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China bleibt attraktives Zielland für ausländische Investitionen

2018-03-30 11:26:00 Source:China heute Author:
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*Von Wu Li

 

Reform und Innovation sind zwei wichtige Schlagworte, die das zeitgenössische China gut beschreiben. Seit der Einführung der Reform- und Öffnungspolitik vor vierzig Jahren ist das auswärtige Kapital zunehmend mit dem chinesischen Markt zusammengewachsen. Es verleiht der chinesischen Wirtschaft enorme Dynamik und profitiert seinerseits von ihrem schnellen Wachstum.

 

Im vergangenen Oktober betonte Generalsekretär Xi Jinping in seinem Bericht auf dem 19. Parteitag der KP Chinas, dass China die Herausbildung eines neuen Gefüges der allseitigen Öffnung vorantreiben werde. Er sagte: „Chinas Tür der Öffnung wird nicht geschlossen, sondern immer weiter geöffnet.“ Xi forderte, auf eine Politik der Liberalisierung und Erleichterung von Handel und Investitionen auf hohem Niveau zu setzen. „Das Verwaltungssystem, das auswärtigen Investitionen bereits vor deren Marktzugang die Inländerbehandlung gewährt und sie mit der Negativliste verwaltet, soll umfassend praktiziert werden. Die Beschränkungen für den Marktzugang sollen in hohem Maße gelockert und die Öffnung der Dienstleistungswirtschaft nach außen erweitert werden. Auch gilt es, die legitimen Rechte und Interessen auswärtiger Investoren zu schützen. Alle in China registrierten Unternehmen sollen ohne Diskriminierung gleich behandelt werden“, so Xi.

 

Den Markt durch Reformen beleben

 

Die Stadt Dongguan in der südchinesischen Provinz Guangdong beispielsweise hat eine grundlegende Transformation erlebt. Im Zuge der Reform und Öffnung entwickelte sich Dongguan durch das erfolgreiche Anziehen auswärtiger Investitionen rasant und machte sich einen Namen als „Fabrik der Welt“. Auswärtiges Kapital wurde für die Stadt unweit der Provinzhauptstadt Guangzhou zu einem zentralen Schlüssel des wirtschaftlichen Aufschwungs. Die Kehrseite war, dass jeder Investitionsrückgang der letzten Jahre große wirtschaftliche Erschütterungen in Dongguan auslöste.

 

Bis heute ist die Stadt dennoch ein beliebter Standort für auswärtiges Kapital. Denn Modernisierung und Umstrukturierung der örtlichen Industrie wurden hier bewusst gefördert. Die einst dominierende Verarbeitungs- und Fertigungsindustrie habe sich in eine moderne High-End-Produktion verwandelt, sagt Cai Kang, der Leiter der Handelsbehörde der Stadt.

 

Dongguan bemüht sich heute über industrielle Umstrukturierung und technologische Modernisierung darum, die Nutzung auswärtigen Kapitals zu optimieren. In der ersten Jahreshälfte 2017 hat sich die Wachstumsrate auswärtiger Investitionen in mehreren Gemeinden Dongguans verdoppelt. Die Gemeinde Shijie schoss mit einer Wachstumsrate von 506,3 Prozent auf Platz eins. Vor allem die Bereiche Forschung und Entwicklung, Design, Telekommunikation, Handel und Logistik, IT-Technologie, Smartphone-Chips, Computerdisplays, Kameraobjektive und Basisteile für die Roboterherstellung haben große Mengen an auswärtigem Kapital angelockt.

 

Auch in anderen Teilen Chinas lassen sich derweil große Veränderungen beobachten. In der Metropole Shanghai, die über 1000 Kilometer von Dongguan entfernt an der Ostküste Chinas liegt, wurde vor einigen Jahren eine Pilot-Freihandelszone gegründet, in der sich seither zahlreiche auswärtige Unternehmen niedergelassen haben. Der französische Sportartikelhersteller Decathlon beispielsweise hat seit 2003 eine Niederlassung vor Ort. Am 1. September 2017 eröffnete das Unternehmen seine neue Zentralstelle, das China Lab, in der Pilot-Freihandelszone. „Wir haben das China Lab gegründet, um dem chinesischen Markt näher zu kommen und unseren Kunden bessere Produkte anbieten zu können“, erklärt Wang Tingting, Vizepräsident von Decathlon China, die Entscheidung.

 

Der französische Sportartikelhersteller begann 1992, erste Beschaffungsstellen in China zu gründen. Mit Einsetzen des Booms des chinesischen Sport- und Freizeitmarktes, schnellte auch die Zahl der Geschäfte der französischen Kette im Reich der Mitte in die Höhe. Allein in den letzten zwei Jahren eröffnete das Unternehmen jedes Jahr 50 neue Geschäfte in China. Heute sind Declathon-Filialen in 100 chinesischen Städten zu finden. „Geplant ist für die nahe Zukunft, bald in insgesamt 200 chinesischen Städten präsent zu sein“, sagt Wang Tingting. „Für unser Unternehmen wird der chinesische Markt immer wichtiger. Früher war er vor allem Rohstoffquelle, später Produktionsbasis und Einzelhandelsmarkt, und heute ist er ein wichtiges Zentrum unserer Forschung und Entwicklung“, so der Unternehmensvertreter.

 

Nicht nur in den östlichen Küstengebieten, sondern auch in den zentralen und westlichen Regionen Chinas haben tief greifende Veränderungen bei den auswärtigen Investitionen eingesetzt. Laut Chinas Handelsministerium stand die Volksrepublik, was die Einfuhr auswärtiger Investitionen angeht, in den letzten fünf Jahren stets auf einem der vorderen Plätze weltweit, was immer größere und positivere Einflüsse auf die chinesische Wirtschaft und Gesellschaft ausgeübt hat. Gleichzeitig ist es China auch dank des auswärtigen Kapitals gelungen, seine Industriestruktur zu optimieren. In den ersten drei Quartalen 2017 stiegen die ausländischen Investitionen in die High-Tech-Fertigung und den High-Tech-Dienstleistungssektor im Vergleich zum Vorjahreszeitraum jeweils um 27,5 bzw. 24 Prozent an. Bei den auswärtigen Investitionen, die nach Zentralchina flossen, gab es einen Anstieg um 46 Prozent.

 

Zhang Yansheng, Chefforscher beim China Center for International Economic Exchanges, sagt, China und die Welt seien mit tief greifenden Veränderungen und Anpassungen konfrontiert. Für China sei es wichtig, durch Reformen und eigene Innovationen neue Stärken im globalen Wettbewerb herauszubilden. „Kluge auswärtige Investoren werden sich dieser Entwicklung anpassen und sich nicht vom dynamischen chinesischen Markt zurückziehen“, so der Ökonom.

 

Institutionelle Vorteile nutzen

 

Experten gehen davon aus, dass sich China durch Reform und Innovation auch in Zukunft weiter für die Welt öffnen wird. Auf dem BRICS-Gipfel in Xiamen im September 2017 verabschiedeten die anwesenden Staatschefs die „Skizzen für BRICS-Investitionserleichterungen“ (Outlines for BRICS Investment Facilitation). Das Papier war das erste Dokument der BRICS-Staaten, das gezielt globale Investitionserleichterungen anstrebte. Ein Jahr zuvor, auf dem G20-Gipfel in der südostchinesischen Stadt Hangzhou, waren bereits die Leitprinzipien der G20 für die globale Investitionspolitik verabschiedet worden. Sie markierten den ersten multilateralen Investitionsrahmen der Welt und wurden damit zu einem wichtigen Schritt, um bestehende Lücken im Bereich internationale Investitionen zu schließen.

 

Heute beteiligt sich China aktiv an der internationalen wirtschaftspolitischen Steuerung sowie der Formulierung der internationalen Wirtschafts- und Handelsregeln. Die Volksrepublik setzt sich dafür ein, den zunehmenden Protektionismus durch wirksame Institutionen und Systeme einzudämmen. Insbesondere in den vergangenen zwei Jahren, in denen die Unsicherheiten der globalen Wirtschaft wuchsen, hat China eine führende Rolle bei der Förderung der freien Investitionen gespielt. Das Land ist diesbezüglich zu einem wichtigen Anker der Weltwirtschaft geworden.

 

Wie ist China dies gelungen? Die Antwort liegt im Verantwortungsbewusstsein und der Vertrauenswürdigkeit des Landes. Vor allem jedoch sind die Fortschritte den Reform- und Innovationsmaßnahmen unter Führung der Gedanken Xi Jinpings über das Regieren im neuen Zeitalter zu verdanken.

 

Nach dem 18. Parteitag der KP Chinas im Jahr 2012 forderte Xi den Aufbau einer offenen Weltwirtschaft. Er betonte, dass eine neue Runde intensiver Reformen nötig sei und es gelte, beschleunigt ein neues System einer offenen Wirtschaft aufzubauen. China dürfe nicht nur Teilnehmer sein, sondern müsse in Zukunft auch eine führende Rolle bei der Formulierung der internationalen Wirtschafts- und Handelsregeln sowie im Kampf um die institutionelle Macht im Bereich der globalen wirtschaftspolitischen Steuerung spielen.

 

In den letzten Jahren hat das chinesische Handelsministerium vermehrte Anstrengungen unternommen, um ausländische Investitionen anzuziehen. Erstens wurde die Öffnung gezielt erweitert. Gleich zweimal in Folge überarbeitete die Regierung hierfür den „Leitkatalog für auswärtige Investitionen in Industrien“ sowie den „Katalog der auswärtigen Investitionen in vorteilhafte Branchen in zentralen und westlichen Gebieten“. Dadurch wurden die Einschränkungen für ausländische Geldgeber weiter verringert, während gleichzeitig die Anzahl der Bestimmungen für vorrangige Industriebranchen für auswärtige Geldgeber um 228 erhöht wurden.

 

Zweitens beschleunigte China seine Reform des Systems zur Verwaltung auswärtiger Investitionen. Abgesehen von den Sektoren, die unter besonderer Verwaltung stehen, greift bei der Gründung und Umgestaltung auswärtiger Unternehmen heute ein spezielles Aktensystem, welches das über 30 Jahre alte Überprüfungs- und Genehmigungssystem ersetzt hat.

 

Drittens hat die Volksrepublik den Aufbau ihrer Pilot-Freihandelszonen vorangetrieben. Die bereits gegründeten elf Freihandelszonen konnten durch institutionelle Innovationen bereits reiche Praxiserfahrungen in Bereichen wie Handel, Investitionen, Finanzwesen und Aufsicht sammeln. Die Regierung hat die 123 wichtigsten Erfahrungen zusammengefasst. Sie werden mittlerweile landesweit verbreitet.

 

Viertens wurde der Ausbau der Erschließungszonen nationaler Ebene gefördert. Das Generalsekretariat des Staatsrates veröffentlichte in den letzten Jahren zwei politische Dokumente, die die Entwicklung und die Funktion der Erschließungszonen auf nationaler Ebene in der neuen Ära regeln. Die wirtschaftlichen Erschließungszonen nationaler Ebene sind zu starken Motoren für Chinas Wirtschaftsentwicklung, wichtigen Trägern der Öffnung nach außen und Pilotgebieten für institutionelle Reformen geworden. Inzwischen wurden auch große Fortschritte beim Aufbau derartiger Zonen und anderer Plattformen für wirtschaftliche Zusammenarbeit in den Grenzgebieten erzielt.

 

Historische Chancen ergreifen

 

Microsoft China hat seinen Hauptsitz im Zentrum des Beijinger Hightech-Viertels Zhongguancun, dem chinesischen Pendant zum Silicon Valley in Beijing. Der IT-Riese, der bereits vor 25 Jahren den chinesischen Markt betrat, bezeichnet sich noch immer als „Start-up“. Angesichts des Heranrollens einer Welle neuer Technologien bemüht sich Microsoft China darum, ständig neue Technologien in Bereichen wie Cloud Compting, Big Data, Internet der Dinge oder künstliche Intelligenz zu entwickeln.

 

Alain Crozier ist Vize-Präsident, Vorstandsvorsitzender und CEO von Microsoft China. Er ist der Ansicht, dass die neue industrielle Revolution, die durch eine digitale Umwandlung gekennzeichnet ist, allen Branchen in China und auf der ganzen Welt beispiellose Chancen bietet. „In der digitalen Zeit beschleunigt Microsoft mit seinen Partnern den Aufbau eines lebendigen Ökosystems, um bei der digitalen Transformation neue Chancen zu ergreifen“, sagt er.

 

In der Tat existieren stets Chancen, allerdings meist nur, wenn man auf Kooperation setzt. Als China vor mehr als 30 Jahren seinen riesigen Markt für die Welt öffnete, bekamen auswärtige Investoren die Chance, große Gewinne zu erzielen, während China seinen eigenen Entwicklungsweg eingeschlagen konnte. Da sich die Weltwirtschaft momentan noch immer schleppend entwickelt und Chinas Wirtschaft in den Zustand der „Neuen Normalität“ eingetreten ist, wird in der Volksrepublik derzeit landesweit diskutiert, ob China auswärtige Investitionen noch benötigt.

 

Staatspräsident Xi Jinping stellte in diesem Zusammenhang bei mehreren Gelegenheiten klar, dass drei Dinge nicht verändert werden sollten, nämlich die Umsetzung der Maßnahmen zur Nutzung ausländischer Investitionen, die Wahrung der legitimen Rechte und Interessen ausländischer Investoren in China und die Bereitstellung besserer Dienstleistungen für ausländische Unternehmen. Die Öffnung sei Chinas grundlegende Politik, an der das Land nicht nur wie bisher festhalten werde, sondern man werde diese Öffnung weiter vervollkommnen, so Xi. „China wird seine Tür zur Welt nicht schließen“, betonte Chinas Staatspräsident mehrfach.

 

Warum legt China so großen Wert auf auswärtige Investitionen? Laut Zhao Jinping, dem Direktor der Forschungsabteilung für Außenwirtschaftsbeziehungen am Forschungszentrum für Entwicklung des Staatsrates, liege die Antwort auf diese Frage in der bedeutenden Rolle, die auswärtige Investitionen in vielen Bereichen Chinas - von den industriellen Wertschöpfungsketten bis hin zum Rechtssystem - spielten. Zhao sagt: „In den letzten mehr als 30 Jahren sind Joint Ventures, chinesisch-ausländische Kooperationsunternehmen und Unternehmen mit ausschließlich auswärtiger Kapitalbeteiligung zu einem unverzichtbaren Bestandteil des chinesischen Marktes geworden. Sie haben zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen, dem Staat Steuereinnahmen beschert und Chinas Im- und Exportvolumen gesteigert. Ihre Forschung und Entwicklung dienen als wichtige Quelle für Chinas Innovationen und sind von großer Bedeutung für die Umstrukturierung der chinesischen Wirtschaft sowie die Reform der Angebotsseite“, so Zhao.

 

Julian Blissett, geschäftsführender Vize-Präsident von SAIC General Motors, sagte, dass sein Unternehmen in den letzten Jahren neben der traditionellen Automobilherstellung und dem Vertriebsgeschäft auch eine schnelle Entwicklung in Bereichen wie Finanzierung und Leasing erfahren habe.

 

David Manke, Vize-Präsident der United Technologies Corporation, sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Xinhua, dass die langfristigen Ziele seines Unternehmens mit der Urbanisierung, dem Aufstieg der Gesellschaftsschicht mittleren Einkommens und dem kommerziellen Luftverkehr verbunden seien. „Angesichts Chinas zentraler Position in diesen Bereichen spielt das Land eine entscheidende Rolle für die Zukunft unseres Unternehmens“, so Manke.

 

Matthew Grabbe, Leiter der Forschungsabteilung für die Asien-Pazifik-Region der Mintel Group, bekundete derweil großes Interesse an dem von China auf der zentralen Wirtschaftskonferenz formulierten Vorschlag, dass man den Dienstleistungshandel des Landes stark entwickeln wolle. Er sagte, dass sich das Konsumniveau in China in den letzten Jahren stark verbessert habe. Die angebotenen Konsumgüter mit größerer Vielfalt, höherer Qualität und mehr Komfort würden den Verbrauch stetig ankurbeln. „Für die kommenden fünf Jahre erwarten wir, dass China seine positive Dynamik auf dem Konsumgüter- und Dienstleistungsmarkt, insbesondere im Tourismusbereich, beibehalten wird“, so Grabbe.

 

Laut neuesten Statistiken des Handelsministeriums stiegen die tatsächlich genutzten auswärtigen Investitionen in China in den ersten elf Monaten des Jahres 2017 um 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allein im November 2017 erreichten die tatsächlich verwendeten auswärtigen Investitionen in der Volksrepublik demnach 124,92 Milliarden Yuan, ein Anstieg um 90,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

 

Gute Aussichten für auswärtige Unternehmen

 

Im September 2017 feierte der Wirtschaftsdienstleister Deloitte sein 100-jähriges Bestehen auf dem chinesischen Markt und kündigte bei dieser Gelegenheit an, 200 Millionen US-Dollar in die Ausbildung chinesischer Fachkräfte investieren zu wollen. Vivian Jiang, stellvertretende CEO von Deloitte China, erklärte: „In den vergangenen 100 Jahren war Deloitte Zeuge der großen Veränderungen, die sich in Chinas Investitionsumfeld vollzogen haben. Insbesondere in den letzten Jahren hat sich Chinas Investitionsumfeld, sowohl das weiche als auch das harte, stetig verbessert.“ Mit der Beschleunigung der Transformation der chinesischen Wirtschaft und der Unternehmen des Landes werde auch Chinas Verbindung zur restlichen Welt immer enger, nicht zuletzt durch die Umsetzung der Seidenstraßeninitiative. „Deloitte hat großes Vertrauen in den chinesischen Markt und wird alles daran setzen, einen langfristigen und guten Service für den chinesischen Markt zu bieten“, so Jiang.

 

Wirtschaftliches Vertrauen beruht letztlich auf einem guten Verständnis und einer vernünftigen Beurteilung des jeweiligen Marktes. Laut einer Umfrage der amerikanischen Handelskammer in Shanghai konnten 77 Prozent der befragten amerikanischen Unternehmen in China im Jahr 2016 Gewinne erwirtschaften. Daten der Handelskammer der Europäischen Union zeigten, dass 71 Prozent der befragten Unternehmen im Jahr 2016 so hohe Vorsteuergewinne wie im Jahr 2011, dem besten Jahr in der Geschichte, erzielten. 51 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie planten, ihre Geschäfte in China zu erweitern.

 

Long Guoqiang, Vizedirektor des Forschungszentrums für Entwicklung des Staatsrates, ist überzeugt, dass China auch weiterhin eines der attraktivsten Investitionsziele weltweit bleibt. Diese Prognose lasse sich durch fünf Aspekte begründen, nämlich die große Kaufkraft und die steigende Nachfrage in China, Chinas vollständiges industrielles Unterstützungssystem und die gute Infrastruktur im Land, die großen Arbeitskraftreserven, das stabile wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfeld sowie die immer größere Öffnung nach Außen und die institutionelle Reform und Öffnung. Long betonte: „Ausländische Unternehmen sollten sich den Veränderungen des chinesischen Marktes anpassen, anstatt ihren Fokus nur auf den Abbau von Steuervergünstigungen oder den Rückgang traditioneller Vorteile des chinesischen Marktes zu richten.“

 

In den letzten Jahren hat Chinas Staatsrat zwei Dokumente veröffentlicht, zum einen die „Mitteilung über die Maßnahmen zur Erweiterung der Öffnung und zur aktiven Nutzung auswärtigen Kapitals“, zum anderen die „Mitteilung über Maßnahmen zur Förderung des Wachstums auswärtiger Investitionen“. Beide sollen die Einfuhr auswärtiger Investitionen in China erleichtern. Das Handelsministerium unternehme derzeit große Anstrengungen, die Reform der Verwaltung und der Dienstleistungen für auswärtige Investitionen zu vertiefen und den Aufbau der Pilot-Freihandelszonen zu beschleunigen, um so das Investitionsumfeld für auswärtige Investitionen weiter zu verbessern, erklärte ein Verantwortlicher des Handelsministeriums.

 

Angesichts der industriellen Umstrukturierung und Modernisierung Chinas hat die amerikanische Regierung ihrerseits das „USA Select Programm“ angestoßen. Auch die südostasiatischen Länder unternehmen mittlerweile eigene Anstrengungen, um verstärkt ausländische Investitionen ins Land zu locken. Angesichts dessen sollte China die Verlagerung von Industrieketten ins Ausland vermeiden und stattdessen seine industrielle Planung beschleunigen, glauben Experten. Die Schaffung eines günstigen politischen Umfeldes für die Entwicklung der High-Tech-Produktion und des modernen Dienstleistungssektors in Ostchina solle gefördert werden, während Zentral- und Westchina die Öffnung vorantreiben und die industrielle Infrastruktur weiter verbessern müssten, um aus Ostchina verlagerte Industriebranchen zu übernehmen.

 

Neben dem riesigen Wirtschaftsvolumen, der großen Kaufkraft und dem verbesserten Verbrauch dürften Chinas institutionelle Innovationen und sein optimiertes Geschäftsumfeld in Zukunft immer mehr zukunftsorientierte auswärtige Investoren anziehen. 

 

Der Sozialismus chinesischer Prägung ist mittlerweile in ein neues Zeitalter eingetreten. Ein offenerer, gerechterer, freierer und besser zugänglicherer Markt wird etabliert. Beobachter erwarten, dass sich die auswärtigen Investoren mit dem chinesischen Markt gemeinsam entwickeln und neue Erfolge in Sachen Innovation und Entwicklung in China erzielen werden.

 

*Wu Li ist Journalist der „International Business Daily“. 

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