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Chinesisch-afrikanische Beziehungen: Gemeinsam eine Schicksalsgemeinschaft schaffen

2018-08-31 11:43:00 Source:China heute Author:
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Von Wu Sike*  

   

Im goldenen Herbst herrscht in Beijing ein erfrischend kühles Klima und die Luft ist vom Duft der Osmanthusblüten erfüllt. In diesem Herbst, genauer gesagt im September, wird in Chinas Hauptstadt das Gipfeltreffen des chinesisch-afrikanischen Kooperationsforums stattfinden. Ein weiteres Mal werden dabei führende Persönlichkeiten Chinas und vieler afrikanischer Staaten zusammenkommen, um über Pläne der chinesisch-afrikanischen Zusammenarbeit zu beraten und gemeinsame Entwicklungsentwürfe zu erstellen. Traditionell werden bei diesem Gipfel richtungsweisende Maßnahmen von weitreichender Bedeutung bekannt gegeben und die weit gefächerten Kooperationen in verschiedenen Bereichen weiter vorangetrieben.   

   

 

 

Gut gelaunt: Afrikanische Gäste beim Chinesisch-afrikanischen Forum für Völkerverständigung

in der westchinesischen Metropole Chengdu. Das Bild entstand am 24. Juli 2018.

 

Nach dem Prinzip der gemeinsamen Konsultation sowie des gemeinsamen Aufbaus und Genusses der Entwicklungsfrüchte soll das hochrangige Forum in diesem Herbst vor allem vier wichtige Themen miteinander verbinden: den gemeinsamen Aufbau der neuen Seidenstraße (Wirtschaftsgürtel Seidenstraße und maritime Seidenstraße des 21. Jahrhunderts) durch China und die afrikanischen Länder, die UNO-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die Agenda 2063 der Afrikanischen Union sowie die Entwicklungsstrategien verschiedener afrikanischer Länder. Es ist zu erwarten, dass neue Pläne für die Zusammenarbeit und gemeinsames Gewinnen verabschiedet, neue Schritte eingeleitet und neue Perspektiven für die gemeinsame Entwicklung eröffnet werden.   

 

 

 

Blick ins Ausstellungszentrum für afrikanische Waren  

in der Internationalen Messehalle der Stadt Yiwu, Provinz Zhejiang  

 

Der Gipfel des chinesisch-afrikanischen Kooperationsforums stellt einen wichtigen Pfeiler der chinesischen Diplomatie und auch einen feierlichen Anlass in den chinesisch-afrikanischen Beziehungen dar. Ich persönlich bin überzeugt, dass die großen gemeinsamen Anstrengungen dazu führen werden, dass dieses Ereignis einen neuen Meilenstein der chinesisch-afrikanischen Zusammenarbeit und Solidarität markieren wird. Als erfahrener Diplomat, der mehr als zehn Jahre auf afrikanischem Boden gearbeitet und gelebt hat, freue ich mich von Herzen auf dieses Großereignis.   

       

   

China und Afrika als gute Freunde, Partner und Brüder  

   

China und Afrika pflegen seit Jahrzehnten enge freundschaftliche Beziehungen, handeln solidarisch, arbeiten zusammen und teilen Freud und Leid miteinander. Entwicklung auf Grundlage von Solidarität und Zusammenarbeit ist Chinas langfristige und entschiedene strategische Wahl. Seit ihrer Gründung ist die Volksrepublik mit den afrikanischen Ländern durch dick und dünn gegangen. Schon immer sitzen sie in einem Boot.   

   

Die traditionelle Freundschaft zwischen China und Afrika hat sich über viele Jahre bewährt. In den 1950ern und 1960ern, also kurz nachdem sich das chinesische Volk aufgerichtet hatte, unterstützte es tatkräftig die afrikanischen Völker bei ihrem eigenen Kampf um nationale Unabhängigkeit. Um den afrikanischen Ländern bei der Wirtschaftsentwicklung und der Konsolidierung ihrer politischen Unabhängigkeit zur Seite zu stehen, gewährte ihnen die Volksrepublik alle in ihrer Kraft stehende Hilfe, obwohl das Land damals selbst noch sehr arm war.   

   

Zugleich wird China die wirksame Unterstützung, welche die afrikanischen Staaten dem Land bei der Wahrung seiner Souveränität und Unabhängigkeit, insbesondere bei der Wiederherstellung seines rechtsmäßigen Sitzes in den Vereinten Nationen, gewährten, stets im Kopf behalten. Das chinesische Volk und die afrikanischen Völker hegen tiefe freundschaftliche Gefühle für einander. Und diese formen das bruchfeste Fundament der chinesisch-afrikanischen Freundschaft und die Quelle der starken Lebenskraft der chinesisch-afrikanischen Schicksalsgemeinschaft.   

   

Genau auf Grundlage dieser Freundschaft wurde durch die gemeinsame Initiative der beiden Seiten im Oktober 2000 die erste Ministerkonferenz des chinesisch-afrikanischen Kooperationsforums veranstaltet und damit das Forum als solches ins Leben gerufen. Diese Institution bildet seither einen wichtigen Kanal für den Dialog zwischen China und den afrikanischen Ländern und auch für die Vertiefung ihrer Zusammenarbeit zum beiderseitigen Vorteil. Nicht zuletzt dient sie als weltweit größte und effizienteste Plattform der Süd-Süd-Kooperation.   

   

Zwischen 2000 und 2017 hat sich der chinesisch-afrikanische Handel versiebzehnfacht. Chinas Investitionen in afrikanische Länder haben sich gar mehr als verhundertfacht. Der Beitrag der Volksrepublik zur afrikanischen Wirtschaftsentwicklung ist merklich gestiegen. Das chinesisch-afrikanische Kooperationsforum ist mittlerweile weltweit anerkannt und wird als mustergültiges Beispiel der Süd-Süd-Kooperation und als Aushängeschild der internationalen Zusammenarbeit mit den afrikanischen Ländern gefeiert. Dem Wunsch der Mitgliedstaaten entsprechend sowie auch als logische Folge des aus der Entwicklung der chinesisch-afrikanischen Beziehungen resultierten Bedarfs wird das Forum in diesem Jahr auf den Rang eines Gipfels erhoben.   

   

Die chinesisch-afrikanischen Beziehungen im neuen Zeitalter und in der neuen Situation verstärkt entwickeln  

   

Im Jahr 2013 wählte Chinas Staatspräsident Xi Jinping Afrika zum Ziel seines ersten Staatsbesuchs. Auch nachdem er fünf Jahre später in seinem Amt noch einmal bestätigt wurde, steuerte er bei seiner ersten Auslandsreise als erstes vier afrikanische Länder an. Xi betonte, die umfassende Zusammenarbeit mit den afrikanischen Staaten weiter voranzutreiben, sei Chinas strategische Wahl.   

   

Auf dem chinesisch-afrikanischen Kooperationsforum in Johannesburg im Dezember 2015 stellte der chinesische Staatspräsident das neue Konzept der „fünf tragenden Säulen und zehn Kooperationspläne“ vor, die in den darauf folgenden drei Jahren in die Praxis umgesetzt werden sollten. Dadurch sollen drei afrikanische Entwicklungsengpässe, nämlich die Rückständigkeit der Infrastruktur, der Mangel an Fachkräften sowie fehlende Geldmittel, behoben werden. Außerdem hofft man damit, die Industrialisierung und Modernisierung der Landwirtschaft zu beschleunigen und eine selbstständige und nachhaltige Entwicklung zu verwirklichen.   

   

Aufgrund der großen Anstrengungen beider Seiten konnten die chinesisch-afrikanischen Beziehungen als umfassende strategische Kooperationspartnerschaft positioniert und weiter gefestigt werden. Im politischen Bereich hat sich die Zahl der ranghohen gegenseitigen Besuche weiter erhöht. In den vergangenen mehr als fünf Jahren ist Chinas Staatspräsident Xi Jinping viermal nach Afrika gereist. Mehr als 60 Staats- und Regierungschefs haben im Gegenzug die Volksrepublik besucht bzw. Konferenzen in China beigewohnt. Diese Besuche und der rege Austausch haben der Weiterentwicklung der chinesisch-afrikanischen Beziehungen die politische Richtung sowie auch neue Triebkräfte gegeben.   

   

Auch im wirtschaftlichen Bereich sind die Interessen Chinas und der afrikanischen Länder tief gehend verschmolzen. Neun Jahre in Folge war China der größte Handelspartner Afrikas. 2017 knackte das chinesisch-afrikanische Handelsvolumen die Marke von 170 Milliarden US-Dollar. Chinas Investitionen in Afrika in verschiedenen Bereichen belaufen sich auf 100 Milliarden US-Dollar. Mittlerweile haben sich zudem mehr als 3100 chinesische Unternehmen in Afrika niedergelassen.   

   

Besonders erfreulich ist, dass die Verwirklichung einer Reihe von Großprojekten wie die Addis-Abeba-Dschibuti-Eisenbahnlinie und die Eisenbahnverbindung zwischen Mombasa und Nairobi reibungslos vorangetrieben werden konnten. Dadurch werden große Beiträge für den Ausbau der industriellen Produktion und Beschäftigung sowie die Industrialisierung und Modernisierung Afrikas geleistet.   

   

Doch es geht nicht nur in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht voran. Auch der gesellschaftlich-kulturelle Austausch zwischen China und den afrikanischen Ländern nimmt erfreulicherweise einen Aufschwung. Afrika ist einer der Entstehungsorte der menschlichen Zivilisationen. Die zivilisatorische Vielfalt der Menschheit kommt in Afrika besonders deutlich zum Ausdruck. Afrika formt also einen spannenden Ausschnitt der Zivilisation der Welt. Der gesellschaftlich-kulturelle Austausch zwischen China und Afrika trägt zum gegenseitigen Lernen bei und verleiht den traditionsträchtigen chinesischen und afrikanischen Zivilisationen besonderen Glanz.   

   

Bei ihrer Kooperation heben beide Seiten die kulturelle Zusammenarbeit sowie den Kulturaustausch immer wieder hervor und legen großen Wert auf Lokalkolorit und die Menschen. Unter dem Motto der Gleichberechtigung und des gegenseitigen Respekts wird die Zusammenarbeit stetig umfassender, inklusiver und nachhaltiger.   

   

Jedes Jahr richtet China im Schnitt mehr als 30 Veranstaltungen für gesellschaftlich-kulturellen Austausch in Afrika aus und führt mehr als 50 Projekte in diesem Bereich durch. Mittlerweile wurden der direkte Austausch und die direkte Kooperation zwischen Hochschulen, Medieninstitutionen, gesellschaftlichen Organisationen und Denkfabriken beider Seiten institutionalisiert und in einem regelmäßigen Umsetzungsverfahren verankert.   

   

Auch im Bereich der Friedenserhaltung und Sicherheit wird die chinesisch-afrikanische Zusammenarbeit merklich gestärkt. Dies bildet bereits einen Glanzpunkt der beiderseitigen Zusammenarbeit. Mit Entschlossenheit unterstützt China die afrikanischen Staaten dabei, ihre eigenen Fähigkeiten zur Friedenserhaltung zu verstärken, indem die Volksrepublik beispielsweise das stehende Herr und schnelle Reaktionstruppen der afrikanischen Länder stärkt. Unter den fünf ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats ist China das Land, das die meisten Blauhelme zur Friedenserhaltung nach Afrika entsendet. China beteiligt sich darüber hinaus auch aktiv am Kampf gegen Piraten und dem Begleitschutz auf den somalischen Meeresgewässern. Bis heute hat die Volksrepublik 29 Kriegsschiffverbände zu diesem Zweck entsendet. Außerdem nimmt China aktiv an der Vermittlung zur Lösung von Brennpunktproblemen wie beispielsweise der Südsudan-Frage teil. Es freut mich besonders, zu sehen, dass die Entwicklung der chinesisch-afrikanischen Beziehungen nicht nur beiden Seiten handfeste Vorteile bringt, sondern auch bewirkt, dass die internationale Gemeinschaft zunehmend ihre Aufmerksamkeit auf Afrika richtet und immer mehr Investitionen in afrikanischen Ländern tätigt.   

   

 

Die Seidenstraßeninitiative und ihre Umsetzung in Afrika  

   

Im Jahr 2013 verkündete Chinas Staatspräsident Xi Jinping in Afrika die Initiative zum Aufbau der neuen Seidenstraße mit dem Ziel, die infrastrukturelle Verbindung und Vernetzung der Länder entlang den Routen zu fördern, eine Ankopplung an die Entwicklungsstrategien dieser Länder zu ermöglichen und gemeinsame Entwicklung zu erreichen. Auch in Afrika findet die Seidenstraßeninitiative ein großes Echo. Viele Länder zeigen großes Interesse und zollen dem Kooperationskonzept hohe Anerkennung. Sie wollen sich an der Umsetzung beteiligen und die diesbezügliche Zusammenarbeit mit China verstärken. China möchte seinerseits durch den gemeinsamen Aufbau der Zusammenarbeit mit den afrikanischen Ländern neuen Schub verleihen, das Niveau der Zusammenarbeit zum beiderseitigen Vorteil heben und eine neue Phase der chinesisch-afrikanischen strategischen Partnerschaft einläuten. Bereits bei der Vorbereitung für den diesjährigen Gipfel wurde diesbezüglich ein wichtiger Konsens zwischen beiden Seiten erzielt. So wurde der gemeinsame Aufbau der Seidenstraßeninitiative zum Hauptthema des Gipfels bestimmt.  

   

Fünf Jahre nach ihrer Verkündung hat sich die Seidenstraßeninitiative von einem theoretischen Konzept in echte Taten verwandelt. Aus einer Zukunftsidee wird also Realität. Damit ist die Initiative zu einem der international am meisten begrüßten öffentlichen Güter gereift. Mittlerweile hat China bereits mit 86 Ländern bzw. internationalen Organisationen, darunter viele afrikanische Staaten, Kooperationsabkommen für die Umsetzung der Initiative unterzeichnet.   

   

Afrika war von alters her ein wichtiger Bestandteil der alten Seidenstraße und die historischen Seefahrten in die „Westlichen Meere“ des chinesischen Entdeckers Zheng He (1371 – 1433) hinterließen bedeutende Überlieferungen.   

   

Bei der gegenwärtigen Umsetzung der Seidenstraßeninitiative ist es von daher nur folgerichtig, dass Afrika einen gebührenden Platz einnimmt. Afrika ist der Kontinent, auf dem sich die meisten Entwicklungsländer konzentrieren, und verfügt weltweit über das größte Entwicklungspotential. Bei der Umsetzung der Seidenstraßeninitiative handelt es sich nicht nur um infrastrukturellen Aufbau, sondern auch um einen innovativen Weg in Richtung Zukunft. Afrika bekommt so die Chance, einen friedlichen Aufstieg zu erfahren und zu einer wichtigen Kraft im neuen Gefüge der Welt zu avancieren.   

   

Bei der gemeinsamen Entwicklung strebt China nach einer Ankoppelung der Seidenstraßeninitiative an die Entwicklungsstrategien der afrikanischen Länder, darunter etwa die Agenda 2063 der Afrikanischen Union und auch  die UNO-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Eine derartige Zusammenarbeit wird der Entwicklung Afrikas neuen Schub verleihen und die Industrialisierung des Kontinents effektiv voranbringen.   

   

Unter Berücksichtigung der jeweiligen Verhältnisse der afrikanischen Länder hat China in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Kooperationsprojekten in Bereichen wie Armutsminderung, sichere Lebensmittelversorgung, Infrastrukturaufbau und Industrialisierung durchgeführt und den afrikanischen Ländern geholfen, ihre Wirtschaftsstruktur zu optimieren und die oben genannte Agenda der Afrikanischen Union besser in die Praxis umzusetzen. Insgesamt gesehen herrscht heute auf dem afrikanischen Kontinent eine deutlich spürbare Aufbruchsstimmung und die wirtschaftliche Vitalität gewinnt immer mehr an Fahrt.   

   

Vor zehn Jahren machten Rohstoffe und Erdöl 80 Prozent der chinesischen Importe aus Afrika aus. Heute liegt dieser Anteil nur noch bei rund 53 Prozent. Daran ist zu erkennen, dass immer mehr Länder die Entwicklungsperspektive der afrikanischen Länder schätzen. Sie drängen auf den afrikanischen Arbeitsmarkt und verlagern Teile ihrer Fertigungsindustrie nach Afrika.   

   

Die wirtschaftliche Kooperation zwischen China und Afrika ist durch starke Komplementarität gekennzeichnet. Dabei bildet die Zusammenarbeit im Bereich der Produktionskapazitäten den Hebel zur Vertiefung der umfassenden chinesisch-afrikanischen Kooperation in verschiedenen Bereichen. Es freut mich zu sehen, dass die Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten bereits von den Küsten ins Kontinentsinnere ausgedehnt wurde. Von einzelnen Standorten aus haben sich Linien herausgebildet und aus diesen entstehen flächendeckende Kooperationszonen. Dadurch werden die Diversifizierung und Niveauhebung der afrikanischen Wirtschaftsstruktur gefördert. Zudem wurden zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen und das Leben von Millionen Menschen hat sich merklich verbessert.   

   

Aufgrund der gemeinsamen Anstrengungen beider Seiten entwickelt sich die umfassende strategische Partnerschaft zwischen China und Afrika rasant und ein allseitiges, vielschichtiges und weite Bereiche abdeckendes Kooperationsgefüge konnte erfolgreich etabliert werden, was den afrikanischen Völkern große Vorteile beschert.   

   

Chinas Staatspräsident Xi Jinping initiierte durch Aufrichtigkeit, Echtheit, Vertrautheit und Ehrlichkeit gekennzeichnete Beziehungen zu den afrikanischen Ländern und plädierte für eine richtige Auffassung von Gerechtigkeit und Gewinn. Im Geist dieser Konzepte wird sich China auch weiterhin für die Entwicklung und Wiederbelebung Afrikas einsetzen.  

   

Starke Interdependenz im neuen Zeitalter  

   

Nach dem Eintritt ins neue Jahrhundert setzen sich die Multilateralisierung, die wirtschaftliche Globalisierung, die gesellschaftliche Informatisierung und der Trend zur Multikulturalität fort. Die Verbindung der Länder und ihre Abhängigkeit von einander haben sich weiter verstärkt. Alle sitzen also in einem Boot und teilen Freud und Leid miteinander.   

   

Gleichzeitig sieht sich die Welt heute mit einer Reihe gemeinsamer Herausforderungen konfrontiert wie zum Beispiel fehlenden Triebkräften für das Wirtschaftswachstum, einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich, der Zuspitzung regionaler Konflikte und der Bedrohung durch Terrorismus. Kein Land kann es sich leisten, nur auf sein eigenes Fortkommen bedacht zu sein. Stattdessen müssen die Länder einander unter die Arme greifen. Und hierfür stellte Chinas Staatspräsident Xi Jinping die Konzepte des Aufbaus neuartiger internationaler Beziehungen und der Schicksalsgemeinschaft der Welt auf. Das letztere wurde bereits in die Dokumente der Vereinten Nationen aufgenommen.   

   

Dass China und die afrikanischen Staaten den Aufbau einer Gemeinschaft, die dasselbe Schicksal teilt, und die Ausgestaltung einer Interessengemeinschaft, in der durch Zusammenarbeit eine Win-win-Situation geschaffen wird, gemeinsam vorantreiben, liefert einen großen Beitrag zur Ausgestaltung der Schicksalsgemeinschaft der gesamten Menschheit.   

   

Das chinesische Volk und die afrikanischen Völker saßen viele Jahre in einem Boot und haben einander geholfen, aufrichtig zusammengearbeitet und sich damit einen ganz eigenen Weg der chinesisch-afrikanischen Kooperation gebahnt, der der Tendenz der historischen Entwicklung folgt und den Verhältnissen beider Seiten gerecht wird. China und Afrika sind aufrichtige Partner auf diesem Entwicklungsweg und streben nach einer Kooperation zu beiderseitigem Vorteil, um gemeinsame Entwicklung zu erreichen. In den internationalen Angelegenheiten haben China und die afrikanischen Staaten als Entwicklungsländer gemeinsame Interessen, Forderungen und Ideale.   

   

Heute stehen die chinesisch-afrikanischen Beziehungen wieder an einem neuen historischen Ausgangspunkt und verfügen über objektive und subjektive Vorteile und Stärken. Bei seiner Staatsreise in vier afrikanische Länder im Juli dieses Jahres sagte Chinas Staatspräsident Xi Jinping: „China und die afrikanischen Länder bilden eine Schicksalsgemeinschaft, in der sie ein gemeinsames Schicksal teilen, und eine Interessengemeinschaft, in der durch Zusammenarbeit eine Win-win-Situation geschaffen wird. Gleichgültig, wie sich die politische Lage der Welt auch wandeln mag und welche Stufe China bei seiner Entwicklung auch immer erreichen wird, steht unser Land unbeirrt an der Seite der Entwicklungsländer, einschließlich der afrikanischen. China ist für immer der aufrichtige Freund und ein zuverlässiger Partner Afrikas.“   

   

China als das größte Entwicklungsland und Afrika als der Kontinent, auf dem sich die meisten Entwicklungsländer konzentrieren, sollten Hand in Hand vorwärts schreiten und ihren insgesamt 2,5 Milliarden Menschen zunehmend Glück bescheren. Die Ausgestaltung der engen chinesisch-afrikanischen Schicksalsgemeinschaft wird der internationalen Gemeinschaft positive Energie liefern. Wir haben genug Grund zu glauben, dass das chinesisch-afrikanische Kooperationsforum in diesem September von einem neuen historischen Ausgangspunkt aus die chinesisch-afrikanischen Beziehungen in einem weiteren Schritt festigen, die Ausgestaltung der chinesisch-afrikanische Schicksalsgemeinschaft beschleunigen und dadurch einen großen Beitrag für die Entwicklung und Prosperität der Welt sowie für den Aufbau der Schicksalsgemeinschaft der Menschheit leisten wird.   

          

*Autor Wu Sike ist ein erfahrener Diplomat und Chinas ehemaliger Sonderbeauftragter für Nahostfragen.    

   

  

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