In einem intelligenten Werk des Lkw-Herstellers FAW Jiefang in Changchun montieren Roboter Automobile.
Die Exporte von Industrierobotern aus China sind in diesem Jahr stark gestiegen. Im April überschritt das monatliche Exportvolumen erstmals die Marke von 25.000 Einheiten.
Offizielle Daten der chinesischen Zollbehörde zeigen, dass insbesondere die Ausfuhren von im Inland produzierten mobilen Robotern rasant wachsen. Zu den wichtigsten Absatzmärkten zählen Europa, Nordamerika sowie die Asien-Pazifik-Region, wo etablierte Branchen wie E-Commerce, Einzelhandel und Drittanbieter-Logistik einen hohen Bedarf an Lagerautomatisierung aufweisen. Kunden seien zunehmend bereit, für entsprechende Technologien zu investieren.
Gleichzeitig eröffnen auch aufstrebende Märkte, insbesondere in Südostasien und dem Nahen Osten, aufgrund ihrer wachsenden Nachfrage nach automatisierter Infrastruktur erhebliche Geschäftschancen.
„In den ersten vier Monaten dieses Jahres hat die Robotikindustrie in Shenzhen ihre Expansion auf die internationalen Märkte weiter beschleunigt. Produkte wurden in mehr als 100 Länder und Regionen exportiert. Das Exportvolumen erreichte 430 Millionen Yuan RMB (rund 63,38 Millionen US-Dollar), was einem Anstieg von 21,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht“, erklärte Wu Weijie, ein Beamter des Tongle-Zolls unter der Zollverwaltung von Shenzhen.
Neben dem rasanten Wachstum des Marktes für mobile Industrieroboter halten auch humanoide Roboter zunehmend Einzug in den Alltag. Dadurch steigt die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften, insbesondere nach Talenten mit interdisziplinärem Hintergrund.
„In unserem Team arbeiten Fachkräfte aus Informatik und Mathematik, aber auch Personen mit biologiewissenschaftlichem Hintergrund, die ihr Wissen erfolgreich in die Robotik einbringen konnten“, sagte Chen Liliang, Experte für Algorithmen verkörperter Intelligenz bei dem in Shanghai ansässigen Unternehmen AgiBot.
Die wachsende Nachfrage nach multidisziplinären Fachkräften im Bereich der verkörperten künstlichen Intelligenz veranlasst auch chinesische Hochschulen dazu, ihre Ausbildungssysteme anzupassen. Das chinesische Bildungsministerium veröffentlichte kürzlich einen neuen Katalog für Bachelorstudiengänge, der neun Universitäten bei der Einführung neuer Studienprogramme im Bereich verkörperte künstliche Intelligenz unterstützt. Ziel ist es, die tiefgreifende Integration der nächsten Generation künstlicher Intelligenz mit der Realwirtschaft voranzutreiben und eine qualitativ hochwertige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung zu fördern.