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Inspur Cloud: Chinesische IT-Firma Pionier im Bereich Cloud Computing und Big Data

2018-05-29 13:42:00 Source:CRI Author:
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Von Qiu Xiaoqin*

 

Das Zeitalter des Internets hat die Arbeitswelt umgekrempelt und viele neue Arbeitsplätze, ja ganze Branchen geschaffen. China ist zu einem Vorreiter in Sachen Webentwicklung aufgestiegen und hat schon früh die Initiative zum Aufbau eines digitalen Chinas angestoßen. Insbesondere im Bereich Cloud-Services hat sich im Reich der Mitte in den letzten Jahren viel getan. Neue Techniken wie Big Data für Regierungsorgane, Unternehmen und Finanzinstitutionen beeinflussen schon heute viele Aspekte des Lebens der chinesischen Bevölkerung.

 

Yan Liang, Generalmanager des Unternehmens Inspur Cloud, gilt als Veteran der chinesischen IT-Industrie. Er ist ein Macher, der bei der Arbeit stets auf Qualität setzt und nach Innovation und Perfektion strebt. Unter seiner Federführung wurde vor einigen Jahren die Firma Inspur Cloud ins Leben gerufen, eine Großabteilung bzw. ein Tochterunternehmen der traditionsreichen Firma Inspur. Heute ist das junge IT-Unternehmen ein marktführender Anbieter von Cloud-Diensten.



 


Yan Liang, Generalmanager des Unternehmens Inspur Cloud, setzt bei der Arbeit

 stets auf Qualität und strebt nach Innovation und Perfektion.

 

Entwicklung eines Unternehmens der Zukunft

 

Inspur (auf Chinesisch Langchao浪潮, was „Flutwelle“ bedeutet) ist eines der ältesten Unternehmen für Informationsverarbeitung der Volksrepublik. Es ist in der südostchinesischen Küstenprovinz Shandong angesiedelt, genauer gesagt in der Millionenstadt Ji’nan. Die Firma hat eine lange Geschichte. Und die neuere Geschichte des Unternehmens ist gepflastert von eindrucksvollen Pionierleistungen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten entwickelte Inspur den ersten Mikrocomputer des Landes, den ersten chinesischsprachigen Pager der Welt, den ersten Mikroserver Chinas, den ersten 32-Wege-fehlertoleranten Computer, den ersten Massenspeicher auf Petabyte-Ebene und den ersten Großrechner Chinas - das so genannte Tiansuo KI-System. Das Unternehmen hat die chinesische IT-Branche in verschiedener Hinsicht geprägt.

 

2010 dann stieg die Firma ins Cloud-Geschäft ein. Yan Liang formte hierfür eigens ein Team aus mehr als 50 talentierten und hochmotivierten Mitarbeitern, mit denen das neue Geschäft von Grund auf entwickelt werden sollte. Heute, acht Jahre später, wartet Inspur Cloud mit einer breiten Palette von Cloud-Serviceprodukten auf. Darüber hinaus arbeiteten Yan und sein Team auch den Entwurf zur Errichtung eines nationalen Cloud-Computing-Rechenzentrums aus. „Die ersten drei Jahre haben wir eigentlich ausschließlich darauf verwendet, erst einmal richtig zu verstehen, was Cloud-Technik ist und welches Potenzial sie birgt“, erinnert sich Yan an die Anfänge zurück.

 

Im Jahr 2011 unterzeichnete Inspur ein Abkommen zur strategischen Zusammenarbeit mit der Stadtregierung Ji’nan. Damals steckte der Bereich Cloud-Computing noch in den Kinderschuhen, verbindliche Standards und gesetzliche Vorschriften waren Fehlanzeige. Yan und sein Team gelang es dennoch, das größte Cloud-Computing-Rechenzentrum der vierten Generation Asiens aus dem Boden zu stampfen.

 

Heute erstrecken sich die Anlagen des Rechenzentrums auf einer Gesamtfläche von 21,600 Quadratmetern. Von hier aus bieten Yan und sein Team sichere und stabile Cloud-Dienstleistungen für Regierungsorgane und Unternehmen in der gesamten Provinz Shandong an. Rund-um-die-Uhr-Überwachung und neun Sicherheitstüren gewährleisten die Sicherheit der Cloud-Dienste des Unternehmens.

 

„Unser Cloud-Computing-Rechenzentrum ist nicht nur ein Serverraum oder ein einfaches Datenzentrum, sondern stellt eine neue Form der Infrastruktur für die Gesellschaft dar“, erklärt Yan. „Das Rechenzentrum speichert teils sensible Informationen und Daten der Regierung sowie von Unternehmen und Einzelpersonen. Es wäre also fatal, wenn es Sicherheitslücken gäbe. Deshalb ist es unser Anspruch, den Betrieb des Zentrums ununterbrochen zu gewährleisten und ständig stabil zu halten“, sagt er.

 

In den vergangenen Jahren setzten Yan und sein Team alles daran, eine vollständige Produktkette im Bereich der Cloud-Serviceprodukte aufzubauen. „Es handelt sich hier um einen großes Sektor“, erklärt Yan. Um passende Dienstleistungen bereitstellen zu können, gelte es, ein ganzes Netz von Cloud-Datenzentren an verschiedenen Standorten im ganzen Land zu etablieren. Nur so könne man den Kundenbedürfnissen letztlich gerecht werden.

 

Die Errichtung und Gestaltung von Datenzentren und die Beschaffung von Ressourcen sind dabei nur der Anfang. Der Schlüssel zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit eines Cloud-Service-Anbieters liegt in einer erfolgreichen Produktentwicklung. Yan und sein Team haben dies schon frühzeitig erkannt und deshalb einen Schwerpunkt auf die Entwicklung von Cloud-Service-Plattformen und Cloud-basierten Produkten gelegt, allen voran Cloud-Dienste für Unternehmen. „Unternehmen stellen immer höhere Anforderungen an die Verfügbarkeit von Cloud-Diensten“, erklärt der IT-Experte.

 

In den letzten Jahren gelang es Yan und seinen Mitstreitern auch, passende Softwaresysteme für öffentliche Cloud-Service-Plattformen und Cloud-Service-Plattformen von Regierungsorganen zu entwickeln. Um die Qualität der Dienstleistungen zu gewährleisten, wurden strenge Standards festgelegt, die keinerlei Toleranz gegenüber Fehlern zeigen. Darüber hinaus integrierten Yan und seine Mitarbeiter Techniken wie CI/CD (Continuous Integration and Continuous Deployment) und Gray Release, die garantieren, dass der Service für Unternehmenskunden nicht unterbrochen wird, selbst wenn die Plattform einem Update oder Wartungsarbeiten unterzogen wird. Yan beschreibt dies mit einer anschaulichen Metapher: „Es ist, wie wenn man die Räder eines Autos während der Fahrt wechseln kann.“

 

Inspur Clouds jahrelange Forschung und Praxis zahlt sich schon heute aus: Mittlerweile betreibt das Unternehmen insgesamt 50 Cloud-Computing-Rechenzentren im ganzen Land. Yan ist noch immer der Hauptansprechpartner, wenn es um Probleme im Bereich der Produktentwicklung und des Teammanagements geht. Um Probleme rechtzeitig zu lösen, pendelt er oft zwischen verschiedenen Standorten. „Überstunden sind für mich Alltag“, sagt er. Selbst beim Mittag- oder Abendessen führe er oft geschäftliche Telefonate.



Yan Liang und sein Team gelang es, das größte Cloud-Computing-Rechenzentrum

 der vierten Generation Asiens aus dem Boden zu stampfen. 


Berufung, nicht Belastung

 

Doch für den IT-Fachmann ist all dies Berufung, nicht Belastung. „Jeder sollte seine Arbeit lieben und versuchen, in seinem Bereich Großes zu leisten“, findet er. In der Tat stellt Yan stets hohe Anforderungen an sich selbst und setzt alles daran, neue Produkte zu entwickeln und bestehende zu verbessern. „In der IT-Branche kommen quasi jeden Tag neue Technologien auf. Wer mit dieser schnellen Entwicklung Schritt halten will, muss hart arbeiten und ständig Innovationen hervorbringen“, sagt er.

 

Aus Yans anfänglich kleinem Team hat sich mittlerweile die eigenständige Unternehmenssparte Inspur Cloud mit einer Belegschaft von mehr als 1000 Mitarbeitern entwickelt. Sie bietet über 100 Arten von Dienstleistungen aus acht Kategorien an, darunter Computing, Speicherung, Sicherheitsdienste, künstliche Intelligenz und Verwaltungsdienstleistungen. Bereits vier Jahre in Folge hält Inspur Cloud nun schon die heimische Spitzenposition bei der Bereitstellung von Cloud-Diensten für Regierungen.

 

Das Unternehmen legt dabei seinen Fokus insbesondere auf die Sparten Sicherheitsdienstleistungen, künstliche Intelligenz und Verwaltungsdienste. „Neben einem strikten Sicherheitssystem und einer breiten Palette von anderen Sicherheitsprodukten entwickeln wir auch andere maßgeschneiderte Produkte für Regierungskunden, etwa sichere Cloud-Server und ein System zur Überprüfung von Benutzerkonten“, sagt Yan.

 

Bei besagtem sicheren Cloud-Server handele es sich um eine verbesserte Version des herkömmlichen Cloud-Servers mit integriertem internen Sicherheitsmodell, was den Sicherheitsschutz stark verbessere und den Bedürfnissen der Regierungskunden gut entspreche. Das System zur Überprüfung von Benutzerkonten sei landesweit das erste seiner Art. „Es kann zum Beispiel überprüfen, ob Informationen von Benutzerkonten gestohlen wurden. Ist dies der Fall, werden die Benutzer automatisch dazu aufgefordert, ihr Passwort zu ändern“, erklärt Yan.

 

Im Bereich künstliche Intelligenz hat Inspur Cloud auf Grundlage seiner starken Fähigkeiten zur Analyse von Big Data Produkte mit Selbstlernfähigkeiten entwickelt, welche die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Computer im Arbeitsprozess verbessern. Was den Verwaltungsdienst angeht, bietet Inspur Cloud Dienstleistungen für den gesamten Prozess, von der Planung, über den Bau und Betrieb bis hin zur Wartung. „Auf Basis unserer langjährigen Erfahrungen haben wir zudem verschiedene Verwaltungssysteme und Serviceverfahren entwickelt, mit denen wir den Regierungskunden helfen können, den Prozess der informationsbasierten Verwaltung noch besser zu verstehen“, erklärt Yan. „Bei der Entwicklung unserer Produkte und Dienstleistungen wurde eine Reihe von Patenten genehmigt und es wurden zahlreiche technische Erneuerungen durchgeführt“, fügt er hinzu.

 

„Die Cloud kann als eine Infrastruktur der neuen Ära betrachtet werden, und der Cloud-Sektor ist derzeit einer der Hauptmotoren für Innovationen“, sagt Yan. Da die Cloud-Datenzentren des Unternehmens über das ganze Land verteilt seien, müssten die Mitglieder des Teams häufig Dienstreisen antreten und Überstunden machen sowie an zahlreichen Meetings teilnehmen, sagt er. „Unser Ziel ist es schließlich, die Cloud-Dienste konstant am Laufen zu halten.“ Als Leiter des Teams sei auch er oft in verschiedenen Landesteilen unterwegs, um Kooperationsverhandlungen zu führen. „Beruflich befinde ich mich quasi auf einem Langstreckenflug ohne endgültige Destination“, sagt er und lacht.

 

„Der Cloud-Sektor entwickelt sich derzeit weltweit rasant und es gibt einen starken Wettbewerb. Da kann es sich niemand leisten, schlampig zu arbeiten“, sagt der IT-Fachmann. Was sein eigenes Team angeht, ist Yan ein Meister der Motivation. Unter seinem Einfluss übernehmen die einzelnen Teammitglieder große Eigenverantwortung und widmen sich voll und ganz ihrer Aufgabe, um gemeinsam die Produkte und Dienstleistung des Unternehmens zu verbessern.

 

Langfristig am Ball bleiben

 

Ein wesentlicher Unterschied zu bisherigen Produkten und Projekten liege darin, dass es sich bei Cloud-Diensten um langfristige Dienstleistungen und Unterstützungen für die Kunden handele, sagt Yan. „Unsere eigentliche Arbeit beginnt dann, wenn das Produkt beim Kunden ist.“

 

Yan legt von daher großen Wert auf das Follow-up, um der Kundschaft nach dem Kauf der Produkte die nötigen Begleitdienstleistungen anzubieten. „Ein Unternehmen kaufte beispielsweise einmal ein Cloud-Produkt von Inspur, wobei der Umsetzungsplan von unserem erfahrensten Team ausgearbeitet worden war“, erzählt Yan. „Nachdem wir das Produkt geliefert hatten, war ich jedoch der Auffassung, dass es noch Verbesserungsspielraum gab. Aus diesem Grund setzte ich einige Mitglieder unseres Teams darauf an, mit dem Kunden langfristig in Kontakt zu bleiben und dessen Anforderungen einzuholen. Unser Anspruch ist es, unsere Produkte ständig weiterzuentwickeln und ihre Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen“, sagt er. Auf diese Weise sei die Entwicklung innovativer Sicherheitsprodukte wie des Cloud-Servers für Datensicherheit erst möglich.

 

„Wir arbeiten wie ein Perpetuum mobile“, sagt Yan und lacht wieder. Die Arbeit am Betrieb von Cloud-Datenzentren und Cloud-Diensten gehe letztlich immer weiter. „Unsere Mitarbeiter müssen sich von daher ständig ins Zeug legen, manchmal auch während Fest- und Feiertagen.“

 

Doch die Mühe zahlt sich für Mitarbeiter und Unternehmen gleichermaßen aus: In den vergangenen Jahren heimsten Yan und sein Team zahlreiche Medaillen und Preise ein, erhielten Zertifikate und meldeten erfolgreich neue Patente an. Dank der großen Anstrengungen von Profis wie Yan und seinem Team steht nicht nur Inspur Cloud, sondern die ganze chinesische IT-Branche vor einer rosigen Zukunft.

 

*Qiu Xiaoqin ist Journalistin der chinesischen Nachrichtenseite Guangmingwang (www.gmw.cn).

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