Chinas Entertainmenttechnik soll international stärker vernetzt werden. Eine neue strategische Kooperation zwischen der Messe Frankfurt, der Guangdong International Science and Technology Exhibition Co., Ltd. (STE) und der China Entertainment Technology Association (CETA) soll den internationalen Technologie- und Marktaustausch fördern und chinesische Unternehmen beim Ausbau ihrer Präsenz in Auslandsmärkten unterstützen.
Messe Frankfurt, Guangdong International Science and Technology Exhibition Co., Ltd. und China Entertainment Technology Association unterzeichnen eine strategische Kooperationsvereinbarung. (Foto: Messe Frankfurt)
Die Zusammenarbeit wurde am vergangenen Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz in Beijing bekannt gegeben. CETA wird künftig Mitveranstalter der Prolight + Sound Guangzhou (PLSG), der führenden Eventtechnik-Messe in Asien. Zugleich unterzeichneten die drei Partner eine strategische Kooperationsvereinbarung. Sie sieht eine vertiefte Zusammenarbeit, den Ausbau der internationalen Präsenz sowie gemeinsame Aktivitäten zur Unterstützung der Branche vor – auch über die Messe hinaus.
Chinesische Entertainmenttechnik gewinnt international an Bedeutung
Richard Li, Geschäftsführer der Messe Frankfurt (HK) Ltd., bezeichnete die PLSG als einen wichtigen Bestandteil des globalen Portfolios der Messe Frankfurt für professionelle Audio-, Video- und Lichttechnik. „Wir wollen unser weltweites Branchennetzwerk nutzen, um internationalen Technologien, Produkten und Marken den Zugang zum chinesischen Markt zu erleichtern und zugleich hochwertigen chinesischen Produkten den Weg auf internationale Märkte zu ebnen“, erklärte er. Langfristig solle die Kooperation die Attraktivität der Messe für internationale Aussteller und Einkäufer weiter erhöhen, den Austausch von Ideen fördern und die Zusammenarbeit innerhalb der Branche intensivieren, so Li. Dies könne auch zur kontinuierlichen Entwicklung des chinesischen Entertainmenttechnik-Sektors beitragen.
Fu Gaowu, Vorsitzender der CETA, bezeichnete die strategische Kooperation als eine solide Grundlage für die internationale Entwicklung dieser Branche. Als nationaler Branchenverband setze sich die CETA für die Weiterentwicklung des Kultur- und Tourismussektors in China ein. „Indem wir unsere Ressourcen in den Bereichen Licht, Audio, Video und Bühnentechnik mit unserem landesweiten Expertennetzwerk bündeln, wollen wir die PLSG zu einer führenden internationalen Plattform für chinesische Innovationen und Fertigungskompetenz entwickeln“, erklärte Fu. Mit Unterstützung günstiger Rahmenbedingungen für den Export werde die CETA die Branche weiter voranbringen und dazu beitragen, dass mehr chinesische Marken internationale Märkte erschließen könnten.
Im Jahr 2025 erzielten Chinas Kulturbranche sowie verwandte Industrien offiziellen Angaben zufolge einen Rekordumsatz von 20,83 Billionen Yuan, 8,8 Prozent mehr als im Vorjahr. CETA zählt zu den führenden nationalen Branchenverbänden in diesem Bereich. Sie vertritt knapp 3.000 Mitgliedsunternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – darunter Unternehmen aus den Bereichen professionelle Audio-, Video- und Beleuchtungstechnik, Bühneneffekte, chinesische und westliche Musikinstrumente sowie Systemintegration. Hinzu kommt ein Netzwerk von mehr als 2.000 Branchenexperten.
Cai Jingfeng, Geschäftsführer der Guangdong International Science and Technology Exhibition Co., Ltd., würdigte die Entwicklung der Veranstaltung: „Mehr als zwei Jahrzehnte nach ihrer Gründung hat sich die PLSG zu einer der weltweit größten und einflussreichsten jährlichen Fachmessen für professionelle Audio- und Video (AV) -Technik entwickelt. Jahr für Jahr zieht sie führende internationale Marken, Distributoren, Projektentwickler und Einkäufer an.“ Die PLSG fördere den technologischen Austausch und die internationale Zusammenarbeit, trage zur Gestaltung von Branchentrends bei und leiste einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der chinesischen Pro-AV-Branche sowie zu ihrer Vernetzung mit dem Weltmarkt.
Für die 25. Ausgabe der PLSG im Mai 2027 planen die drei Partner neue Themenbereiche. Damit soll das Angebotsspektrum der Messe erweitert und zusätzliche Möglichkeiten für Aussteller und Fachbesucher geschaffen werden.
Strategische Vereinbarung soll internationale Marktverbindungen stärken
Im Mittelpunkt der strategischen Vereinbarung der drei Kooperationspartner steht eine enge Vernetzung des chinesischen mit dem internationalen Markt. Sie soll das weltweite Netzwerk der Messe Frankfurt, das rund 180 Länder und Regionen erreicht, mit den etablierten Ressourcen und Branchenkontakten von STE und CETA in China verbinden. Gemeinsam wollen die drei Partner führende internationale Marken und fortschrittliche Technologien stärker auf dem chinesischen Markt etablieren und zugleich chinesische Unternehmen bei ihrer Expansion ins Ausland unterstützen.
Als einer der weltweit führenden Messeveranstalter verfügt die Messe Frankfurt über ein umfangreiches internationales Netzwerk, das Märkte und Branchenressourcen weltweit miteinander verbindet. Kerstin Horaczek, Bereichsleiterin Technology Shows bei der Messe Frankfurt, erklärte: „Unsere Erfahrung im Bereich Event- und Entertainmenttechnologien reicht mehr als 40 Jahre zurück.“ Durch enge Partnerschaften innerhalb der Branche könne die Messe schnell auf die Bedürfnisse ihrer Kunden in den Bereichen Messen, Veranstaltungsstätten und Dienstleistungen eingehen. Gemeinsam mit führenden Institutionen und Verbänden erschließe sie neue Chancen in wachstumsstarken Märkten weltweit.
„Als eine der Leitmarken unseres globalen Portfolios konzentriert sich Prolight + Sound auf die Bereiche Entertainment, Musik, Medien und Kreativwirtschaft. Dabei greifen wir auf die Branchenressourcen, Expertennetzwerke und globalen Vertriebskanäle der Messe Frankfurt sowie auf die enge Zusammenarbeit mit unseren Schwestermessen zurück,“ fuhr Horaczek fort. Diese Stärken ermöglichten ein umfassendes Angebot – von technischer Unterstützung über internationale Messebeteiligungen bis hin zur Expansion ins Ausland. So könnte chinesischen Herstellern dabei geholfen werden, internationale Märkte schneller zu erschließen.