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Chinesische Kinder- und Jugendliteratur: Cao Wenxuan erhält Hans-Christian-Andersen-Preis

29-06-2016

 

Von Jiao Feng

Auf der 53. internationalen Kinderbuchmesse, die vom 4. bis zum 7. April dieses Jahres in Bologna stattfand, wurde der chinesische Kinderbuchautor Cao Wenxuan mit dem renommierten Hans-Christian-Andersen-Preis ausgezeichnet. Cao ist der erste chinesische Autor, dem diese Ehre zuteilwurde.

Der Hans-Christian-Andersen-Preis gilt als „Nobelpreis der Kinder- und Jugendliteratur“. Und in diesem Jahr war sich die Preisjury in ihrer Entscheidung einig. Jury-Präsidentin Patricia Aldana lobte in ihrer Begründung zur Preisvergabe besonders Caos poetischen Stil, in dem der chinesische Autor in seinen Werken authentische und traurige Momente im Leben seiner meist jungen Protagonisten nachzeichne. In Chinas Literaturkreisen ist Cao Wenxuan längst bekannt dafür, welch großen Wert er auf reinen sprachlichen Stil und schriftstellerische Ästhetik legt. Die jüngste internationale Ehrung hat die künstlerische Qualität, den Einfluss und die Attraktivität chinesischer Literatur nicht nur im Kinder- und Jugendbuchbereich ein weiteres Mal bestätigt.

 

Preisträger: Kinderbuchautor Cao Wenxuan wurde mit dem renommierten Hans-Christian-Andersen-Preis ausgezeichnet.

 

Unverwechselbarer Stil

Cao Wenxuan geht seinem literarischen Handwerk bereits seit den 1970er Jahren nach. Seither verarbeitet er in seinen Werken seine eigene Wahrnehmung, wobei er über die Jahre seinen ganz eigenen künstlerischen Stil herausbilden konnte. 1983 erschien sein Roman „Eine Kuh ohne Hörner“, der ihm erste Bekanntheit bescherte. Seine Erzählung „Das alte Schloss“ aus dem Jahr 1985 wurde ein Publikumserfolg und damals mit dem Preis für das beste literarische Werk des Jahres von der einflussreichen chinesischen Zeitschrift „Jugendliteratur“ geehrt. Mit seinem Roman „Im Himmel fressen die Ziegen kein Gras“ konnte Cao 1991 seine wichtige Stellung im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur ein weiteres Mal eindrucksvoll untermauern. Vor allem im Ausgang des 20. Jahrhunderts erntete der chinesische Autor mit seinem literarischen Schaffen viel Lob und Anerkennung. Ende der 1990er Jahre erschien seine Trilogie über das Erwachsenwerden, die die drei Titel „Das Strohhaus“, „Rote Ziegel“ und „Der Vogel“ umfasst. Und auch seine nach der Jahrtausendwende veröffentlichten Werke „Der feine Reis“, „Der Schöpflöffel aus einer Kürbisschale“ und „Bronze und Sonnenblume“ entzückten nicht nur das junge Publikum, sondern gleichermaßen auch Eltern und Kritiker.

Cao Wenxuans Werke erzählen nicht nur mitreißende Geschichten, sondern sind auch sprachlich äußerst ansprechend. Wenn er die Handlung vor dem Leser entfaltet, behutsam Charaktere zeichnet, gesellschaftliche und historische Hintergründe streift oder gleich ein ganzes Leben nacherzählt, ist der Autor stets auf der Suche nach dem Positiven im Kern der Geschichte und versucht dieses hervorzuheben, damit die Kinder mithilfe seiner Werke ein positives Denken entwickeln können. „Kinder sind die Zukunft einer Nation und wir Kinderbuchautoren spielen sicherlich eine entscheidende Rolle dabei, den Nachwuchs bei der Herausbildung seines Charakters ein Stück weit zu begleiten“, erklärt Cao in einem früheren Interview. „Das ist natürlich eine große Verantwortung für uns Autoren“, fügt er hinzu. Mit ihrer positiven Energie und ihrer sprachlichen Ästhetik sind Caos Werke förmlich zu einer Manifestation dieser Mission geworden.

Caos Geschichten vom Erwachsenwerden finden nicht selten ihren Ursprung in den eigenen Erfahrungen des Autors in seiner chinesischen Heimat. In seinen Augen sind kindliche Unschuld und Naivität tief und lange während in der menschlichen Natur verwurzelt. Und so versucht Cao in seinen Werken die universellen Gefühle und geistigen Werte der menschlichen Natur sukzessive zu ergründen. Und da wundert es auch nicht, dass seine Trilogie des Erwachsenwerdens aus den 1990er Jahren bis heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt hat. Selbst Leser im Alter zwischen 20 und Mitte 30 berühren die Werke bis heute tief. Während manche Romane danach streben, die neue gesellschaftliche Wirklichkeit abzubilden, versucht Cao in seinen Büchern, das Inhärente der menschlichen Natur dauerhaft zu beleuchten.

Wie soll man unterscheiden zwischen Gut und Böse, Schön und Hässlich? Cao möchte seinem jungen Publikum hierfür Orientierungen mit an die Hand geben, ein Rüstzeug, um später im Leben letztlich eigene Werturteile zu fällen. Dabei überlässt der Autor keineswegs Mehrdeutigkeiten das Feld, sondern setzt auf schnörkellose, direkte Prosa, um seiner jungen Leserschaft gerechte Werte zu vermitteln. „Anders als Erwachsenen mangelt es Kindern noch an ausreichenden Fähigkeiten, Gut und Böse zu unterscheiden“, sagt er. Zwar sind entsprechende moralische Anleitungen auch in der allgemeinen Kinderliteratur zu finden, doch gelingt es Cao in seinen Werken auf eindrucksvolle Weise, diese orientierenden Werte noch eindringlicher zu vermitteln. So beschreibt er in seinen Romanen beispielsweise, wie Kinder beschwerliche Schicksale meistern, und wie sich die Wachstumsschmerzen schlussendlich mit dem Wunder des Erwachsenwerdens verflechten. „Selbst ein noch so bescheidenes Leben kann in einem eleganten und würdigen Stil nacherzählt werden“, sagt der Kinderbuchautor. Durch die Ästhetik seiner Worte mindert er die kleinen und großen inneren Wunden und Lasten seiner kleinen Protagonisten.

Schon seit Beginn legt Cao bei seinem Schaffen großen Wert auf eine an Chinas klassische Werke angelehnte Ästhetik. Höhepunkte in dieser Hinsicht bilden Werke wie „Der feine Reis“ oder „Bronze und Sonnenblume“. Im ersteren beschreibt Cao die unverwechselbare Schönheit der Landschaften südlich des Unterlaufs des Jangtse. Die Melancholie, die zwischen den Zeilen mitschwingt, zeugt von der Raffinesse von Caos vielschichtigem Schreibstil, der nur auf den ersten Blick von großer Einfachheit scheint. In „Bronze und Sonnenblume“ spitzt der Autor diese melancholischen Untertöne gekonnt zu. Das Ergebnis sind schmerzlich-schöne sprachliche Bilder, erzählt in einer Kompromisslosigkeit und Ehrlichkeit, die längst zu Caos Markenzeichen geworden sind.

„Unbeeindruckt von wechselnden literarischen Strömungen hat Cao über all die Jahre unbeirrt an seinem Verständnis von guter Prosa festgehalten“, sagt der renommierte chinesische Literaturkritiker Xie Mian. „Cao praktiziert die Philosophie des Ästhetizismus und meistert stetig und mit großer Kunstfertigkeit die großen schriftstellerischen Herausforderungen, die er sich selbst auferlegt hat. Mit der Zuerkennung des Hans-Christian-Andersen-Preises tragen seine jahrelangen schriftstellerischen Verdienste nun endlich die gebührenden Früchte“, so Xie weiter. Der Preis sei eine Auszeichnung sowohl für Caos schriftstellerischen Fleiß, als auch sein literarisches Ausnahmetalent.

20 Jahre für ein Buch

Caos jüngster Roman „Die Augen der Libelle“, der im Juni dieses Jahres veröffentlicht wurde, erzählt die Geschichte einer Familie im Shanghai der 1920er Jahre. Du Meixi, der Sohn des Besitzers einer örtlichen Seidenfabrik, verliebt sich darin in Marseille in eine Französin, die er 1925 zur Frau nimmt. Während des Zweiten Weltkriegs kehrt das Ehepaar nach Shanghai zurück. Caos Roman schildert insbesondere das Leben der Enkelin des Paares, A Mei. Aus der Perspektive dieser jungen Protagonistin erzählt der Autor eindrucksvoll vom großen Zusammenhalt in der Familie vor dem Hintergrund der dramatischen gesellschaftlichen Veränderungen in den 1960er und 1970er Jahren.

Während viele von Caos früheren Romanen oft in ländlichen Gegenden in seiner Heimat im Norden der Provinz Jiangsu angesiedelt waren, spielt das neueste Werk des Autors in der exotischen und bezaubernden Metropole Shanghai. Caos Erzählungen bewegen sich also sowohl im ländlichen China als auch vor der Kulisse der Millionenstädte der Volksrepublik ohne zu straucheln. Trotz der wechselnden Kulisse bleibt Cao seinem typischen literarischen Stil treu: Auch in seinem neuesten Werk legt er großen Wert auf literarische Ästhetik und arbeitet mit sprachlichen Mitteln filigran die Facetten der menschlichen Natur inmitten der Not heraus.

Dabei schien Cao das Werk alles andere als leicht von der Hand zu gehen. 20 Jahre dauerten die Vorbereitungen für den Roman. „Angefangen hat alles vor vielen Jahren, als mir eine Freundin in Shanghai die Geschichte ihrer Familie erzählte, die mich tief berührte“, erzählt Cao. Generell nimmt sich der Schriftsteller stets viel Zeit, um die Struktur, die Handlung und den sprachlichen Stil eines Werkes allmählich zu entwickeln. „Wenn ich dann erst einmal mit dem Schreiben begonnen habe, geht es eigentlich relativ schnell“, sagt der Andersen-Preisträger. Um den Roman „Die Augen der Libelle“ mit seinen rund 220.000 chinesischen Schriftzeichen fertigzustellen, benötigte Cao nach jahrelangen Vorbereitungen letztlich nur noch zweieinhalb Monate. „Danach habe ich die Rohfassung noch zweimal gründlich überarbeitet“, sagt er. Das zwischen den ersten Gesprächen mit dem Verlag bezüglich des Werkes bis zur endgültigen Fertigstellung insgesamt sieben Jahre ins Land gingen, hielt die Beteiligten nicht davon ab, an dem Projekt festzuhalten. Allen Beteiligten war letztlich bewusst, dass Cao ein Autor ist, der seinen Ruf pflegt und der jedes seiner Werke mit größter Sorgfalt behandelt. Das ist das Prinzip, welches Cao als Schriftsteller jahrelang verfolgt hat und das ihm letztlich auch zum Erfolg verhalf.

 

Cao Wenxuan beim Besuch einer Grundschule in Ningbo, Provinz Zhejiang

 

Schritt auf die Weltbühne

Bis heute wurden Caos Werke bereits in mehr als 40 Sprachen übersetzt und weltweit veröffentlicht. Dabei hat Cao auch mit vielen ausländischen Illustratoren zusammengearbeitet. Die perfekte Kombination chinesischer Geschichten mit dem visuellen Ausdruck internationaler Formen hat über die Jahre zahlreiche junge Leser auf der ganzen Welt begeistert.

Gelungene Abbildungen und Illustrationen können ein Buch zusätzlich aufwerten. Bei der Zusammenarbeit mit ausländischen Zeichnern legen chinesische Verlage den Illustratoren in der Regel zunächst Skizzen vor. Mit der erzählten Geschichte im Hinterkopf entwerfen die Zeichner dann aber ihre ganz eigene visuelle Interpretation der Handlung. Ein gutes Beispiel hierfür ist Caos Erzählung „Wohin sind Xiaoye und sein Vater gegangen?“. Diese erzählt die Geschichte eines mutterlosen Jungen und seines Vaters, die so arm sind, dass sie sich von ihren Nachbarn Weizen leihen müssen. Die Illustratorin der italienischen Ausgabe Eva Montanari stellt in einer ihrer Abbildungen den Mond als Gesicht der Mutter des Jungen dar, obwohl dies im Roman so nicht erwähnt wird. Cao als Autor unterstützt solche kreativen Freiräume. Er sagt: „Ich finde es gut, dass Montanari ihrer eigenen Phantasie freien Lauf gelassen hat und so die Einsicht in den Roman für die jungen ausländischen Leser noch berührender gemacht hat.“

Zhang Yuntao, stellvertretender Chefredakteur des chinesischen Verlages Daylight Publishing House, ist überzeugt, dass Chinas Verleger sich über die Zusammenarbeit mit ausländischen Illustratoren durchaus einige Kenntnisse über die gute Zusammenstellung von Büchern abgucken können. Hier gibt es in der chinesischen Branche noch Nachholbedarf. „Abbildungen dienen nicht nur als Verzierung eines Buchs. Sie tragen dazu bei, die Geschichte zu vervollkommnen“, sagt Zhang. Früher zweifelten chinesische Verleger oft an der Attraktivität chinesischer Geschichten für ein ausländisches Publikum. „Über die vermehrte Zusammenarbeit mit internationalen Verlagen haben wir allerdings mittlerweile festgestellt, dass Verlagshäuser im Ausland durchaus ein großes Interesse daran haben, ihre Leser mit dem Leben von Kindern in anderen Ländern vertraut zu machen“, sagt er. „Geschichten mit chinesischen Besonderheiten sind also auch für ein ausländisches Publikum überaus wertvoll.“

Wichtige Werke von Cao Wenxuan:

„Eine Kuh ohne Hörner“ (Novelle, 1983)

 „Die alte Mauer“ (Roman, 1985)

 „Das schneebedeckte kleine Haus“ (Novelle, 1988)

 „Im Himmel fressen die Ziegen kein Gras“ (Roman, 1991)

„Das Strohhaus“ (Roman, 1997)

„Rote Ziegel“ (Roman, 1998)

„Der Vogel“ (Roman, 1999)

„Der feine Reis“ (Roman, 2003)

„Der Schöpflöffel aus einer Kürbisschale“ (Roman, 2005)

„Bronze und Sonnenblume“ (Roman, 2005)

„Gelbglasierte Ziegel“ (Roman, 2007, 1. Band von „Dawang Shu“)

„Die rote Laterne“ (Roman, 2008, 2. Band von „Dawang Shu“)

„Dingding und Dangdang“ (Roman, 2012)

„Fenglindu“ (Roman, 2014)

„Brand“ (Roman, 2015)

„Die Augen der Libelle“ (Roman, 2016)

Darüber hinaus veröffentlichte Cao zudem mehrere Bände mit gesammelten Erzählungen, darunter „Die alte Burg im Nebel“, „Eine stumme Kuh“, „Ahnentempel in der Abenddämmerung“, „Trauriges Feld“, „Ein roter Kürbis“, „Das Rosental“. Hinzu kommen zahlreiche in den 1980er Jahren publizierte wissenschaftliche Arbeiten im Bereich chinesische Literatur sowie Ende des 20. Jahrhunderts mehrere philosophische Abhandlungen über die Beschaffenheit von Kunst und Literatur.

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