlüsseltechnologie weiter auszubauen und diese in den Alltag der Bevölkerung zu tragen.

„Xis Besuch bei uns war gewiss ein großer Ansporn. Wir werden jetzt mit noch größerem Elan an neuen innovativen Produkten arbeiten, um der Bevölkerung noch mehr Fortschritte und Annehmlichkeiten zu bringen“, sagt Xu. Schon heute fänden Technologien von Iflytek in Bereichen wie dem Bildungs- und Finanzwesen, bei der medizinischen Betreuung und der Informationssicherheit breite Anwendung.

Bis April 2017 deckte die Iflytek-Plattform weltweit eine Kundengruppe von einer Milliarde Usern ab. Die Plattform bietet mittlerweile rund 300.000 Existenzgründerteams Dienstleistungen an. Die Zahl der täglichen Interaktionen beziffert die Firma selbst auf 3,5 Milliarden. Während die Branche der künstlichen Intelligenz langsam Gestalt annimmt, sticht Iflytek als Branchenführer schon heute heraus.

Im künftigen Wettbewerb im Bereich der künstlichen Intelligenz wird es sich weder um einen Wettstreit zwischen zwei Technologien oder zwei Firmen handeln, sondern vielmehr um einen Wettstreit einer Branchenkonstellation gegen eine andere, so Experten. „Angesichts neuer Chancen und Herausforderungen ist unser Unternehmen voller Zuversicht, zu einem weltweit renommierten IT-Giganten aufzusteigen“, gibt uns Manager Xu zum Abschluss mit auf den Weg.

Reisen

„Qiongyou“ – Die neue, große Lust der Chinesen am Reisen mit kleinem Budget

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Gesellschaft

Mobil mit Mobike und Co: Bike-Sharing macht das Pendeln in China grüner

In den 1950er Jahren galt das Fahrrad in der Volksrepublik nicht nur als günstiges Fortbewegungsmittel, sondern auch als familiäres Statussymbol. Zusammen mit Armbanduhr und Nähmaschine galt es als eine der „drei Voraussetzungen“, um eine Ehe zu schließen. Dann kam der wirtschaftliche Aufstieg und die Zahl der Autoneuzulassungen schnellte in die Höhe. Heute erlebt das Fahrrad in Chinas Metropolen ein hippes Revival.

Ausländische Investoren willkommen – Chinas Markt für Seniorenbetreuung vor goldenen Zeiten

Auch China sieht sich mit dem Problem einer alternden Bevölkerung konfrontiert. Eine Herausforderung, die in den vergangenen Jahren dem Sektor der Seniorenbetreuung großen Auftrieb gegeben hat. Bei manchem Investor kommt schon Goldgräberstimmung auf angesichts der prognostizierten Entwicklung. Auch viele ausländische Kapitalgeber zeigen zunehmendes Interesse an der aufstrebenden Branche.

Wandel im Denken – China setzt auf neue Wege aus der Armut

Was bedeutet eigentlich „arm“, vor allem in einem Land in dem die Einkommensschere so weit auseinander klafft wie in China? Und wie kann es tatsächlich gelingen, Armut langfristig und nachhaltig zu überwinden? Wir sind in die Stadt Xingtai gereist, in der sich – direkt vor den Toren Beijings–  einige der ärmsten Landstriche Chinas finden. Eine Suche nach Wegen aus der Armut.

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In der Gegenwart erlebt die tibetische Literatur eine beispiellose Blüte. Im vorliegenden Buch können nur wenige, repräsentative Werke vorgestellt und kommentiert werden. Und natürlich geht es vor allem um von tibetischen Schriftstellern geschaffene Werke.

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