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Erfolgsmodell E-Learning: Boom des bezahlten Wissens in China

2018-11-28 10:32:00 Source: Author:
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Von Shi Xun*

 

Als der berühmte chinesische Wirtschaftswissenschaftler Xue Zhaofeng am 15. Juni dieses Jahres sein neues Buch „Xue Zhaofeng’s Lectures on Economics“ auf dem bekannten Beijinger Markt Sanyuanli vorstellte, war das ein medienwirksamer Marketingschachzug. In dem Sachbuch erklärt Xue anhand lebensnaher Beispiele den Einfluss der Wirtschaft auf den Alltag der Menschen. Doch aus sonst weiß der Autor sein Wissen zeitgemäß an den Mann bzw. die Frau zu bringen. Denn Xues Vorträge, die in diesem Buch zusammengefasst wurden, hatte der Ökonom ursprünglich auf der chinesischen Internetplattform „iget“ gehalten, ein Portal für bezahltes Wissen.

 

Mehr als 27.000 Internetnutzer zahlten jeweils 199 Yuan pro Jahr, umgerechnet rund 25 Euro also, um an Xues Onlinewirtschaftskurs teilzunehmen. Die Veröffentlichung seiner gesammelten Onlinelesungen in Buchform ist Sinnbild des E-Learning-Booms und hat diesen ein weiteres Stück in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. 

 

  

Am 15. Juni 2018 wurde das neue Buch „Xue Zhaofeng’s Lectures on Economics“ auf dem

bekannten Beijinger Markt Sanyuanli vorgestellt. Das war ein medienwirksamer Marketingschachzug.

 

 

Bezahltes Wissen

 

Bezahltes Wissen bzw. kostenpflichtige E-Learning-Angebote fallen nach der Definition von Chinas Staatlichem Informationszentrum in den Bereich der sogenannten „Sharing Economy“. Bezahltes Wissen kann demnach als ein Prozess angesehen werden, bei dem Kenntnisse und Erfahrungen in kommerzielle Produkte bzw. Dienstleistungen umgewandelt werden. Anders gesagt, kann jeder, der kognitiv etwas für die Allgemeinheit beizusteuern hat, sein Wissen über spezielle Internetplattformen mit anderen teilen und sich so ein zusätzliches Einkommen verdienen. Und auch für die Internetplattformen ist das neue Dienstleistungsmodell natürlich ein lukratives Geschäft.

 

Das Jahr 2016 gilt unter Branchenkennern als das Jahr, in dem das Geschäft rund um das digitale Lernen im Reich der Mitte eine neue Stufe erklommen hat. In einer von den Onlineplattformen Guokr und Netease gemeinsam durchgeführten Untersuchung gaben nämlich im Jahr 2016 70 Prozent der Befragten an, schon einmal kostenpflichtige Onlinekurse in Anspruch genommen zu haben. Wirft man einen Blick auf die entsprechenden Zahlen des Vorjahres, wird schnell klar, welch großer Wandel sich damit vollzogen hat. Denn 2015 erklärten dies gerade einmal 26 Prozent.

 

Einer der großen Player in diesem neuen Geschäft ist der Anbieter Zhihu.com. Das Frage-und-Antwort-Portal rief im Mai 2016 den Dienst Zhihu Live (Payment Sharing) sowie eine kostenpflichtige Q&A-Plattform ins Leben. Innerhalb von nur drei Tagen lockten die beiden neuen Plattformen mehr als eine Million Benutzer an. Im Juni 2016, dem Folgemonat, stellte Luo Zhenyu, Vater des beliebten chinesischen Talkshow-Formats LUOgic, seinen Kurs „Li Xiang’s Commercial References“ auf die Onlineplattform iget. Innerhalb von nur zwei Tagen scharte er über vier Millionen zahlende Follower um sich. Im August wurde das Angebot von Zhihu zusätzlich um eine Approval & Tip-Funktion erweitert. Unterdessen schickte auch das Portal Snowball eine Q&A-Funktion an den Start. Lenovo drängte derweil mit „Zhiliao Q&A“ auf den neuen, vielversprechenden Markt. Im September begann auch die Kreativplattform Huxiu, ihren Nutzern zahlungspflichtigen Wissenscontent anzubieten. Inzwischen sind auch andere große Player im Onlinegeschäft wie die Radio-Apps Ximalaya FM und Qingting FM, das Buch- und Film-Ratingportal Douban, die Musikplattform Xiaomi Circle, Qianliao und Lizhi Microclass mit eigenen Wissensbezahldiensten nachgezogen.

 

Profiteure der neuen Plattformen sind neben den Kunden vor allem erfolgreiche Persönlichkeiten des Landes, die gegen entsprechende Bezahlung ihren reichen Erfahrungs- und Wissensschatz über die Portale teilen. Unter ihnen finden sich etwa Führungskräfte multinationaler Konzerne wie Google, Finanzeliten mit Abschluss einer renommierten Universität oder namhafte Psychologen. Aber auch ganz gewöhnliche Menschen haben die Chance, von den neuen Diensten zu profitieren. Vom professionellen Barista, über Weltenbummler und Bodybuilder bis hin zum einfachen Studenten, der seine Erfahrungen darüber teilt, wie man erfolgreich zentrale Aufnahmeprüfungen besteht – jeder kann sich registrieren und ein eigenes Live-Klassenzimmer auf diesen Plattformen einrichten. Für ein 100-minütiges Audio-Sharing zahlen User 19,9 Yuan (rund 2,50 Euro) und viele Programme ziehen Tausende Teilnehmer an, was Menschen mit Fachwissen ein beachtliches Zusatzeinkommen einbringen kann.

 

Wie lukrativ das Geschäft mittlerweile geworden ist, zeigt auch ein Bericht des Staatlichen Informationszentrums über die Entwicklung der chinesischen Sharing Economy. Demnach wurden im Jahr 2017 auf dem chinesischen Wissensmarkt 61 Milliarden Yuan (rund 8 Milliarden Euro) erwirtschaftet, was einem Wachstum um 205 Prozent gegenüber 2016 entspricht. Rund 300 Millionen Menschen in China nutzen die Wissensbezahldienste bereits und damit rund die Hälfte aller chinesischen Internetnutzer.

 

Mit knapp 60 Prozent machen Männer den Untersuchungsergebnissen zufolge das Gros der Nutzer aus. 59,3 Prozent aller Nutzer sind zudem zwischen 25 und 35 Jahren alt, was auch die Tatsache widerspiegelt, dass junge Menschen in China die Mehrheit der Internetnutzer ausmachen. 63 Prozent der Wissensdienst-User sind Hochschulabsolventen und 53,9 Prozent der zahlenden Nutzer verfügen über ein Monatseinkommen von 3.000 bis 8.000 Yuan. Die meisten von ihnen sind Angestellte und Nachwuchsmanager in Unternehmen.

 

63 Prozent dieser zahlenden Nutzer kommen aus relativ entwickelten Städten, darunter 47 Prozent aus Städten der ersten Kategorie wie Beijing und Shanghai und der Rest aus Städten der zweiten Kategorie wie Dalian und Xiamen.

 

Während Sachbücher mit hochwertigem Inhalt traditionell eher Menschen mit höherer Bildung ansprachen, erreichen diese Inhalte mit dem Aufkommen von Internet und Onlinemarketing zunehmend ein breiteres Publikum. Die Wissenskluft in der Bevölkerung beginnt damit zu schrumpfen.

 

„In der Vergangenheit war ich schon stolz, wenn ich gesehen habe, dass sich einfache Leute aus wirtschaftlich eher rückständigen Gebieten wie beispielsweise Guizhou online ein Buch wie ,General Economics‘ bestellt haben“, sagt Talkshow-Star Luo Zhenyu. Heute erreicht Luo mit seinen Themen noch wesentlich mehr Menschen aus allen Gesellschaftskreisen. 

 

 

 

Buchverlauf auf dem Sanyuanli-Markt: In seinem Sachbuch erklärt der berühmte chinesische Wirtschaftswissenschaftler

Xue Zhaofeng anhand lebensnaher Beispiele den Einfluss der Wirtschaft auf den Alltag der Menschen.

 

 

„Wir machen Wirtschaftsthemen einem breiten Publikum zugänglich, das früher keinerlei Ahnung von Ökonomie hatte. Ich öffne quasi die Pforte zur Wirtschaftswissenschaft und rege die Phantasie der einfachen Leute an, sodass sie sich Bücher über Wirtschaft kaufen, um mehr über die Wirtschaftswissenschaft zu erfahren. Am Ende lesen diese Menschen das Buch vielleicht nicht unbedingt bis zum Ende oder es stellt sich heraus, dass der Inhalt keine direkte Bedeutung für ihr Alltagsleben hat. Aber vielleicht schaffen wir es durch unser Angebot, das Leben der Menschen ein wenig aufzuhellen. Dieser Gedanke ermutigt mich und mein Team, weitere Anstrengungen in unsere Sache zu investieren“, sagt Luo.

 

Dass die neuen Vermarktungsmöglichkeiten des Internets und der große Einfluss, den das neue Medium auf Menschen aus allen Gesellschaftskreisen hat, zahlreiche neue Möglichkeiten für den Wissensaustausch bieten, steht außer Frage.

 

Im Juni 2016 eröffnete auch die Radio-App Ximalaya FM, die in China an die 100 Millionen Nutzer zählt, einen Kanal mit kostenpflichtigen Inhalten. Am 3. Dezember des Folgejahrs blies die App schließlich medienwirksam zum sogenannten „123 Wissenskarneval“, an dem sich letztlich 850 Internet-Prominente mit eigenen Formaten beteiligten. Insgesamt wurden den Nutzern so 2000 zahlungspflichtige Audio-Kurse angeboten. Das Konzept der Veranstaltung war angelehnt an das jährliche „Single’s Day“-Shopping-Festival des Internetgiganten Alibaba, das jährlich am 11. 11. Stattfindet. Durch seinen Wissenskarneval will Ximalaya FM die Umsätze von E-Learning-Angeboten in ähnlicher Manier ankurbeln. Und der Erfolg gibt der Plattform Recht. Am 3. Dezember 2017 machte das Audio-Portal mehr als 50 Millionen Yuan Umsatz, umgerechnet rund 6,4 Millionen Euro.

 

Doch trotz der Goldgräberstimmung bleibt die Vermarktung von kostenpflichtigem E-Learning-Content ein hartes Geschäft, gibt es doch eine große Menge an gratis verfügbaren Inhalten im Netz. Warum sind die Menschen trotz der Fülle an kostenlosen Angeboten, die sich bequem abrufen lassen und offen zugänglich sind, dennoch gerne bereit, zahlungspflichtige Inhalte jenseits der Unterhaltungssparte in Anspruch zu nehmen? Lassen Sie uns die wahren Gründe dieses Phänomens aufspüren.

 

Orientierung im Informationsdschungel

 

Wir leben in China in einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels und des schnellen Wirtschaftswachstums. Gleichzeitig sind die Menschen täglich einer Flut von neuen Informationen ausgesetzt. Es ist eine Mischung, die in unterschiedlichem Grad bei vielen auch zu Anspannung und Angst führt, was zur Folge hat, dass die Menschen mehr über die Welt um sie herum wissen möchten, um ihre Umgebung besser einzuschätzen. Vor diesem Hintergrund wird Wissen zu einem wertvollen und gefragten Gut, für das die Menschen gerne bereit sind, das Portemonnaie zu öffnen.

 

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die maßgeschneiderte Informationsauswahl. Angesichts einer Unmenge online verfügbarer Informationen sind die Menschen gerne bereit, Geld auszugeben, um genau das zu bekommen, was sie wirklich wollen. Dies trägt ebenfalls zum Boom kostenpflichtiger Wissensformate bei.

 

Im Vergleich zu teuren Studiengebühren, hohen Anfahrtskosten und dem hohen Zeitaufwand sowie zeitlichen Beschränkungen von Offline-Angeboten ist der Onlinewissenserwerb letztlich eine effiziente Alternative. Letztlich kostet ein Onlinekurs nicht mehr als ein paar Tassen Kaffee und bietet zudem meist abwechslungsreichere Lernerfahrungen als herkömmliche Lehrangebote. Hinzu kommt, dass die Teilnehmer jederzeit beginnen und auch wieder aufhören können. E-Learning lässt sich also passgenau auf den persönlichen Zeitplan zuschneiden.

 

Besonders Berufseinsteiger schätzen die neuen Möglichkeiten des Wissenserwerbs online, hat sie doch die traditionelle Schulbildung kaum darauf vorbereitet, wie sie der Doppelbelastung von Arbeit und Privatleben erfolgreich standhalten können. Um ihr neues Leben im Berufsalltag gut zu gestalten und die damit verbundenen Probleme zu lösen, benötigen sie nicht selten Rat von Fachleuten. Aus diesem Grund sind bei jungen Chinesen Kurse zu Themen wie Geldmanagement, Psychologie, Karriereplanung, Elternschaft und Lebensstil besonders gefragt, da diese eng mit dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben verbunden sind. Die Teilnehmer sind davon überzeugt, dass sie sich durch Teilnahme an solchen Kursen, die zu vernünftigen Preisen angeboten werden, nützliches Wissen aneignen und ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen können.

 

Ein weiterer Grund für den Erfolg der Formate ist zudem der wachsende Respekt vor dem Urheberrecht. Raubkopierte Musik und illegal ins Netz gestellte Filme gehören angesichts der strengeren Durchsetzung der gesetzlichen Vorschriften der Regierung weitestgehend der Vergangenheit an. Und die Menschen empfinden es zunehmend als ganz normal, für autorisierte Produkte entsprechend zu bezahlen. Darüber hinaus haben die Onlinebezahldienste von WeChat und Alipay die Bezahlung für Onlineprodukte einfach und bequem gemacht.

 

Im „Weißbuch über Chinas Industrie für bezahltes Wissen“, das von der berühmten Institution Yiguan, die sich mit Datenanalyse befasst, veröffentlicht wurde, heißt es, das Konsumverhalten der Chinesen in Bezug auf Wissen habe sich in den vergangenen Jahren merklich gewandelt. Die Menschen in der Volksrepublik seien heute viel eher bereit, für qualitativ hochwertige Produkte oder Dienstleistungen selbst in die Tasche zu greifen. Auch suchten Internetnutzer von heute gezielt nach den benötigten Informationen, anstatt ziellos im Netz zu surfen.

 

Zeitfenster effektiv nutzen

 

Doch es gibt auch noch viele Herausforderungen, die es für die junge Branche zu überwinden gilt. Viele Internetnutzer geben zwar jährlich einige tausend Yuan für Bildungscontent aus, doch die Lernerfolge halten sich letztlich in Grenzen. So beklagen Nutzer beispielsweise, dass die Lerninhalte teils zu stark fragmentiert, zu nutzwertorientiert und zu entertainmentlastig seien. Die Kritik zeigt, dass man sich bei der Entwicklung dieser neuen Lernmethode auch darum bemühen muss, die Qualität der Inhalte zu gewährleisten.

 

Zu den wichtigsten Formen von Wissensbezahlinhalten im chinesischsprachigen Web zählen Vorträge und kostenpflichtige Video- und Audioprogramme, der kostenpflichtige Austausch von Erfahrungen, Frage-Antwort-Formate sowie Kurzzusammenfassungen lesenswerter Bücher. Die Qualität der kostenpflichtigen Kurse, wird letztlich durch die Fähigkeiten und das Engagement von Teilnehmer und Lehrer bestimmt.

 

Der Trend zum Lesen von Zusammenfassungen spiegelt das Streben der Lernenden nach schnellem Erfolg und sofortigem Nutzen. Beispielsweise kann ein Buch mit einer Länge von 200.000 chinesischen Schriftzeichen über entsprechende Dienste in einer auf 5000 Schriftzeichen zusammengestauchten Zusammenfassung gelesen werden, was es den Internetnutzern ermöglicht, sich in kurzer Zeit den Inhalt sehr vieler Bücher anzueignen. Doch obwohl diese Lernmethode bequem und hocheffizient erscheint, bleibt das erworbene Wissen doch meist schemenhaft und führt deshalb langfristig meist nicht zum gewünschten Lernerfolg. Als Ergebnis entsteht ein Paradoxon: Die Menschen zahlen für Onlineinhalte, um ihre Sorge um den Mangel an bestimmten Kenntnissen zu mildern, letztlich aber erhalten sie nur schemenhafte Methoden und oberflächliche Ideen, mit denen sie am Schluss verwirrter dastehen als zuvor.

 

„Letztlich sind die meisten Ängste unbegründet“, gibt der Gelehrte Yang Zhao zu bedenken. „Die Frage ist nicht, wie viel Wissen wir benötigen, sondern nur, was für ein Leben wir führen wollen und wie wir dieses führen können.“ Für diesen Standpunkt erhält der Wissenschaftler in der chinesischen Netzgemeinde viel Zuspruch.

 

Yang ist der Ansicht, dass Bücherlesen letzten Endes auch Spaß machen sollte. „Das ganze sollte Freude bereiten, statt dass man sich ständig die Frage stellt, warum man einen bestimmten Titel lesen sollte oder was die Lektüre einem am Schluss bringt“, sagt Yang. „Die Menschen sollten vielmehr darüber nachdenken, wie sie Informationen in echtes Wissen umwandeln. Nur wenn sie mehr Anstrengungen unternehmen, die öffentlich zugänglichen Informationen in persönliches Wissen umzuwandeln, werden sie sich intellektuell weiterentwickeln können“, sagt der Gelehrte.

 

Nach Yangs Meinung sind Zahlungsplattformen für Wissen letztlich einfach neue Medien, die Informationen enthalten, die unterschiedlichen Einfluss auf verschiedene Menschen haben. „Diese Plattformen tragen sicherlich dazu bei, unseren Horizont zu erweitern“, sagt er. „Sie erlauben es uns beispielsweise, klassische westliche Musik zu hören, was uns neue Facetten des Lebens eröffnet. Ohne diese Plattformen erführen viele von uns vielleicht nie, was eine westliche Symphonie ist.“

 

Der berühmte chinesische Gelehrte Liang Wendao sieht die neuen Plattformen als gute Möglichkeit, schwerverständliches und abstraktes Wissen massentauglich zu machen, so dass der gewöhnliche Leser es leichter und besser verstehen kann.

 

Vielleicht muss man der chinesischen Gesellschaft in Sachen Bezahlcontent auch einfach noch etwas Zeit zugestehen. Denn erst nachdem die Menschen ihre praktischen Bedürfnisse wie das Bestehen einer Prüfung oder die Suche nach einem passenden Job befriedigt haben, werden sie sich Inhalten zuwenden, die sie spirituell bereichern und die dem ästhetischen Genuss dienen. Auch hier wird das Internet zweifellos mit einer Fülle von Möglichkeiten aufwarten, um bestehende Wissenslücken zu schließen, den Horizont der Menschen zu erweitern und ihr geistiges Leben zu bereichern.

 

Derzeit bemühen sich jedenfalls sowohl die Plattformen als auch ihre Nutzer darum, die neuen Lehrmethoden zu reflektieren bzw. sich an diese anzupassen, damit die Industrie für bezahltes Wissen in Zukunft noch bessere Dienstleistungen anbieten kann. Diversifizierte und qualitativ bessere Inhalte werden dazu beitragen, den Menschen noch mehr Möglichkeiten an die Hand zu geben, ihr Leben vielfältiger zu gestalten.

 

*Der Autor Shi Xun arbeitet als freier Journalist.

 

 

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