CHINAHOY

HOME

HOME

Marx neu kennen lernen: Chinesische Ausgabe von „Why Marx was right“ erschienen

18-01-2012

Von Hou Ruili

„Why Marx was right", das jüngste Werk des britischen Marxismusforschers Terry Eagleton ist nun auch in chinesischer Sprache erschienen. Am 10. November 2011 wurde die chinesische Ausgabe in Beijing offiziell vorgestellt. Terry Eagleton präsentiert in seinem Buch seine neuesten Forschungsergebnisse. Die chinesische Version ist im New Star Verlag, der der CIPG (China International Publishing Group) untersteht, erschienen.

Eagleton stellt in seinem Werk die grundlegenden Gedanken der Klassiker der Marxismusforschung dar und geht zugleich auch auf neue Forschungsansätze ein und wertet diese umfassend aus. Dabei analysiert Eagleton die gegenwärtigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, kulturellen und religiösen Entwicklungen und gibt einen Ausblick auf mögliche Zukunftsszenarien. Das Buch vermittelt dem Leser also nicht nur ein tief greifendes Verständnis der gegenwärtigen Lage, die durch immer wieder auftretende Krisen gekennzeichnet ist, sondern regt gleichzeitig auch dazu an, über die künftige nachhaltige Entwicklung in China zu reflektieren.

Terry Eagleton ist Forscher, Literatur- und Kunsttheoretiker und ein großer Denker unserer Zeit. Er lehrte und lehrt in Cambridge, Oxford und an der National University of Ireland. Die englische Originalausgabe von „Why Marx was right" wurde bereits im April 2011 vom Verlag Yale University Press veröffentlicht. Das Werk stieß auf enormes öffentliches Interesse und löste eine große Debatte aus. Bei seiner Darstellung kreist Eagleton nicht um sich selbst, sondern geht stattdessen auf verschiedene kritische Sichtweisen zum Marxismus ein. Unter welchen Gesichtspunkten hatte Karl Marx mit seinen Theorien recht? – Das ist eine der Schwerpunktfragen, die Eagleton mit seinem Werk beantworten möchte. Die chinesischsprachige Ausgabe des Buchs hat im chinesischen Kulturkreis und bei Wissenschaftlern eine neue Welle der Marxismus-Begeisterung ausgelöst. Viele junge Menschen lesen wieder klassische Werke von Karl Marx, um die marxistische Theorie neu kennen zu lernen. Bereits kurz nach ihrer Veröffentlichung kletterte die chinesische Ausgabe in die oberen Ränge der Bestsellerlisten, etwa des Internetbuchhandels Dangdang.com oder der Xidan-Buchhandlung und der Sanlian-Taofen-Buchhandlung in Beijing.

„Das Buch ist ein innovativer Meilenstein für die Erforschung der Theorie zum Sozialismus chinesischer Prägung und fördert den internationalen Austausch im Bereich der marxistischen Forschung", sagte Zhou Mingwei, Vorsitzender der CIPG..

Xie Gang, Vorsitzender des New Star Verlags und Verleger der chinesischen Ausgabe, erklärte, das Werk stoße sowohl im Westen als auch in China auf großes öffentliches Interesse. Seit dem Ausbruch der globalen Finanzkrise 2008 wüchsen die Zweifel am System des Kapitalismus. Das sozialistische China habe sich hingegen in den Wogen der Finanzkrise als verlässlicher Halt erwiesen. Terry Eagleton, so Xie, sei einer der besten Marxismusforscher weltweit, der seit langem auf diesem Gebiet forscht. Mit seinem neuen Buch habe er der Welt die Chance gegeben, den Marxismus neu kennen zu lernen und neue Reflexionen darüber anzustellen.

„Was führt zur Entfremdung des Menschen durch materielle Aneignung? Welche Bedeutung hat der Marxismus für die heutige Welt? Und wie sieht der immanente Zusammenhang zwischen Marxismus und nachhaltiger Entwicklung aus? – Die Neugier auf die Beantwortung dieser Fragen ist gewaltig", sagt Xie. „Unser Verlag hat deshalb schnell reagiert und in kürzester Zeit die Übersetzung des Buches herausgebracht," so Xie.

Guo Xiaoyong, geschäftsführender Vizevorsitzender der CIPG, erklärte: „In diesem Buch wird die Durchführbarkeit eines marktorientierten Wirtschaftssystems unter der Anleitung des Marxismus tief greifend beleuchtet. Es zeigt damit die Schnittstelle von Marxismus und nachhaltiger Entwicklung auf."

Soziales

Chinas einzigartige politische Gestalt – Ein Gastbeitrag von Zhang Weiwei

Immer wieder werden im Westen Stimmen laut, die das chinesische Einparteiensystem kritisieren. Solchen Kritikern, die nur eine Legitimation des Regierens anerkennen, die sich aus Mehrparteienwettbewerb ergibt, bescheinigt Zhang Weiwei eine oberflächliche Ansicht der Dinge. In einem Gastbeitrag für „China heute“ beschreibt der Politikexperte die Wurzeln und Traditionen von Chinas einzigartiger politischer Ausgestaltung.

„Kultur ist die Stütze der zukünftigen Entwicklung einer Stadt“

Mit dem Huangguoshu-Wasserfall und ihrer alten Festungskultur verfügt die Stadt Anshun in der südwestchinesischen Provinz Guizhou über große touristische Anziehungspunkte. Die Pläne der Provinzregierung sehen nun vor, die Stadt auch in anderen Bereichen ins Zentrum der Entwicklung Guizhous zu rücken. „China heute“ hat exklusiv mit Chen Jian, dem Parteisekretär Anshuns, über die Entwicklungsperspektiven der Stadt gesprochen.

„Wir wollen Guizhou ganz vorne einreihen“ – Interview mit dem Parteisekretär Guizhous Li Zhanshu

Die südwestchinesische Provinz Guizhou kann sich über hervorragende Wirtschaftszahlen freuen. 2011 legte das BIP-Wachstum im Vergleich zum Vorjahr um satte 15 Prozent zu. Und auch die Zentralregierung forciert die Entwicklung der Provinz, in der Angehörige zahlreicher ethnischer Minderheiten leben. Im Exklusiv-Interview mit „China heute“ spricht Li Zhanshu, Parteisekretär der Provinz, über die Entwicklungschancen und erklärt, warum Guizhou es wagen sollte, durchzustarten.

Tibet

Der Islam

Man glaubt zu leicht, dass alle Einwohner in Tibet Anhänger des tibetischen Buddhismus sind. In Wirklichkeit sind in Tibet auch Moscheen zu finden.

Gesundheit

Calcium zusätzlich, ja oder nein? – Tipps von Ernährungsexperte Gu Zhongyi

In jüngster Zeit haben chinesische Medien immer wieder über die Problematik mangelnder Calciumzufuhr berichtet. Aber ist die Einnahme von calciumhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln wirklich sinnvoll? Oder gar zuviel des Guten? Ernährungsexperte Gu Zhongyi gibt Tipps und Ratschläge in einem Gastbeitrag für „China heute“.

Der Knopflochchirurg

Dr. Zhang Xu, der Leiter der Abteilung für Urologie im Allgemeinkrankenhaus der Volksbefreiungsarmee in Beijing, ist eine Koryphäe auf dem Feld der laparoskopischen Chirurgie und hat zahlreiche Fachbücher herausgegeben. Der Eingriff mit dem Laparoskop ist für den Patienten wesentlich weniger schmerzhaft und auch die Genesungszeit wird deutlich verkürzt.

Kulturschock im Behandlungszimmer – Was tun, wenn man als Ausländer in China krank wird?

Nirgends ist es lästiger krank zu werden als im Ausland. Es kann sich ein bisschen wie ein medizinischer Notfall in der Öffentlichkeit anfühlen – hilflos liegt man da, während jemand schreit „gibt es hier irgendwo einen Arzt?“