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In China hat die Zukunft schon begonnen: Neue Infrastruktur verändert Städte, Alltag und Produktion

2020-07-29 15:28:00 Source:China heute Author:
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Am 14. November 2019 fand in Guangzhou die China Mobile Worldwide Partner Conference statt. Besucher probierten dabei im 5G-Ausstellungsbereich von Huawei 5G-Mobiltelefone aus.

 

Von Pan Xutao und Tan Yichen*

 

Die Verkehrsampeln in Haikou, der Hauptstadt der südchinesischen Inselprovinz Hainan, können „selbstständig denken“. Die Smart-Ampeln, die im Fachjargon auch als KI-Steuersignale bezeichnet werden, sind in der Lage, ihre Lichtschaltung in Echtzeit an die aktuelle Verkehrslage anzupassen. Dadurch wird die Wartezeit an der Kreuzung verkürzt und der Verkehrsfluss verbessert. 

 

Die KI-Ampeln sind das Ergebnis einer Zusammenarbeit der Verkehrspolizei Haikou mit einem Technikerteam der Alibaba Group. Durch Datenanalyse und den Einsatz künstlicher Intelligenz sollen sie das Stauproblem der Metropole lösen. Chen Dong, Leiter der Abteilung für Informations- und Kommunikationstechnologie der Haikouer Verkehrspolizei, sagt: „Nehmen wir etwa die Insel Haidian hier vor den Toren Haikous als Beispiel. Dort hat sich die Durchschnittsgeschwindigkeit der Fahrzeuge um sieben Prozent erhöht und die Verzögerung beim Fahren um 10,9 Prozent verringert.“

 

Beim Bau neuer städtischer Infrastrukturen setzt China landesweit zunehmend auf smarte Technologien wie diese. Auf einer Sitzung am 4. März rief der Ständige Ausschuss des Politbüros des Zentralkomitees der KP Chinas dazu auf, den Aufbau neuer Infrastrukturen zu beschleunigen. In den letzten Jahren haben neue Infrastrukturen wie 5G-Netze, Rechenzentren, KI und das Internet der Dinge viele Bereiche revolutioniert, darunter die gesellschaftliche Verwaltung sowie auch Produktion und Fertigung. Auch im Alltagsleben der Menschen sind die Neuerungen längst angekommen. All dies hilft Chinas lokalen Regierungen, Probleme in Bezug auf Regierungsangelegenheiten, Verkehrswesen, Notfälle und andere Bereiche zu lösen.

 

Innovationen in der Verwaltung

 

Neue Infrastruktur macht die gesellschaftliche Verwaltung maßgeschneiderter. Am 28. Februar weckte die Meldung eines Türmagnetalarms die Aufmerksamkeit der Administratoren des „Urban Brain“ der Chaoming-Straße im Bezirk Xiacheng der Stadt Hangzhou. Der Alarm wurde ausgelöst, weil ein 93-jähriger Senior in der Nachbarschaft die Tür seiner Wohnung seit 24 Stunden nicht mehr geöffnet hatte. Die Verwaltung informierte umgehend das Wohnviertelpersonal über die Situation, damit dieses mit dem Rentner Kontakt aufnehmen konnte. Letztlich erwies sich die Sache glücklicherweise als Fehlalarm, dem betagten Bewohner ging es gut. 

 

Das „Stadthirn“ der Chaoming-Straße sorgt dafür, dass sich Senioren in den Wohnvierteln heute sicherer fühlen können, etwa dadurch, dass Daten über das Öffnen und Schließen der Wohnungstür von 150 älteren alleinstehenden Anwohnern über besagte Türmagnetalarme gesammelt werden. Kommt es zu einem Notfall, können die Mitarbeiter des Wohnviertels sofort eingreifen.

 

Die Anwendung von Big Data im Bereich der öffentlichen Sicherheit hat auch die Verwaltung im Shanghaier Bezirk Minhang immer passgenauer auf die Bedürfnisse der Bevölkerung zugeschneidert. Mit Hilfe neuer Technologien können Spitzenzeiten und Zonen mit hoher Dichte an Vorkommnissen sowie verschiedene Fälle der öffentlichen Sicherheit mit höherer Genauigkeit überwacht werden.

 

Xu Zhifa, Direktor des Forschungsinstituts für Industrie und Planung an der Chinesischen Akademie für Informations- und Kommunikationstechnologie, ist der Ansicht, dass die gesellschaftliche Verwaltung dank der Anwendung von Big Data und anderen neuen Technologien die Grundlage für präzise Vorhersagen und eine intelligente Entscheidungsfindung schafft.

 

Neue Infrastruktur macht Verwaltungsprozesse effizienter

 

„Der Mann hat lange schwarze Haare, trägt einen schwarzen Mantel und eine schwarze Hose ...“ In der Vergangenheit glich die Personenfahndung über derart einfache Beschreibungen oft der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Heute erhalten die Verwaltungsmitarbeiter im Chongqinger Bezirk Hechuan im örtlichen Big Data-Zentrum nach Eingabe solcher Daten in nur wenigen Sekunden Zehntausende von Fotos, die dem Suchprofil entsprechen und von den Überwachungskameras des Bezirks innerhalb der letzten 24 Stunden aufgezeichnet wurden. Nach der Analyse von Zeit und Ort lassen sich gesuchte oder vermisste Personen auf diese Weise in kürzester Zeit ausfindig machen.

 

Am 10. März öffnete der „Urban Brain Demo Room“ im Beijinger Bezirk Haidian seine Pforten für die Öffentlichkeit. Hier bekommen Interessierte einen Einblick in die intelligente Stadtverwaltung des Bezirks. Um Verschmutzung zu verhindern und zu kontrollieren, setzt der Bezirk beispielsweise auf Satellitenfernerkundungstechnologie, mit deren Hilfe jeden Monat die geomorphologischen Daten der Stadt erfasst werden. Durch den Vergleich dieser Daten können Probleme wie illegale Bauarbeiten rechtzeitig festgestellt werden.

 

Im Feuchtgebietspark Wulongjiang der Stadt Fuzhou (Provinz Fujian) kommt Augmented-Reality-Technologie für die Inspektion des Flusslaufes zum Einsatz. Mit einem AR-Gerät können die Mitarbeiter des Parks relevante Informationen über den Fluss direkt vor Augen sehen. Mithilfe des Gerätes können sie nicht nur Daten in Echtzeit erfassen und Routineinspektionen abschließen, sondern auch bestehende Probleme rasch lokalisieren und bei Anomalien zeitnah entsprechende Lösungen finden.

 

Neue Infrastruktur erleichtert Erledigung öffentlicher Angelegenheiten

 

Derzeit werden in ganz China Apps zur Erleichterung des Alltags der Menschen eingeführt. Die Hauptstadt Beijing beispielsweise schickte die App „Beijing Tong“ an den Start, eine Plattform, über die sich 55 Zertifikate bzw. Lizenzen online beantragen lassen, darunter etwa Heiratsurkunden oder Führerscheine. Die Provinz Guangdong richtete das öffentliche WeChat-Konto „Yue Sheng Shi“ ein, das verschiedene Onlineauskünfte im Zusammenhang mit Sozialversicherung, Wohngeldfonds und Verkehrsbußgeldern zur Verfügung stellt. Mittlerweile nutzen bereits 25 Millionen Menschen diese Plattform.

 

Neue Infrastruktur erhöht städtische Sicherheit

 

Auch während der Corona-Epidemie hat Chinas neue Infrastruktur eine herausragende Rolle gespielt. Alle wichtigen Plätze, die unter der Verwaltung eines bestimmten Ortes stehen, wurden mithilfe neuer Technologien in Echtzeit überwacht. Auch die Bewegungen der Bewohner wurden in Echtzeit erfasst.

 

Das Verwaltungszentrum des Straßenkomitees Guodian im Jinaner Stadtbezirk Licheng (Provinz Shandong) koordinierte insgesamt 16 Dörfer und 63 Arbeitsplätze zur Prävention und Kontrolle der Epidemie, um einen intelligenten Kampf gegen das Coronavirus zu führen. Mit Hilfe von Big Data, dem Internet der Dinge und anderen neuen Technologien konnte Guodian große Erfolge bei der effizienten Verhinderung und Kontrolle des Ausbruchs der Epidemie erzielen. Nachdem die entsprechenden Informationen eingegeben waren, generierte das System einen Online-Smart-Pass. Da die Informationen der Bewohner nicht vor Ort gesammelt werden mussten, wurde ein „kontaktloser“ Service im Wohnviertel realisiert. Verlässt ein Anwohner, der unter Quarantäne steht, sein Viertel, gibt das System sofort einen Alarm aus, um das diensthabende Personal zu benachrichtigen. Dank des Einsatzes der neuen Technologien konnten die Probleme, mit denen sich viele offene Wohnviertel konfrontiert sahen, erfolgreich gelöst werden.



Smarte Epidemiebekämpfung: Die Plattform zur Prävention und Bekämpfung der Corona-Epidemie im Beijinger Bezirk Haidian.

 

Nicht nur die Stadt Jinan, sondern auch einige Wohnviertel der Stadt Zhengzhou in Henan haben das intelligente System zur Gesichtserkennung installiert, damit die Bewohner in dieser besonderen Zeit nach Gesichtsscans schnell und problemlos ihr Wohnviertel betreten können. Die Stadt Yingkou in der nordostchinesischen Provinz Liaoning zeichnete durch Big-Data-Analyse die epidemische Situation der gesamten Stadt auf, um das Virus effizienter bekämpfen zu können.

 

Shi Qian, Direktor des Shanghai Institute for Science, sagt, dass die Bekämpfung der COVID-19-Epidemie als ein wichtiger Test für das nationale Governance-System und dessen Kapazität gedient habe. „Einer der wichtigsten Prüfungen ist die bessere Nutzung von Big Data und KI, um die soziale Verwaltung zu verbessern“, sagt er. Mithilfe der Informationstechnologie habe jede Abteilung große Anstrengungen unternommen, um ihre Verwaltung zu erneuern und Verwaltungsprozesse zu optimieren. Gleichzeitig habe man die Zusammenführung von Daten der Sektoren Kommunikation, Verkehr und öffentliche Sicherheit gefördert. „Dadurch wurden wichtige Erfahrungen zur Erhöhung der Governance-Kapazität gesammelt“, so der Experte.

 

Mehr intelligente Produktion

 

Anfang 2020 plädierte die chinesische Regierung dafür, die fortschrittliche Fertigungsindustrie energisch zu entwickeln, politische Maßnahmen zur Unterstützung für Investitionen in neue Infrastrukturen wie Informationsnetzwerke einzuführen sowie eine intelligente und umweltfreundliche Fertigung zu fördern. Der Grund: Neue Infrastruktur verspricht neue Triebkraft für Produktion und Fertigung. Daraufhin wurde eine Reihe neuer intelligenter Fabriken ins Leben gerufen.

 

Eine davon gehört dem Unternehmen Chongqing Changan Minsheng APLL Logistics Co., Ltd. Dieses verfügt über 1469 Lagerorte. In seiner 6000 Quadratmeter großen Fabrik für Automobillogistik ist die Hauptbelegschaft ein Team von 40 automatisch geführten Fahrzeugen (AGVs). Wenn Teile aus dem Lager geholt werden müssen, weist das System ein AGV-Fahrzeug an, diesen Auftrag auszuführen. Auf Anweisung befördert dieses die Teile dann direkt zum Lieferkanal. In der Fabrik gibt es nur wenige Arbeitnehmer, die damit betraut sind, Waren zu kennzeichnen und zu liefern. Alle Umschlagarbeiten im Lager werden von AGVs durchgeführt. Innerhalb einer Stunde können so 800 Kisten von Autoteilen an- und ausgeliefert werden, wodurch das Unternehmen jährlich rund zwei Millionen Yuan einspart. 

 

Vor kurzem haben die intelligente Produktion und Fertigung erneut politische Unterstützung erhalten. Am 20. März wies das Generalbüro des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie in einer Mittelung über die Beschleunigung der Entwicklung des industriellen Internets darauf hin, dass industrielle Internetplattformen stärker angeleitet werden sollten, um neue technologische Unterstützungsfunktionen wie 5G, KI, Blockchain, Augmented Reality und Virtual Reality zu verbessern. Darüber hinaus gelte es, die Integration digitaler Funktionen in den gesamten Prozess von Design, Produktion, Betrieb, Wartung und Management zu stärken.

 

Auch im Bereich der Landwirtschaft vollzieht sich in China derzeit eine smarte Revolution. Ein neuer Trend ist beispielsweise Viehzucht mithilfe von Cloud Computing. Dabei werden zum Beispiel Kühe mit dem Internet der Dinge verbunden. Ein Smartphone und eine Reihe von Software ist alles, was zur Bewirtschaftung der Weide nötig ist. Die Mengniu Group und die Alibaba Cloud Computing Co., Ltd haben hierfür gemeinsam eine Management-Plattform für intelligente Weiden für digitale Milchquellen entwickelt. In einigen Farmen sind Kühe sogar mit Schrittzählern ausgestattet. Aufgrund der Anzahl der Schritte pro Tag kann das System den Gesundheitszustand der Kühe beurteilen. Zhang Jue, Chief Information Officer der Mengniu Group, sagt: „Dank dieser intelligenten Plattform haben eine Million Kühe, die sich auf mehr als 800 Weiden verteilen, ihre Cloud Stewards und Cloud Doctors.“

 

„Die Luftfeuchtigkeit beträgt 76 Prozent und ist damit zu hoch. Sie sollte unter 70 Prozent geregelt werden. Die Beleuchtung ist zu hell. Sie sollten zudem darauf achten, die Bodenfeuchtigkeit zu überprüfen.“ Wen Chao, Techniker des intelligenten Oasen-Landwirtschaftsparks in Zhangzhou, Provinz Fujian, sandte diese Anweisung rechtzeitig per Smartphone. Der Monat März ist Pflugsaison. Aber aufgrund der Verkehrsbeschränkungen während der Corona-Epidemie konnte er nach den chinesischen Neujahrsferien zunächst nicht zu seiner Arbeitsstelle zurückkehren. Mithilfe einer Reihe von Geräten wie intelligenten Sensoren und automatisierten Sprinkleranlagen, die vom örtlichen Landschaftspark installiert wurden, konnte er die Gewächshäuser aus der Ferne in Echtzeit überwachen und so die Produktion anleiten.

 

Auch die Entscheidungsfindung wird intelligenter. Mit der Popularisierung des Internets der Dinge, von 5G-Netzen und dem industriellen Internet werden immer mehr Daten im Produktionsprozess effektiv gesammelt und gespeichert. Nach eingehender Analyse bilden sie eine wichtige Grundlage für Entscheidungsfindungen.

 

„97,8 Prozent der Benutzer verbrauchen jedes Mal weniger als fünf Minuten Wasser, 71,1 Prozent weniger als eine Minute. In Bezug auf den Heizmodus beträgt der Anteil mit einer täglichen Heizzeit unter 60 Minuten etwa 38 Prozent, während der Anteil mit einer täglichen Heizzeit von 60 bis 120 Minuten bei etwa 28 Prozent liegt.“ Das ist ein Ergebnis einer Untersuchung über die Benutzung des elektrischen Warmwasserbereiters, die die Haier Group mithilfe der Big-Data-Plattform „Haier U +“ durchgeführt hat. Mit dieser Big-Data-Analyse kann das Unternehmen unter Berücksichtigung der Nutzererfahrungen einen gezielteren Plan zur Wassernutzung und -einsparung entwickeln.

 

Zhang Pengzhu, Professor an der Shanghai Jiaotong University, ist der Ansicht, dass mithilfe von Big Data die Probleme unvollständiger Informationen und unangemessener Analysen, mit denen Unternehmen bei Innovationen und Entscheidungsfindungen in der Vergangenheit konfrontiert waren, effektiv gelöst werden können. „Dadurch wird den Unternehmen geholfen, eine nachhaltige Entwicklung zu erzielen“, sagt er.

 

Das Leben der Bevölkerung erleichtern

 

Die neue Infrastruktur bringt viele neue Anwendungsszenarien mit sich, die viele Aspekte des alltäglichen Lebens der Menschen erleichtern, etwa Bildung, medizinische Versorgung und Mobilität.

 

In dieser besonderen Zeit des Kampfes gegen Corona boomte in China insbesondere der Bereich „5G plus Bildung“. Am 28. Februar nahmen mehr als 2000 Schüler der Shanghai Yangjing Juyuan Experimental School an einem Onlinesportkurs teil, der per 5G-Netzwerk live übertragen wurde. Sie ahmten die Kongfu-Übungen ihres Lehrers nach, die sie gestochen scharf aus verschiedenen Blickwinkeln über den Bildschirm sehen konnten.

 

Besagter Sportkurs wurde von 16 4K-Kameras gefilmt. Die Audio- und Videodaten, die von jeder Kamera in Echtzeit aufgenommen wurden, wurden von Technikern gesammelt und zusammengesetzt. Weil die Datenkapazität der 16 Kameras sehr groß und das 5G-Netzwerk in der Lage war, die Anforderungen der Bandbreiten zu erfüllen, verlief die Live-Übertragung reibungslos. Die jungen Teilnehmer konnten durch Auswahl am Bildschirm zwischen verschiedenen Kameras wechseln und die Bewegungen des Lehrers aus verschiedenen Blickwinkeln genau beobachten.

 

„Der Zustand des Patienten ist komplex, er leidet unter Stoffwechselproblemen und langsamer Herzfrequenz...“ Am 27. Februar führten Mediziner aus Beijing, Shanghai und Guangzhou im Fernberatungszentrum des Leishenshan-Krankenhauses in Wuhan eine Onlinediagnose und -behandlung per 5G-gestützter Fern-CT durch. Das 5G-Netzwerk ermöglichte es den Medizinern eine Vielzahl medizinischer Bilder in Echtzeit zu übertragen, so dass alle Experten die verschiedenen Patientendaten klar auf ihrem Bildschirm sahen.

 

5G-Netzwerke zeichnen sich durch hohe Geschwindigkeit, breite Verbindung und geringe Verzögerung aus. Untersuchungen zeigen, dass Fernoperationen mithilfe von 5G-Netzwerken nur um 20 bis 30 Millisekunden verzögert werden. Zum Vergleich: ein Wimpernschlag nimmt etwa 300 Millisekunden in Anspruch. Mit anderen Worten ähneln die von Ärzten gesehenen 5G-Übertragungsbilder also schon heute Echtzeitbildern.

 

Laut Si Han, Greater-China-Präsidentin der GSM Association (Global System for Mobile Communications), nehmen Chinas Betreiber und Unternehmen zunehmend eine führende Position im 5G-Entwicklungsprozess ein. „Chinesische Verbraucher zeigen mehr Begeisterung für 5G und sind eher bereit, innovative Dienste und neue Terminals zu akzeptieren“, sagt sie. Dank der großen Erfolge der frühen Pilotprojekte in Zusammenarbeit mit Betreibern seien chinesische Unternehmen in den Bereichen industrielle Fertigung, Hafenlogistik, Verkehr, Gesundheitswesen und Bildung eher bereit, 5G-Technologie zu verwenden.

 

Neue Infrastruktur macht das Leben zu Hause intelligenter

 

„Welches Stockwerk bitte?“ - „Sechster Stock.“ - „Einen Moment bitte.“

Das ist ein Dialog zwischen einem Fahrstuhlpassagier und einem intelligenten Fahrstuhlsystem. Während der Corona-Epidemie hat eine Aufzugsfirma aus Mianyang in Sichuan einen intelligenten Aufzug entwickelt. Die Passagiere können den Lift kontaktlos per Spracheingabe oder durch das Scannen eines Handycodes bedienen. Auch ältere Aufzüge lassen sich mit dem intelligenten Modus nachrüsten.

 

Durch KI, das Internet der Dinge und 5G-Netzwerke wurden Tausende von Haushalten in Smart Homes umgewandelt. Ein „Intelligenter Zauberspiegel“ chinesischer Bauart kann je nach Wetterbedingungen und Benutzergewohnheiten personalisierte Garderobenvorschläge machen. „Intelligente Lampen“ erfassen das Außenlicht und können ihre Helligkeit automatisch anpassen, was sie wesentlich energiesparender macht. „Intelligente Kehrroboter“ reinigen ferngesteuert oder voll automatisch den Boden gemäß den angegebenen Umrissen.

 

Xu Hongcai, stellvertretender Direktor des Ausschusses für Wirtschaftspolitik der China Association of Policy Science, ist der Ansicht, dass die neue Infrastruktur den Aufbau neuer Industrieketten bewirken wird. „Der Upstream dieser neuen Industriekette umfasst Basisstationen, Antennen, Sensoren sowie Speicher- und Glasfaserkabel. Zu ihrem Downstream gehören Entwicklungsdienste für Hard- und Software der Terminals von Smartphones, Smart Cars, Smart Homes und Smart Machine Tools“, sagt er. „Alle dies sind kapital- und technologieintensive Branchen, die ein enormes Entwicklungspotenzial versprechen“, so seine Prognose.

 

*Pan Xutao und Tan Yichen sind Journalisten der überseeischen Ausgabe der „People’s Daily“.

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