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KUKA tritt mit Boll an: China-Charmeoffensive des deutschen Roboterherstellers auf der CIIE 2018 in Shanghai

2018-11-06 16:26:00 Source:China heute Author:
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Von Verena Menzel 

Mit automatisierter Schlagtechnik und Präzision klackert am Messestand des deutschen Roboterherstellers KUKA ein kleiner Zelluloidball über die Tischtennisplatte. Geschlagen wird er allerdings nicht von einem Roboterarm, sondern von einer menschlichen Präzisionsmaschine - dem deutschen Tischtennis-As Timo Boll, amtierender Europameister und aktuelle Nummer 3 der ITTF-Weltrangliste (Stand August 2018). 

 

 

Der richtige Werbebotschafter fürs Chinageschäft:  

Tischtennis-As Timo Boll testet die Schlagfertigkeit der Messebesucher.  

 

Boll ist den Tischtennis begeisterten Chinesen alles andere als ein Unbekannter. Kein Wunder also, dass ihn das Weltunternehmen aus Bayern nicht nur als dauerhaften Werbepartner und Markenbotschafter engagiert hat, sondern auch als prominente Unterstützung zur Charmeoffensive auf Chinas erster Internationalen Importmesse (CIIE), die noch bis kommenden Samstag (10. November) in Shanghai stattfindet. KUKA ist eines von rund 170 deutschen Unternehmen aus verschiedensten Branchen, die sich unter das Großaufgebot aus Firmen aus aller Welt auf der ersten staatlichen Importmesse der Welt gemischt haben. 

 

 

Präzision und Schnelligkeit made in Germany:  

Auf der CIIE in Shanghai hat KUKA eine aufwendige Smart Factory aufgebaut.  

 

Die KUKA AG ist einer der global führenden Roboterhersteller und hat Niederlassungen in 39 Ländern auf allen Kontinenten. Das Unternehmen bietet Industrieroboter und automatisierte Produktionslösungen für die Automobilbranche, die Medizin- und Solartechnik sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie. 

 

  

Aufwendiger Messeauftritt: Für den deutschen Roboterhersteller

ist China der wichtigste Absatzmarkt.  

 

Zu China hat die deutsche Traditionsfirma, deren Wurzeln bis ins Jahr 1898 zurückreichen, eine besonders enge Verbindung. Und das nicht nur, weil der chinesische Midea-Konzern im Jahr 2016 insgesamt 95 Prozent der Aktienanteile des Konzerns übernahm. 

„Für uns ist der chinesische Markt enorm wichtig, denn China macht heute rund ein Drittel des Weltmarktes für Roboter aus, und die Tendenz ist steigend“, sagt Wilfried Eberhardt, Marketingvorstand der Firma. „China hatte im Robotergeschäft die höchsten Wachstumsraten der letzten Jahre und auch die Prognosen für die Zukunft sehen gut aus“, sagt der hochrangige Unternehmensvertreter. 

 

 

 

KUKA-Marketingvorstand Wilfried Eberhardt:  

Für uns ist der chinesische Markt enorm wichtig,  

denn er macht rund ein Drittel des Weltmarktes für Roboter aus.“  

 

Entsprechend pompös ist auch der Messeauftritt der Firma in Shanghai. Für die einwöchige Veranstaltung hat KUKA eigens eine aufwendige „Smart Factory“ errichtet, eine intelligente Produktionslinie im Miniaturformat, die erstmals in China zu sehen ist und das Können der Firma demonstriert. Mehrere minutiös auf einander abgestimmte Roboterarme rackern mit Schnelligkeit und Präzision zur Unterhaltung des Messepublikums. 

Die Chance, auf Chinas Importmesse vertreten zu sein, wollte sich der Weltkonzern mit Sitz im bayerischen Augsburg nicht nehmen lassen. 

„Der Ansatz der CIIE als spezielle Importmesse ist für uns als Unternehmen sicherlich interessant“, sagt Eberhardt, „obwohl wir eigentlich nicht unbedingt auf eine solche Plattform angewiesen sind, da wir schon seit vielen Jahren in China aktiv sind und auch hier vor Ort produzieren.“ 

Obwohl das Unternehmen im Reich der Mitte also bereits bestens vernetzt ist und verschiedene Standorte in Shanghai, Beijing und Guangzhou sowie in der Provinz Jiangsu hat, sei man trotzdem nach Shanghai gekommen, um Präsenz zu zeigen und weitere Erfahrungen zu sammeln. 

„Denn der chinesische Markt unterscheidet sich eben doch deutlich von anderen Märkten weltweit, auf denen wir aktiv sind“, betont Eberhardt. Zum einen liege das an der großen Dynamik und der hohen Entwicklungsgeschwindigkeit des chinesischen Marktes. „Außerdem haben wir es hier in China oft mit Kunden zu tun, die nicht unbedingt Superhightech benötigen, sondern teils abgespeckte Versionen unserer Geräte wünschen“, erklärt der Deutsche. Oft würden auch andere Maschinentypen und Versionen nachgefragt als diejenigen, die das Unternehmen normalerweise anbiete. 

„Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, sind wir gerade dabei, im Rahmen unseres Joint Ventures auch Maschinentypen und Produkte zu entwickeln, die speziell auf den chinesischen Markt abgestimmt sind”, sagt Eberhardt. 

Was das Marketing angeht, trifft das deutsche Traditionsunternehmen jedenfalls schon heute genau den Nerv des chinesischen Zielpublikums. Nicht nur die flinken Roboterarme der Firma sind ein Hingucker auf dem Messegelände, sondern auch das flinke Händchen von Tischtennis-Ikone „Bo-er“, wie die Chinesen den Ausnahmesportler nennen, sorgen für Aufsehen. Der eine oder andere Messebesucher wagt sogar ein paar Schläge mit dem deutschen Ausnahmetalent an der Platte. Eine echte Chance hat dabei natürlich keiner, die hätten wohl höchstens die Roboter am Messestand. 

 

 

 

 
 
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