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Von Nacktheirat und Krokodilsärmchen – Wie neue Begriffe Chinas Umbruch spiegeln

29-11-2016

 

Von Verena Menzel

 

Wer wissen möchte, was sich in einer Kultur so tut, wie sich eine Gesellschaft verändert und entwickelt, für den lohnt sich der Blick in die Landessprache. Sobald neue Phänomene auftauchen, alte Muster aufbrechen und sich neue Trends und Entwicklungen durchsetzen, schlägt sich das nämlich fast immer auch sprachlich nieder. Zeichnen sich neue Dingen doch eben genau dadurch aus, dass anfangs noch keine festen Begriffe für sie bestehen, keine geistigen und somit eben auch keine sprachlichen. Sobald sie jedoch eine gebräuchliche sprachliche Manifestierung finden, eine eigene Bezeichnung also, sind sie in der Regel auch im Bewusstsein der Allgemeinheit angekommen. Will man also den Puls der Zeit einer Gesellschaft nachfühlen, und das gilt natürlich auch für die chinesische, und neue kulturelle und gesellschaftliche Trends ausfindig machen, lohnt sich der Blick durch die sprachliche Brille!

 

Vor allem das Internet mit seinen raschen Kommunikationsmöglichkeiten hat in den vergangenen Jahren Tür und Tor für einen noch kreativeren Umgang mit der Sprache geöffnet und die Verbreitung neuer Begriffe beschleunigt. Mancher chinesischer Ausdruck, der noch nicht in den offiziellen Wörterbüchern zu finden ist, hat sich längst seinen Weg gebahnt in die Köpfe und auf die Lippen der Menschen und bringt so Phänomene auf den Punkt, die zuvor allenfalls implizit in der Luft lagen. Manche dieser neuen Wörter verschwinden genauso schnell wieder, wie sie aufgekommen sind. Andere dagegen bleiben und gehen in den festen Sprachgebrauch über. Diese Neologismen bezeichnen nicht nur Hypes und kurzlebige Moden, sondern diejenigen Dinge, die für eine Sprechergemeinschaft langfristig von Bedeutung sein werden.

 

Im Chinesischen sind in den letzten Jahren zahlreiche solcher neuer Begriffe aufgekommen, die der chinesischen Gesellschaft den Spiegel vorhalten und für Ausländer einen spannenden Einblick in die momentanen Umbrüche und Veränderungen im Reich der Mitte geben. Doch was ist gemeint, wenn von „Nacktheirat“, „Krokodilsärmchen“ oder „Menschenfleischjagd“ die Rede ist? Wir verraten es!

 

Heirat im Adamskostüm 裸婚

 

 

Kein Auto, keine Wohnung, kein Hochzeitsbankett: Immer mehr Paare in China trauen sich auch ohne materielles Polster zum Standesamt. 

 

Zur Standardausstattung einer ordentlichen Hochzeit gehörten in der Vergangenheit in China zumindest eine Eigentumswohnung und eine ordentliche Hochzeitsfeier mit allem Drum und Dran. Heute sollten neben einem stattlichen Einkommen auf männlicher Seite am besten auch ein eigenes Auto für das frisch vermählte Paar, ein schmucker Ring am Finger, ein aufwendiges Hochzeits-Glamourshooting vor berühmter Kulisse und ein Flitterwochenreiseziel mit Neidfaktor nicht fehlen. In der Vergangenheit war Heiraten in China zwangsläufig eine Familienangelegenheit und der Ehebund diente weniger romantischen Zwecken, als vielmehr der finanziellen Absicherung und der Bildung einer Versorgungsgemeinschaft. Das war bevor das aufkam, was man heute in China in der Umgangssprache die „Nacktheirat“ nennt. Kein Grund aber, um rot zu werden! Gemeint ist nicht etwa Freikörperkultur im Standesamt, sondern im übertragenen Sinne das Abstreifen des gesellschaftlichen Ehekorsetts mit seinen materiellen Verpflichtungen und Ansprüchen. Angesichts steigender Lebenskosten, insbesondere in den großen Metropolen, und eines Umdenkens bei Chinas Jugend, die statt nach einer arrangierten „Vernunftsehe“ nach Romantik und Freiheit strebt, entscheiden sich heute viele junge Menschen für einen Ehebund ohne Wohnung, ohne Auto und ohne ausladendes Hochzeitsbankett. Die Bezeichnung „nackt heiraten“ hat diesem neuen Phänomen sprachlich ein Denkmal gesetzt und diente 2010 sogar als Titel für eine wunderbar kitschige Fernsehserie mit Happy-End-Garantie. Nur bei der Elterngeneration junger Chinesen will der Charme der Heirat im Adams- bzw. Evakostüm noch nicht so recht ankommen. Denn sie sähe den eigenen Nachwuchs lieber im kuschlig ausgepolsterten Ehenest und drängelt entsprechend auf eine solide Partnerwahl.

 

Wut-Fahrer 路怒症

Die nächste Vokabel hat eher rohe als romantische Wurzeln. Denn die idyllischen Zeiten, in denen China als Land der Fahrräder galt, gehören längst der Vergangenheit an. Wer heute in der Volksrepublik etwas auf sich hält, der sitzt, wie wohl überall auf der Welt, lieber hinterm Steuer. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung ist auch die Zahl der Pkw auf Chinas Straßen rasant gestiegen und der Trend hält an. Die Folge: Vielen Metropolen droht der verkehrsmäßige Kollaps, und manch zart besaitetem Autofahrer der emotionale. Mit dem Anschwellen der alltäglichen Rush-Hour-Blechlawine hielt auch ein psychologisches Phänomen im Reich der Mitte Einzug, das im englischsprachigen Raum unter dem Stichwort „road rage“ schon in den Achtzigerjahren seinen Weg ins renommierte Oxford Dictionary und damit in den alltäglichen englischen Sprachgebrauch fand. Die Chinesen nennen das Syndrom „Straßenwut“ (路怒症). Die Symptome dürften auch westlichen Autofahrern nur allzu gut bekannt sein: Neben riskanten Spurenwechseln, waghalsigen Überholmanövern, aggressivem Aufblenden und dem wilden Einsatz des Hupsignals gehören Schimpfen und Fluchen zu den klassischen Verhaltensmustern, die einen typischen Straßencholeriker entlarven. Laut einer Studie des Professors Zhang Yuqing des Instituts für Psychologie der chinesischen Akademie der Wissenschaften, die Chinas Onlinelexikon Baidu Baike zitiert, bei der ein Forscherteam 900 Autofahrer aus den drei Großstädten Beijing, Shanghai und Guangzhou befragte, sahen rund 35 Prozent der Teilnehmer die Road-Rage-Kriterien als auf sich zutreffend an.

Als Auslöser für die überschäumenden negativen Emotionen gaben sie Verkehrsstaus, schlechtes Wetter, Unfälle und das Verhalten anderer Fahrer an. In den vergangen Jahren gab es außerdem immer wieder Meldungen über Einzelfälle, in denen zwischen gereizten chinesischen Autofahrern gar die Fäuste flogen. Um die Nerven im Verkehrschaos hintern Steuer zu behalten, raten Experten dazu, Musik zu hören, häufige Rasten einzulegen und Kaugummi zu kauen. Ob allerdings parallel zum gestiegenen Automobilaufkommen auch der Kaugummikonsum im Reich der Mitte merklich gestiegen ist, ist bisher nicht überliefert. Fest steht nur, dass sich das Verhalten der neuen „Wutfahrer“ mit einem eigenen Begriff in der chinesischen Umgangssprache manifestiert hat.

 

Krokodilsarme 鳄鱼臂

 

 

Wenn die Arme zu kurz sind: Wer zahlt die Rechnung im Restaurant? Unter jungen Chinesen wird sie heute nicht selten geteilt. 

 

„Bei Geld hört die Freundschaft auf“ lautet ein deutsches Sprichwort. In China ist das eigentlich anders, zumindest war es früher so. Während viele westliche Kulturen Finanzen und Gefühle gerne säuberlich auseinander halten, verläuft die Trennlinie im Reich der Mitte alles andere als deutlich. Hier gehört es quasi zum guten Ton, einander einzuladen, und zwar nicht nur im Geschäftlichen sondern auch im Privaten. Bei einer großen Tafel im Restaurant getrennt abrechnen? In China eigentlich lange ein No-Go. Doch angesichts der neuen Lebensverhältnisse in den Städten findet derzeit eine kleine Revolution im Geldbeutel statt. Teilweise ist vor allem bei der jüngeren Generation etwas zu beobachten, wofür Chinas Netizens nun eine Metapher aus dem Tierreich bemühen. Denn da angesichts steigender individueller Bedürfnisse und größerer Konsumvielfalt, aber auch vor dem Hintergrundwachsenderstädtischer Lebenshaltungskosten bei vielen jungen Chinesen das Portemonnaie bei Essenseinladungen längst nicht mehr so locker sitzt wie noch bei der älteren Generation, spielen sich heute bei Klassentreffen oder Essen mit Kollegen manchmal peinlich-beklemmende Szenen ab. Sobald nämlich die Rechnung serviert wird, werden bei vielen Zeitgenossen die Arme, die eigentlich als versierte Instrumente zum Herauskramen der Geldbörse und dem Fischen nach den passenden Scheinen dienen, auf wundersame Weise immer kürzer und kürzer. „Krokodilsärmchen“ haben Chinas Netizens dieses Verhalten mit Fremdschämfaktor getauft. Um solche Situationen zu vermeiden, hat sich bei vielen jungen Menschen in den größeren Städten bereits die Gewohnheit durchgesetzt, immer öfter getrennt zu bezahlen. Auch digitale Bezahlsysteme wie AliPay, die sich in China großer Popularität erfreuen und mittlerweile in vielen Geschäften und Restaurant akzeptiert werden, haben bereits früh einen Bezahlmodus integriert, der das Teilen der Rechnung ermöglicht.

 

Kannibalismus? 人肉搜索

Auf „Menschenfleischsuche“ gehen? Klingt erst einmal nach einer blutrünstigen Beschäftigung aus einem Horrorfilm! Doch mit Gemetzel und Schauder hat der neue chinesische Begriff人肉gar nichts zu tun. Auch zart besaite Seelen können also getrost weiterlesen. Das Wort bezeichnet nämlich vielmehr ein neues Internet-Graswurzelphänomen, das sich in Chinas Netzgemeinde seit einigen Jahren großer Beliebtheit erfreut. Bei der „Menschfleischsuche“ (人肉搜索) spüren die Netizens über moderne Kommunikationsmedien wie Onlineforen oder Social-Media-Plattformen gezielt die Identität und teils weitere persönliche Hintergrundinformationen von Menschen auf, die bei kleineren und größeren Vergehen von öffentlichem Belang ertappt wurden. Durch das Aufspüren der Informationen sollen die vermeintlichen „Sünder“ nicht nur identifiziert, sondern auch an einen öffentlichen „Onlinepranger“ gestellt werden. Bei ihrer Suche nutzen die beteiligten Internetuser das Wissen der Masse, um Informationen aufzuspüren, die auf gewöhnlichem Wege, zum Beispiel über traditionelle Suchmaschinen, nicht auffindbar wären.

Ins Bewusstsein einer großen internationalen Öffentlichkeit rückte der Begriff erstmals im Jahr 2008, dem Austragungsjahr der Olympischen Sommerspiele in Beijing, als es teils zu Protesten während des Fackellaufes gekommen war. Chinesische Netizens hatten daraufhin in einer Renrou-Jagd die Identität einiger Störenfriede im Netz ausfindig gemacht und diese öffentlich an den Pranger gestellt.

Mittlerweile nutzt Chinas Internetgemeinde das Instrument der Online-Verbündung munter für viele Anlässe jedweder Couleur. So wurden in der Vergangenheit nicht nur kleinere und größere Fälle von Korruption aufgedeckt, sondern auch Fahrerflüchtige aufgespürt oder allerhand andere Formen von Verfehlungen im öffentlichen Raum publik gemacht. Teils wird der “menschliche Suchmechanismus“ auch einfach genutzt, um mit Hilfe der Online-Community Menschen auf Fotos zu identifizieren. Der Begriff 人肉ist mittlerweile in der chinesischen Umfangssprache als Synonym für das Aufspüren oder Outen von Personen und ihrer Identität mithilfe von Internet und Social Media zu einem gängigen Ausdruck geworden. Wie allerdings in Zukunft sozialverträglich und fair mit dem Instrument umgegangen werden wird, bleibt abzuwarten.

 

Viel Geld, wenig Geschmack 土豪

Über guten Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Dass viel Geld allerdings kein Garant für geschmackliche Treffsicherheit ist, diese Wahrheit wird im chinesischen Straßenbild so manches Mal deutlich. Inbegriff für geschmackliche Fehlgriffe ist in China der so genannte „Tuhao“(土豪Theo), der in den letzten Jahren zu einem beliebten Modewort avanciert ist. Streng genommen handelt es sich bei dem Ausdruck gar nicht um eine Wortneuschöpfung, denn früher bezeichnete man als „Tuhao“ reiche und tyrannische Landbesitzer, die die Landbevölkerung gängelten und ausnahmen. Heute impliziert der Begriff dagegen nur noch optische Gängelungen, denn er wird als Synonym für Menschen mit Geld und Einfluss gebraucht, denen es scheinbar am Sinn für Stil, Mode und Ästhetik mangelt.

„Tuhao“ bezeichnet damit die optische Manifestierung eines Phänomens, das der rasante materielle Aufstieg dem Reich der Mitte in den letzten Jahren eingebrockt hat. Denn zwar haben es viele Menschen in China dank der neuen Chancen, die ihnen Reform und Öffnung seit Ende der 1970er Jahre beschert haben, zu einem beträchtlichen Wohlstand gebracht. Für manche allerdings scheint der materielle Aufstieg aus einfachen Verhältnissen und Bildungsschichten so überrumpelnd und schnell gekommen zu sein, dass es ihnen nicht gelungen ist, parallel auch auf anderen Gebieten aufzuschließen. So zum Beispiel, was den ästhetischen Geschmack angeht. Und so kämpft der Prototyp des „Tuhao“ mit der Frage, wofür er sein Geld nun sinnvoll ausgeben soll. Das Resultat sind Menschen, die mit italienischen Nobelsportwagen in Baby rosa mit maßgeschneiderten Hallo-Kitty-Ledersitzbezügen vorfahren oder in einem wilden Mix alle nur erdenklichen Marken-Kleider grell durcheinander kombinieren. Eines der wichtigsten Kriterien ist dabei, dass das Gegenüber auf alle Fälle auf den ersten Blick schon erkennt, dass alle Accessoires richtig teuer zu Buche geschlagen haben. Firmen dagegen kommt der blinde Bling-Bling-Konsumrausch der Tuhaos sehr gelegen und so kommen sie gerne den extravaganten Vorlieben ihrer betuchten Klientel entgegen. Kein Wunder also, dass die Goldvariante des iPhone 5s, Apples erstes Modell in Goldoptik, bei seinem Verkaufsstart 2013 in China rasch vergriffen war. Manche verpassten dem Modell den Spitznamen 土豪金 (tǔháojīn) – „Tuhao-Gold“.

 

Wenn die Kinder aus dem Nest sind 空巢老人

 

 

Opa allein zu Haus: Zur Bezeichnung alleinstehender alter Menschen hat sich in China der neue Begriff „Senioren im leeren Nest“ herausgebildet. 

 

Bis heute gibt es im Chinesischen ein verzwicktes System aus unterschiedlichen Verwandtschaftsbezeichnungen. Chinesischlerner können bei Unterscheidungen wie zwischen der älteren Cousine väterlicherseits und dem jünger Cousin mütterlicherseits, der ältesten Tante mütterlicherseits und dem jüngsten Onkel väterlicherseits schon mal verzweifeln. In Zukunft aber dürften diese Wörter nach langen Jahren der Einkind-Politik deutlich weniger oft Verwendung finden. Angesichts des wirtschaftlichen Aufschwungs, einer größeren Mobilität und dem vermehrten Streben nach beruflicher Selbstverwirklichung ist auch in China die unter einem Dach lebende Großfamilie längst ein Auslaufmodell. Stattdessen steigt die Zahl derjenigen Senioren, die alleine Leben. Kinder und Enkelkinder wohnen teils hunderte Kilometer in der Ferne. Solche alleinstehenden, älteren Menschen, deren erwachsene Kinder nicht an ihrer Seite sind, bilden für China ein vergleichsweise neues Phänomen. Für sie hat sich deshalb der neue Begriff der „Senioren im leeren Nest“ (空巢老人) herausgebildet.

Angesichts einer alternden Gesellschaft dürfte es Prognosen zufolge bis zum Jahr 2050 in der Volksrepublik rund 400 Millionen Menschen über 60 Jahre geben. 79 Millionen davon werden Schätzungen zufolge zu den „Leeren-Nest-Senioren“ zählen, deren Kinder dauerhaft ausgeflogen sind. China steht damit nicht nur in der Organisation der Altenpflege vor einem großen Umbruch und vielen Herausforderung. Auch die psychische Belastung, die die ungewohnte Einsamkeit für viele Ältere mit sich bringt, bereitet Experten Sorge. Bleibt also zu hoffen, dass sich in Zukunft weitere neue Begriffe herausbilden, die mögliche Lösungen bezeichnen. Denke wir etwa an ein „Altennest“ (老人巢)als Bezeichnung für eine wärmende „Alters-WG“ oder ein „Leeres Seniorennest“ (老人空巢) zur Bezeichnung rüstiger Alter, die  die Gestaltung ihres Lebensabends selbst in die Hand nehmen und zum Beispiel auf eigene Faust die Welt bereisen oder eine passende Altersresidenz wählen.

 

Der Blick in das imaginäre sprachliche Lexikon der Gegenwart beweist, dass sich die chinesische Sprache genauso kreativ weiterentwickelt, wie ihre Kultur und Gesellschaft. Auch in Zukunft dürfte das chinesische Wörterbuch also noch um weitere spannende Einträge ergänzt werden. Nachschlagen lohnt sich demnach, und zwar nicht nur für Chinesischlerner!

 

 

Reisen

„Qiongyou“ – Die neue, große Lust der Chinesen am Reisen mit kleinem Budget

Die Chinesen sind im Reisefieber. Das gilt vor allem für die Angehörigen der aufstrebenden Mittelschicht. Viele Menschen im Reich der Mitte wollen sich ihren Urlaub längst nicht mehr gehetzt durch das hektische Anpeitschen eines Reiseführers per Megaphon oder durch aufreibende Sehenswürdigkeitenmarathons trüben lassen. Der Individualtourismus boomt und mit ihm einige neue aufstrebende Reiseportale für den kleinen Geldbeutel.

Gesellschaft

Ehrenamtliches Engagement – Junge Freiwillige in China

Viele junge Menschen im Westen haben bereits Erfahrung mit ehrenamtlicher und gemeinnütziger Arbeit. Auch in China suchen immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene nach einem tieferen Sinn im Leben, wollen helfen und sich als Freiwillige engagieren. Einer von ihnen ist der junge Student Xie Feixun aus Guangzhou, der neben dem Studium mit vier Mitstreitern ein spannendes gemeinnütziges Projekt auf die Beine gestellt hat.

Im Jetlag der Entwicklung – Warum in China die Uhren unterschiedlich schnell gehen

Die Welt scheint sich schneller zu drehen, zumindest in unserem gefühlten Alltagsuniversum. Wir im Westen sind dabei nicht die einzigen, die Antworten suchen im Sog der Moderne. Auch in China sieht sich die Bevölkerung mit einem schnelleren Alltagsdrehmoment konfrontiert. Doch anders als für die Menschen in Deutschland ist dieses nicht überall gleich, sondern es bestehen unterschiedliche „Zeitzonen“. Ist der Jetlag vorprogrammiert? Ein Kommentar von Verena Menzel.

Umweltfreundlich zum Erfolg – Kanadier gründet Öko-Betrieb in Beijinger Vorstadt

Als Darren Moore 1996 erstmals nach China kam, war er auf einer Dienstreise. Dass diese letztlich sein ganzes Leben umkrempeln sollte, ahnte der Kanadier damals noch nicht. Heute hat Moore seinen Lebensmittelpunkt nach Beijing verlegt und eine eigene Firma für ökologische Seifen gegründet. Dabei entstand die Firmenidee eigentlich nur aus der Not heraus.

Tibet

Nachwort

In der Gegenwart erlebt die tibetische Literatur eine beispiellose Blüte. Im vorliegenden Buch können nur wenige, repräsentative Werke vorgestellt und kommentiert werden. Und natürlich geht es vor allem um von tibetischen Schriftstellern geschaffene Werke.

Gesundheit

Die TCM geht in die Welt

Wenn die herkömmliche Medizin keinen Rat mehr weiß, hilft nicht selten die Traditionelle Chinesische Medizin, kurz TCM. So wie im Falle von Ursula Wolf, die sich nach langem Leidensweg in die TCM-Klinik Bad Kötzting begab und dort Hilfe fand. Mit ihren ganzheitlichen Heilmethoden wird die fernöstliche Lehre in Deutschland zunehmend anerkannt.

TCM-Gebirge Luofushan – Hype um Medizin-Nobelpreis bringt neue Entwicklungschancen

Anfang Oktober 2015 stand fest, dass die 84-jährige Chinesin Tu Youyou den Nobelpreis für Medizin erhält. Die Nachricht hat die Traditionelle Chinesische Medizin als solches auf die Bühne der Weltöffentlichkeit gehievt. Ein geschichtsträchtiger Ort, der davon besonders profitiert, ist das Luofushan-Gebirge in der Provinz Guangdong. Denn hier liegen die Ursprünge der Auszeichnung für Tu Youyou.

Kräutermedizin heilt Krankheiten – Grundlagen der traditionellen chinesischen Medizin

Im Vergleich zur westlichen Medizin erscheint die traditionelle chinesische Medizin (TCM) um einiges geheimnisvoller. Das chinesische Schriftzeichen für „Medizin“ (药,yao) beinhaltet ein Radikal, das „Kräuter“ bedeutet, denn Heilkräuter sind die grundlegenden Elemente der traditionellen chinesischen Pharmakologie.