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Chinesische Neujahrsbilder in Freiburg - Hausgötter und die Hoffnung auf Glück und Segen

18-03-2016

 

 Von Helmut Matt

 

Die Tradition chinesischer Neujahrsbilder

Seit mehr als tausend Jahren gibt es in China die schöne Tradition, zu Beginn eines Jahres das Haus mit Spruchbändern, Scherenschnitten und Neujahrsbildern zu schmücken. Die Herstellung von Neujahrsbildern reicht zurück bis mindestens in die frühe Tang Dynastie (618 - 907 n. Chr.). Schon in jenen Tagen schmückten die Menschen Türen und Tore von Tempeln und Häusern mit Bildern ihrer Götter. Kunsthistoriker haben anhand von Buddha-Bildern, die man in den Höhlen von Mogaoku gefunden hatte, nachgewiesen, dass die Kunst das Holzschnittdrucks schon im 7. Jahrhundert unserer Zeitrechnung ein hohes kunsthandwerkliches Niveau erreicht hatte.

 

Nianhua, so der chinesische Name für Neujahrsbilder, tragen auch heute noch mit ihren wundervoll bunten Motiven zu einer fröhlichen Atmosphäre im festlich geschmückten Haus bei. Sie werden am letzten Tag des zwölften Monats nach dem chinesischen Mondkalender, dem chinesischen Silvester, an die Wand gehängt und verbleiben dort das ganze Jahr hindurch - bis zur großen Hausreinigung, die am 24. Tag des zwölften Monats erfolgt. An diesem Tag werden die Bilder entfernt und schließlich am Silvesterabend durch neue ersetzt.

 

Die Symbolik chinesischer Neujahrsbilder steht oft in engem Zusammenhang mit dem homophonen Charakter der chinesischen Sprache. Häufig finden sich zum Beispiel Motive rundlich-fülliger Kinder auf den Bildern. Vögel werden mit Sonne, Himmel und Männlichkeit assoziiert. 

 

Die Symbolik chinesischer Neujahrsbilder steht oft in engem Zusammenhang mit dem homophonen Charakter der chinesischen Sprache. Alle Elemente haben ihre eigene Bedeutung. Wer ihre Motive richtig zu interpretieren weiß, der erhält einen tiefen Einblick in die Gedankenwelt im alten China. Vor allen Dingen sollen natürlich gute Wünsche zum neuen Jahr zum Ausdruck gebracht werden: Familie, Kinder, Wohlstand, Glück und langes Leben. Ein beliebtes Symbol sind beispielsweise Granatäpfel oder Melonen, deren Körner im Chinesischen den gleichen Laut haben, wie Kinder oder Söhne. Häufig finden sich auch Motive rundlich-fülliger Kinder, oft zusammen mit Fischen - das chinesische Wort für Fisch wird gleich ausgesprochen wie das Wort für Reichtum. Oft findet man Abbildungen von Musikinstrumenten wie zum Beispiel das ‚Xiao' und das ‚Guan', deren Zusammenspiel die Harmonie innerhalb der Familie versinnbildlicht. Das Wort Vase hat den gleichen Laut wie das Wort Frieden - oft findet man deshalb das Motiv einer Vase auf den traditionellen chinesischen Neujahrsbildern. Ein weiteres wichtiges Motiv ist der Kranich. Kraniche gelten in der chinesischen Kultur als Symbole der Langlebigkeit, denn nach taoistischer Auffassung leben die Unsterblichen im Himmel, in den man nur durch den Flug auf dem Rücken eines Kranichs gelangen kann. So gibt es eine beeindruckende Fülle weiterer Symbole, die im Grunde alle mit den Wünschen und Hoffnungen der Menschen am Beginn eines neuen Jahres im Zusammenhang stehen. So stehen prächtige Päonienblüten für den Wunsch nach Reichtum, Fledermäuse gelten aufgrund des sprachlichen Gleichklangs als Symbole für Glück. Vögel, aber auch Schmetterlinge werden mit Sonne, Himmel und Männlichkeit assoziiert, Blumen repräsentieren das Weibliche - in ihrer Kombination wird der Sehnsucht nach Heirat, Familie und Kindern Ausdruck verliehen.

 

Die Schule von Yangjiabu

 

Die bekanntesten und wahrscheinlich auch die edelsten dieser Bilder stammen aus Yangliuqing. Mag sein, dass dies mit der großen Nähe zur chinesischen Hauptstadt zusammenhängt. Yangliuqing bei Tianjin, Yangjiabu in der Provinz Shangdong, Taohuawu in der ostchinesischen Stadt Suzhou und Zhuxianzhen in der zentralchinesischen Provinz Henan sind die vier wichtigsten Ursprungsorte für Neujahrsbilder in der Kultur und Tradition Chinas. Weniger prachtvoll als die Bilder aus Yangliuqing und doch in ihrer Symbolik und Vielfalt überaus reizvoll sind die Bilder aus Yangjiabu.

 

Farbenfrohe Abbildungen: Schon in Zeiten der Tang-Dynastie schmückten die Menschen Türen und Tore von Tempeln und Häusern mit Bildern ihrer Götter.

 

Yangjiabu, ein Dorf mit gut 1000 Einwohnern, liegt im Herzen der ostchinesischen Provinz Shandong, nicht weit entfernt von Weifang, der berühmten Welthauptstadt der Flugdrachen. Fast das ganze Dorfleben dreht sich in Yangjiabu um die Herstellung von Drachenpapier und Neujahrsbildern. Praktisch jede Familie hat in ihrem Haus zumindest eine kleine Werkstadt mit Schnitzwerkzeug, Holzplatten, Malerpinsel, Farbe und weißem Druckpapier. Ebenso wie die Bilder aus Yangliuqing und Taohuawu sind auch die Arbeiten aus Yangjiabu längst Bestandteil des „nichtmateriellen Kulturerbes“ der UNESCO.

 

Die Neujahrsbilder von Yangjiabu sind eher jüngeren Datums und entstanden erst in der Ming-Dynastie (1368-1644). Zu den wichtigsten Motiven dieser Werke zählen Türgottheiten, schöne Menschen- und Landschaftsportraits sowie Figuren aus alten Mythen und Legenden.

Die Technik zur Herstellung von Neujahrsbildern ist mittlerweile Bestandteil des „nichtmateriellen Kulturerbes“ der UNESCO. 
 

Das Verfahren zur Herstellung der Bilder ist heute noch immer das gleiche, wie in den frühen Ming-Jahren: Zunächst wird mit einem Kohlestift und einem Pinsel ein Muster auf ein dünnes Blatt Papier aufgemalt. Dieses Muster wird anschließend auf eine Holzplatte geklebt und mit einem speziellen Messer  ins Holz geschnitzt - so entsteht die Druckplatte. Für ein mehrfarbiges Bild muss man mehrere Druckplatten schnitzen. Nun wird Farbe auf die Druckplatten aufgebracht und der Druck kann beginnen. Für jede Farbe ist ein separater Druckvorgang erforderlich. Jahr für Jahr werden in Yangjiabu über 20 Millionen Neujahrsbilder hergestellt - mehr als in jedem anderen Ort Chinas. Sie werden in China und in mehr als 100 Ländern und Regionen der Welt verkauft. Einer der berühmtesten Vertreter dieser Technik ist Yang Luoshu, dem die UNESCO im Jahr 2002 den Titel „Meister der Volkskunst“ verliehen hatte.

 

Ausstellung mit Neujahrsbildern aus Shandong im südbadische Freiburg eröffnet

 

Das Organisationsteam der Sonderausstellung mit Neujahrsbildern aus Yangjiabu in Freiburg. 

 

Die mittlerweile vielfältigen Kontakte zwischen der Stadt Freiburg und der Provinz Shandong reichen zurück ins Jahr 2000, als die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg eine Fortbildungsreise für Gastwissenschaftler nach Qingdao organisiert hatte. Mit dem Gegenbesuch einer politischen Delegation der Stadt am Gelben Meer im Jahr 2004 kam buchstäblich der Stein ins Rollen. Ein Besuch ergab den anderen, aus ersten behutsamen Sondierungen entstand eine Vielzahl an Kontakten und Projekten auf fachlicher und persönlicher Ebene. Neben politischem, wirtschaftlichem und wissenschaftlichem Austausch entwickelte sich seither auch auf kultureller Ebene ein breites Spektrum an Aktivitäten. Ein Höhepunkt war sicher die Einweihung der Orgel der Waldkircher Orgelbaufirma Jäger & Brommer in der katholischen Kirche von Qingdao im Jahr 2008. Freiburg im Breisgau, das mittlerweile durch eine Städtefreundschaft mit Qingdao verbunden ist, wurde im Oktober 2009 zum Gründungsort des "China Radio International Hörerklubs", vier Wochen später erhielt die Stadt ein eigenes Konfuziusinstitut.

 

Nicht zuletzt den Kontakten auf der akademischen Ebene ist es zu verdanken, dass am 25. Februar dieses Jahres in der Meckelhalle der Sparkasse Nördlicher Breisgau eine wirkliche spektakuläre Ausstellung eröffnet werden konnte: „Hausgötter und die Hoffnung auf Glück – Chinesische Neujahrsbilder aus Yangjiabu“ – ein gemeinsames Projekt des Freiburger Konfuziusinstituts in Zusammenarbeit mit dem Shandong-Museum. Die Exponate waren vom 26. Februar bis zum 18. März 2016 zu sehen.

 

Thematisch ist die Ausstellung in drei Hauptkategorien gegliedert. Der erste Themenbereich trägt den Titel „Die Welt der Götter“. Er enthält 25 Bilder, wobei sechs der Drucke jeweils einem Bilderpaar angehören. Wie wir bereits gesehen haben, hatten die Nianhua-Künstler zunächst mit der Herstellung von Türgöttern begonnen. Unter allen volkstümlichen Neujahrsbildern, die in der Provinz Shandong hergestellt werden, haben bis heute die Bilder der Glück verheißenden Schutzgötter den größten Anteil. Von den Türgöttern gibt es zwei Gattungen: Eine militärische (Wumenshen) und eine zivile (Wenmenshen). Der militärische Gott steht als bewaffneter General außen vor der Tür zur Straße gewandt, während der zivile Türgott, meist in Gestalt eines Beamten, das Haus von innen an der Tür bewacht. Alle Türgötter waren entweder mythische Figuren aus alten Legenden oder berühmte Persönlichkeiten der Geschichte. Die Bilder verschiedener Schutzgötter zählen zwar nach wie vor zu den beliebtesten und einflussreichsten Neujahrsbildern überhaupt, sie haben jedoch ihre religiöse Bedeutung weitgehend verloren. Ergänzt wurde dieser erste Themenblock durch ein Bild des Konfuzius - des wohl berühmtesten Sohnes der ostchinesischen Provinz Shandong. Sein Heimatort war Qufu. Dieser liegt, ebenso wie Yangjiabu, im Zentrum der Provinz und gilt heute als Pilgerort für Anhänger und Bewunderer des großen chinesischen Denkers und Lehrers.

 

Gebrochene Brücke: Sie ist ein wichtiges Motiv in der chinesischen Liebesgeschichte „Die weiße Schlange“. 

 

Unter dem Motto „Die Welt der Menschen“ präsentiert der zweite Bereich 18 eindrucksvolle Exponate mit Szenen aus dem Leben der Landbevölkerung. Sie erzählen auf oft recht humorvolle Weise vom Leben auf den Lande. Bestimmte Vorstellungen von treuen Staatsdienern, siegreichen Generälen und Nationalhelden sind durch die Neujahrsbilder tief im kollektiven Bewusstsein der Chinesen verankert. Die in der Kollektion gezeigten Liebesgeschichten reflektieren einen Hauch von Romantik im Landleben der Bauern. Die Gegenstände einiger Bilder dieser Ausstellung sind Romanen oder Theaterstücken entnommen. Früher war es üblich, dass Geschichtenerzähler, die Stoffe aus allerlei Dramen vorgetragen haben, von Dorf zu Dorf gezogen sind. Kleine Gruppen von Schauspielern führten bekannte Theaterstücke an verschiedenen Orten auf, sei es bei Tempelfesten oder auf Jahrmärkten. Es war eine beliebte Freizeitbeschäftigung der Landbevölkerung, sich an Theateraufführungen und Erzählungen aus der klassischen Literatur des Landes zu erfreuen. Ein Höhepunkt war dabei das Neujahrsfest. Vier besonders schöne Exponate dieser Ausstellung sind übrigens dem wohl berühmtesten Thema der chinesischen Literatur, der „Legende von der weißen Schlange“, gewidmet.

 

Utensilien zur Herstellung von Neujahrsbildern: Wer wollte, konnte sich bei der Freiburger Ausstellung sein eigenes Neujahrsbild drucken.

 

Der dritte und letzte Themenblock trägt den Titel "Hoffnung auf Segen und Streben nach Glück". Dieser Abschnitt enthält 20 Bilder, von denen sechs jeweils einem Bilderpaar angehören. Es ist eine Besonderheit dieser volkstümlichen Drucke aus der Provinz Shandong, dass jedes Bild unbedingt eine eigene symbolische Bedeutung hat. Die Kunstwerke drücken Hoffnung auf Segen und Streben nach einem guten Leben voller Zufriedenheit aus. Zu den beliebtesten Themen gehört ganz sicher der Wunsch nach Wohlstand, nach beruflichem Erfolg, nach Sicherheit und Harmonie in der Familie sowie einer großen Zahl von Nachkommen. Alles in allem drücken die Bilder eine überaus positive Lebenseinstellung und eine überschäumende Lebensfreude aus. Auf den Abbildungen dieses dritten Themenkomplexes sieht man häufig Fische, Hirsche, Kinder und Frauen. Der Fisch steht, wie wir bereits gesehen haben, für den materiellen Wohlstand, der Hirsch für den gesicherten Lebensunterhalt, Kinder für zahlreichen Nachwuchs und Frauen für das häusliche Wohlergehen.

 

Eröffnet wurde die Ausstellungen durch einen Festakt am Abend des 25. Februar, zu dem die Sparkasse Nördlicher Breisgau in die Meckelhalle geladen hatte. Für den musikalischen Rahmen des Abends sorgte der chinesische Pianist Liu Lifeng, der den Abend mit einem entzückenden kleinen Jazzstück einleitete. Nach der Begrüßung der Gäste durch Erich Greil, dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse sowie dem Vorstandsvorsitzenden des Freiburger Konfuziusinstituts, Prof. Dr. Hans-Helmut Gander, ergriff Frau Yang Bo, Vizedirektorin des Shandong-Museums das Wort. Eigens für diesem Abend war sie zusammen mit zwei Kollegen aus China angereist. In einer kurzen, temperamentvollen Einleitung lobte sie die guten Beziehungen zwischen China und Deutschland im Allgemeinen sowie zwischen Freiburg und der Provinz Shandong im Besonderen. Im Mittelpunkt ihrer Ansprache standen wertvolle Erläuterungen zur Stellenwert der Neujahrsbilder aus Yangjiabu in der Provinz Shandong und in ganz China.

 

In einer sachkundigen thematischen Einführung vermittelte Frau Dagmar Yu-Dembski, Leiterin des Konfuziusinstituts an der FU Berlin, einen überaus lebendigen Einblick in die Welt der chinesischen Traditionen und Gebräuche. Die Erläuterungen zur Geschichte der Neujahrsbilder sowie zur Symbolik ihrer Elemente und deren Zusammenhang mit dem homophonen Charakter der chinesischen Sprache waren für ein tieferes Verständnis der Exponate von großer Hilfe.

 

Mit Werken von Maurice Ravel und Robert Schumann setzte Liu Lifeng einen gekonnten künstlerischen Schlusspunkt zu einer gewiss nicht alltäglichen Vernissage. Im Anschluss verblieb noch hinreichend Zeit, sich die ausgestellten Bilder noch einmal in aller Ruhe anzusehen. Mit dem zusätzlichen Wissen aus Frau Yu-Dembskis aufschlussreichen Vortrag als Hintergrund, ergab sich bei dem einen oder anderen Bild durchaus ein ganz neuer Blickwinkel.

 

Am Rande der Veranstaltung gab es Live-Vorführungen der traditionellen Drucktechnik. Wer wollte, konnte sich gar sein eigenes Neujahrsbild drucken. Zum Ausklang hatten die Gäste bei einem Imbiss und einem Glas Wein zudem noch die Gelegenheit zu anregenden Gesprächen. Ein gelungener Abend und eine faszinierende Ausstellung – eine wirkliche Bereicherung für Freiburg. Es ist zu hoffen, dass es hier in Baden-Württemberg noch viele derart lebendige Begegnungen mit der chinesischen Kultur geben wird.

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