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Tibetische Klassen in Chinas anderen Provinzen verhelfen tibetischen Schülern zu besserer Bildung

2021-01-13 12:44:00 Source:CRI Author:
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Lin Qing unterrichtet seit 1995 tibetische Schüler. Sie sagt, diese Schüler könnten aufgrund der großen Entfernung nur ein- oder zweimal im Jahr nach Hause fahren. „Im Allgemeinen verfügen Mittelschulen in entwickelten Provinzen über bessere Lehreinrichtungen und erfahrenere Lehrkräfte als die im Autonomen Gebiet Tibet, sodass tibetische Kinder ihre Heimat verlassen, um eine bessere Bildung zu erhalten.“ Sie sagt: „Ich muss die Erwartungen der tibetischen Eltern erfüllen. Sie hoffen, dass ihre Kinder weit weg von zu Hause etwas lernen können und dass wir Lehrer uns im Alltag gut um sie kümmern.“

 

1985 wurde ein Programm der chinesischen Zentralregierung in Gang gesetzt, in dessen Rahmen Schulen in 16 Provinzen und Gemeinden Chinas jedes Jahr etwa 1700 tibetische Schüler aufnehmen, um ihnen eine bessere Schulbildung zu ermöglichen. Unterkunft und Verpflegung für diese Schüler sind kostenlos. Im Rahmen des Programms investierten sowohl die Zentralregierung als auch die lokalen Regierungen viel in die Einrichtungen für tibetische Schüler sowie tibetische Klassen an Mittelschulen.

 

Auch an der Liedong-Mittelschule, einer der besten Mittelschulen in Sanming, wurde im Rahmen dieses Projekts eine tibetische Klasse eingerichtet. Lin Qing erklärt: „Die meisten unserer Schüler aus Tibet stammen aus Bauern- oder Hirtenfamilien und haben Tibet zuvor noch nie verlassen. Ihre Erfahrungen bei uns können dazu beitragen, ihre schulischen Leistungen zu erhöhen und ihren Horizont zu erweitern.“


Neben dem Unterricht ist jeder Lehrer an der Schule für den Alltag von sechs tibetischen Schülern verantwortlich, dazu gehören beispielsweise Arztbesuche, Besuche von Ausstellungen in der Freizeit, gemeinsames Kochen an Feiertagen und das Beibringen von Haushaltsfähigkeiten. „Außerhalb des Klassenzimmers bin ich nicht nur ihre Lehrerin, sondern auch ihre ‚Mutter‘. Sie sind so jung, dass sie meine Gesellschaft brauchen“, sagt Lin.

 

Die Lehrer der tibetischen Klassen arbeiten mehr als ihre Kollegen in anderen Klassen, da ihre Schüler an Wochenenden oder in den Sommer- und Winterferien nicht nach Hause fahren.

 

Lin Qing freut sich, wenn sich ihre Bemühungen und die ihrer Kollegen lohnen. Die Mehrheit ihrer Schüler ist nach Tibet zurückgeht, wo sie als Soldaten, Bankangestellte, Ärzte, Polizisten, Lehrer oder Beamte arbeiten. „Die meisten von ihnen haben sich entschieden, nach dem Universitätsabschluss nach Tibet zurückzugehen, weil die Region lokale Fachkräfte braucht und sie dort mehr Chancen haben.“


Seit die Liedong-Mittelschule 1995 eine tibetische Klasse eingerichtet hat, hatten mehr als 1200 ihrer tibetischen Schüler die Möglichkeit eines Universitätsstudiums. Über 800 Studenten gingen nach ihrem Hochschulabschluss nach Tibet zurück, um dort zu arbeiten.

 

Lin erklärt: „Kinder aus Tibet können heute besser lesen und kommunizieren. Dies könnte auf eine bessere Grundschulbildung in Tibet und auf gut ausgebildete Eltern zurückzuführen sein.“ Tibetische Kinder müssten in naher Zukunft auch nicht mehr so weit in andere Provinzen reisen, um eine gute Bildung zu erhalten, da hochentwickelte Provinzen und Städte den Bau und die Modernisierung der Schulen in Tibet unterstützten. In Tibet entstünden nun immer mehr neue Schulen.

 

Quelle: CRI  vom 12.01.2021

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