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Das Qixi-Fest: Chinas traditioneller Valentinstag und seine lokalen Facetten

24-06-2016

Von Jiao Feng

Jedes Jahr am siebten Tag des siebten Mondmonats ist es soweit: China feiert das Qixi-Fest, die traditionelle chinesische Variante des westlichen Valentinstags. 2016 fällt das Fest auf den 9. August. Wörtlich bedeutet das Wort Qixi im Chinesischen „Vorabend des Siebten“. Der Feiertag kann bis auf die Han-Dynastie (202 v. Chr.–220) zurückgeführt werden. Da dem Festtag die in China berühmte Volksweise vom Kuhhirten und der Weberin zugrunde liegt, hat er eine starke romantische Färbung und wird als Tag der Liebenden begangen. Auch in anderen Teilen Asiens, etwa in Japan, Korea und Vietnam, ist das Fest weitverbreitet. In China wurde es 2006 sogar in die Liste der ersten Reihe des immateriellen Kulturerbes des Landes aufgenommen.

 

Romantischer Feiertag: Am Abend des Qixi-Festes, das jedes Jahr am siebten Tag des siebten Mondmonats gefeiert wird, treffen sich in China viele Liebespaare, um den Sternenhimmel zu betrachten. Unser Foto entstand am 23. August 2012. 

 

Die Volkssage vom Kuhhirten und der Weberin

Diese Erzählung gehört zu den vier berühmten traditionellen Liebesgeschichten Chinas. Die Volkssage vom Kuhhirten und der Weberin ist dabei bei Weitem die bekannteste. Sie blickt auch auf eine längere Geschichte zurück als die übrigen drei Erzählungen und nimmt somit einen wichtigen Platz in der Geschichte der chinesischen volkstümlichen Literatur ein.

 

Die Volkssage vom Kuhhirten und der Weberin ist eine der bekanntesten Liebesgeschichten im Reich der Mitte und nimmt einen wichtigen Platz in der Geschichte der volkstümlichen chinesischen Literatur ein.

Protagonist der Erzählung ist ein junger Kuhhirt, der auf Erden ein menschliches Dasein führte, während die Weberin als gute Fee nur gelegentlich vom Himmel auf die Erde herabstieg. Beide trafen sich und verliebten sich in einander. Nach ihrer Vermählung hütete der Mann weiter die Kühe und bestellte das Feld, während seine Gattin mit größtem Geschick feinste Stoffe webte. Gemeinsam mit ihrem Sohn und ihrer Tochter führten die Liebenden ein glückliches Leben.

Als der Himmelskaiserin diese Geschichte jedoch zu Ohren kam, war sie erzürnt. Aus ihrer Sicht stellte der Ehebund der Fee mit einem gewöhnlichen Menschen eine grobe Verletzung der himmlischen Vorschriften dar. Und so erließ sie den Befehl, die Weberin zurück in den Himmel zu holen und sie dort anzuklagen. Als die Himmelskaiserin die Fee zu sich holte, um diesen Beschluss umzusetzen, lief der Kuhhirt seiner Gattin mit ihren beiden Kindern so schnell er nur konnte nach. Doch als er sie schon fast erreicht hatte, zog die Himmelskaiserin eine goldene Spange aus ihrem Haar und zog eine Linie über das Firmament. Das war die Geburt der Milchstraße. Der Kuhhirt war nicht im Stande, diese zu überqueren. Durch die Galaxie getrennt, konnten die beiden Liebenden einander von nun an nur noch mit Tränen in den Augen gegenüberstehen. So gingen die Jahre ins Land und als die Himmelskaiserin sah, dass die beiden Liebenden einander noch immer die Treue hielten, war sie tief gerührt. Sie gestattete ihnen deshalb, sich einmal im Jahr, und zwar genau am siebten Tag des siebten Monats des Mondkalenders, wieder zu vereinen. Als die Elstern dies hörten, kamen sie flugs herbeigeflogen und bildeten für die beiden eine Brücke über den Himmelsfluss, damit sie auf ihr zueinander finden konnten.

Der Kuhhirt und die Weberin verwandelten sich im Himmel in zwei Sterne, nämlich den Altair und die Wega der Milchstraße. Auf antiken chinesischen Sternkarten sind diese zwei Sterne jeweils durch die Figuren eines Kuhhirten und einer Weberin versinnbildlicht.

Angesichts der treuen Liebe des Paares betrachten vor allem Mädchen an diesem Festtag gerne den Sternenhimmel und suchen nach dem Altair und der Wega in der Hoffnung, das Zusammentreffen mitzuerleben, dem Liebesgespräch zwischen dem Kuhhirten und der Weberin zu lauschen und letztlich selbst die große Liebe zu finden.

Nach einer verbreiteten Sitte in der Stadt Jinhua und ihrem Umland in der südostchinesischen Provinz Zhejiang wird an diesem Tag in vielen Haushalten sogar ein Hahn geschlachtet, damit dieser keinen Tagesanbruch melden kann und so die Nacht des Festtages nicht vorrübergehen und die Liebenden nicht wieder getrennt werden können.

Die Weberin als Fee der handwerklichen Geschicklichkeit im Kreis Xihe

In unterschiedlichen Regionen Chinas wird das Fest auf unterschiedliche Weise begangen und hat somit einen vielfältigen lokalen Anstrich erhalten. Neben dem Hauptaspekt der treuen Liebe wurden der Feier im Lauf der Jahre je nach Region weitere Bedeutungen hinzugefügt. Besonders zu erwähnen ist die Verehrung des hohen weiblichen handwerklichen Geschicks im Rahmen der Feierlichkeiten. Diese Sitte wurzelt im Kreis Xihe in der nordwestchinesischen Provinz Gansu. Dort wird die Weberin aus der Volkssage als Gottheit bzw. Fee der handwerklichen Geschicklichkeit verehrt. Die einheimischen Frauen haben eigene Volkslieder für die Weberin geschaffen, um ihre virtuosen Fertigkeiten zu besingen. Daraus ist über die Jahre eine gängige volkstümliche Sitte gereift.

Im Kreis Xihe in der nordwestchinesischen Provinz Gansu wird die Weberin aus der Volkssage als Gottheit bzw. Fee der handwerklichen Geschicklichkeit verehrt.

In dieser lokalen Tradition wird die Weberin als Gottheit verehrt, die es vermag, aus Wolken Brokat und himmlische Kleidungsstoffe zu weben. Sie wird als Fee der handwerklichen Geschicklichkeit gefeiert. Die zeremoniellen Aktivitäten dauern sieben Tage und acht Nächte an – die längste folkloristische Veranstaltung an diesem Ort. Sie beginnen am Abend des 30. Tag des sechsten Mondmonats und enden am Abend des siebten Tages des siebten Mondmonats. Bei verschiedenen Zeremonien tanzen und singen die Mädchen und Frauen des Ortes, um der Gottheit der Weberin Opfer zu bringen und für handwerkliche Geschicklichkeit zu beten. Diese Tage und Nächte gelten als kostbare Zeit in jedem Jahr, in der Mädchen und Frauen sich vergnügen und ausgelassen feiern können.

In den Gemeinden und Dörfern im Kreis Xihe haben sich im Lauf der Zeit feste Anlaufpunkte zur Durchführung der Feierlichkeiten herausgebildet. In einer Gemeinde finden sich in der Regel vier bis acht solcher Anlaufstellen, in den einzelnen Dörfern sind es bis zu vier. Die Mädchen, die die Vorbereitungen für die Gebetszeremonie übernehmen, versammeln sich dann um die Anlaufstellen und platzieren beispielsweise Bildtafeln der Weberin auf den sakralen Tischen und positionieren Opfergaben um sie herum. Wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann die eigentliche Feier beginnen.

Im Kreis Xihe gibt es noch eine weitere besondere Sitte, die im Zusammenhang mit dem Qixi-Fest steht. Vom Drachenbootsfest, also dem fünften Tag des fünften Monats des Mondkalenders an, pflegen die heimischen Jungen und Mädchen, einen aus roter Haarschnur geflochten Blumenknoten am Handgelenk zu tragen. Erst nach dem Qixi-Fest wird dieser Glücksbringer abgelegt. Dann lösen sie den Knoten auf und verbinden alle roten Schnüre miteinander. Zwei Mädchen ziehen diese lange Schnur schließlich über den Fluss, während die anderen Weihrauchstäbchen anzünden und kniend Gebete sprechen. Danach stellen sich alle Anwesenden in einer Reihe auf und singen die Arme schwingend das traditionelle Festlied „Eine Brücke schlagen“. Zum Schluss lassen die beiden Mädchen am Ufer die Schnur los, so dass sie von der Strömung des Flusses davongetragen wird. Damit gilt der erste Akt der Zeremonie als vollzogen.

Am späten Abend des 30. Tages des sechsten Mondmonats wird traditionell die Begrüßungszeremonie für die Fee der handwerklichen Geschicklichkeit veranstaltet. Hierfür machen sich die Mädchen besonders zurecht und singen im Chor das Lied „Begrüßung der Fee“. Das Symbol der Fee wird im Anschluss feierlich in das Haus einer Familie des Dorfes getragen.

Während der mehrere Tage andauernden Feierlichkeiten spielt insbesondere der Festgesang eine zentrale Rolle. Die Mädchen versammeln sich immer wieder um das Bildnis der Fee und singen festliche Lieder, um ihre eigenen Wünsche und Hoffnungen zum Ausdruck zu bringen, die eigene Gesangkunst unter Beweis zu stellen und nicht zuletzt auch, um der Fee im Himmel eine Freude zu bereiten. Die Lieder, die dabei zum Besten gegeben werden, sind ausschließlich für das Qixi-Fest vorgesehen und haben sich durch Überlieferung über Generationen herauskristallisiert.

In einigen Dörfern werden am Abend des siebten Tages des siebten Mondmonats außerdem noch Wahrsagungsspiele veranstaltet. Neben einer Wasserschale stehen dabei zwei leuchtende Kerzen und die Teilnehmerinnen werfen einzelne Bohnensprossen ins Wasser. Anhand der Formen der Bohnensprossen im Wasser lassen sich so Vorhersagen über das handwerkliche Geschick der Mädchen machen, so der Volksglaube.

Der letzte Akt der Feier ist die Verabschiedung der Fee. Er wird am späten Abend des siebten Tages des siebten Mondmonats zelebriert. Auch hier werden wieder zahlreiche festliche Lieder vorgetragen.

2010 wurden die Bräuche zur Feier des Qixi-Festes im Kreis Xihe in die erweiterte Liste des immateriellen Kulturerbes Chinas aufgenommen.

Lokale Feier des Qixi-Festes in Guangzhou

Tausende Kilometer von Xihe entfernt wird das Qixi-Fest in der südchinesischen Metropole Guangzhou mit ganz unterschiedlichem Lokalkolorit begangen. Hier wird die Figur der Weberin von den Einheimischen als „siebte Schwester“ bezeichnet, da man hier glaubt, die Heldin der Volkssage habe noch sechs ältere Schwestern gehabt. In Guangzhou hat das Qixi-Fest, das seine Blütezeit in der ausgehenden Qing-Dynastie und der beginnenden chinesischen Republik erreichte, traditionell einen sehr hohen Stellenwert.

Im Viertel Tianhe der Metropole Guangzhou findet jedes Jahr die größte Qixi-Feier der Stadt statt. Das Festprogramm deckt ein breites Spektrum ab. Unser Bild zeigt einen reich gedeckten Opfertisch für die Weberin aus der klassischen Volkssage.

Besucher erwartet zu diesem Anlass ein buntes Treiben: In den Straßen der Hauptstadt der südchinesischen Provinz Guangdong werden dann zahlreiche Märkte für Frauenwaren abgehalten. Vor allem in den Stadtvierteln Tianhe, Fanyu und Huangpu werden die Festbräuche besonders gut sichtbar. Im Dorf Zhucun im Stadtviertel Tianhe findet jedes Jahr die größte Qixi-Feier der Stadt statt. Das Programm der Feierlichkeiten in Guangzhou deckt ein breites Spektrum ab. Es reicht von Zeremonien der Verehrung der Unsterblichen Weberin über große Festmähler für die „siebte Schwester“ bis hin zu aufwendigen Opernaufführungen. Die Vorbereitung für die Feierlichkeiten beginnen schon drei bis vier Monate vor dem eigentlichen Fest. Frauen und Mädchen kaufen dann buntes Papier, Reiskörner, Sesam und Bohnenkerne ein, um kunsthandwerkliche Gegenstände daraus zu fertigen. Außerdem legen die Menschen Reissaaten und grüne Bohnen ins Wasser und lassen sie aufgehen. Daraus entstehen Setzlinge und Gemüse, die zur Verehrung der Gottheit verwendet werden.

Am Vorabend des großen Festes decken die Mädchen traditionell einen sakralen Tisch, entweder vor der eigenen Haustür oder in der Mitte des Wohnzimmers. Auf den Tisch werden Kerzen, handgemachte Kostbarkeiten, Obst und Blumen gestellt. Diese kleine Ausstellung ist für die Fee gedacht, stellt aber auch eine Augenweide für alle Besucher dar. An diesem Abend und auch am Abend des Qixi-Festes selbst führen die Mädchen in prächtigen Kleidern Zeremonien zur Verehrung der Weber-Fee aus, wobei ihre Köpfe siebenmal den Boden berühren. Bei dieser Zeremonie werden auch der Kuhhirt und die sechs älteren Schwestern der Weberin angebetet. All dies soll dem Volksglauben nach den irdischen Menschen ein glückliches Leben bescheren.

Im Anschluss daran folgt ein Wettbewerb, bei dem sich die Mädchen in ihrem handwerklichen Geschick messen. Dabei ziehen sie beispielsweise bei schwachem Licht einen Faden durch ein Nadelöhr. Wem dieses Kunststück zuerst gelingt, dem wurde, so sagt man, sein Geschick von der „siebten Schwester“ übertragen.

Auch das Festmahl und die Opfer für die Weberin sind wichtige Programmpunkte. Diejenigen Mädchen und Frauen, die bei der kleinen Ausstellung mitgewirkt haben, nehmen am Festessen teil. Sie hoffen dadurch, nicht nur ihre Freundschaft zu vertiefen, sondern auch, dass ihnen die „siebte Schwester“ als Schutzpatronin zur Seite steht. Große Familien laden zur Steigerung der festlichen Stimmung oft noch Tänzerinnen aus den umliegenden Dörfern sowie Gong- und Trommelorchester ein. Die Sitte des Festessens und der feierlichen Opfergaben für die Weberin wird bis heute in ganz Guangzhou gepflegt. In den vergangenen Jahren hat sich der Umfang der Feierlichkeiten sogar noch erweitert. So nehmen heute nicht nur Mädchen und Frauen an dem großen Festessen teil, sondern auch männliche Familienangehörige.

Im Lauf der Zeit haben sich zudem neue Bräuche und Gewohnheiten herausgebildet. Beispielsweise ist eine mit der westlichen Konfirmation vergleichbare Zeremonie, die das Erwachsenwerden von Mädchen feiert, hinzugekommen. Die weiblichen Erwachsenen laden angesehene Frauen der Gemeinschaft als Gäste zu dieser Zeremonie ein. Eine davon rollt dann die lange Haarpracht des Mädchens auf und verkündet offiziell den Übergang des Mädchens ins Erwachsenenalter.

Die Feier des Qixi-Festes in Guangzhou wurde 2011 ebenfalls in die erweiterte Liste des immateriellen Kulturerbes des Landes aufgenommen.

Lokalkolorit des Qixi-Festes in der Gemeinde Shitang

Die Gemeinde Shitang liegt im Verwaltungsgebiet der Stadt Wenling der südostchinesischen Provinz Zhejiang. Hier wird die Weberin als Schutzgottheit der Kindheit verehrt. Anlässlich des Qixi-Festes erbitten die Einheimischen in ihren Gebeten deshalb von der Weberin, dass ihre Kinder gesund aufwachsen mögen. Die Kinder stehen somit im Zentrum der Feierlichkeiten. Die Vollendung des 16. Lebensjahres markiert in Shitang die Grenze zwischen Kindheit und Erwachsensein. Vor der Vollendung des 16. Lebensjahres nehmen die Kinder an der alljährlichen Feier teil. Die Vorfahren der Einwohner stammen aus dem Süden der südostchinesischen Provinz Fujian und haben sich vor rund 300 Jahren in dieser Gemeinde angesiedelt. Sie waren es, die die alten Sitten zur Begehung des Festes in die Region mitgebracht haben, die die Einwohner von Shitang bis heute pflegen.

In der Gemeinde Shitang in der Provinz Zhejiang wird die Weberin als Schutzgottheit der Kindheit verehrt. Anlässlich des Qixi-Festes erbitten die Einheimischen von der Weberin, dass ihre Kinder gesund aufwachsen mögen. Zum Festprogramm gehören auch zahlreiche Tänze und Aufführungen.

Nach alter Tradition werden zur Feier des Qixi-Festes in Shitang große Tische vor den Haustüren aufgedeckt, auf die bemalte Papierpavillons und Papiersänften als Opfergegenstände gestellt werden. Außerdem dürfen auf dem Festtisch Schnapskännchen und kleine Becher sowie Obst, Gemüse und andere Opferspeisen nicht fehlen. Dann werden drei Weihrauchstäbchen angezündet. Während deren Rauch empor steigt, sollten die Kinder oder ihre Eltern im Stillen ihre Wünsche formulieren. Danach werden die papiernen Pavillons und Sänften verbrannt. Zuvor allerdings dürfen die Kinder die kleinen Figuren, die darauf befestigt sind, abnehmen und eifrig damit spielen. Traditionell dürfen bei den Feierlichkeiten auch Feuerwerk und Knallfrösche nicht fehlen.

Wenn in einer Familie im Jahr der Feier ein Kind das erste oder das 16. Lebensjahr vollendet hat, werden auch Verwandte zum familiären Festessen eingeladen. Besonders wichtig ist die Vollendung des 16. Lebensjahres und damit der Übergang ins Erwachsenenalter. Nach der Feier schenkt die Familie den Gästen traditionell noch Klößchen aus Klebreismehl.

Die Pavillons und Sänften aus Papier werden von einheimischen Künstlern in Handarbeit gefertigt. Die kleinen Pavillons bestehen in der Regel aus zwei Etagen. Pavillons mit drei Etagen gelten als besonders wertvoll. Die oberste Etage wird mit goldenem Papier dekoriert und an der Innenseite hängen die Bilder der Weberin sowie anderer Figuren aus der Volkssage.

Im Jahr 2011 wurden auch die in der Gemeinde Shitang verbreiteten Sitten des Qixi-Festes in die erweiterte Liste des immateriellen Kulturerbes Chinas aufgenommen.

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