„Ein Gürtel und eine Straße“ – Hand in Hand zur Entwicklung| ;" startspan -->

Internationale Zusammenarbeit fördert Chinas Integration in die Weltwirtschaft

2016-04-28 11:38

 

Von Li Gang*

Im vergangenen Jahr hat Chinas Regierung einen Leitplan zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Produktionskapazität sowie des Anlagenbaus bekannt gegeben. Zu den Schwerpunktbereichen, in denen internationale Kooperationen besonders gefördert werden sollen, zählen die Stahl- und Nichteisen-Metallindustrie, Baumaterialien, Eisenbahn, Elektrizität, Chemie- und Textilindustrie, Automobilbau, Kommunikationsindustrie, Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt sowie die Felder Schiffbau und Meerestechnik.

Auch Chinas 13. Fünfjahresplan sieht vor, die internationale Zusammenarbeit im Bereich Produktionskapazität in den kommenden fünf Jahren merklich zu fördern. In den oben genannten zwölf Bereichen will die chinesische Regierung die internationale Zusammenarbeit durch Investitionen im Ausland, Projektverträge, technologische Zusammenarbeit und Anlagenexporte ausweiten, damit Unternehmen aus dem Bereich Anlagenbau und Technologie sowie aus der Dienstleistungsbranche verstärkt ins Ausland gehen können.

Seit dieser Vorschlag im Jahr 2015 vorgelegt wurde, konnte China bereits bedeutende Fortschritte bei der Zusammenarbeit im Bereich Produktionskapazität sowohl mit den Entwicklungsländern in Asien, Afrika und Lateinamerika, als auch mit den Industrienationen auf dem europäischen Kontinent erzielen. Der Vorstoß ist auch ein zentraler Punkt, den China nach dem Anstoß der Initiative zum Aufbau des Wirtschaftsgürtels Seidenstraße und der maritimen Seidenstraße des 21. Jahrhunderts im Hinblick auf die internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit vorgebracht hat. Zweifellos dürfte er großen Einfluss nicht nur auf Chinas Wirtschaft, sondern auch die gesamte Weltwirtschaft ausüben.

Schwerpunktprojekte bei Chinas internationaler Zusammenarbeit im Bereich Produktionskapazität

Industriebranche

Repräsentative Projekte

Stahlindustrie

Stahlwerk im malaysischen Kuantan-Industriepark, Baubeginn Dezember 2014

Automobilindustrie

1.      Gemeinsame Gründung des Unternehmens Modiran Vehicle Manufacturing (MVM) durch den chinesischen Autobauer Chery und den iranischen Fahrzeughersteller Khodro Industrial

2.      Chery investiert 400 Millionen US-Dollar in die Errichtung seines größten Übersee-Werks in Brasilien. 

Eisenbahn

1.      Eisenbahnlinie China-Laos, Baubeginn Dezember 2015

2.      Eisenbahnlinie zwischen China und Thailand, Baubeginn Dezember 2015

3.      Serbischer Teil der Eisenbahnstrecke Ungarn-Serbien, Baubeginn Dezember 2015

4.      Hochgeschwindigkeitsbahn zwischen Jakarta und Bandung in Indonesien, Baubeginn Januar 2016

Kernkraft

Aggregat Nr. 2 mit einer Kapazität von 2200 Megawatt in der Nähe von Karachi in Pakistan, Baubeginn August 2015

Industriepark

Oriental Industrial Park in Äthiopien: Die chinesischen Unternehmen, die sich im Park angesiedelt haben, beschäftigen sich vor allem mit der Zement- und Schuhherstellung, Automobilmontage, Stahlwalzen, Textilien und Bekleidung.

Quelle: Der Autor

Neue Dynamik für das globale Wirtschaftswachstum

Die Weltwirtschaft befindet sich momentan in einer Phase der Selbstregulierung inmitten der schleppenden Erholung von den Nachwehen der internationalen Finanzkrise. Von 2012 bis 2014 wuchs die Weltwirtschaft durchschnittlich jährlich um 3,4 Prozent, deutlich langsamer also als das Wachstum von mehr als fünf Prozent, das vor dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 realisiert werden konnte. Nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird das globale Wachstum bis 2020 weniger als vier Prozent betragen. Angesichts der Krise und des langsamen Wirtschaftswachstums haben einige Länder bereits eine Geldpolitik der quantitativen Lockerung (QE-Geldpolitik) eingeführt, um die Investitionen und den Konsum zu erweitern. Aber in der Praxis ist die Wirkung dieser Politik, die sich ausschließlich auf die Nachfrageseite konzentriert, begrenzt.

 

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