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Hilfe zur Selbsthilfe: Wie den Fischern Fujians der Sprung aus der Armut gelang

2018-06-27 16:11:00 Source:China heute Author:
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Von Ma Li 

  

Die Stadt Ningde liegt im östlichen Zipfel der Provinz Fujian im Südosten Chinas. Von 1988 bis 1990 bekleidete hier Xi Jinping das Amt des Sekretärs des Parteikomitees der Stadt, der mehrere Kreise unterstehen. Während seiner Amtszeit bereiste er alle Ortschaften und brach dabei auch immer wieder in abgelegene Bergdörfer auf, um sich vor Ort ein Bild zu machen. In viele von ihnen führten damals noch nicht einmal befestigte Anfahrstraßen.  

  

Es waren diese Jahre in Ningde, die den Grundstein für Xi Jinpings Ideen zur Armutsüberwindung legten. Er selbst beschreibt sie mit Metaphern wie „steter Tropfen höhlt den Stein“ oder „den Schwachen Vorfahrt gewähren“.  

  

Den örtlichen Bedingungen entsprechend stellte Xi zielgerichtete Prinzipien für die Armutsüberwindung auf und forderte die Kader auf, mit der Bevölkerung ein Herz und eine Seele zu bilden und den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Basis zu legen. Forderungen, aus denen sich über die Jahre ein guter Arbeitsstil und eine gute Arbeitstradition herausgebildet haben.  

  

In China sagt man: „Wer am Berg wohnt, der lebt von ihm und besingt ihn in seinen Volksliedern; und wer am Meer lebt, lebt von ihm und rezitiert Verse über es aus dem Sutra.“ Es sind Weisheiten, die auch heute nichts an Aktualität eingebüßt haben. Wer lokale Armut erfolgreich überwinden will, muss sich darauf verstehen, die heimischen Ressourcen gut zu nutzen, das gilt selbstverständlich auch für die Stadt Ningde. Aus der erfolgreichen Praxis vor Ort wurden mittlerweile landesweite Strategien der Armutsüberwindung abgeleitet. Die Erfahrungen Ningdes blicken auf eine lange Tradition zurück und haben sich in der Prüfung durch Geschichte und Praxis bewährt. 

  

Wohnhäuser statt Hausboote 

  

In Ningde formten Hausbootbewohner lange eine wichtige Bevölkerungsgruppe. Sie siedelten am Mittel- und Unterlauf des örtlichen Minjiang sowie an der Küste Fuzhous, der Hauptstadt Fujians. Ihr Zuhause bildeten kleine Schiffe, die den Fischern gleichermaßen als Wohn- und Arbeitsstätte dienten. Diese Fischer sind zwar Han-Chinesen und sprechen den Fuzhou-Dialekt, pflegen aber noch immer ihr eigenes Brauchtum, das sie merklich von anderen ethnischen Gruppen der Gegend unterscheidet. 

 

   

 

Hausboot als Museumsexponat: Dank der Armutsüberwindung haben bis  

  zum Jahr 2013 alle ehemaligen Bootsleute den Gang an Land geschafft. 

  

Einer dieser ehemaligen Bootsleute ist Liu Rongquan. Er stammt aus dem Dorf Xipi (Gemeinde Xiwei), das zur Stadt Fu’an gehört. Ein Arbeitstag beginnt im Leben des ehemaligen Fischers noch immer vor Sonnenaufgang. Gegen drei Uhr in der Früh fährt Liu jeden Morgen mit seinem Motorrad die paar Kilometer bis zum Strand, um dort frische Meeresfrüchte einzukaufen. Danach werden sie in Kisten verpackt und per Straßentransport oder Expresslieferung in andere Städte befördert. Es mag ein gewöhnungsbedürftiger Arbeitsrhythmus sein, doch Liu hat sich daran gewöhnt. Die Arbeit ist hart, doch sie zahlt sich aus und ermöglicht ihm und seiner Familie ein Jahreseinkommen von umgerechnet bis zu 20.000 Euro.      

 

Fischer Liu Rongquan hat gut Lachen: Er führt heute ein sesshaftes 

Leben und betreibt florierende Geschäfte mit Meeresfrüchten. 

 

Die Umsiedlung vom Boot aufs Land im Jahr 2008 hat das Leben der Fischer von Grund auf verändert, zum Besseren, wie uns Liu erklärt. Er blickt heute mit Zuversicht in die Zukunft.  

  

Lius Vorfahren lebten, wie er und seine Eltern, seit Generationen auf ihren traditionellen Hausbooten, den sogenannten Sampans. Ihren Lebensunterhalt bestritten sie mit Fischfang. Die Arbeit war für die Menschen ein hartes Brot. Bis heute kann sich Liu nur allzu gut an die alltägliche Mühsal erinnern: „Drei Generationen lebten damals auf engstem Raum und wir fischten mit einem schäbigen Netz nach Fischen und Krustentieren.“ Einen Teil ihres Fangs tauschten die Bootsleute gegen Kleie und Gemüse ein. Bei Unwetter tropfte es an allen Ecken und Enden in die Kajüte. Für Liu und seine Familie war dieses armselige Dasein bitterer Alltag. Wie alle anderen Fischerfamilien im Dorf fügten sie sich lange in ihr scheinbar alternativloses Schicksal.  

  

Doch ab den sechziger bis Ende der achtziger Jahre verließen mehr und mehr Fischer ihre Sampans und wurden im Ufergebiet sesshaft. Sie schütteten ein weites Gelände am Strand auf, wodurch das Dorf Xipi entstand. Auch Lius Familie träumte davon, dorthin umzusiedeln. 

  

Verwirklichung des Traums der Eltern  

  

„Damals schufteten meine Eltern wie emsige Ameisen. Doch unsere Familie konnte sich trotzdem nur mit ach und krach über Wasser halten. Meine Eltern träumten davon, eines Tages auch ein Haus am Ufer zu bauen“, erinnert sich Liu. „Wir waren so arm, dass ich die Schule abbrechen und auf unser Boot zurückkehren musste, um bei der Hausarbeit mit anzupacken.“  

  

Als Liu sein 18. Lebensjahr vollendet hatte, ging er wie viele andere Gleichaltrige in die Stadt, um sich dort als Wanderarbeiter durchzuschlagen. Er heiratete und 1996 erblickte sein erster Sohn auf dem Familiensampan das Licht der Welt. „Eine Geburt im Krankenhaus konnten wir uns damals einfach nicht leisten“, erzählt der mittlerweile dreifache Vater. Zwei Jahre danach verschied Lius Vater und im darauf folgenden Jahr auch seine Mutter. Sie hatten über die Jahre fünf, sechs Sampans gewechselt. Doch die Verwirklichung ihres Traums von einem eigenen Haus an Land blieb ihnen bis zuletzt verwehrt. 

  

Im Dezember 1998 startete die Stadt Fu’an dann das Projekt „Glück bescheren“, das von der Provinzregierung finanziert wurde. Ziel war es, die Hausbootbewohner beim Schritt in die Sesshaftigkeit an Land zu unterstützen. Damals bekleidete Xi Jinping das Amt des Vizesekretärs des Parteikomitees der Provinz Fujian. Er stufte die Verbesserung des Lebens der Fischer durch ihre Ansiedlung an Land als wichtigste Aufgabe des gesamten Projektes ein. 

  

Und der Vorstoß der Regierung sollte schon bald erste Früchte tragen: Kurz nach der Jahrhundertwende begann es mit Lius Leben allmählich bergauf zu gehen. Er ging zunächst in die florierende Nachbarprovinz Guangdong, wo er mit Meeresfrüchten handelte. Das dadurch verdiente Geld investierte er ab 2006 in den Bau eines eigenen Hauses am Ufer. Zwei Jahre später konnte seine Familie mit ihren mittlerweile drei Kindern das dreistöckige Wohnhaus endlich beziehen. Der Bau kostete rund 300.000 Yuan, etwa 40.000 Euro also. Durch den Umzug war der große Traum von Lius Eltern nachträglich endlich in Erfüllung gegangen.  

  

Zur gleichen Zeit verstärkte der Staat zunehmend die finanzielle Unterstützung für die Fischerfamilien. „Wir erhielten für unsere fünfköpfige Familie Subvention von 2500 Yuan pro Kopf und Jahr, hinzu kam noch eine einmalige Beihilfe für den Grundstückserwerb in Höhe von 10.000 Yuan. Zusammengerechnet bekamen wir damals also mehr als 20.000 Yuan“, erinnert sich Liu.  

  

Jiang Kuanquan, Leiter des Dorfbewohnerkomitees Xipis, erklärt die Idee hinter den staatlichen Beihilfen: „Die Förderung war damals wie gesagt Teil des Projekts ,Glück bescheren‘, das die Provinzregierung und das Provinzparteikomitee Ende der 1990er Jahre aktiv forcierten. Ziel war es, armen Hausbootfamilien den Übergang in ein sesshaftes Leben zu erleichtern. Die Lokalregierung stellte dafür subventionierte Böden zur Verfügung und sorgte für Straßenanbindung, Anschluss an Elektrizität, Telekommunikation und Wasserversorgung sowie für Rundfunk- und Fernsehanschlüsse. Außerdem subventionierte die Lokalregierung den Hausbau für bedürftige Familien.“ Das Konzept ging voll auf. Letztlich gelang es auf diese Weise insgesamt 349 Familien mit 1425 Angehörig, sich an Land anzusiedeln. 

  

Vom Leben auf dem Hausboot weiß auch Jiang ein Lied zu singen: „In meiner Kindheit quetschten sich meine Eltern mit uns sieben Geschwistern damals auch in einen schäbigen Sampan. Für uns Kinder waren damals die Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest stets eine beschämende Angelegenheit. Die Kinder aus besseren Verhältnissen bekamen zum Jahreswechsel immer neue Kleider geschenkt. Aber unsere Familie war wirklich bitter arm, so arm, dass wir nicht einmal vernünftige Schuhe hatten. Das ganze Jahr hindurch gingen wir barfuss.“  

  

Die Wende zum Guten kam für Jiang und seine Familie in den 1960er Jahren, als viele Fischer anfingen, sich an Land anzusiedeln. „Es war eine Zeit, in der wir einen Hoffnungsschimmer am Horizont sahen.“ 

  

2001 waren schließlich alle Haushalte mit Leitungswasser versorgt. Die energische Unterstützungspolitik für die armen Fischer fruchtete mehr und mehr. Leitende Kader verschiedener Ebenen hatten die Armutsüberwindung längst zur Chefsache erklärt. In den fünf Jahren zwischen 2008 und 2013 schafften auch die letzten 137 Fischerfamilien des Dorfes mit ihren 661 Angehörigen den Gang an Land.  

  

Um neue Lebensbedingungen für die neuen Dorfbewohner zu schaffen, leiteten die Parteihauptzelle und das Dorfbewohnerkomitee Xipis alle Dorfbewohner zudem bei der Gewinnung von Land an. Dabei gelang es dank vereinten Kräften, insgesamt 87 Mu Ackerland (ein Mu = 1/15 Hektar) urbar zu machen. Außerdem konnten ein neues Dorfgebiet und sechs neue Siedlungsgebiete erschlossen werden. Auf dem neuen Gelände sind mittlerweile 635 Wohnhäuser mit einer Gesamtbaufläche von 66.500 Quadratmetern entstanden. Im Schnitt verfügt jeder Dorfbewohner damit über 25 Quadratmeter Wohnfläche. Mittlerweile sind alle Fischer auf dem Land sesshaft geworden.  

  

Wer heute durch Xipi läuft, wird Häuser verschiedenster Baustile sehen. Während nämlich in den sechziger Jahren die Häuser noch überwiegend mit Holz gebaut wurden, bestehen die Gebäude aus den achtziger Jahren hauptsächlich aus Stein. Ab den neunziger Jahren wurden moderne Baumaterialien wie Stahl und Zement verwendet. Am modernsten sind die villenartigen Wohnhäuser, wie Liu und seine Familie eines errichtet haben. An den unterschiedlichen Stilen lässt sich die Bauzeit gut ablesen und jedes der Häuser erzählt zudem eine eigene Geschichte über den Wandel des Lebens der Fischer.  

  

Wachsender Wohlstand  

  

Doch neue Häuser allein bringen noch keinen Wandel, das wusste auch Xi Jinping. „Viel wichtiger als die Unterbringung der Fischer ist letztlich die nachhaltige Sicherung ihres Lebensunterhalts an Land.“ Mit diesen Worten brachte Xi die Essenz der Arbeit zur Armutsüberwindung schon früh auf den Punkt. Unter der Leitung dieses Gedankens betrachteten die Lokalregierung von Fu’an und die von ihr geleiteten Kreisverwaltungen die Beschäftigung der sesshaften neuen Dorfbewohner als ihre Schlüsselarbeit.  

  

Nach der Ansiedlung sollten die neuen Dorfbewohner in stabile Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden und schrittweise zu Wohlstand gelangen. Wie eingangs zitiert, sollte man vom Meer leben, wenn man an diesem lebt. Aber wie lassen sich vorhandene Naturressourcen optimal nutzen? Der Schlüssel zum Erfolg lag für Xipi in einem neuen Gewerbe, dem Aufbau von Aquakulturen an der Küste. „Und der erste Schritt, um Aquakulturen aufzubauen, ist die fachliche Ausbildung der einstigen Fischer“, sagt der Leiter des Dorfbewohnerkomitees Jiang Kuanquan.  

  

Und so organisierte das Dorfbewohnerkomitee unter Anleitung des Amt für Meeresressourcen und Fischerei sowie des Vereins für Aquakultur regelmäßig Fortbildungskurse für die Zucht von Meeresfrüchten, die den neuen Dorfbewohnern neue Konzepte zum Aufbau von Aquakulturen vermitteln und ihnen helfen sollten, sich das nötige technische Know-how hierfür anzueignen. Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen schafften die Dorfbewohner schließlich aus eigenem Antrieb Sauerstoffpumpen und Generatoren an und entwickelten innovative Techniken zur Züchtung von Kraken. Mit der Verbesserung der Zuchttechnik stieg auch das Einkommen der Dorfbewohner von Jahr zu Jahr.  

  

„Die Zeiten, in denen es reichte, nur kleine essbare Meerestiere zu fangen, sind endgültig vorbei“, betont Kader Jiang. Die ehemaligen Fischer hätten durch die Entwicklung eigener Aquakulturen einen neuen Entwicklungsweg eingeschlagen und eine erfolgreiche Transformation erreicht.  

  

Zurzeit besitzen die Dorfbewohner 4300 Netzkisten für die Fischzucht, 3350 Mu Meeresgrund für die Austernzucht, 1600 Mu Meeresstrand für Aquakulturen, 186 Mu für die Züchtung von Seetang, 1500 Mu zum Anbau von Meeresspargel und auf 400 Mu finden sich Aquakulturteiche. Die Meeresbewirtschaftung neuen Typs wird in großem Stil betrieben und hat dank des Rückgriffs auf neueste wissenschaftliche Erkenntnisse ein hohes Niveau erreicht. Aus einstmals armen Fischern sind heute moderne Aqualandwirte geworden. Heute besitzt das Dorf Xipi acht Transportschiffe mit einer Gesamtkapazität von 16.500 Tonnen. Mit diesen Schiffen werden jedes Jahr mehr als acht Millionen Yuan, rund 1,1 Millionen Euro, erwirtschaftet und über 100 Arbeitsplätze geschaffen. 

  

„Die Unterstützung durch Kredite bildet ebenfalls eine starke Garantie zur Erreichung umfassenden Wohlstandes im Dorf“, erklärt Jiang. Im Jahr 2009 wurde Xipi vom Finanzministerium und dem Büro für Armutsüberwindung beim Staatsrat zum „Pilotdorf für gegenseitige finanzielle Unterstützung“ ernannt. Um die Kanäle zur Finanzierung der Produktion auszubauen, errichtete das Dorf einen Verein für gegenseitige finanzielle Unterstützung mit einem Fonds von 550. 000 Yuan (umgerechnet rund 73.000 Euro, die Behörden für Armutsüberwindung stellten hierfür 400.000 Yuan, das Dorfbewohnerkomitee steuerte 150.000 Yuan bei). In den vergangenen Jahren kamen 68 Mitglieder in den Genuss der Unterstützung des Vereins. Insgesamt wurden Darlehen in Höhe von 3,59 Millionen Yuan (476.000 Euro) vergeben. 

  

Die Stadt Fu’an wurde mittlerweile in das vom Chinesischen Armutsüberwindungsfonds finanzierte „Landesweite Projekt zum Aufbau selbstständiger Entwicklungskapazitäten armer Haushalte – Kleinkredite für die Armutsüberwindung“ aufgenommen. Zu diesem Anlass hat das Dorfbewohnerkomitee 115 Gruppen für finanzielle gegenseitige Hilfe gegründet, denen bis heute 575 Haushalte beigetreten sind. Im Rahmen der finanziellen Unterstützung durch Kleinkredite wurden 21,5 Millionen Yuan (2,9 Millionen Euro) als Darlehen vergeben. Außerdem wurden drei Kooperationsgruppen für drei wichtige Produktionszweige gebildet, nämlich die Fischzucht in Netzkisten, Aquakulturen in Teichen und Öko-Aquakulturen auf Strandböden. Die Landwirte setzen heute auf die Etablierung eigener Marken, heben die lokalen Besonderheiten und die vorzügliche Qualität ihrer Produkte hervor. Ziel ist es, den Namen Xipi im ganzen Land zu einem Qualitätssiegel für Meeresprodukte aufzubauen. 

  

Keine Frage: Die Wirtschaft Xipis ist bereits auf die Schnellspur der Entwicklung eingebogen. Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen der Dorfbewohner ist von 850 Yuan Anfang der 1990er Jahre auf 18.756 Yuan im Jahr 2017 geklettert. Die kollektiven Einnahmen des Dorfs stiegen im gleichen Zeitraum von 66.000 auf 1,16 Millionen Yuan. Über den Daumen gepeilt sprechen wir also von einer Verzwanzigfachung. Die einstigen Sampanbewohner haben ihr Schicksal erfolgreich selbst in die Hand genommen und führen heute ein glückliches Leben.  

  

Ningde ist ein Ort, an dem der Generalsekretär Xi Jinping früher die lokale Armutsüberwindung geleitet hat. Während seiner Zeit hier, von Mai 1988 bis Mai 1990, ist es ihm im Zuge der Bekämpfung der Armut im östlichen Teil der Provinz Fujian gelungen, die Bevölkerung erfolgreich zusammenzuschließen und sie bei der Armutsüberwindung anzuleiten. Während der wirtschaftliche Aufbau den Mittelpunkt der Arbeit der Lokalregierung bildete, formten beschleunigte Entwicklung und die Armutsüberwindung ihren Leitfaden.  

  

Der Sinnspruch „steter Tropfen höhlt den Stein“ prägte den Geist und das Bewusstsein, „den Schwachen Vorfahrt gewähren“ ist heute tief in den Köpfen der Menschen verankert. Die Verlagerung des Arbeitsschwerpunktes auf die Basisebene und die Wertschätzung des Handels prägen bis heute die Arbeitsweise. All dies hat dabei geholfen, ein neues Kapitel im Kampf gegen die Armut in China zu schreiben.  

  

In den vergangenen 30 Jahren konnten allein in der Stadt Ningde insgesamt mehr als 740.000 Menschen aus der Armut befreit werden. Allein in den Jahren von 2012 bis 2017 haben 189.500 Menschen die Armut erfolgreich überwunden, was bedeutet, dass es im Schnitt jedes Jahr gelungen ist, mehr als 30.000 Menschen aus der Armut zu befreien. Bis Ende 2017 sank die Armutsquote der Stadt auf 0,028 Prozent, das heißt, nur 668 Menschen leben hier heute noch unter der Armutsgrenze. Diese Erfolge zeigen eindrucksvoll, dass bei der Lösung von Schlüsselproblemen der Armutsüberwindung in China bereits entscheidende Siege errungen wurden.   

 

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