„Ein Gürtel und eine Straße“ – Hand in Hand zur Entwicklung| Vor Ort

Beijing bereitet „Ein Gürtel, eine Straße"-Forum vor

2017-04-20 08:05

 

 

Chinas Außenminister Wang Yi und der stellvertretende Vorsitzende der Nationalen Kommission für Entwicklung und Reform, Wang Xiaotao, auf einer Pressekonferenz anlässlich des Belt and Road Forums am 18. April 2017 in Beijing. 

 

 

Chinas Staatspräsident Xi Jinping nimmt am Kooperationsforum zum Projekt „Ein Gürtel, eine Straße" teil und wird dort die Festrede halten. Dies kündigte Chinas Außenminister Wang Yi am Dienstag, dem 18. April an. Er bestätigte ebenfalls die Teilnahme von Staats- und Regierungschefs aus 28 Ländern sowie Vertretern von 61 internationalen Organisationen. Das zweitägige Forum beginnt am 14. Mai in Beijing.

 

Die Initiative „Ein Gürtel, eine Straße“, die im Jahr 2013 von Xi ins Leben gerufen wurde, sei Chinas wichtigstes politisches Projekt. „Es wurde von China angestoßen, aber andere Länder sollen daran teilhaben“, sagte Wang. Am 15. Mai wird Xi die Staatschefs der teilnehmenden Länder zu einem Gipfeltreffen versammeln.

 

Wir hoffen, dass wir die Entwicklung eines faireren, vernünftigeren und ausbalancierteren Systems der Global Governance auf Grundlage der Prinzipien umfassende Konsultation, gemeinsamer Beitrag und gemeinsamer Nutzen beschleunigen können“, sagte Xi.

 

Mit der Ausrichtung des Forums verfolge China das Ziel, die Gedanken und die Weisheit der Teilnehmer zu vereinigen, die Erfolge und Erfahrungen zu bilanzieren und zukünftige Wege der Kooperation zu planen, fügte er hinzu.

 

110 Länder haben Teilnahme zugesagt

 

Chinesische Regierungsbehörden werden mit mehreren Staaten entlang der geplanten Handelsrouten 20 Handlungspläne in den Themenfeldern Infrastruktur, Energie und Ressourcen, Produktionskapazität, sowie Handel und Investition vereinbaren.

 

Auf dem Forum werden 1.200 Teilnehmer aus 110 Ländern erwartet. Doch das schwerfällige globale Investitionsklima und die Folgen der Finanzkrise der Jahre 2007 und 2008 machten der Weltwirtschaft noch zu schaffen, fügte Wang hinzu. „Es mangelt uns nicht an Ressourcen und Fähigkeiten, um die Probleme zu lösen“, sagte der Außenminister. „Das Problem ist die fragmentierte und exklusive Kooperation in der Weltwirtschaft, die es für uns so schwer macht, alle verfügbaren Ressourcen zu integrieren“, so Wang.

 

Für Wang Xiaotao, den Vizeminister der Nationalen Kommission für Reform und Entwicklung, hat das Projekt „Ein Gürtel, eine Straße“ die Erwartungen bereits übertroffen. Die Daten zu Chinas Handel stützen diese Einschätzung. Chinas Handelsvolumen mit Staaten entlang des „Ein Gürtel, eine Straße“-Projektes betrug im vergangenen Jahr 974,8 Milliarden US-Dollar, dies sind 25,7 Prozent des gesamten Handels Chinas im Jahr 2016.

 

Sein Land habe auch 10.000 Stipendienplätze für Studenten aus Ländern entlang des Projekts ausgeschrieben. Mit den Staaten sei ein breiter Konsens in Fragen zu Wissenschaft, Kultur, Tourismus und Gesundheitswesen erzielt worden, fügte Wang hinzu. Dadurch sollten der Austausch und die Kooperation zwischen den Menschen aus diesen Ländern verbessert werden.

 

Entwicklung und Reform, Wang Xiaotao, auf einer Pressekonferenz anlässlich des Belt and Road Forums am 18. April 2017 in Beijing.

 

Quelle: german.china.org.cn vom 19.04.2017