CHINAHOY

HOME

HOME

Ein Gürtel, eine Straße – Die Wiedergeburt der Seidenstraße

08-08-2016

 

Von Helmut Matt

 

Die historische Seidenstraße

 

Buchara in Usbekistan: Das geheimnisvolle Herz der Seidenstraße 

 

Die „Seidenstraße“ - bis in unsere Zeit hat dieser Name nichts von seinem geheimnisvollen Klang und dem sagenumwobenen Nimbus längst vergangener Tage verloren. Zahllose Mythen, Geschichten und Legenden beleben seit mehr als 2000 Jahren die menschliche Vorstellungskraft. Tatsächlich war die klassische Seidenstraße die erste große Handelsstraße der Menschheit. Die Anfänge der Seidenstraße reichen zurück ins erste vorchristliche Jahrhundert - im Reich der Mitte herrschte damals die Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220). Die Seidenstraße war ein ebenso frühes wie komplexes Netz aus Straßen, Handelsplätzen und Verbindungswegen zu Wasser und zu Lande mit aller dafür benötigten Infrastruktur. Als Brücke Chinas zu anderen asiatischen aber auch europäischen und afrikanischen Ländern ermöglichte sie den Handel und den Transport von Waren und Gütern und leistete zugleich auch einen wichtigen Beitrag zu Austausch und Interaktion der Kulturen. Die Seidenstraße war nicht nur Handelsweg, sie war zugleich auch eine Straße des Dialogs und des Austauschs zwischen Ost und West.

 

Der Begriff "Seidenstraße" stammt vermutlich von Ferdinand von Richthofen (1833-1905), dem Begründer der modernen Geomorphologie. Allerdings sollen auch schon die Byzantiner einen ähnlich lautenden Begriff gekannt haben - was nicht verwundert: Seide und Seidenprodukte galten über die Jahrhunderte als eine der wichtigsten Handelswaren auf dem Weg zwischen China und dem Abendland. Ausgangspunkt des verzweigten Wegenetzes war in jenen Tagen das nordöstliche Xi‘an. Die „südliche Seidenstraße" führte von dort aus über Afghanistan, Kigisistan, Usbekistan und den Iran bis ins ägyptische Alexandria. Eine weitere Route verlief von Kabul aus nach Karachi in Pakistan und von dort auf dem Seeweg weiter über Persien bis nach Rom.

 

Bis zum zweiten Jahrhundert unserer Zeitrechnung führte die Seidenstraße, von Westen nach Osten aus betrachtet, durch große Reiche: Von Rom durch das Partherreich und das zentralasiatische Kuschana bis in das Reich der chinesischen Han-Dynastie. Seine höchste Blüte erlebte das Wegenetz in der Zeit der Tang-Dynastie (7. bis 9. Jahrhundert). Während in erheblichem Umfang Produkte und Techniken wie beispielsweise die Herstellung von Papier, Porzellan, Lackfarben oder auch der Kompass den Weg von China in den Westen fanden, bereicherten zentralasiatische und westliche Gewürze, Gold und Silberwaren, aber auch Kleidung, Musik und Tänze die Lebenswelt im Reich der Mitte. Nachweislich gelangte vor mehr als 2000 Jahren auch der Buddhismus über die Seidenstraße von Indien aus nach Xinjiang und breitete sich von dort aus über ganz China aus. Die buddhistischen Mogao-Grotten in Dunhuang und die Longmen-Grotten in Luoyang sind die berühmtesten bis heute erhaltenen Manifestationen dieser Expansion religiöser Vorstellungen.

 

Mit dem Aufschwung und der zunehmenden Bedeutung der Seefahrt verlor die Seidenstraße allmählich an Gewicht - bereits im 10. Jahrhundert, zur Zeit der Song-Dynastie (960 – 1279), wurde der einst so wichtige Handelsweg kaum noch genutzt. Über die Jahrhunderte versank die Seidenstraße in Vergessenheit.

 

Die „neue Seidenstraße“

 

Die antike Seidenstraße, die über Jahrhunderte hinweg die Kontinente Asien und Europa miteinander verbunden hatte, soll nun wieder zu neuem Leben erweckt werden. Große Aufmerksamkeit und überaus positive Resonanz fand Chinas Staatspräsident Xi Jinping, als er bereits im Jahr 2013 während einer Dienstreise durch Mittel- und Südasien erstmals seine Vorstellungen von einem gemeinsamen Aufbau einer Seidenstraßen-Wirtschaftszone und einer maritimen Seidenstraße im 21. Jahrhundert vorstellte. In seiner Rede vor Studenten und Dozenten der Nasarbajew-Universität in Kasachstans Hauptstadt Astana rief er dazu auf, "gemeinsam einen neuen Wirtschaftsstreifen entlang der Seidenstraße" aufzubauen, "damit europäische und asiatische Länder ihre Kontakte ausbauen und die Kooperation vertiefen können." Dadurch, so Xi, hätten alle Beteiligten eine bessere Entwicklungsperspektive - alle Menschen entlang der Seidenstraße könnten davon profitieren.

 

 
Infotafel über das Seidenstraßenprojekt in Chiwa/Usbekistan 

 

Die Zustimmung zur Initiative des chinesischen Staatspräsidenten war so einhellig, dass sich die Mitglieder der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) auf ihrem Gipfeltreffen im September 2013 in Bischkek darauf einigten, den Wirtschaftsstreifen entlang der Seidenstraße gemeinsam aufzubauen. Die Shanghaier Organisation mit ihren Mitgliedern China, Russland, Usbekistan, Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan ist die weltgrößte Regionalorganisation und vertritt fast ein Viertel der gesamten Weltbevölkerung.

 

China betrachtet zunächst Mittelasien als primäre Kooperationszone im Aufbau eines chinesisch-mittelasiatisch-westasiatischen Wirtschaftskorridors. Der Wirtschaftsgürtel erstreckt sich über mehrere Länder. Die Anrainerstaaten des Korridors sollen, so der Plan, zukünftig ihre Politik im Hinblick auf das Seidenstraßenprojekt gemeinsam koordinieren und sich intensiv darum bemühen, Zoll- und Handelsschranken zu beseitigen, den Geldfluss zu fördern und die Verkehrswege auszubauen. Dazu gehören vor allem moderne Straßen und Autobahnen, stabile und schnelle Eisenbahntrassen und Flugverbindungen, aber auch Pipelines und digitale Verbindungswege. Ziel ist im Endausbau der weltweit längste Wirtschaftskorridor, von China über Zentral- und Westasien, Mittel- und Ost- bis nach Westeuropa. Zu dem Seidenstraßenprojekt gehört beispielsweise auch der Güterzug, der heute schon über mehr als 10.000 Kilometer von China nach Duisburg verkehrt. All diese Maßnahmen sollen in der Folge wachsendes Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung fördern und die Bande zwischen den Ländern festigen.

 

Inzwischen sind mehr als 70 Staaten und internationale Organisationen aktiv an dem Seidenstraßenprojekt beteiligt. China hat mittlerweile mit 20 Ländern Vereinbarungen über eine Zusammenarbeit im Produktionssektor getroffen und fast 50 Kooperationszonen in den Anrainerstaaten eingerichtet. Zu einem entscheidenden Motor der Zusammenarbeit ist die Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) geworden, an der heute 57 Staaten aktiv und gleichberechtigt beteiligt sind. Hinzu kommen der Seidenstraßen-Fonds und der Fonds für wirtschaftliche Kooperation zwischen China und Eurasien. Wie Chinas Staatspräsident Xi im Juni dieses Jahres vor dem usbekischen Legislativrat in Taschkent hervorhob, hat China mit 20 Staaten Vereinbarungen über Zusammenarbeit im Produktionssektor unterzeichnet und bis jetzt mit 17 Seidenstraßen-Anliegerländern gemeinsam 46 ausländische Kooperationszonen errichtet. Die Investitionen chinesischer Betriebe machen schon jetzt umgerechnet mehr als 14 Milliarden US-Dollar aus und es sind mehr als 60.000 lokale Arbeitsplätze geschaffen worden. Die chinesische Regierung legt Wert darauf, dass die Zusammenarbeit aller beteiligten Staaten auf Augenhöhe erfolgt – auch wenn China derzeit die wesentliche treibende Kraft ist. In einer globalisierten und multipolarisierten Welt möchte China unter Beibehaltung seiner nationalen Öffnungspolitik mehr Verantwortung übernehmen und sich mit seiner nationalen Ökonomie stärker in das System der Weltwirtschaft einbringen. Das Konzept von „Ein Gürtel und eine Straße“ zielt ganz offensichtlich darauf ab, die vollzogene Öffnung nach außen zu erweitern, das Zusammenwirken mit anderen Ländern auf der Basis gegenseitigen Nutzens zu intensivieren und damit der nationalen wie internationalen Wirtschaft neue Impulse zu verleihen.

 

Gesund, grün, intelligent und friedlich, das sind die vier wichtigsten Attribute der neuen Seidenstraße. Dafür soll die Zusammenarbeit im medizinischen Sektor ebenso ausgebaut werden, wie in den Bereichen Umwelt, Informationstechnologie und Sicherheit. Das Potenzial, das tatsächlich in dem Projekt „Ein Gürtel, eine Straße“ steckt, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden – nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht. Schon heute gibt es konkrete Initiativen zwischen den Staaten Asiens und Europas, die sich um den Ausbau des Tourismus und die Intensivierung der wissenschaftlichen und kulturellen Aktivitäten bemühen. Während auf der einen Seite gigantische neue Wirtschaftsräume und Absatzmärkte verstärktes Wachstum und zunehmenden Wohlstand bringen sollen, wird die Erweiterung der Kontakte auf kultureller und zwischenmenschlicher Ebene zu mehr Sicherheit und gegenseitigem Verständnis führen. In vielerlei Hinsicht bemüht sich die chinesische Regierung schon seit Jahren um einen verstärkten Austausch zwischen den Kulturen und das gegenseitige Kennenlernen der Menschen und leistet dadurch einen wertvollen Beitrag zu einer harmonischeren und friedlicheren Welt. „Ein Gürtel und eine Straße“ - das Projekt soll nicht nur ein Instrument ökonomischer Zweckmäßigkeit werden, sondern eine Brücke für die Menschen unterschiedlichster Völker und Kulturen.

 

„Ein Gürtel, eine Straße“ im Chinesischen Kulturzentrum Berlin

 

„Ein Gürtel und eine Straße“ - Land- und Seeroute der Seidenstraße 

 

Für Donnerstag, 7. Juli 2016 hatte das Chinesische Kulturzentrum zu einem öffentlichen Vortrag unter dem Motto „Ein Gürtel, eine Straße“ nach Berlin eingeladen. Im Einladungstext hieß es u.a.: „‘Ein Gürtel, eine Straße‘ ist die Bezeichnung einer Initiative für die internationale Zusammenarbeit, die China angesichts der neuen Entwicklungen in der Welt vorgeschlagen hat. Ihre Kernprinzipien sind auf ‚gemeinsame Entwicklung auf der Basis von Konsultationen und gemeinsamer Prosperität‘ gerichtet. Sie soll die ‚Verbindung von Politik, Transport, Handel und Kapital sowie den Herzen der Menschen‘ zwischen den einzelnen Ländern fördern.“

 

Für diesen Vortrag eigens aus China angereist, referierte der bekannte chinesische Experte Prof. Wang Yuzhu von der Graduate School der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften in Beijing. Die Chinesische Akademie für Sozialwissenschaften ist eine Institution des Staatsrats der Volksrepublik China. Herr Wang ist zugleich Doktoranden-Tutor, Direktor des Forschungsbüros für regionale Zusammenarbeit am National Institute of International Strategy und Generalsekretär der Chinesischen Gesellschaft für Asien-Pazifik-Studien. Die Hauptschwerpunkte seiner Forschungen betreffen die Theorie und Praxis der regionalen Zusammenarbeit im asiatisch-pazifischen Raum, die Beziehungen zwischen China und den ASEAN-Staaten sowie die Initiative „Ein Gürtel, eine Straße“. Professor Wang Yuzhu hat Monografien wie „Die Asien-Pazifik-Zone: Partnerschaften für die Zukunft bauen“ und „Ein Gürtel, eine Straße und der Aufbau eines asiatischen Integrationsmodells“ sowie Dutzende weitere wegweisende Artikel veröffentlicht.

 

In seinem Vortrag berichtete Professor Wang über den Ursprung und die Entstehung der Initiative „Ein Gürtel, eine Straße“, ihr Modell der Zusammenarbeit und ihre wichtigsten Merkmale. Eine der Grafiken seines Vortrags zeigte eine Karte der geplanten Land- und Seeverbindungen, mit der die Zuhörer sich ein aufschlussreiches Bild von den geografischen Dimensionen des Projekts machen konnten. Herr Wang machte deutlich, dass es sich dabei im wahrsten Sinne des Wortes um ein Jahrhundertprojekt handelt – in seiner Entwicklung auf einen Zeitraum zwischen 30 und 100 Jahren angelegt. Sehr anschaulich zeigte der Vortrag die praktischen Bemühungen auf, die China zur Förderung der Initiative "Ein Gürtel, eine Straße" unternimmt. Sehr interessant waren seine Ausführungen über das Verhältnis Chinas zur ASEAN und deren Bedeutung für das Projekt.

 

Während einerseits beeindruckende Statistiken und Grafiken das immense Wachstum der chinesischen Ökonomie der vergangenen Jahrzehnte veranschaulichten, verwies Herr Wang in diesem Zusammenhang aber auch auf das andere China: Reicher Osten – armer Westen, boomende Städte – unterentwickelte ländliche Regionen. Ebenso, wie das Projekt „Ein Gürtel, eine Straße“ sich positiv auf die Entwicklung der Anrainerstaaten auswirken wird, erhofft sich China, im Rahmen der neuen Seidenstraßeninitiative, nicht nur die eigene Wirtschaft zu stärken, sondern auch die großen Unterschiede im Land zu nivellieren. Nein, so Herr Wang, das Projekt sei weder ein chinesischer Marschallplan, noch bestünde die Gefahr eines neuen Kolonialismus. Vor dem Hintergrund einer weiterhin schwächelnden Weltwirtschaft und nach wie vor spürbarer Folgen der keineswegs überwundenen weltweiten Finanzkrise erscheint das Konzept vielversprechend, ja wegweisend. Die gleichberechtigte Zusammenarbeit der beteiligten Staaten sei die beste Grundlage für eine klare „Win-win“-Situation für alle.

 

Und dann der abschließende Schritt von der Theorie zur Praxis: Auf einer weiteren Karte stellte Professor Wang als wichtiges Flaggschiffprojekt die geplante Eisenbahnverbindung vom chinesischen Kashi quer durch Pakistan bis zum Seehafen Gwandar vor. Beeindruckend, mit welcher Dynamik die chinesische Regierung das Projekt vorantreibt. Kein Zweifel, die Seidenstraße wird neu erstehen. Ein wertvoller Schritt für die Welt – aber alle müssen es auch wollen.

 

Reisen

„Qiongyou“ – Die neue, große Lust der Chinesen am Reisen mit kleinem Budget

Die Chinesen sind im Reisefieber. Das gilt vor allem für die Angehörigen der aufstrebenden Mittelschicht. Viele Menschen im Reich der Mitte wollen sich ihren Urlaub längst nicht mehr gehetzt durch das hektische Anpeitschen eines Reiseführers per Megaphon oder durch aufreibende Sehenswürdigkeitenmarathons trüben lassen. Der Individualtourismus boomt und mit ihm einige neue aufstrebende Reiseportale für den kleinen Geldbeutel.

Gesellschaft

Essen im App-Zeitalter – Wie junge Start-ups Chinas Delivery-Branche umkrempeln

Berufliche Belastung und Zeitmangel, Single-Dasein und mehr Geld im Portemonnaie für zeitsparende und bequeme Alternativen – es gibt viele Gründe, weshalb im Alltag von Berlin bis Peking immer weniger Menschen den Kochlöffel schwingen. Doch mit wenig nahrhaften Snacks, Fastfood oder Fertiggerichten wollen sich die Chinesen nicht abspeisen lassen. In der Volksrepublik haben findige Geschäftsleute längst aus der Not eine Tugend gemacht...

Umsatteln aufs Rad – China entdeckt den Reiz der „neuen Langsamkeit“

Viele chinesische Metropolen bewegen sich heute am Rande des Verkehrskollapses. Die Blechlawinen, die sich täglich durch die Straßen quälen, verursachen nicht nur Verkehrsstaus und dicke Luft, sondern auch einen enormen Energie- und Ressourcenverbrauch. Chinas Regierung setzt deshalb schon seit längerem auf ein Umdenken in der Bevölkerung und rührt kräftig die Werbetrommel für langsamere und nachhaltigere Formen der Fortbewegung.

Xinjiang – 60 Jahre Entwicklung und Fortschritt

In diesem Jahr feiert das Autonome Gebiet Xinjiang sein 60-jähriges Bestehen. Für uns ein Grund, einen Blick zurück zu wagen. In den vergangenen sechs Jahrzehnten seit seiner Gründung 1955 konnte Xinjiang große Erfolge bei der Entwicklung erzielen. Und auch die Aussichten für die Zukunft sind viel versprechend.

Tibet

Nachwort

In der Gegenwart erlebt die tibetische Literatur eine beispiellose Blüte. Im vorliegenden Buch können nur wenige, repräsentative Werke vorgestellt und kommentiert werden. Und natürlich geht es vor allem um von tibetischen Schriftstellern geschaffene Werke.

Gesundheit

Die TCM geht in die Welt

Wenn die herkömmliche Medizin keinen Rat mehr weiß, hilft nicht selten die Traditionelle Chinesische Medizin, kurz TCM. So wie im Falle von Ursula Wolf, die sich nach langem Leidensweg in die TCM-Klinik Bad Kötzting begab und dort Hilfe fand. Mit ihren ganzheitlichen Heilmethoden wird die fernöstliche Lehre in Deutschland zunehmend anerkannt.

TCM-Gebirge Luofushan – Hype um Medizin-Nobelpreis bringt neue Entwicklungschancen

Anfang Oktober 2015 stand fest, dass die 84-jährige Chinesin Tu Youyou den Nobelpreis für Medizin erhält. Die Nachricht hat die Traditionelle Chinesische Medizin als solches auf die Bühne der Weltöffentlichkeit gehievt. Ein geschichtsträchtiger Ort, der davon besonders profitiert, ist das Luofushan-Gebirge in der Provinz Guangdong. Denn hier liegen die Ursprünge der Auszeichnung für Tu Youyou.

Kräutermedizin heilt Krankheiten – Grundlagen der traditionellen chinesischen Medizin

Im Vergleich zur westlichen Medizin erscheint die traditionelle chinesische Medizin (TCM) um einiges geheimnisvoller. Das chinesische Schriftzeichen für „Medizin“ (药,yao) beinhaltet ein Radikal, das „Kräuter“ bedeutet, denn Heilkräuter sind die grundlegenden Elemente der traditionellen chinesischen Pharmakologie.