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Neue Route für Containerschiffe nach Europa halbiert die Transportzeit

2026-08-18 14:39:00 Source:German.people.cn Author:
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Die „Expressroute“ für den Containertransport zwischen China und Europa hat am Samstag offiziell den regulären, wöchentlichen Betrieb aufgenommen. Sie eröffnet einen schnelleren, effizienteren und resilienteren Logistikkorridor zwischen den beiden Wirtschaftsräumen.

 

  


Die „Istanbul Bridge“ – das erste Schiff auf der arktischen Container-Expressroute von China nach Europa – bei der Ankunft am 13. Oktober 2025 im Hafen von Felixstowe in Großbritannien (Foto: Xinhua/Li Ying) 


Das Containerschiff „Dubai Tower“, das vom Hafen Ningbo-Zhoushan in der ostchinesischen Provinz Zhejiang auslief, markiert den Start der regelmäßigen saisonalen Verbindung auf der neuen Route. Mit einer Fahrtdauer von etwa zwanzig Tagen kann im Vergleich mit den konventionellen Routen nach Europa die Hälfte der Transportzeit eingespart werden.

 

Fang Yi, Geschäftsführer der Reederei „Sea Legend Line“, die die Route betreibt, sagte gegenüber China Daily, das Schiff werde wichtige Häfen in Nordeuropa und dem Ostseeraum anlaufen, darunter Felixstowe in Großbritannien, Rotterdam, Hamburg und Gdynia in Polen.

 

So schafft diese Route ein Logistiknetzwerk, das die Produktionszentren an der chinesischen Küste direkt mit den wichtigsten Häfen Europas verbindet.

 

Die „Sea Legend Line“ hat für die diesjährige Saison sogar schon einen Fahrplan aufgestellt. Von Mitte August bis Ende September oder Anfang Oktober sind mehr als acht Fahrten geplant.

 

Noch vor einem Jahr wäre ein solcher Fahrplan undenkbar gewesen.

 

Der erste komplette Testlauf der Route war am 22. September 2025 gestartet, als das Containerschiff „Istanbul Bridge“ aus dem Hafen Ningbo-Zhoushan ausgelaufen war.

 

Die Strecke folgt der Nordostpassage entlang der arktischen Küste, die die Beringstraße mit der Barentsee verbindet. Mit etwa 5000 Kilometern ist sie die kürzeste Seeroute zwischen Nordostasien und Westeuropa.

 

Seit Jahrzehnten verlief der Seehandel zwischen Asien und Europa auf südlichen Routen durch die Straße von Malakka, den Indischen Ozean, das Rote Meer und den Suezkanal.

 

„Die Testfahrt von China nach Europa dauerte 20 Tage, verglichen mit 40 Tagen durch den Suezkanal und 50 Tagen um das Kap der Guten Hoffnung herum. Zudem vermeidet die Arktisroute Engstellen und mögliche geopolitische Risiken“, so Fang.

 

Doch die Route ist nur während eines kurzen Zeitfensters im Sommer befahrbar, aber selbst dann sind die Wetterbedingungen und der Eisgang schwer vorherzusagen.

 

Manche Brancheninsider meinen, die von Ende Juli bis Oktober passierbare Arktisroute bleibe weiterhin von den Eisbedingungen abhängig und könne die herkömmlichen Seerouten daher nicht ersetzen.

 

Li Xiaobin, Betriebsleiter der „Sea Legend Line“, erklärte, durch Fortschritte bei Eisbrecher- und Antriebstechnologien könne die Saison in drei bis fünf Jahren möglicherweise auf acht bis zehn Monate ausgedehnt werden.

 

Darüber hinaus erleichtert die kalte arktische Umgebung mit Außentemperaturen von minus 3 bis plus 10 Grad Celsius, die Kühlkette bei temperaturempfindlicher Fracht aufrechtzuerhalten, wodurch auf Energiespeicher wie Batterien verzichtet werden kann.

 

Bei der am Samstag gestarteten Fahrt handelt es sich genau um diese Art von Fracht, die hauptsächlich aus den Industriezentren im Jangtse-Delta wie Ningbo und Yiwu in der Provinz Zhejiang stammte und die derzeit hohe Nachfrage auf europäischen Märkten decken soll.

 

Nach dem erfolgreichen Testlauf bekundeten mehrere europäische Partnerhäfen großes Interesse an einem regelmäßigen Betrieb der Route.

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