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Neue Seidenstraße: Weg zu Völkerverständigung und Wohlstand

2019-04-24 14:32:00 Source: Author:
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Von Ma Li

 

„Seit ich denken kann, gab es in meiner Heimat Stromausfälle“, sagt Xaysy, ein junger Mann aus Laos. Dies sei einer der Gründe dafür gewesen, weshalb er sich im Erwachsenenalter entschieden habe, nach China zu gehen und dort Wasserkrafttechnik zu studieren. „Nach meinem Hochschulabschluss trat ich, zurück in der Heimat, eine Stelle im Wasserkraftwerk Nam Phay an, das mit Unterstützung der China North Industries Corporation (NORINCO) errichtet worden ist. Ich konnte die großen Veränderungen in meiner Heimat in den letzten Jahren also mit eigenen Augen mitverfolgen“, sagt er. Diese Veränderungen sind vor allem der Umsetzung der von China angestoßenen Initiative zum Aufbau der neuen Seidenstraße zu verdanken. Sie spiegeln die großen Erfolge, die bei der Umsetzung der Initiative erzielt wurden.

 

Chinas Staatspräsident Xi Jinping hat immer wieder betont, dass die Völkerverständigung eine wichtige Grundlage für den Aufbau der Seidenstraßeninitiative darstellt. Beim gemeinsamen Aufbau der neuen Seidenstraße geht es nicht nur um wirtschaftliche Zusammenarbeit, sondern die Initiative ist auch ein wichtiges Mittel zur Verbesserung des globalen Entwicklungsweges und der Global Governance sowie zur Förderung einer gesunden wirtschaftlichen Globalisierung. Und die Verwirklichung dieser Ziele ist untrennbar mit einer soliden gesellschaftlichen und öffentlichen Grundlage verbunden, die durch die Verbesserung des Lebensunterhalts der Menschen geschaffen wird.

 

In den vergangenen sechs Jahren seit Beginn der Umsetzung der Initiative hat China mit den beteiligten Ländern eine umfassende Zusammenarbeit im Kulturbereich entfaltet, die viele Früchte getragen hat. Durch sie wurde die Völkerverständigung gefördert und die Entwicklung ständig vorangetrieben. Auch die Träume vieler gewöhnlicher Menschen sind durch sie in Erfüllung gegangen.

 

 

Verbindung zwischen Mensch schaffen: Das war das Motto eines Themenforums auf dem

 internationalen Kooperationsforum der Seidenstraßeninitiative.

 

Laos: Strom für die Heimat

 

Laos ist reich an Wasserressourcen und gilt diesbezüglich als „Akkumulator der Indochinesischen Halbinsel“. Dennoch hat mangelnde Stromversorgung in einigen abgelegenen Bergregionen die Produktion und das Leben der Menschen lange stark beeinträchtigt.

 

„Ich selbst bin in einer verarmten Bergregion aufgewachsen“, erzählt uns Xaysy. „Auch meine eigene Familie war damals bitter arm und hatte keinen Zugang zu Strom. Wenn die Nacht anbrach, war es in unserem Dorf stockfinster. Ich träumte schon damals davon, dass mein Heimatdorf eines Tages mit Strom versorgt würde“, so der junge Laote.

 

In der Mittelschule erfuhr Xaysy im Erdkundeunterricht, dass das größte Wasserkraftwerk der Welt in China stand, nämlich am Drei-Schluchten-Staudamm. „Ich war tief beeindruckt, und in mir keimte die Idee, eines Tages nach China zu gehen, um Wasserkrafttechnik zu studieren, wenn sich die Möglichkeit dazu bieten sollte“, erzählt Xaysy.

 

An diesem Traum sollte Xaysy bis ins Jugendalter festhalten. Nach dem Mittelschulabschluss erhielt Xaysy dank herausragender Studienleistungen tatsächlich ein Regierungsstipendium und wurde nach China eingeladen, um am Yellow River Conservancy Technical Institute zu studieren. „Ich war einer von nur drei glücklichen Bewerbern aus der laotischen Provinz Xaisomboun, die den Zuschlag für dieses Stipendium erhielten“, sagt er stolz.

 

Nach seinem Studienabschluss in China kehrte Xaysy nach Laos zurück. Er bekam eine Anstellung im Wasserkraftwerk Nam Phay, wo er den reibungslosen technischen Betrieb sichern sollte. Seine Frau erhielt eine Stelle in der Werkskantine, so dass das Ehepaar zusammenleben konnte. „Mittlerweile herrscht nicht nur in meinem Heimatdorf, sondern in der ganzen Provinz Xaisomboun ausreichende Stromversorgung“, sagt Xaysy. „Mithilfe der chinesischen Unternehmen haben wir nicht nur ein Wasserkraftwerk errichtet, sondern auch viele infrastrukturelle Einrichtungen wie Straßen, Märkte, Bahnhöfe, Schulen und Krankenhäuser gebaut. Darüber hinaus hat uns die chinesische Seite verschiedene Fertigkeiten in den Bereichen Textilien und Tierzucht vermittelt, so dass wir unser Einkommen steigern konnten“, sagt er weiter. „Wir führen heute ein glückliches Leben, von dem wir vorher kaum zu träumen wagten.“

 

 

Blickt zuversichtlich in die Zukunft: Der junge Laote Xaysy hat die großen Veränderungen

 in seiner Heimat in den letzten Jahren mit eigenen Augen mitverfolgt.

 

Mit Unterstützung der chinesischen Unternehmen ist der Ausbau des laotischen Stromnetzes rasch vorangeschritten. Trotzdem gibt es noch immer einige abgelegene Bergregionen, die bis heute keinen Zugang zur Stromversorgung haben. „Ich hoffe, dass ich weiter im Wasserkraftwerk Nam Phay arbeiten kann, um dazu beizutragen, dass sich an dieser Situation etwas ändert“, sagt der junge Ingenieur.

 

Das von NORINCO betriebene Wasserkraftwerk Nam Phay ist ein Meilensteinprojekt zum aktiven Aufbau der neuen Seidenstraße. Es hat die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen China und Laos merklich beflügelt. Das Projekt bildet eine wichtige Errungenschaft beider Länder zur Vertiefung ihres gegenseitigen Vertrauens und zur gegenseitigen Unterstützung und nützt beiden Seiten.

 

Im November 2017 nahm das Werk offiziell seinen Betrieb auf. Mit einer Gesamtinvestition von 218 Millionen US-Dollar verfügt es über eine installierte Leistung von 86 Megawatt und erzeugt jedes Jahr 419 Millionen Kilowattstunden Strom. Derzeit wird alle im Kraftwerk erzeugte Elektrizität in das nationale Stromnetz von Laos eingespeist, womit die stabile Stromversorgung der wirtschaftlichen Zentralregionen des Landes gewährleistet wird.

 

Um noch mehr Win-win-Ergebnisse zu generieren, kooperiert die Firma NORINCO neben dem Aufbau des Wasserkraftwerks Nam Phay auch mit anderen lokalen Unternehmen und teilt mit ihnen fortschrittliche chinesische Technologien, Standards und Managementkonzepte. Der Minister für Energie und Bergbau von Laos, Khammany Inthirath, lobte das Wasserkraftwerk Nam Phay als wichtiges Projekt für den Lebensunterhalt der laotischen Bevölkerung.

 

  

Ein kleines Kraftwerk bringt große Veränderungen: Das Wasserkraftwerk Nam Phay ist

 ein Meilensteinprojekt zum Aufbau der neuen Seidenstraße.

 

Myanmar: Kupfermine beflügelt die Entwicklung einer ganzen Region

 

Beim Aufbau der Seidenstraßeninitiative verfolgen chinesische Unternehmen das Konzept der gemeinsamen Konsultation, des gemeinsamen Aufbaus und der gemeinsamen Teilhabe. Sie nehmen aktiv gesellschaftliche Verantwortung wahr und bemühen sich darum, den Menschen in den beteiligten Ländern zu Wohlstand zu verhelfen.

 

Der 37-jährige Tun stammt aus Letpadaung im Nordwesten von Myanmar. In seiner Heimat haben chinesische Firmen am Aufbau der Letpadaung-Kupfermine mitgewirkt, wodurch sich das Leben der Einheimischen spürbar verbessert hat, wie uns der junge Mann berichtet. 

 

Die Kupfermine in Letpadaung ist ein großes Ressourcenprojekt, das von der chinesischen Firma Wanbao Mining Ltd., einer Tochtergesellschaft von NORINCO, finanziert und durchgeführt wurde. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf mehr als eine Milliarde US-Dollar. Der Produktionszyklus beträgt ungefähr 30 Jahre. Die Unternehmung gilt als Vorzeigeprojekt im Rahmen des Aufbaus der neuen Seidenstraße.

 

„Die Firma Wanbao hat uns auch geholfen, Wohnhäuser zu errichten“, sagt Tun. „Zum ersten Mal haben wir hier im Dorf nun Strom und fließend Wasser. Außerdem konnten wir dank Wanbao eine Anstellung finden.“ In der Vergangenheit verrichteten die Dorfbewohner das ganze Jahr über Feldarbeit, womit sie nur wenig Geld verdienten. „Unser Leben war von der Gunst der Natur abhängig“, erinnert sich Tun.

 

Nach der Niederlassung in Letpadaung hat Wanbao große Anstrengungen unternommen, um das Leben der Menschen vor Ort zu verbessern. Es finanzierte den Bau neuer Dörfer sowie von Wasser- und Stromversorgungsanlagen. Darüber hinaus gründete die Firma noch eine Reihe kleiner und mittelständischer Betriebe in den Bereichen Transport- und Bauwesen, Zementrohrherstellung und Tierzucht, wodurch viele Einheimische eine Anstellung fanden.

 

 

Mit chinesischer Unterstützung: Chinesische Firmen haben am Aufbau der Letpadaung-Kupfermine mitgewirkt.

 

Gegenwärtig nehmen die neuen Dörfer und Städte rund um die Kupfermine mehr und mehr Gestalt an. Die unterstützenden Industrien und die nachhaltigen Wirtschaftsentwicklungswege bilden eine starke Grundlage für die Menschen vor Ort, um ihre Armut zu überwinden und zu Wohlstand zu gelangen.

 

Um die Dorfbewohner beruflich zu qualifizieren, hat das Unternehmen eigens eine Fahrschule eingerichtet. Auch wurde eine Reihe von Ausbildungskursen veranstaltet. Zudem kaufte die chinesische Firma kleinere Anlagen wie Ölpressen, damit die Dorfbewohner mit dem entsprechenden Know-how und der nötigen Ausrüstung eigene Existenzen gründen können.

 

„Es geht von Tag zu Tag bergauf“, sagt Tun über die Verbesserung der Lebensqualität. 2017 hat auch Tun eine eigene Firma gegründet, die sich mit Gütertransport und der Umsetzung von Bauprojekten beschäftigt. „Mittlerweile besitzt meine Familie zwei LKWs, zwei Radlader und einen Geländewagen. Es ist wie ein Traum, dass ich heute ein so glückliches Leben führen kann“, sagt der junge Familienvater.

 

Um die lokalen Einwohner bei der Armutsüberwindung zu unterstützen, hat das Unternehmen Wanbao gleich eine Reihe von Projekten angestoßen, darunter die Gründung einer Ziegelei, einer Wasseraufbereitungsanlage, einer Fabrik für Leitungsmasten sowie die Errichtung einiger Hühnerfarmen und Gemüsegewächshäuser. Dank der Umsetzung dieser Projekte dürfte sich das Einkommen der Menschen vor Ort vervielfachen, so dass sie sich aus der Armut befreien können.

 

Viele Menschen aus ärmlichen Verhältnissen träumen vom Umzug in ein neues Zuhause, einem neuen Arbeitsplatz und einem unbeschwerten Leben. Die am Aufbau der neuen Seidenstraße beteiligten chinesischen Arbeiter bemühen sich darum, diesen Traum der Einheimischen wahr werden zu lassen.

 

Laos: Mehr als eine Grundschule

 

Dank der Seidenstraßeninitiative rückt China mit der Welt ein Stück näher zusammen. Neben der wirtschaftlichen Zusammenarbeit hat die Volksrepublik auch die Kultur- und Bildungszusammenarbeit mit den Anrainerländern der Seidenstraße gestärkt.

 

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Nongbing-Grundschule im Kreis Chanthabouly in Vientiane in Laos. Als die chinesische Stiftung für Frieden und Entwicklung im Juni 2012 nach Laos kam und die in die Jahre gekommenen Einrichtungen der Grundschule sah, sagte sie sofort zu, ein Renovierungsprojekt zu starten.

 

Laut Yao Yuwen, zuständig für die Umsetzung dieses Hilfsprojekts, habe die chinesische Stiftung noch im selben Jahr den Bau eines 800 Quadratmeter großen zweistöckigen Lehrgebäudes auf dem Schulgelände finanziert. „Um die Unterrichtsbedingungen weiter zu verbessern, kann man an der Schule außerdem seit März 2013 Chinesisch lernen und Schreibwaren aus China kaufen. Auch wurden mit unserer Unterstützung Wohnhäuser für Lehrkräfte errichtet“, sagt Yao.

 

Im Mai 2013 zogen die Lehrer und Schüler in die geräumigen und hellen neuen Klassenzimmer um. Heute zählen die Unterrichtsbedingungen und Einrichtungen der Schule zu den besten der Region. „Die Schule wurde als Modellschule von Vientiane ausgezeichnet“, sagt Yao.

 

Um die Zusammenarbeit und den Austausch in den Bereichen Bildung und Kultur zwischen China und Laos zu fördern, hat die Stiftung auch chinesische Freiwillige an die Schule geschickt. Nun wird Chinesischunterricht angeboten und die chinesischen Lehrkräfte fungieren als Brücke im Kultur- und Bildungsaustausch zwischen beiden Ländern.

 

Die 23-jährige Lin Jieyu ist eine dieser Freiwilligen. Sie kam 2018 nach Laos und arbeitet seither als Lehrerin an der Nongbing-Schule. Statt auf langweiligen Frontalunterricht setzt sie auf lebhafte Interaktion zwischen Lehrer und Schülern.

 

„Für einige neue chinesische Wörter drucken wir zum Beispiel im Voraus Bilder aus, um das Ganze anschaulicher zu machen“, sagt Lin. „Mithilfe der Illustrationen fällt es den Schülern leichter, die Bedeutung zu erfassen. Oft gestalten wir die Illustrationen selbst. Ansprechende Materialien können dazu beitragen, die Schüler für den Lernstoff zu begeistern“, so erklärt die Pädagogin für das didaktische Prinzip.

 

 

Ehrenamtliche Kulturbotschafterin: Die 23-jährige Lin Jieyu kam 2018 nach Laos und arbeitet seither als Lehrerin

 an der Nongbing-Schule. Statt auf langweiligen Frontalunterricht setzt sie auf lebhafte Interaktion mit den Kindern.

 

Lin ist gemeinsam mit einem anderen Freiwilligen, Yao Changhua, für den Chinesischunterricht der Schule zuständig. Beide unternehmen zudem große Anstrengungen, um den Schülern allgemeine Kenntnisse über die traditionelle chinesische Kultur zu vermitteln. „Über chinesische Tuschmalerei, Kalligraphie, Scherenschnitte oder das Binden traditioneller Glücksknoten begeistern wird die Schüler für die chinesische Kultur. Die Kurse sind äußerst gefragt. Wir tragen hier eine große Verantwortung“, sagt Lin.

 

Doch der Kulturaustausch verläuft letztlich wechselseitig. Durch den Umgang mit den Einheimischen kommen nämlich auch die beiden Ehrenamtlichen mit den Bräuchen und der Kultur der Menschen vor Ort in Kontakt. Sie haben verstanden, dass nur der gegenseitige kulturelle Austausch die Distanz zwischen Völkern verringern kann. „Je mehr Kontakt wir zu den Einheimischen haben, desto bewusster wird uns diese Tatsache“, sagt Lin.

 

Durch das Chinesischlernen gewinnen die Schüler grundlegende Kenntnisse über China. „In ihren Augen besitzt China reiche Ressourcen und ausreichend Geld. Darüber hinaus sind sie fasziniert von der chinesischen Kultur. Die Tinte riecht zwar nicht gut, doch man kann mit ihr schöne Gemälde schaffen. Chinesische Liedtexte mögen zwar schwer auswendig zu lernen sein, doch sie sind geistreich und stecken voller Energie. Und sich die Scherenschnittkunst anzueignen, ist auch kein Zuckerschlecken, aber die fertigen kleinen Kunstwerke symbolisieren viele schöne Bedeutungen. Auch vermitteln wir den Kindern chinesische Grundwerte wie Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft“, sagt Lin.

 

Viele Schüler sagen, dass sie, sollten sie später einmal die Möglichkeiten dazu bekommen, gerne in China studieren würden, um so ihren ganz eigenen Beitrag zum Handels- und Kulturaustausch zwischen China und Laos zu leisten.

 

Der Bildungs- und Kulturaustausch im Rahmen der Seidenstraßeninitiative ist also kein kultureller Einwegexport, sondern beruht auf gegenseitiger Verständigung. Ziel ist es, eine Atmosphäre des Austausches auf Augenhöhe zwischen den Menschen der betreffenden Länder und Regionen zu schaffen, in der die gegenseitige Wertschätzung, der gegenseitige Respekt und das gegenseitige Verständnis im Vordergrund stehen. „Kulturelles Verständnis schafft letztlich unbegrenzten Raum für Kommunikation und Kooperation“, ist sich Lin Jieyu sicher.

 

 

 

 

 

 

Verbindung zwischen Mensch schaffen: Das war das Motto eines Themenforums auf dem

 internationalen Kooperationsforum der Seidenstraßeninitiative.

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