„Ein Gürtel und eine Straße“ – Hand in Hand zur Entwicklung| Geschichten entlang den Routen

Duisburg begrüßt regelmäßige Zugfahrten zwischen China und Europa

2017-04-19 14:40

 

Seit dem Beginn regelmäßiger Zugfahrten zwischen China und Europa – also von Chongqing nach Duisburg – im März 2011 sind ähnliche Zugverbindungen auch in Zhengzhou, Wuhan, Suzhou und Yiwu in Gang gesetzt worden.

 

 

Der Duisburger Bürgermeister Sören Link erklärte, dank der Seidenstraßen-Initiative und der regelmäßigen Zugfahrten zwischen China und Europa sei der engen Verbindung zwischen der Volksrepublik und Deutschland größere Aufmerksamkeit geschenkt worden.

 

Wir profitieren seit einigen Jahren sehr stark von unserer langjährigen Tradition. Wir waren die erste deutsche Stadt mit einer Städtepartnerschaft in China, mit der Stadt Wuhan. Wir haben über viele Jahrzehnte mittlerweile gute kulturelle, wissenschaftliche, soziale Kontakte, bildungspolitische Kontakte und jetzt immer stärker wirtschaftliche Kontakte. Insofern ist diese Initiative etwas, was wir nicht nur begleiten, sondern was wir unterstützen, wo wir auch unseren Beitrag dazu leisten wollen. Die Verknüpfung von Schiene, von Wasserstraße, von Autobahn, aber eben auch der Luftverbindung, das ist in Duisburg einzigartig und insofern ist das für uns eine Chance. Wir begleiten das, wir unterstützen diese Entwicklung und wir nehmen auch zunehmend wirtschaftliche Effekte wahr. Dass sich Firmen, die sich in Nordrhein-Westfalen ansiedeln wollen, ganz gezielt mit dem Standort Duisburg identifizieren, dass sich Firmen, die rund ums Thema Logistik engagiert sind, für den Standort Duisburg interessieren. Diese Entwicklung wollen wir gerne begleiten und weiter ausbauen."

 

Die Zugfahrten hatten positive Auswirkungen auf die Handelsbeziehungen zwischen China und Duisburg. Über 80 chinesische Betriebe haben sich in Duisburg niedergelassen. Immer mehr chinesische Investoren zeigen starkes Investitionsinteresse an Duisburg, vor allem in den Bereichen Logistik, Immobilien und Hotels. Der Duisburger Bürgermeister erklärte dazu, Duisburg sei nicht nur ein Logistikzentrum, sondern biete den ansässigen chinesischen Unternehmen auch grundlegenden Service.

 

Wir haben inzwischen eine chinesischsprachige Mitarbeiterin eingestellt. Wir haben als eine der ersten, oder sogar die erste Wirtschaftsförderungsgesellschaft einen WeChat-Auftritt. Unsere Homepage ist beispielsweise auf Chinesisch, um es einfach zu machen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Wir haben Delegationsreisen nach China unternommen, im letzten Jahr, im vorletzten Jahr. Ich habe mal gesagt, Duisburg soll die China-Stadt in Deutschland werden und diese Aussage ist nach wie vor richtig. Wir wollen die Stadt, die zentrale, die erste Stadt sein, wenn Chinesen über Deutschland nachdenken. Wenn in Deutschland investiert werden soll, dann möchte ich gerne, dass Duisburg da einen guten Ruf hat und eine gute Startposition."

 

 

 

Dieses Jahr wird das 45. Jubiläum der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Deutschland gefeiert. Vor 35 Jahren wurden Duisburg und Wuhan zu Partnerstädten. Link betonte, China und Deutschland sollten ihre Kooperation auf der bestehenden Basis ausbauen und vertiefen. Hinsichtlich der erfolgreichen vergangenen Kooperationserfahrung sollten beide Staaten voneinander lernen. China sei dabei, eine Umwandlung der wirtschaftlichen Struktur durchzuführen. In diesem Bereich könne Deutschland zahlreiche Erfahrungen bezüglich einer postindustrialisierten Gesellschaft mit dem Dienstleistungssektor an der Spitze liefern. Er sei überzeugt, dass China und Deutschland eine schönere Zukunft schaffen könnten, so der Duisburger Bürgermeister weiter.

 

 

Quelle: german.cri.cn vom 10.04.2017