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Chinas Außenpolitik der vergangenen Jahre – Eine Zwischenbilanz

28-12-2015

 
 
 

 

Von He Yafei*

 

In den vergangenen Jahren konnte China in Sachen Außenpolitik weitere große Fortschritte erzielen. Dabei hat sich die Volksrepublik für den Aufbau neuartiger internationaler Beziehungen stark gemacht, deren Kern Zusammenarbeit und gemeinsames Gewinnen bilden. Im Prozess des aktiven Aufbaus eines globalen Partnerschaftsnetzes hat China nicht nur seine Beziehungen zu den Großmächten der Welt vertieft, sondern gleichzeitig auch die traditionell guten freundschaftlichen Beziehungen zu den anderen Entwicklungsländern und die Zusammenarbeit mit diesen intensiviert. China hat sich allseitig und tief gehend am globalen Regieren beteiligt und dabei eigene Ideen und Konzepte vorgebracht, was den Inhalt des globalen Regierens bereichert und dessen strukturelle Reform vorangetrieben hat.

 

Aufbau eines globalen Partnerschaftsnetzes

 

Der Aufbau eines globalen Partnerschaftsnetzes und dessen Vergrößerung stellen eine innovative Maßnahme der unabhängigen und friedlichen Außenpolitik Chinas dar. Die Partnerschaften, die durch Offenheit, Inklusivität, Zusammenarbeit und gemeinsames Gewinnen gekennzeichnet sind, unterscheiden sich deutlich etwa von Konzepten wie der Blockfreiheit oder Militärbündnissen, in denen die USA bisher weltweit eine dominierende Rolle spielen. Der Kern der von China initiierten Partnerschaftsbeziehungen zu anderen Ländern liegt darin, sich an den Maßstäben von Moral und Gerechtigkeit zu orientieren, prinzipientreu zu handeln und den gemeinsamen Vorteil zu suchen. Solche Ideen finden ihre Wurzeln in der Jahrtausende alten Philosophie des Reichs der Mitte, die Konzepte wie „Frieden als die beste Wahl“ beinhaltet. Und dank dieser in China noch immer gelebten Ideen ist es dem Land gelungen, ein globales Partnerschaftsnetz aufzubauen.

 

China stellt sich gegen veraltete Denkmuster wie das des Nullsummenspiels. Exklusive Bündnisse sind deshalb für China nicht erstrebenswert. Stattdessen setzt die Volksrepublik sich für eine Weltordnung der Offenheit, Inklusivität und des Voneinanderlernens sowie harmonische, gleichberechtigte und kooperative internationale Beziehungen ein. So unterhält China seine Beziehungen zu den Nachbarländern mit der Idee von Freundschaft, Aufrichtigkeit, gegenseitigem Nutzen und Toleranz als Grundlage. Heute pflegt China strategische Partnerschaftsbeziehungen verschiedener Art mit insgesamt 67 Ländern und fünf internationalen Organisationen, und die chinesische Idee der globalen Partnerschaft hat bei vielen Staaten große Zustimmung und Unterstützung gefunden.

 

Am 28. September 2015 hielt Chinas Staatspräsident Xi Jinping auf der 70. UN-Vollversammlung in New York eine Rede mit dem Titel „Gemeinsamer Aufbau der neuartigen Partnerschaft der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Gewinnens für die Schicksalsgemeinschaft der Menschheit“. 

 

Chinas Staatspräsident Xi Jinping hat den gemeinsamen Aufbau einer Schicksalsgemeinschaft der Menschheit initiiert. Diese wird als Weiterentwicklung des Begriffs der globalen Partnerschaft betrachtet. In dem von China angestrebten globalen Partnerschaftsnetz sollen alle Länder, egal ob groß oder klein, gleichberechtigt sein. Zudem werden die Fünf Prinzipien der friedlichen Koexistenz (gegenseitige Achtung der territorialen Integrität und Souveränität, gegenseitiger Nichtangriff, gegenseitige Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten, Gleichberechtigung und gegenseitiger Nutzen sowie friedliche Koexistenz) praktiziert. Partnerschaften dieser Art richten sich dabei aber keineswegs gegen dritte Länder. Ziel ist es vielmehr, Frieden und Stabilität in der Welt zu wahren und die gemeinsame Entwicklung der globalen Wirtschaft zu fördern.

 

Zu betonen ist, dass China nicht danach trachtet, im Zentrum des von ihm angestrebten globalen Partnerschaftsnetzes zu stehen. Es ist keineswegs geplant, dass alle anderen Partnerstaaten um China als Zentrum kreisen. Tatsächlich bilden nicht nur die Süd-Süd-Zusammenarbeit und die Süd-Nord-Zusammenarbeit entscheidende Eckpfeiler der chinesischen Außenpolitik, sondern auch alle Austausch- und Kooperationsbeziehungen, die sowohl regional als auch überregional sind. In unserer vielfältigen Welt verfügen verschiedene Länder über unterschiedliche Entwicklungsbedingungen und -modelle. Der Aufbau eines globalen Partnerschaftsnetzes zielt auf ein neuartiges Modell ab, in dem all diese Länder voneinander lernen, Verbindendes suchen und miteinander kooperieren.

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