Bachelet informierte Wang Yi dabei über ihre Ansichten zur internationalen Situation und die Rolle der Vereinten Nationen. Sie sagte, die UN seien eine unentbehrliche Plattform für die internationale Gemeinschaft zur gemeinsamen Bewältigung globaler Herausforderungen. Angesichts der aktuellen instabilen Welt brauche man mehr Multilateralismus und nicht weniger.
Wang Yi sagte, Bachelets Äußerungen verkörperten ihr eingehendes Denken für die Arbeit der UN sowie ihre Verantwortlichkeit und Leidenschaft für den Fortschritt der Menschheit. Auf einer hochrangigen Sitzung des Weltsicherheitsrats im Mai habe er mit verschiedenen Seiten umfassenden Austausch gepflegt. Alle Seiten seien der Ansicht, dass die Rolle der UN angesichts der chaotischen und instabilen internationalen Situation nur verstärkt und nicht geschwächt werden dürfe. Die Vereinten Nationen sollten durch eine Selbstreform ihre Vitalität stimulieren und Aktionskompetenzen erhöhen sowie eine stärkere Rolle spielen.
Wang Yi fügte hinzu, die Wahl des nächsten UN-Generalsekretärs betreffe die Reform und Entwicklung der UN in den kommenden fünf bis zehn Jahren und auch die Interessen der UN-Mitglieder, insbesondere der Länder des Globalen Südens. China werde sich mit einer verantwortungsbewussten und konstruktiven Haltung an der Wahl des nächsten UN-Generalsekretärs beteiligen, um die Autorität und Vitalität der UN wiederzubeleben und die neuen Herausforderungen gemäß der neuen Situation noch besser zu bewältigen.