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Netzliteratur: Onlineromane und „Micro Fiction“ erobern das Reich der Mitte

02-08-2016

 

Von Verena Menzel

 

Medien, egal ob Printmedien, Hörfunk, Fernsehen oder eben das Internet, sind längst nicht nur reine Träger von Inhalten oder Übermittler von Informationen, nein, sie formen diese durch ihre jeweiligen medialen Voraussetzungen schon im Entstehungsprozess mit. Das gilt insbesondere auch für das Internet, als das neue und vorherrschende Kommunikationsmedium des 21. Jahrhunderts. Ein spannendes Beispiel, an dem die Veränderungen klassischer Inhaltsmuster, die der Aufstieg des World Wide Web mit sich bringt, besonders deutlich werden, ist derzeit in China zu beobachten. Hier hat das Internet in den letzten Jahren den klassischen Literaturbetrieb, wie wir ihn in vielen westlichen Industrienationen kennen, gehörig umgekrempelt. Seit der Jahrtausendwende feiert im Reich der Mitte eine neue Form des literarischen Schreibens einen beeindruckenden Siegeszug– die so genannte Online- oder Internetliteratur.

 

Dabei handelt es sich nicht etwa um auf herkömmliche Weise entstandene literarische Texte, die im Netz lediglich auf digitale Weise wieder veröffentlicht werden. Nein, Onlineliteratur sind Werke, die eigens für das Medium Internet geschaffen wurden, dort nicht nur erstmals erscheinen, sondern in ihrem Entstehungsprozess schon entscheidend von den Merkmalen des Zielmediums geformt werden. Schnelligkeit und Schnelllebigkeit, eine niedrige Zugangsschwelle, die virtuelle Losgelöstheit von den Beschränkungen realer Materialien sowie insbesondere die starke Interaktivität des Internets werden dabei zu prägenden Faktoren. Was entsteht, sind ganz neue literarische Formen, die von digitaler Poesie, literarischen Weblogs oder sogenannter „Micro Fiction“ bis hin zu kollaborativem Schreiben reichen. Meist sind diese neuen Gattungen stark geprägt von einer direkten Interaktion zwischen Autor und Leser, wie sie es im Falle des Buches so nie gegeben hat.

 

 
Laut einer Studie des chinesischen Webportals Sootoo.com lasen im 1. Quartal 2015 bereits 350 Millionen Chinesen regelmäßig Onlineliteratur. 85 Prozent der Befragten gaben zudem an, überwiegend digital und nicht auf Papier zu lesen. 

 

Laut einer Studie des chinesischen Webportals Sootoo.com lasen im 1. Quartal 2015 bereits 350 Millionen Chinesen regelmäßig Onlineliteratur. Drei Jahre zuvor im Jahr 2012 waren es noch 233 Millionen. In der Studie gaben zudem 85 Prozent der Befragten an, überwiegend digital und nicht auf Papier zu lesen. Die durchschnittliche tägliche Lesezeit von Büchern oder längeren Aufsätzen auf mobilen Geräten derjenigen, die das Lesen als bevorzugten Zeitvertreibt genannt hatten, beziffert die Umfrage auf rund 84,6 Minuten. Damit liegt die Dauer der digitalen Lesefreude der Chinesen deutlich vor anderen mobilen Formen der Freizeitbeschäftigung wie Musikhören (täglich rund 72,6 Minuten), dem Surfen auf Social-Media-Plattformen (66,1 Minuten), Onlinespielen (54,6 Minuten) oder dem Konsum von portablen Videos (45,8 Minuten).

 

Das Marktvolumen des Bereichs Onlineliteratur wuchs zwischen 2012und 2015 von 2,7 Milliarden auf rund 7 Milliarden Yuan, umgerechnet von 364 Millionen auf 943 Millionen Euro also. Damit ist die Internetliteratur zu einem vielversprechenden Sektor der Kulturwirtschaft gereift. Kein Wunder also, dass chinesische Internetriesen wie Alibaba oder Tencent in den vergangenen Jahren großzügig in das aufstrebende Marktsegment investierten. Auf ihren Leseplattformen haben sie längst eigene Webautoren unter Vertrag. Die Firma Tencent, die unter anderem Chinas erfolgreichsten Messangerdienst QQ und die beliebte Nachrichten-App WeChat betreibt, schloss sich Anfang vergangenen Jahres mit dem Online-Verlagshaus Cloudary der Shanda-Gruppe zusammen. Zuvor war Cloudary seit den Anfängen 2008 als Betreiber von insgesamt fünf erfolgreichen Webportalen für Onlineliteratur, die stattliche sechs Millionen Titel und insgesamt 1,6 Millionen Autoren im Aufgebot hatten, zum größten Anbieter von Internetliteratur in China gereift. Der Schritt unterstreicht eindrucksvoll die große Bedeutung, die Chinas IT-Giganten dem neuen Sektor beimessen.

 

Was aber macht die Onlineliteratur gerade in China so erfolgreich, während sie in vielen westlichen Ländern eher einen Nischenmarkt bildet? Welche Zutaten machen die neue Literaturform bei Lesern wie Geschäftsleuten gleichermaßen beliebt?

 

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, lohnt es sich, die Entwicklung des Literaturbetriebs der Volksrepublik seit Beginn der Reform und Öffnung genauer unter die Lupe zu nehmen. Lange spielten in China hier traditionell Literaturmagazine eine zentrale Rolle. Sie galten als das Medium des literarischen Mainstreams und waren nicht nur beim Publikum beliebt, sondern wurden auch oft zum ersten Sprungbrett für hoffnungsvolle Nachwuchsautoren. Nach Beginn der Reform und Öffnung und mit zunehmender Marktorientierung sowie der damit einhergehenden vermehrten Nischenbildung wurden die Magazine ihrer Funktion als Mainstream-Kanal der Literaturwelt allerdings bald nicht mehr gerecht.

 

„Unter dem Banyanbaum“: Als erstes chinesisches Portal für Onlineliteratur trat 1997 die Seite rongshuxia.com auf den Plan. User konnten über das Portal selbst Literatur einreichen und die Werke anderer Autoren online kostenlos lesen. 

 

Wer in diese Lücke vorstieß, war schließlich ab Ende der 1990er Jahre das aufstrebende Internet. Durch seine niedrige Zugangsschwelle und seine neuen Ausdrucksmöglichkeiten entfaltete es eine neue Spielwiese für junge, unbekannte Autoren sowie eine ganze Heerschar von Hobbyliteraten. Als erstes chinesisches Portal für Onlineliteratur trat 1997 die Seite rongshuxia.com, auf Deutsch „unter dem Banyanbaum“, auf den Plan. User konnten über die Seite selbst Literatur einreichen und diese auch online kostenlos lesen. „Unter dem Banyanbaum“ reifte so eine ganze Reihe junger Autorentalente heran, darunter so bekannte Namen wie Han Han, Ning Caishen, Jin Hezai oder Murong Xuecun.

 

Seither hat die Branche goldene Entwicklungsjahre durchlaufen. Die Phase der ersten Selbstfindung und Experimentierfreude wurde mittlerweile durch zunehmende Kommerzialisierung und die Gründung eigener Onlineverlagshäuser abgelöst. Der großen Begeisterung der Leserschaft tat diese Entwicklung keinen Abbruch. Die Onlinewerke können vor allem bei jungen, urbanen Lesern, die in großen Metropolen wie Beijing oder Shanghai leben und laut Statistiken von Soogoo.com (速途网) zu 85 Prozent jünger als 40 Jahre alt sind, punkten. Und aus dieser Gruppe von Vertretern der aufstrebenden, neuen Mittelschicht, die ab den 1970er Jahren und danach das Licht der Welt erblickten, stammen letztlich auch die meisten Autoren der Webwerke.

 

Das Besondere der Netzliteratur, das für viele eingefleischte Fans den Charme der neuen Werke ausmacht: Die neuen Formen nutzen intensiv die Interaktivität des neuen Mediums. Autor und Leser treten in direkte Interaktion, nicht nur durch Kommentare, die vom Publikum unter den Veröffentlichungen online hinterlassen werden können, sondern auch schon während des eigentlichen Schaffensprozesses. Hier haben sich, inspiriert durch die neuen Möglichkeiten des Mediums, teils völlig neue literarische Gattungen herausgebildet, darunter etwa das kollaborative Schreiben, bei dem die Werke gemeinsam von mehreren Autoren oder von den Netizens selbst vollendet werden.

 

Chen Peng gelang 2010 mit seiner Mikro-Serie „Life of eilikochen“ der Durchbruch. Darin kreierte der Nachwuchsautor literarische Momentaufnahmen, die er im Laufe der Zeit wieder zu umfangreichen lyrischen Collagen zusammensetze. 

 

Als weitere literarische Spielart haben es in China die so genannten „Mikrogeschichten“ (Weixiaoshuo) zu großer Beliebtheit gebracht. Der schieren Unendlichkeit des virtuellen Raumes setzen die Autoren dieser Werke ähnlich wie die Verfasser von Twitter-Nachrichten eine mehr oder weniger streng gehandhabte Längenbegrenzung entgegen. Die Minigeschichten verdichten ihren erzählerischen Inhalt auf maximal 140 chinesischen Schriftzeichen, wenige kurze Sätze also. Autoren wie Chen Peng, dem 2010 mit seiner Mikro-Serie „Life of eilikochen“ in diesem Bereich der Durchbruch gelang, feierten mit ihren literarischen Momentaufnahmen, die sie im Laufe der Zeit teils wieder zu umfangreichen lyrischen Collagen zusammensetzen, in Chinas Netzgemeinde große Erfolge.

 

Die gängigsten Formenchinesischer Netzliteratur sind aber noch immer klassische Erzählformen wie Romane und längere Erzählungen. Hierbei erfreuen sich in China bei der jungen Onlinefangemeinde insbesondere Krimis, Fantasy und Science Fiction, aber auch Dramen am Kaiserhof, Geschichten aus dem Berufs- und Studentenleben, Zeitreise- und Grabräuberabenteuer sowie historische Romane großer Beliebtheit. Oft erscheinen die Stoffe kapitelweise oder als Fortsetzungsreihen und spiegeln damit auch formal die Besonderheiten der digitalen, oft in kürzere Aufmerksamkeitsspannen unterteilten Lesegewohnheiten wider. Und letztlich schafft diese Gestalt auch einen idealen Anknüpfungspunkt zur Weitervermarktung der erzählerischen Stoffe in anderen Medien. Hier liegt letztlich eines der entscheidenden wirtschaftlichen Erfolgsrezepte des Segments, das wohl auch erklärt, warum die Onlinegeschichten vor allem in China auch kommerziell derartig große Erfolge feiern.

 

Wem im Netz der Durchbruch gelingt, der hat nämlich auch gute Chancen, wieder den Weg auf den traditionellen Buchmarkt zu finden. Die typische Erfolgsgeschichte verläuft dabei vom Internethype über eine Wiederveröffentlichung des Stoffes in Buchform bis hin zur späteren Weiterverarbeitung als Film- oder Serienvorlage oder in Form von Mangas, Comics oder Computerspielen. Über die Jahre hat sich um Chinas Onlineliteratur so eine ausgereifte Produktionskette herausgebildet, deren Zyklen vom Internetdurchbruch bis zur Weitervermarktung immer kürzer werden.

 

Anders als in Europa, den USA oder asiatischen Nachbarländern wie Japan oder Südkorea, in denen die auf einzelne Medien abgestimmten Produktionsmechanismen der Popkultur schon vor Beginn des Netzzeitalters vergleichsweise gut ausgebildet waren und Genreromane in Buchform später als Film- oder Fernsehadaptionen, Comicbücher oder Mangas lukrativ weitervermarktet werden konnten, setzten diese marktwirtschaftlichen Mechanismen im Reich der Mitte erst viel später ein. Während die Vermarktungsstrukturen in den westlichen Industrienationen also auch nach dem Aufkommen des Internets mit geringen Anpassungen im Kern unverändert blieben, waren sie zur Zeit des Siegeszugs des World Wide Web in China noch vergleichsweise unterentwickelt und damit formbar.

 

Mit dem Erfolg des Internets öffnete sich im Reich der Mitte also plötzlich ein neuer Raum, den junge Amateur- und Profiliteraten ausgiebig nutzten. Den neu aufkommenden chinesischen Online-Schreibportalen gelang es auf diese Weise, viele ehemalige Ressourcen des klassischen Literaturbetriebs für sich zu vereinnahmen, welche in den ausgereifteren Literaturmärkten der Industrieländer fest in der Hand der großen Papierverlage blieben. In den vergangenen Jahren gelang es den neuen Playern in China auf diese Weise, nicht nur eine große Fangemeinde aufzubauen, sondern sich auch schon früh Gelder aus dem aufstrebenden Anime-, Comic- und Games-Sektor (ACG-Sektor) zu sichern. Die große Mehrheit der Leser chinesischer Internetliteratur ist Statistiken von Sootoo.com zufolge männlich (76 Prozent). Zudem sind die Nutzer oft gleichzeitig glühende Anhänger der ACG-Kultur sowie Konsumenten angloamerikanischer oder japanisch-koreanischer Serien, was Plattformen und Autoren bei der Weitervermarktung erfolgreicher Onlinestoffe in die Hände spielt.

 

Han Han ist einer der jungen Nachwuchsautoren, dem durch seine Onlinepublikationen der Durchbruch gelang. 

 

Einige der erfolgreichsten Onlineautoren Chinas streichen mit ihren Werken mittlerweile Tantieme in Millionenhöhe ein. Chinas kommerziell erfolgreichster Internetautor 2015, Tanjia Sanshao konnte sich über Einnahmen in Höhe von 110 Millionen Yuan freuen, das sind umgerechnet rund 14,8 Millionen Euro. Fünf weitere Autoren verdienten mehr als 50 Millionen Yuan (6,7 Millionen Euro), über 160 Autoren konnten die Gehaltsmarke von einer Millionen Yuan (134.000 Euro) knacken, wie Wu Shulin, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Publishing Association of China bei der diesjährigen internationalen Konferenz „Story Drive“ der Frankfurter Buchmesse in Beijing bezifferte.

 

Doch trotz allem bleiben diese Erfolgsgeschichten natürlich die Ausnahme. „Es gibt mittlerweile in China Millionen von Autoren im Netz“, sagt Wu. Nur den wenigsten allerdings gelinge der Durchbruch. Einer der Gründe: Die Merkmale des Internets als neues Medium mit niedriger Zugangsschwelle, schnellen und unbürokratischen Veröffentlichungswegen, einer breiten potentiellen Leserschaft und seiner Unabhängigkeit von den Schranken klassischer papierbasierter Medien, sind für die Onlineliteratur Fluch und Segen zugleich.

 

„Es gibt noch immer große Unterschiede, was die Qualität der Werke betrifft“, erklärt Wu. Kritiker bemängeln dabei nicht nur den hohen Kommerzialisierungstrend des Sektors, in dem sich auch Werke tummeln, die das erzählerische Gewand zur „weichen“ Vermarktung bestimmter Produkte nutzen. Auch fehle es im Vergleich zu gedruckten Romanen bisher an einem ausgereiften System der Literaturkritik. Bisher entscheide vor allem der Geschmack der breiten Masse. „Manche Inhalte sind gar gewaltverherrlichend oder in sonstiger Form bedenklich“, sagt Wu. Und auch im Bereich des Schutzes geistiger Eigentumsrechte gebe es noch viel zu tun. Jürgen Boos, Präsident der Frankfurter Buchmesse, bezeichnete am Rande der „Story Drive 2016“ die Funktion der Verlage als Qualitätsgarant deshalb auch für den chinesischen Literaturbetrieb weiterhin als „unentbehrlich“.

 

Unbestreitbar bleibt dennoch, dass es in China durch zunehmende Adaption in Filmen, Serien sowie auch die Wiederveröffentlichung in gedruckter Form, gelungen ist, die Internetliteratur seit ihren Ursprüngen Ende der 1990er Jahre erfolgreich von einem belächelten Nischenprodukt zu einer eigenen, vielversprechenden kulturellen Industrie aufzubauen, die längst den Mainstream der internetbegeisterten chinesischen Leserschaft erobert hat. Wie sich die literarische Qualität in Zukunft weiterentwickeln wird, hängt sicherlich auch von den wachsenden Ansprüchen des Zielpublikums ab. Außer Frage dürfte stehen, dass mit dem Boom der Onlineliteratur im Reich der Mitte ein spannendes Experimentierfeld entstanden ist, genährt von den Ideen der in den 1970ern und 1980ern geborenen Autoren und ihrer jungen Leserschaft. Eine künstlerische Spielwiese, die in Zukunft nicht nur dem gesamten chinesischen Kulturbetrieb neue Impulse geben dürfte, sondern auch den alten, westlichen Märkten interessante Anstöße bieten könnte.

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