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Ausbau des Riesenstaudamms soll Wirtschaftsgürtel am Jangtse ankurbeln

2026-06-10 15:17:00 Source:german.cri.cn Author:
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China hat am Montag ein gewaltiges Infrastrukturprojekt zum Ausbau des Schifffahrtssystems des Drei-Schluchten-Staudamms in Yichang in der Provinz Hubei gestartet. Ziel ist es, die chronischen Engpässe der Schifffahrtskapazität zu beseitigen und die industriellen Hauptverkehrsadern der Volkswirtschaft zu stärken. 

 

Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 77,2 Milliarden Yuan (11,39 Milliarden US-Dollar) umfasst das Großprojekt zwei Kernkomponenten: eine neue Schleuse am Drei-Schluchten-Komplex und eine Erweiterung der Schifffahrtskapazität am flussabwärts gelegenen Gezhouba-Staudamm.

 

Am Drei-Schluchten-Komplex werden dafür zwei neue Schiffsschleusen gebaut, nachdem am linken Ufer der Berg abgetragen wurde – parallel zu den bestehenden Zweischleusenanlagen. Der Betreiber, die China Three Gorges Corp, teilte mit, dass der Komplex nach Fertigstellung über eine Vierschleusenkonfiguration verfügen werde.

 

Zusammen mit der bereits bestehenden Schiffshebeanlage werde die jährliche Gesamtdurchsatzkapazität auf 336 Millionen Tonnen steigen. 2025 lag das gesamte Frachtvolumen am Drei-Schluchten-Komplex bei 173 Millionen Tonnen.

 

Die zeitgleiche Erweiterung von Gezhouba sieht den Abriss von Schleuse 3 vor, um links zwei neue einstufige Schleusen zu bauen und so die Zufahrtskanäle zu erweitern. Damit soll sich die Gesamtkapazität von Gezhouba auf 360 Millionen Tonnen pro Jahr erhöhen.

 

Der Wirtschaftsgürtel am Jangtse erstreckt sich über elf Provinzen und regierungsunmittelbare Städte und umfasst über 40 Prozent der Bevölkerung und des Bruttoinlandsprodukts (BIP) des Landes. Die Industrien der Region – von der Metallurgie und dem Automobilbau bis hin zur Hightech-Fertigung – sind zu 85 Prozent beim Transport von Eisenerz und Außenhandelsgütern sowie zu 83 Prozent beim Kohlentransport auf die Wasserstraße angewiesen.

 

Su Fengming, Forscher am Institut für Integrierten Verkehr der Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform (NDRC), hob die unverzichtbare wirtschaftliche Rolle der Wasserstraße hervor. Das BIP des Wirtschaftsgürtels habe 2025 die Marke von 65 Billionen Yuan (9,5 Billionen US-Dollar) überschritten, der Güterumschlag in den Häfen entlang des Hauptstroms habe 4,2 Milliarden Tonnen erreicht – über 80 Prozent mehr als der gesamte Schienengüterverkehr des Landes.

 

Die Wassertransportkosten betrügen nur ein Fünftel der Schienenkosten, was die Bedeutung des Flusses als wirtschaftliche Hauptschlagader unterstreiche, während sich die Produktions- und Industriebasen zunehmend ins Binnenland verlagerten.

 

Niu Xinqiang, Mitglied der Chinesischen Akademie für Ingenieurwesen, erklärte, das Frachtvolumen auf dem Hauptstrom des Jangtse sei in den letzten zwei Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen – von 650 Millionen Tonnen im Jahr 2005 auf 4,2 Milliarden Tonnen bis 2025. Damit liege der Jangtse seit 20 Jahren ununterbrochen an weltweit erster Stelle aller Binnenwasserstraßen.

 

Dieses rasche Wachstum habe die Schifffahrtskapazität der bestehenden Infrastruktur an ihre Grenzen gebracht, so Niu. Er zeigte sich überzeugt, dass die neue Schleuse die einseitige Designkapazität des Komplexes von derzeit etwa 50 Millionen Tonnen bis 2050 auf 168 Millionen Tonnen steigern werde. Dies werde den Fluss wichtiger Produktionsfaktoren beschleunigen und dazu beitragen, die Kluft zwischen den östlichen und westlichen Regionen des Landes zu überbrücken.

 

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